Fjodor M. Dostojewskij – Über den Widerstreit von Wohlergehen und Freiheit (aus der Apologie des Großinquisitors in „Die Brüder Karamasow“): „Das Ende wird sein; dass sie ihre Freiheit uns zu Füßen legen und uns sagen: ‘Macht uns zu euren Knechten, aber macht uns satt!’“

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Bildet er tatt av S. Hermann & F. Richter fra Pixabay

Wie lassen sich in der Gesellschaft allgemeines Wohlergehen und soziale Sicherheit auf der einen Seite mit individueller Freiheit auf der anderen Seite vereinbaren? Diese Fragestellung gilt es ja zur Zeit unter den Bedingungen der Corona-Pandemie zu diskutieren. In seinem großen Roman „Die Brüder Karamosow“ hat Fjodor Dostejewskij sie in der Legende vom Großinquisitor verhandelt, wenn er diesen seine Rechtfertigungsrede gegenüber dem eingekerkerten Christus sprechen lässt:

›Hast Du das Recht, uns auch nur ein einziges von den Geheimnissen jener Welt, aus der Du kommst, zu offenbaren?‹ fragt Ihn mein Greis und antwortet statt Seiner: ›Nein, Du hast es nicht, damit Du dem bereits früher Gesagten nichts hinzufügst und den Menschen die Freiheit, woran Dir damals, als Du auf Erden weiltest, soviel lag, nicht nimmst. Alles, was Du von neuem offenbaren würdest, müßte die Freiheit des Glaubens der Menschen beeinträchtigen, denn es würde ihnen als Wunder erscheinen, die Freiheit ihres Glauben aber war Dir schon damals, vor anderthalb Jahrtausenden, das Allerteuerste. Warst nicht Du es, der damals so oft wiederholte: ‘Ich will euch frei machen’. Nun, vorhin hast Du sie gesehen, diese ‘freien’ Menschen‹, fügt plötzlich der Greis mit nachdenklichem Lächeln hinzu. ›Ja, dieses Werk kam uns teuer zu stehn‹, fährt er fort und sieht Ihn streng an, ›aber wir haben dieses Werk endlich in Deinem Namen vollbracht. Fünfzehn Jahrhunderte lang haben wir uns mit dieser Freiheit geplagt, aber nun ist es vollbracht, und zwar vollbracht für alle Zeit. Du willst nicht glauben, daß es für alle Zeit vollbracht ist? Du siehst mich sanftmütig an und würdigst mich nicht einmal Deines Zorns? Aber Du mußt wissen, daß jetzt, gerade jetzt, diese Menschen mehr denn je von ihrer uneingeschränkten Freiheit überzeugt sind, während sie selbst ihre Freiheit uns dargebracht und unterwürfig zu Füßen gelegt haben. Wir sind es, die das erreicht haben, aber ist es auch das, was Du gewollt, ist diese Freiheit dieselbe, die Du gemeint hast?‹«

»Ich verstehe schon wieder nicht«, unterbrach ihn Aljoscha, »meint er das ironisch, macht er sich über Ihn lustig?«

»Nicht im mindesten. Er rechnet es sich und den Seinen als hohes Verdienst an, daß sie endlich die Freiheit besiegt haben, und zwar, um die Menschen glücklich zu machen. ›Jetzt erst‹ (er meint natürlich die Inquisition) ›ist es möglich geworden, an das Glück der Menschen zu denken. Der Mensch ist zum Rebellen geschaffen; aber kann denn ein Rebell glücklich sein? Du wurdest gewarnt‹, fährt der Greis fort, ›es fehlte Dir nicht an Warnungen und Zeichen, aber Du hörtest nicht auf die Warnungen, Du verschmähtest den einzigen Weg, auf dem man die Menschen glücklich machen kann, aber glücklicherweise hast Du, ehe Du schiedest, dieses Werk uns überlassen. Du hast es uns zugesichert, Du hast es mit Deinem Wort besiegelt, Du hast uns das Recht gegeben zu binden und zu lösen, und jetzt ist es unmöglich, auch nur daran zu denken, uns dieses Recht zu entziehen. Warum also bist Du gekommen, uns zu stören?‹«

»Und was heißt: ›Es fehlte Dir nicht an Warnungen und Zeichen‹?« fragte Aljoscha.

»Das ist ja das Wichtigste, was der Greis aussprechen muß. ›Der furchtbare und kluge Geist, der Geist der Selbstvernichtung und des Nichtseins‹, fährt der Greis fort, ›der große Geist sprach mit Dir in der Wüste, und uns ist in den Büchern überliefert, er habe Dich ‘versucht’. Trifft das auch zu? Wäre es möglich, jemals etwas zu sagen, das der reinen Wahrheit näher käme als das, was er Dir in den drei Fragen offenbarte und was Du verwarfst und was in der Schrift ‘Versuchung’ genannt wird? Wenn jemals auf Erden ein echtes Wunder, ein Blitz aus heiterem Himmel geschehen ist, so an jenem Tag, an dem Tag dieser drei Versuchungen. Daß diese drei Fragen gestellt wurden, das war ja das Wunder. Wenn es möglich wäre, sich vorzustellen, als Experiment und Exempel, daß diese drei Fragen des furchtbaren Geistes spurlos aus den Schriften verschwunden wären, daß man sie restituieren, neu ausdenken und erfinden müßte, um sie wieder in die Schrift einzufügen, und dazu alle Weisen dieser Erde – Regierende, Hohe Priester, Gelehrte, Philosophen, Dichter – zusammenrufen und ihnen die Aufgabe stellen würde: Denkt euch drei Fragen aus, erfindet sie – die nicht nur dem Maßstab des Geschehens entsprechen, sondern darüber hinaus in drei Worten, in drei menschlichen Sätzen die gesamte künftige Geschichte der Welt und der Menschheit enthalten –, glaubst Du, daß alle Gelehrsamkeit der Erde mit vereinten Kräften etwas erfinden könnte, das an Kraft und Tiefe sich mit diesen drei Fragen vergleichen ließe, die Dir damals der großmächtige und kluge Geist in der Wüste wirklich gestellt hat? Allein an diesen Fragen, allein an dem Wunder ihres Erscheinens kann man erkennen, daß man es nicht mit einem menschlichen, zeitlichen, sondern mit einem überzeitlichen und absoluten Geist zu tun hat. Denn diese drei Fragen vereinen zu einem prophetischen Ganzen die gesamte künftige Geschichte der Menschheit und die drei Bilder, in denen sämtliche unlösbaren historischen Widersprüche der menschlichen Natur auf der ganzen Welt sich konzentrieren. Damals war das noch nicht so deutlich zu erkennen, denn die Zukunft lag noch verhüllt da, aber jetzt, nach fünfzehn Jahrhunderten, erkennen wir, daß in diesen drei Fragen alles so genau vorausgesehen und vorausgesagt ist und sich so bewahrheitet hat, daß man keine hinzufügen oder weglassen kann.

Entscheide selbst, wer damals recht hatte: Du oder der andere, der Dich damals fragte? Erinnere Dich der ersten Frage: Sie lautete, wenn nicht buchstäblich, so doch dem Sinne nach: ‘Du willst unter die Menschen treten und kommst mit leeren Händen, mit der Verheißung einer Freiheit, die sie in ihrer Einfalt und als geborene Unruhestifter nicht einmal erfassen können, vor der sie sich fürchten und zurückschrecken – denn es gab noch nie etwas Unerträglicheres für den Menschen und für die menschliche Gesellschaft als die Freiheit! Siehst Du die Steine in dieser nackten glühenden Wüste? Verwandle sie in Brote, und die Menschheit wird Dir folgen wie eine Herde, dankbar und gehorsam, wenn auch ewig bangend, Du könntest Deine Hand zurückziehen und mit Deinen Broten würde es ein Ende nehmen.’ Du aber wolltest dem Menschen die Freiheit lassen und verwarfst das Angebot, denn was wäre das für eine Freiheit, fragtest Du, wenn der Gehorsam mit Broten erkauft würde? Du entgegnetest, daß der Mensch nicht allein vom Brote lebe, weißt Du aber auch, daß der Geist der Erde sich im Namen gerade dieses irdischen Brotes gegen Dich erheben, mit Dir streiten und Dich besiegen wird und daß alle ihm nachfolgen und ausrufen werden: ‘Wer ist dem Tier gleich, es macht vor uns das Feuer vom Himmel fallen!’ Weißt Du auch, daß Zeiten vergehen werden und daß die Menschheit durch den Mund ihrer Weisheit und Wissenschaft verkünden wird, daß es kein Verbrechen gibt, folglich auch keine Sünde, sondern nur Hungernde? ‘Mache sie satt, und verlange dann von ihnen Tugend!’ – dies wird auf ihrem Banner stehen, mit dem sie gegen Dich ziehen und Deinen Tempel niederreißen werden. Und an Stelle Deines Tempels wird ein neuer Bau errichtet, wird von neuem ein furchtbarer babylonischer Turm errichtet werden, und obwohl auch dieser, genau wie der erste, nicht vollendet werden wird, hättest Du den Bau dieses neuen Turms vermeiden und die Leiden der Menschen um tausend Jahre verkürzen können, denn sie werden doch zu uns kommen, nachdem sie tausend Jahre lang sich mit ihrem Turm abgequält haben! Sie werden uns dann abermals unter der Erde finden, in Katakomben, im Verborgenen (denn wir werden abermals verfolgt und gemartert werden), sie werden uns finden und uns anflehen: ‘Macht uns satt, denn die, die uns das Feuer vom Himmel versprachen, haben es uns nicht gegeben.’ Und dann werden wir es sein, die ihren Turm vollenden, denn nur der wird ihn vollenden, der satt machen kann, und satt machen werden nur wir, in Deinem Namen, wir werden lügen, daß es in Deinem Namen geschähe. Oh, niemals, niemals werden sie ohne uns satt werden! Nie wird eine Wissenschaft ihnen Brot geben, solange sie frei bleiben, aber das Ende wird sein; daß sie ihre Freiheit uns zu Füßen legen und uns sagen: ‘Macht uns zu euren Knechten, aber macht uns satt!’ Sie werden endlich einsehen, daß Freiheit und irdisches Brot, ausreichend für alle, unvereinbar sind, denn niemals, niemals werden sie lernen, miteinander zu teilen! Sie werden sich auch davon überzeugen, daß sie niemals frei sein können, weil sie kleinmütig, lasterhaft, nichtswürdig und Rebellen sind. Du hast ihnen das himmlische Brot verheißen, aber ich wiederhole, kann dieses himmlische Brot sich in den Augen des schwachen, stets lasterhaften und stets niederträchtigen Menschengeschlechts mit dem irdischen vergleichen? Selbst wenn im Namen des himmlischen Brotes Dir Tausende und Zehntausende nachfolgen sollten, was würde mit den Millionen und zehntausend Millionen von Wesen geschehen, über deren Kräfte es geht, auf das irdische Brot zugunsten des himmlischen zu verzichten? Oder sind Dir nur die Zehntausende Starker und Großer teuer, während die übrigen Millionen, zahllos, wie der Sand am Meer, die Schwachen, aber Dich ebenfalls Liebenden nur als Material für diese Großen und Starken dienen sollen? Nein, uns sind auch die Schwachen teuer. Sie sind lasterhaft und Rebellen, aber schließlich sind sie es, die den Gehorsam lernen werden. Sie werden uns bewundern und uns für Götter halten, weil wir bereit sind, sie zu führen, die Freiheit zu ertragen und über sie zu herrschen – ein solches Grauen wird für sie schließlich die Freiheit bedeuten! Wir aber werden sagen, daß wir Dir nachfolgen und in Deinem Namen herrschen. Wir werden sie abermals betrügen, denn Dich werden wir nicht mehr zu uns hereinlassen. Und in ebendiesem Betrug wird unser Leiden bestehen, denn wir werden lügen müssen. Das ist es, was diese erste Frage in der Wüste bedeutete und was Du von Dir gewiesen hast, im Namen einer Freiheit, die Du über alles stelltest. Indessen war in dieser Frage das große Geheimnis dieser Welt beschlossen. Hättest Du die ‘Brote’ angenommen, dann wäre das Deine Antwort gewesen auf die allgemeine und ewige menschliche Sehnsucht, sowohl jedes einzelnen als auch der ganzen Menschheit, nämlich: ‘Wen sollen wir anbeten?’ Es gibt keine Sorge, die für den frei gewordenen Menschen anhaltender und quälender wäre als die, sobald wie möglich jemand zu finden, vor dem man sich in Anbetung verneigen könnte. Doch muß der Gegenstand dieser Anbetung unbestritten sein, absolut unbestritten, so daß alle Menschen sogleich bereit wären, ihn gemeinsam anzubeten. Denn die Sorge dieser jämmerlichen Kreaturen besteht nicht allein im Suchen nach einem Gegenstand meiner oder meines Nachbarn Anbetung, sondern im Suchen nach etwas, an das alle glauben und das alle anbeten sollen, und zwar unbedingt alle gemeinsam. Dieses Bedürfnis nach einer Allgemeingültigkeit der Anbetung ist die größte Pein jedes einzelnen Menschen und der gesamten Menschheit seit Anbeginn der Zeiten. Um der allgemeinen Anbetung willen rotteten sie einander mit dem Schwert aus. Sie schufen sich ihre Götter und forderten einander auf: ‘Verlaßt eure Götter, kommt und betet unsere an, sonst seid ihr und eure Götter des Todes!’ Und so wird es bleiben bis ans Ende der Welt, sogar dann noch, wenn auch die Götter aus der Welt verschwunden sein werden: Dann wird der Mensch vor den Götzen in die Knie sinken. Dir konnte dieses wichtigste Geheimnis der menschlichen Natur nicht verborgen sein, aber Du hast das einzige absolute Banner, das Dir angeboten wurde, zurückgewiesen, das Banner des irdischen Brotes, mit dem Du alle hättest zwingen können, Dich vorbehaltlos anzubeten – Du hast es abgelehnt im Namen der Freiheit und des himmlischen Brotes. Und nun sieh, was Du weiter tatest. Und zwar wiederum im Namen der Freiheit! Ich sage Dir, daß es keine quälendere menschliche Sorge gibt, als jemand zu finden, dem er so schnell wie möglich die Gabe der Freiheit, mit der dieses unglückselige Wesen auf die Welt kommt, übergeben kann. Aber nur der kann sich der Freiheit der Menschen bemächtigen, der ihr Gewissen beruhigt. Mit dem Brote ward Dir ein wirksames Banner gereicht: Du gibst Brot, und der Mensch betet Dich an, denn es gibt nichts Unbestritteneres als Brot, wenn aber irgend jemand gleichzeitig, außer Dir, sich seines Gewissens bemächtigt – oh, dann, dann wird der Mensch auch Dein Brot von sich werfen und jenem nachfolgen, der sein Gewissen verführt. Darin hattest Du recht. Denn das Geheimnis des menschlichen Seins liegt nicht darin, daß man lebt, sondern darin, wofür man lebt. Ohne eine feste Vorstellung davon, wofür der Mensch lebt, ist er nicht willens zu leben und wird eher Hand an sich legen, als auf der Erde zu bleiben, mag er noch so reichlich von Broten umgeben sein. So ist es, aber was ist daraus geworden: Statt der Freiheit der Menschen sich zu bemächtigen, hast Du sie noch größer gemacht! Hast Du vergessen, daß Ruhe und sogar der Tod dem Menschen lieber sind als die freie Wahl im Wissen von Gut und Böse? Nichts ist für den Menschen so verführerisch wie die Freiheit seines Gewissens, aber es gibt auch nichts, was ihn mehr peinigt. Und nun hast Du, statt für die festen Grundsätze eines für immer beruhigten Gewissens, Dich für alles entschieden, was Ausnahme, Rätselhaftes und Schwankendes ist, für alles, was über die Kräfte der Menschen geht, Du handeltest ganz so, als liebtest Du sie nicht – ausgerechnet Du! Du, der Du gekommen bist, Dein Leben für die Menschen zu lassen! Statt Dich der menschlichen Freiheit zu bemächtigen, hast Du sie vervielfacht und das Seelenreich des Menschen mit ihrer Qual für alle Zeiten schwer belastet. Dich verlangte es nach einer Liebe aus Freiheit, nach der freien Nachfolge des von Dir angenommenen und ergriffenen Menschen. Anstelle des alten, festen Gesetzes sollte der Mensch sich künftig selbst aus freiem Herzen für Gut oder Böse entscheiden und sich einzig von Deinem Bild in seiner Seele leiten lassen: Aber wie konntest Du dabei außer acht lassen, daß er schließlich sogar Dein Bild und Deine Wahrheit verwerfen muß, wenn ihm eine so furchtbare Last auferlegt wird wie die Freiheit der Wahl? Und schließlich werden sie verkünden, daß Du keineswegs die Wahrheit bist, denn man hätte sie keiner größeren Verwirrung und Pein aussetzen können, als Du es tatest, indem Du ihnen so viele Sorgen und unlösbare Fragen aufbürdetest. Dadurch hast Du selbst mit der Zerstörung Deines eigenen Reiches den Anfang gemacht und darfst keinem anderen die Schuld daran geben. Und was wurde Dir in Aussicht gestellt? Drei Kräfte auf Erden, einzig und allein diese drei Kräfte, vermögen das Gewissen dieser kraftlosen Rebellen für alle Ewigkeit zu unterwerfen und zu bannen, zu ihrem eigenen Glück – diese Kräfte sind: Das Wunder, das Geheimnis und die Autorität. Du hast das erste, das zweite und das dritte von Dir gewiesen und damit selbst ein Beispiel gegeben. Als der furchtbare und allweise Geist Dich auf die Zinnen des Tempels führte und sprach: ‘Wenn Du wissen willst, ob Du Gottes Sohn bist, so stürze Dich hinab, denn von Ihm ist geschrieben, daß die Engel Ihn auffangen und tragen werden, daß Er nicht stürzen und zerschmettern wird, und so wirst Du wissen, ob Du Gottes Sohn bist, und beweisen, wie groß Dein Glaube an Deinen Vater ist’, da wiesest Du den Vorschlag, den Du vernahmst, von Dir, folgtest ihm nicht und stürztest Dich nicht hinab. Oh, gewiß, da handeltest Du stolz und herrlich wie Gott, die Menschen aber, dieses schwache, rebellische Geschlecht – sind sie etwa Götter? Du wußtest, oh, Du wußtest damals, daß Du, so Du nur einen Schritt, auch nur eine Bewegung machtest, um Dich hinabzustürzen, sofort Gott selbst versucht und Deinen Glauben an Ihn eingebüßt hättest, daß Du an der Erde, die Du zu retten gekommen warst, zerschmettert wärest und daß der kluge Geist, der Dich versuchte, triumphiert hätte. Aber, ich wiederhole, gibt es viele, die so sind, wie Du es bist? Sollte es möglich sein, daß Du auch nur eine Minute lang annehmen konntest, daß es auch dem Menschen gegeben sei, einer solchen Versuchung zu widerstehen? Ist denn die menschliche Natur so beschaffen, daß sie auf das Wunder verzichten und in solchen furchtbaren Augenblicken des Lebens, in den Augenblicken ihrer qualvollen seelischen Grundfragen allein auf die freie Entscheidung des Herzens angewiesen sein sollte? Oh, Du wußtest, daß Deine Tat in die Schrift eingehen, daß sie die Abgründe der Zeit überdauern und die entferntesten Himmelsstriche erreichen würde, und Du hofftest, daß der Mensch Deine Nachfolge antreten und bei Gott bleiben würde, ohne des Wunders zu bedürfen. Aber Du wußtest nicht, daß der Mensch, sobald er das Wunder verneint, sogleich auch Gott verneint, denn dem Menschen liegt weniger an Gott als an dem Wunder. Und da es über Menschenkraft geht, ohne das Wunder auszukommen, schafft er sich selbst seine Wunder, seine eigenen Wunder, und beugt seine Knie vor Zauberei und Hexenspuk, mag er auch hundertmal Rebell, Häretiker und Atheist sein. Du bist nicht vom Kreuz herabgestiegen, als sie Dich verhöhnten, Deiner spotteten und riefen: ‘Steig herab vom Kreuz, und wir werden glauben, daß Du es bist.’ Du stiegst nicht herab, weil Du wiederum die Menschen nicht durch ein Wunder in Deinen Bann schlagen wolltest und nach freiem Glauben, nicht aber nach Wunderglauben dürstetest. Es dürstete Dich nach freier Liebe und nicht nach dem sklavischen Entzücken des Geknechteten vor einer Macht, die ihn einmal für immer mit Entsetzen erfüllt hat. Aber auch darin hast Du die Menschen viel zu hoch geschätzt, denn sie sind, wiewohl als Rebellen geschaffen, nun einmal Sklaven. Sieh um Dich und urteile selbst, fünfzehn Jahrhunderte sind verstrichen, schau sie Dir an: Wen hast Du zu Dir erhoben? Ich schwöre, der Mensch ist schwächer und niedriger geschaffen, als Du von ihm dachtest! Ist es ihm möglich, ist es ihm wirklich möglich, dasselbe zu erfüllen wie Du? Indem Du ihn überschätztest und allzuviel von ihm verlangtest, handeltest Du so, als hättest Du kein Mitleid mehr mit ihm – ausgerechnet Du, der Du ihn mehr liebtest als Dich selbst! Hättest Du ihn nicht überschätzt, so hättest Du weniger von ihm verlangt, und das wäre der Liebe ähnlicher gewesen, denn seine Bürde wäre leichter geworden. Er ist schwach, und er ist niederträchtig. Was besagt es schon, daß er heute allerorten gegen unsere Herrschaft rebelliert und daß er stolz ist, weil er rebelliert? Das ist der Stolz eines Kindes und eines Schuljungen. So rebellieren Kinder, die sich in ihrer Klasse zusammenrotten und den Lehrer davonjagen. Aber die Begeisterung der Kinder wird ein Ende haben, und dieses Ende wird sie teuer zu stehen kommen. Sie werden die Tempel niederreißen und die Erde mit Blut tränken. Aber schließlich werden die törichten Kinder einsehen müssen, daß sie zwar Rebellen sind, aber kraftlose Rebellen, die ihre eigene Rebellion nicht aushalten können. Sie werden ihre törichten Tränen vergießen und schließlich einsehen, daß der, der sie als Rebellen schuf, seinen Spott mit ihnen getrieben hat. Das werden sie in ihrer Verzweiflung sagen, und das Gesagte wird Lästerung sein und sie noch unglücklicher machen, denn die menschliche Natur erträgt keine Lästerung und straft dafür schließlich sich selbst. Also Unruhe, Ratlosigkeit und Unglück – das ist das heutige menschliche Geschick, nach all dem, was Du für ihre Freiheit erduldet hast! Dein großer Prophet sagt in Bildern und Gleichnissen, daß man alle Zeugen der Ersten Auferstehung gesehen hätte und daß ihrer aus jedem Stamm zwölftausend gewesen wären. Aber wenn ihrer so wenige waren, so müßten sie auch keine Menschen, sondern gleichsam Götter gewesen sein. Sie haben Dein Kreuz ausgehalten, sie haben Dutzende von Jahren hungernd und nackt in der Wüste gelebt und sich von Heuschrecken und Wurzeln genährt – Du kannst selbstverständlich mit Stolz auf diese Kinder der Freiheit, der freien Liebe, des freien großartigen Opfers in Deinem Namen hinweisen. Aber bedenke, daß ihrer nur einige Tausend und daß sie überdies Götter waren. Und die anderen? Was haben die anderen schwachen Menschen verschuldet, daß sie das nicht aushalten konnten, was die Starken ausgehalten haben? Was haben die schwachen Seelen verschuldet, daß sie außerstande sind, solch furchtbare Gaben in sich aufzunehmen? Ist es denn möglich, daß Du wirklich nur zu den Auserwählten und um der Auserwählten willen gekommen bist? Wenn es so ist, dann ist hier ein Geheimnis verborgen, und uns ist es nicht beschieden, es zu begreifen. Und wenn es ein Geheimnis ist, so steht auch uns das Recht zu, ein Geheimnis zu predigen und sie zu lehren, daß es nicht auf die freie Herzensentscheidung und auch nicht auf die Liebe ankommt, sondern auf das Geheimnis, dem sie blind zu vertrauen haben, sogar gegen das eigene Gewissen. Und so haben wir gehandelt. Wir haben Deine Opfertat korrigiert und sie auf Wunder, Geheimnis und Autorität gegründet. Und die Menschen haben sich gefreut, daß sie wieder geführt wurden wie eine Herde und daß die Last der furchtbaren Gabe, die ihnen so viele Qualen verursacht hatte, endlich von ihren Herzen genommen war. Taten wir nicht recht daran, daß wir so lehrten und so handelten? Sprich! Haben wir etwa die Menschen nicht geliebt, als wir in Demut ihre Kraftlosigkeit erkannten, in Liebe ihre Bürde erleichterten und in Anbetracht ihrer anfälligen Natur ihnen sogar die Sünde zugestanden, wenn auch nur mit unserer Billigung? Warum also bist Du gekommen, uns zu stören? Und warum schaust Du mich schweigend und eindringlich mit Deinen sanften Augen an? Zürne mir, denn ich will Deine Liebe nicht, weil auch ich Dich nicht liebe. Und was kann ich vor Dir verheimlichen? Weiß ich denn nicht, mit wem ich rede? Alles, was ich Dir zu sagen habe, ist Dir schon bekannt, ich lese es in Deinen Augen. Kann ich denn vor Dir unser Geheimnis bewahren? Vielleicht aber möchtest Du es gerade aus meinem Munde hören. So höre denn: Seit langem schon sind wir nicht mit Dir, sondern mit Ihm, das ist unser Geheimnis, schon seit acht Jahrhunderten. Genau acht Jahrhunderte ist es her, da wir das von Ihm annahmen, was Du entrüstet zurückgewiesen hast, jene letzte Gabe, die Er Dir darbot, indem Er vor Dir alle Reiche der Erde ausbreitete: Wir nahmen aus Seiner Hand Rom und das Schwert der Caesaren und erklärten uns für die Kaiser der Erde, die einzigen Kaiser, auch wenn es uns bis heute noch nicht gelungen ist, unser Werk zu vollenden. Und wer ist schuld daran? Oh, heute noch stehen wir mit diesem Werk erst am Anfang, aber der Anfang ist gemacht. Wir werden noch lange auf seine Vollendung warten müssen, und die Erde wird noch großes Leid erdulden, aber wir werden es vollenden, und wir werden die Caesaren sein und werden dann an das Glück der Menschen auf der ganzen Welt denken. Indessen hättest Du damals schon das Schwert der Caesaren ergreifen können. Warum hast Du diese letzte Gabe von Dir gewiesen? Wärest Du diesem dritten Rat des mächtigen Geistes gefolgt, so hättest Du alles erfüllt, wonach es den Menschen auf Erden verlangt, das heißt: Jemand, den man anbetet, jemand, dem man das Gewissen überantwortet, wodurch die gesamte Menschheit endlich in einen aller Zweifel baren, allgemeinen und gleichgesinnten Ameisenhaufen vereinigt wird, denn das Verlangen nach universeller Vereinigung ist die dritte und letzte Qual des Menschen. Von jeher hat die Menschheit als Ganzes um jeden Preis nach der erdumfassenden Totalität gestrebt. Es gab viele große Völker mit einer großen Geschichte, aber je höher diese Völker aufstiegen, desto unglücklicher wurden sie, denn desto stärker empfanden sie das Verlangen nach universeller Vereinigung der Menschen. Die großen Eroberer, ein Timur, ein Dschingis Khan, sind wie ein Sturmwind über die Erde dahingejagt in ihrem Drang, die ganze Welt mit dem Schwert zu erobern, aber auch sie folgten unbewußt demselben mächtigen Verlangen der Menschheit nach universeller und allgemeiner Vereinigung. Hättest Du das Reich und den Purpur Caesars angenommen, Du hättest das Weltreich gegründet und der ganzen Welt den ewigen Frieden gestiftet. Denn wer soll über die Menschen herrschen, wenn nicht die, die über ihr Gewissen herrschen und in deren Hand ihre Brote sind? Und so haben wir das Schwert Caesars ergriffen und, indem wir es ergriffen, uns von Dir losgesagt und sind Ihm gefolgt. Oh, es werden weitere Jahrhunderte von Ausschreitungen des freien Geistes, ihrer Wissenschaft und der Anthropophagie vorübergehen müssen – denn sie, die ohne uns den Bau ihres babylonischen Turmes begonnen haben, werden mit Anthropophagie enden müssen. Aber dann wird das Tier uns vor die Füße kriechen, unsere Füße lecken und mit den blutigen Tränen seiner Augen benetzen. Und wir werden auf dem Tier sitzen und den Becher heben, auf dem geschrieben steht: Geheimnis! Dann erst wird für die Menschen das Reich des Friedens und des Glücks gekommen sein. Du bist stolz auf Deine Auserwählten, aber Du hast nur die Auserwählten, wir aber werden allen den Frieden bringen. Und damit nicht genug: Manche dieser Auserwählten und der Starken, die Auserwählte hätten werden können, haben, des Harrens auf Dein Kommen müde, die Kraft ihres Geistes und die Glut ihres Herzens auf einen anderen Acker getragen und werden es künftig weiter tun, um schließlich ihr eigenes freies Banner gegen Dich zu erheben! Aber Du hattest ja selbst dieses Banner erhoben. Bei uns aber werden alle glücklich sein, und keinem wird es einfallen, zu rebellieren oder andere auszurotten, wie sie es in Deiner Freiheit allerorten getan haben. Oh, wir werden sie davon überzeugen, daß sie nur dann ihre Freiheit erlangen, wenn sie auf ihre Freiheit zu unseren Gunsten verzichten und sich uns anheimgeben. Wird es von uns recht getan sein, oder werden wir lügen? Sie werden sich selbst davon überzeugen, daß wir recht taten, denn sie werden sich daran erinnern, in welche Abgründe der Sklaverei und Verwirrung sie Deine Freiheit gestürzt hat. Die Freiheit, der freie Geist und die Wissenschaft werden sie in ein so undurchdringliches Dickicht führen und sie vor solche Wunder und unergründliche Geheimnisse stellen, daß die einen von ihnen, die Widerspenstigen und Unbändigen, sich selbst ausrotten, und die anderen, die Widerspenstigen, aber Kraftlosen, sich gegenseitig ausrotten werden, während die Dritten, die übriggebliebenen Schwächlinge und Pechvögel, sich uns zu Füßen legen und uns anflehen werden: ‘Ja, Ihr habt recht getan, ihr allein seid im Besitz Seines Geheimnisses, wir kehren zu euch zurück, rettet uns vor uns selbst.’ Wenn sie aus unseren Händen die Brote empfangen, werden sie natürlich sehen, daß wir diese Brote, das Werk ihrer eigenen Hände, ihnen nehmen, um sie unter ihnen zu verteilen, daß von einem Wunder nicht die Rede sein kann; sie werden sehen, daß wir mitnichten Steine in Brote verwandeln, aber sie werden wahr und wahrhaftig, mehr noch als über das Brot, sich darüber freuen, daß sie es aus unseren Händen erhalten! Denn sie werden sich nur zu gut daran erinnern, daß früher, ohne uns, die Brote, ihr eigenes Werk, sich in ihren Händen in Steine verwandelt und erst, nachdem sie zu uns zurückgekehrt waren, die Steine in ihren Händen sich in Brote verwandelt haben. Sie werden gut, sehr gut schätzenlernen, was es bedeutet, sich endgültig zu unterwerfen! Und solange die Menschen dies nicht einsehen, werden sie unglücklich bleiben. Und wer hat dieses Nicht-Einsehen begünstigt, weißt Du das? Wer hat die Herde versprengt und sie auf unbegehbaren Wegen zerstreut? Aber die Herde wird sich von neuem sammeln und sich von neuem unterwerfen, diesmal endgültig. Und dann werden wir ihnen ein stilles, bescheidenes Glück gewähren, das Glück der Schwachen, wofür sie auch geschaffen sind. Oh, wir werden sie schließlich davon überzeugen, daß sie keinen Grund zum Hochmut haben, denn Du hattest sie erhöht und sie damit den Hochmut gelehrt; wir werden ihnen beweisen, daß sie schwach sind, daß sie Mitleid verdienen, daß sie nichts anderes sind als Kinder, daß aber das Glück eines Kindes das süßeste Glück ist. Sie werden ängstlich werden, sie werden an uns hängen und sich bange an uns drängen wie Küken an die Glucke. Sie werden uns bewundern und fürchten und auf uns stolz sein, weil wir so mächtig und so klug sind, daß wir eine versprengte, ungebändigte Herde von tausend Millionen Köpfen bändigen können. Sie werden ermattet vor unserem Zorn zittern, ihr Denken wird verzagen, ihre Augen werden sich leicht mit Tränen füllen, wie die Augen von Kindern oder Frauen; aber ebensoleicht werden sie auf ein Zeichen von uns zur Heiterkeit, zum Lachen, zur hellen Freude und zum glücklichen Kindergesang übergehen. Ja, wir werden sie arbeiten lassen, aber in ihrer freien Zeit ihnen ein Leben bieten, das wie ein Kinderspiel ist, mit Liedern und Kinderchören, begleitet von unschuldigen Tänzen. Oh, wir werden ihnen auch die Sünde erlauben; denn sie sind schwach und kraftlos, und sie werden uns lieben wie Kinder, weil wir ihnen die Sünde erlauben. Wir werden ihnen sagen, daß eine jegliche Sünde erlassen werde, wenn sie mit unserer Erlaubnis begangen würde; daß wir ihnen darum die Sünde erlaubten, weil wir sie liebten, die Strafe aber für ihre Sünden bereitwillig auf uns nähmen. Wir werden sie auf uns nehmen, sie aber werden uns vergöttern als ihre Wohltäter, die ihrer Sünden Last vor Gott tragen. Und sie werden vor uns keine Geheimnisse haben. Wir werden ihnen erlauben oder verbieten, mit ihren Frauen und Geliebten zu schlafen, Kinder zu zeugen oder nicht – alles nach dem Maß ihres Gehorsams –, und sie werden sich uns fröhlich und heiter unterwerfen. Die schlimmsten Qualen ihres Gewissens – alles, alles werden sie uns darbringen, und wir werden sie von allem befreien, und sie werden voll Freude auf unsere Sündenbefreiung vertrauen, weil sie sie von der großen Sorge und den jetzigen furchtbaren Qualen der persönlichen und freien Entscheidung erlöst. Und alle werden glücklich sein, Millionen von Wesen, außer den paar hunderttausend, die über sie wachen. Denn wir allein, wir, die das Geheimnis bewahren, nur wir werden unglücklich sein. Es wird tausend Millionen glücklicher kleiner Kinder geben und hunderttausend Märtyrer, die den Fluch der Erkenntnis von Gut und Böse freiwillig auf sich genommen haben. Sie werden friedlich sterben, friedlich in Deinem Namen erlöschen und jenseits des Grabes nichts als den Tod finden. Wir aber werden das Geheimnis hüten und sie um ihres Glücks willen mit himmlischer Belohnung, welche ewig sei, locken. Aber selbst wenn im Jenseits etwas wäre, so wäre es freilich nicht für solche wie sie. Es wird – geredet und prophezeit, daß Du wiederkommen und siegen wirst, gefolgt von Deinen Auserwählten, den Stolzen und Mächtigen, wir aber werden sagen, daß diese nur sich selbst retten wollten, während wir alle gerettet haben. Es wird geredet, daß der Buhlerin, die auf dem Tier sitzt und in ihren Händen das Geheimnis hält, Schimpf angetan wird, daß die anderen, die Kraftlosen, sich von neuem erheben, ihr Scharlachgewand zerreißen und ihren ‘eklen’ Leib entblößen werden. Aber dann werde ich mich erheben und Dir tausend Millionen glücklicher kleiner Kinder zeigen, die keine Sünde kennen. Und wir, die wir ihre Sünden um ihres Glücks willen auf uns genommen haben, wir werden vor Dich treten und sagen: ‘Richte uns, wenn Du kannst und es wagst.’ Du mußt wissen, daß ich Dich nicht fürchte. Du mußt wissen, daß auch ich in der Wüste gelebt, daß auch ich mich von Heuschrecken und Wurzeln ernährt, daß auch ich die Freiheit gesegnet habe, mit der Du die Menschen gesegnet hast, und mich auch bereitet habe, mich in die Zahl Deiner Auserwählten einzureihen, der Mächtigen und Starken, in dem Verlangen, daß ‘die Zahl voll werde’. Aber ich kam zu mir selbst und wollte nicht länger dem Wahnsinn dienen. Ich kehrte um und schloß mich der Schar derer an, die Deine Tat korrigiert haben. Ich verließ die Stolzen und kehrte zurück zu den Bescheidenen, um des Glücks dieser Bescheidenen willen. Das, was ich Dir sage, wird sich erfüllen, und unser Reich wird errichtet werden. Ich wiederhole, Du wirst schon morgen diese gehorsame Herde sehen, wie sie auf meinen Wink herbeistürzt, um die glühenden Kohlen Deines Scheiterhaufens zu schüren, auf dem ich Dich dafür verbrennen werde, da Du gekommen bist, uns zu stören. Denn wenn es einen gibt, der mehr als alle unseren Scheiterhaufen verdient hat, dann bist Du es. Morgen werde ich Dich verbrennen. Dixi.‹«

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