Gerhard von Rads Predigt über Psalm 1,1-3: „Hast du das wirklich nie erlebt, daß dir vielleicht nur ein Satz in einer Predigt einen Blick freigegeben hat in eine Herrlichkeit des Wortes Gottes, die dich vor Wonne hat erzittern lassen? Ein Satz, vielleicht nur ein Wort der Bibel ist in einer Köstlichkeit auf dich zugekom­men und in einem Licht, das nicht von dieser Welt ist, und es hat dich als die Wahrheit, als ein Wort, ein Ruf aus unserer Heimat ergriffen.“

Predigt über Psalm 1,1-3

Von Gerhard von Rad

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen,
noch tritt auf den Weg der Sünder,
noch sitzt, wo die Spötter sitzen;
sondern hat Lust am Gesetz des Herrn
und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht!
Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen,
der seine Frucht bringt zu seiner Zeit,
und seine Blätter verwelken nicht.
Und was er macht, das gerät wohl.

Liebe Gemeinde! Wenn man die neueren Kommentare liest, so erfährt man, daß sie mit diesem Psalm meist gar nicht zufrieden sind. Wie matt nimmt er sich gegenüber den anderen Psalmen aus! Ist da noch Dürsten nach Gott, so wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser? Ist da noch ein Getröstetsein, so daß sich der Psalmist selber ganz verwundert fragen kann: »Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?« Sind die Worte und die Begriffe, in denen dieser Psalm einhergeht, nicht alle ein wenig ausgeleiert? Nun soll man sich über solche Urteile von Auslegern – das ist eine gute Lehre – nie sehr aufregen. Etwas Richtiges haben sie nämlich meist gesehen, man muß es nur an die rechte Stelle rücken. Es ist schon richtig: Mit den großen Psalmen, in denen die Erregung der Anfechtung oder der Frie­den des Getröstetseins ganz persönlich nach unseren Herzen greifen, kann man diesen Psalm nicht verglei­chen, und wir täten gut, ihn von vornherein gar nicht an jenen zu messen. Sein Dichter ist aber doch kein Stümper.

Der Dichter von Psalm 1 will ja etwas ganz anderes als ein persönli­ches, intimes Bekenntnis mitteilen. Wohl, auch er will eine Erfah­rung aussprechen; aber beileibe nicht nur seine eigene Erfahrung (die hätte er gewiß viel persönlicher gesagt), nein, etwas, das sich über­haupt ganz allgemein im Leben, in vielen Leben, in einer ganzen langen Geschichte der Menschen mit Gott herauskristallisiert hat. Er verhält sich also ähnlich wie ein Naturwissenschaftler, der lan­ge beobachtet; aber dann, wenn sich etwas herausgestellt hat, schließt er seine Betrachtun­gen ab, und dann formuliert er sein Ergebnis. So geht es auch hier um eine Gesetzlichkeit – ich scheue mich nicht, das Wort zu gebrauchen – die sich nach langen Beobachtungen her­aus­gestellt hat. Aber dieses Hören auf die Erfahrung Früherer will gelernt sein! Als Hiob sich so gar verzweifelt und fassungslos über sein Leiden und über Gott ausgesprochen hat, da hat ihm einer seiner Freunde einen sehr guten Rat gegeben:

Frage doch die vorigen Geschlechter
und merke auf das, was ihre Väter erforscht haben;
denn wir sind von gestern her und wissen nichts,
unser Leben ist ein Schatten auf Erden.
Sie werden dir’s sagen und zu dir sprechen.

(Hiob 8,8-9)

Bildad meint offenbar: die Fragen, die Hiob aufgeworfen hat, die können ja gar nicht allein aus dem kurzen Erfahrungsbereich eines Einzellebens heraus beantwortet werden. Und ist es nicht auch Hoffart, zu glauben, dies alles, woran du leidest und mit dem du nicht fertig wirst, das hätte erst bei dir begonnen?

So also müssen wir auch an unsern Predigttext herantreten. Das würde also heißen, daß dieser Psalm – so paradox es klingt – doch randvoll von praktischer, seelsorgerlicher Lebenserfah­rung ist. Du darfst dich von seiner nüchternen, unpersönlich objektiven Sprache nicht abschre­cken lassen. Du bist auch darin mit deinem ganzen Leben, aber es sind auch die Christen frü­herer Jahrhunderte darin, ja selbst die, die zu Zeiten des alten Bundes unter einem ganz ande­ren Himmel und in einem ganz anderen Erdteil gelebt haben. So etwas kann doch gar nicht im Stil persönlicher Bekenntnisse gesagt werden, eine solche Erfahrung hat auch ihre eigene Spra­che. Und daß das so ruhig hingestellt ist, so ganz undrängerisch, das müßte uns Heutigen doch eigentlich gefallen. Wir sind doch alle ein wenig so, daß wir vor einer zudringlichen reli­giösen Betastung zurückschrecken. Hier aber wird eine Reihe langer Beobachtungen abge­schlossen, ein Wissen ist eingebracht; und nur ganz leise steht gleichsam zwischen den Zeilen die Aufforderung: Überleg dir das einmal!

Wir wollen es versuchen! »Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, da die Spötter sitzen!« Der Psalm ist uns so geläufig gewor­den, daß wir den besonderen Klang dieses Anrufs wohl gar nicht mehr erkennen. Er hat näm­lich gar nichts Geistliches, sondern ist höchst weltlich und nüchtern gemeint. Ein neuer Aus­leger hat gesagt, es läge geradezu etwas Weltmännisches in diesem Anfang: »dem kann man gratulie­ren«! Das würde also heißen: Hier geht es ums ganze Leben, nicht nur ums Religiöse, um das Innenleben, sondern um alles; um Beruf und Fortkommen, ums Zusammenleben mit den Menschen, um Gesundsein oder Krankheit. Was ist das denn, fragen wir ein wenig unge­duldig und vielleicht auch ungläubig, was für alles im Leben so schlechterdings entscheidend sein soll? Es sind zwei Dinge, die da genannt werden: Erstens ist es das, daß ein Mensch im Leben die richtigen Trennungsstriche machen kann, daß er Unterscheidungs­vermögen hat. Und dann ist es das, daß einer das richtige Verhältnis gewinnt zu dem, was der Psalm »das Gesetz des Herrn« nennt.

Wie ist das mit den rechten Trennungsstrichen, mit dem rechten Unterscheidungsvermögen zu verstehen? Da stellt sich uns nun die Art, wie in dem Psalm von »Gottlosen« und von »Sün­dern« geredet wird, unbequem in den Weg. So direkt reden wir nicht gern von den Gottlosen, und es ist vielleicht nichts Schlechtes in uns, das sich dagegen sträubt. Aber jetzt gilt es, das zu bedenken, was wir von der Erfahrungssumme vieler Generationen sagten. Daß es Gottlo­sigkeit gibt, ist einfach eine Tatsache, die hier gar nicht weiter zu erörtern ist. Zu allen Zeiten hat es Abfall gegeben, und zu allen Zeiten mußten die Christen unter Abtrünnigen und Leug­nern leben. Das ist eine Tatsache. Es besteht deshalb gar kein Grund, daß du dich zu ihnen rechnest; schon gar nicht, wie es nicht selten geschieht, unernst und ein wenig spielerisch und mit dir selber kokettierend. Auch davon ist jetzt nicht die Rede, daß wir diesen Abtrünnigen alle Liebe schulden, daß wir für sie Verantwortung tragen. Von dem allen ein andermal! Aber das steht hier zur Debatte, daß diese »Gottlosen« unter uns und wir mitten unter ihnen leben und daß dies für uns nicht gleichgültig ist. Denn – hierin ist der Psalm wieder ganz realistisch und welterfahren – wir wissen ja gar nicht, wie abhängig von ihnen, wie offen, wie verführ­bar wir sind. Das ist mit der Warnung vor dem »Rat der Gottlosen« gemeint. Wir sind ja viel mehr, als wir es wissen, auch in den täglichen Dingen Fragende, wir befinden uns eigentlich immer in einem Gespräch mit anderen Menschen, in dem wir uns Rat holen. Der Mensch, dieses ungeschützte und schwan­kende Wesen, wird ja von Tag zu Tag geradezu betrommelt von solchen ratgebenden Einflüssen. Und da sagt der Psalm: Dem ist zu gratulieren, der ein allzeit waches Unterscheidungsvermögen hat für die Stimmen, die da alle auf ihn einreden. Ach, wenn jetzt da ein Seelsorger mit jedem von uns ins Einzelne gehen wollte, da würde wohl mancher erschrecken über die Gefahr, in der er sich befindet! Und doch ist das noch das Geringste. Schlimmer ist, »zu treten auf den Weg der Sünder«, denn das ist der akute Vollzug des Bösen, und das Schlimmste ist das Dritte: bei den Spöttern zu sitzen. Ich sagte vorhin: Abfall hat es immer gegeben. Jetzt muß ich sagen: Spott, Verachtung, öffentliche Lästerung des Heiligen hat es keineswegs immer gegeben. Es waren immer besonders aufgepflügte Zei­ten, Zei­ten tiefer Krisen, in denen diese schwärzeste Möglichkeit des menschlichen Herzens sich entfalten durfte. Wir leben heute in einer solchen.

Wenn man von da weiterliest in unserem Psalm, stößt man auf etwas, das mich immer gewun­dert hat. Die positiven Aussagen, die jetzt auf die negativen folgen, sind anders, als der Leser erwartet. War da eben ganz praktisch gesagt, was der, dem man gratulieren kann, nicht tut, so sollte man meinen, die positiven Anweisungen müßten dem entsprechen. Also etwa: Er ist den Geboten gehorsam, er hat eine offene Hand für die Armen, er ist in der Ehe, in der Rechtsgemeinde untadelig usw. Aber das geschieht nicht, und der Psalm geht auf etwas ande­res über, auf etwas ganz Innerliches, ja eigentlich Diskretes, auf eine Einstellung des Herzens, eine Bewe­gung der Seele, aber nicht auf die Menschen hin, sondern scheinbar von ihnen weg, auf Gott hin. Wenn man diese eigenartige Weiterfüh­rung einmal gesehen hat – »sondern hat Lust zum Gesetz des Herrn und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht« – dann wird einem dieser kleine Bruch, diese innere Asymmetrie zum Liebsten in dem ganzen Psalm. Man merkt nämlich daran, was der Psalm überhaupt will. Er will dich nicht mahnen; er sagt nicht: du sollst das nicht tun und jenes tun. Er steht gar nicht in der Reihe der lästigen Mahner; du brauchst gar keine Angst zu haben! Fast hätte ich gesagt: er will überhaupt nichts von dir. Jedenfalls, das ist klar, er enthält keine direkte Anrede. Was will aber dann der Dichter dieses Psalms? Daß ich es nun endlich sage: Er will etwas ungeheuer Anspruchsvolles, er will ein Bild des Menschen zeichnen. Nicht irgendeines Menschen, so oder so geartet, sondern ein Bild des Menschen. Versuche es einmal, dann wirst du schnell sehen, daß dir die Hand schon beim ersten Strich stockt! Nun kann man natürlich entgegnen: Wohl, du und ich, wir können das nicht; aber andere, die haben immerhin in dieser Richtung etwas herausgestellt. Es gibt schon Bilder vom Menschen, überpersönliche, die eine gewisse Allgemeingültigkeit haben. Wir denken etwa an die schöpferische Vitalität der Barock­menschen. In ihr hat etwas für den Menschen Typisches, Allgemein­gültiges Gestalt gewonnen. Oder an die herrlich gebändigte Fülle Goethes, oder – ganz anders – an die abgründige Rezeptivität Rilkes, der nur der Tiefbe­siegte von immer Größerem sein wollte. Neuere zeichnen das Bild des Menschen als eines Wesens, das dazu verdammt ist, in einer Freiheit zu leben, die es nicht praktizieren kann, an der es scheitern muß. Ja, was ist der Mensch? Diese Frage, die heute einen guten Teil unseres akademischen Forschens ausfüllt, kennt unser Psalm gar nicht. Er sagt: Der Mensch, das ist doch klar, ist, was sein Wesentlichstes und Wichtigstes betrifft, ein auf Gott hörendes und mit Gott im Gespräch stehendes Wesen. Alles andere ist demgegenüber zweitrangig.

Liebe Gemeinde, das ist es, was den Menschen recht eigentlich zum Menschen macht, das auf Gottes Wort hörende Herz, nichts sonst! Versteht es recht: Es ist nicht nur dies, daß sich einer in unserer schauderhaft verflachenden und zerflatternden Verweltlichung einen Sinn für das Heilige bewahrt hat. Es ist mehr! Es ist auch nicht nur dies, daß einer glauben kann, also daß er sein Leben getragen und bestimmt weiß von Gott und daß er sich auch in eine schwere Führung zu ergeben weiß. Es ist mehr! Es ist dies, daß Gott zu ihm redet; zu ihm, nicht zu vergangenen Zeiten, so daß er nur noch etwas von dem erhascht, was Gott zu anderen gesagt hat. Nein, ihn persön­lich hat Gott angerufen, und er hat das Gespräch angenommen, zuerst sehr zögernd und unbeholfen, aber dann ist er sogar zudring­lich geworden, und er weiß, daß das Gott recht ist.

Ist das nicht auch eine Entdeckung über allen Entdeckungen, die im alten Israel gemacht wur­de, daß der Mensch seinem Wesen nach angelegt ist auf das Hören des Wortes Gottes, so sehr, daß man das Nichtmehrhörenkönnen geradewegs mit dem Tod gleichsetzte! »Mein Fels, schweige mir nicht, daß ich nicht, wo du schweigst, denen gleich werde, die in die Grube fah­ren« – so fängt der 28. Psalm an. Wo Gott nicht mehr redet, da verfällt der Mensch, da ge­winnt der Tod Macht über ihn. Das ist wohl die schrillste Drohung des Amos gewesen, als er von dem Hunger weissagte, der über das Land kommen wird, nicht nach Brot, sondern nach dem Wort Gottes. Da werden die schönen Jungfrauen ohnmächtig, und die Menschen werden taumeln von Meer zu Meer, um das Wort zu suchen. Merkwürdig ist das schon, wie dieser Mangel nicht im Geistigen bleibt, sondern sich bis ins Körperliche hinein auswirkt, wie er mit seiner Zerstörung bis an die vitalste Schicht des Menschen hinunterreicht.

Und ist das nicht ganz ähnlich, was da in unserem Psalm gesagt ist: »der seine Lust hat am Gesetz des Herrn«. Das sollen wir gar nicht so übergeistlich verstehen! Der Psalmdichter redet offenbar von einem ganz vitalen Genießen, von einem eingewurzelten Lustverlan­gen, das befriedigt, gestillt wird – durch das Wort Gottes! Gibt es das? Ist denn das, was landauf, landab gepredigt wird, so lustig anzuhören? Nun, es wird schon wahr sein, daß auch schlecht gepre­digt wird. Aber glaubt mir, auch eine schlechte Predigt enthält immer noch viel von dieser Lust, an der wir uns ergötzen könnten, wenn wir noch den rechten, gesunden Appetit hätten. Hast du das wirklich nie erlebt, daß dir vielleicht nur ein Satz in einer Predigt einen Blick freigegeben hat in eine Herrlichkeit des Wortes Gottes, die dich vor Wonne hat erzittern lassen? Ein Satz, vielleicht nur ein Wort der Bibel ist in einer Köstlichkeit auf dich zugekom­men und in einem Licht, das nicht von dieser Welt ist, und es hat dich als die Wahrheit, als ein Wort, ein Ruf aus unserer Heimat ergriffen. Es hat dich belebt, ja, aber es war noch mehr, es hat dich entzückt, es war etwas absolut Schönes daran, eine Erfüllung für viel dumpfes unbe­wußtes Suchen und Fragen. »Brannte nicht unser Herz, da er mit uns redete auf dem Wege?«

»Und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht.« Wieder ist es die merkwürdige Pflicht des Predigers vor einem allzu geistlichen Ver­ständnis auch dieses Wortes zu warnen. Auch hier ist sozusagen etwas Weltlicheres, Elementareres gemeint; nämlich dies, daß den Hörenden das nicht losläßt. Das Wort Gottes setzt sein ganzes geistiges Leben in Bewegung, nicht nur sein sogenanntes religiöses Leben, sondern ebenso muß sich auch sein Verstand mit diesem Phä­nomen, mit dem er nie ganz zu Rande kommt, beschäftigen. Auch nachts, wenn er nicht schla­fen kann, liegt er da und sinnt und sinnt. Dieses Wort Gottes ist ja auch ein Faktor im sozialen Leben, es ist aber auch ein Koeffizient im Politischen. Wo stoßen wir nicht darauf – als Rätsel und als Lösung zugleich!

Der Text, den wir betrachtet haben, hat etwas Theoretisches. Der, dessen Worten wir entlang gingen, ist nicht mit der äußeren Wirk­lichkeit, sondern mit einem Bild vom Menschen be­schäftigt. Sagen wir: mit dem Menschen, wie er richtig ist vor Gott. Und dieser Mensch, wie er da gezeichnet ist, hat sichtlich auch etwas Theoreti­sches, will sagen Betrachtendes in seinem Zugekehrtsein zu dem Worte Gottes. Aber als ob der Dichter unsere Bedenken erraten hätte, fährt er fort: »Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasser­bächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit.« Da wird uns noch zum Schluß ein heftiges Paradox zugemutet: Dieser betrachtende, dem Worte Gottes zugekehrte »theoretische« Mensch, dieser medita­tive Typ, das ist gerade der im Leben draußen gegründete, das ist der fruchtbare Mensch. Das Wort von dem Baum will von dem palästi­nischen Klima her verstanden werden, wo nach dem letzten Spät­regen ein geradezu brutales Sterben über die Vegetation kommt. Um so mehr fällt im Land draußen ein grüner Baum auf: Da muß eine Quelle sein, die ihn fristet! Inmitten des kläglichen Verdorrens, inmitten der im Winde raschelnden dürren Halme frische, grüne Blät­ter und Früchte – da muß Wasser sein, sonst gäbe es das nicht.

In einem alten deutschen Marienlied wird Jesus Christus in einer Denkform, die uns kaum mehr zugänglich ist, mit einem Wunder­baum verglichen.

Unserer lieben Fraue, ihr träumete ein Traum,
wie unter ihrem Herzen gewachsen war ein Baum
und wie der Baum ein Schatten gab wohl über alle Land.
Herr Jesus Christ, der Heiland, also ist er genannt.

Etwas von diesem kühlenden Schatten ist auch auf unser Volk und auf unser persönliches Leben gefallen. Er, nur er, Jesus Christus, ist doch der Mensch, wie er vor Gott richtig ist, und dessen Bild war es, das unser Psalmdichter, ohne es selbst zu wissen, gezeichnet hat. Amen.

Gehalten am 1. Juni 1956 im Universitätsgottesdienst in Heidelberg.

Quelle: Gerhard von Rad, Predigten, hg. v. Ursula von Rad, München: Chr. Kaiser, 2. A., 1978, 77-83.

Hier die Predigt als pdf.

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