Hildebrand Dussler über Martin Boos: „Boos aber wurde, nachdem er 15 deutsche und 14 lateinische Sätze abgeschworen hatte, „auf Jahr und Tag ab omni curae exercitio suspendiert und in das Göggingische Priesterhaus condemniert“. Wie der heilige Paulus einst seinen Kerkermeister bekehrte, so „erweckte“ Boos hier den Direktor dieser geistlichen Strafanstalt, Georg Hofmann“

Martin Boos Prediger

Der interessanteste Priester der Allgäuer Erweckungsbewegung dürfte Martin Boos (1762-1825) sein. Horst Weigelt hat über ihn einen lesenswerten Artikel in der Zeitschrift für Bayerische Kirchengeschichte 64 (1995), Seiten 85-105 geschrieben. Von Pater Hildebrand Dussler stammt ebenfalls ein gelungenes Lebensbild:

Martin Boos

Von P. Hildebrand Dussler O.S.B.

Die alte Straße von Augsburg nach Italien führte, um die zollheischenden bayerischen Grenz­städte Landsberg und Schongau zu vermeiden, über die hochstiftisch-augsburgischen Orte Denklingen, Dienhausen, Schwabsoien, Schwab­bruck, Burggen und Bernbeuren nach Füssen und von da weiter ins Welschland. Dort, wo sie sich mit der 1773 ge­bauten Salzstraße nach Marktoberdorf kreuzt — der Platz heißt im Volksmund heute noch die „Kreuzstraße“ —, liegt neben einer kleinen Kapelle der aus acht Höfen bestehende Weiler Huttenried, hart an der Grenze von Bayerisch Schwaben.

Hier in Huttenried auf Nr. 61 mit dem Hausnamen „beim Hanselbauern“ wurde Johann Martin Boos genau um 12 Uhr in der Christnacht des Jahres 1762 geboren. Es war so kalt, „daß selbst in der geheizten Stube alles Flüssige gefror“, und so ist das Knäblein wohl auch nur ohne Bad in Windeln gewickelt und trocken gelegt worden. „O Herr, ich bin es nicht wert“, sagte er selbst später einmal, als er die Ge­schichte seiner Jugendjahre einem Freunde in die Feder dik­tierte. Und 1815 schrieb er in einem Brief: „Es ging Maria fast wie m e i n e r Mutter; diese wird auch nicht daran gedacht haben, daß sie in der Heiligen Christnacht 1762 so einen großen Sünder, hernach einen Studenten, dann einen Geistlichen, Kaplan, Pfarrer, Kanonikus und endlich gar einen Ketzer, Schwärmer, Exulanten etc. in ihrem Schoße habe und zur Welt bringen soll. Das Schicksal der Kinder [407] schon bei der Geburt vorauswissen, würde manche Mutter töten“. Zeit und Umstände dieser Geburt haben das natür­liche Charis­ma dieses durch und durch religiösen Mannes, der „schon in seiner Jugend ein außergewöhn­lich anziehen­des, mannhaftes, Achtung gebietendes Äußeres hatte und aus dessen Blicken jedermann der feuerige Geist entgegen-blitzte“, bei seinen Verehrern, bei seinem Kanzelvolk und vielleicht unbewußt bei ihm selbst bis zum Glauben an eine prophetische Sendung erhöht.

Seine Eltern waren wohlhabend und bebauten so viel Grund und Boden, daß sie 20 Kühe und 4 Pferde auf dem Anwesen überwintern konnten, welches schon deren Großeltern Jo­hann und Sibylla „Boiß“ seit 1670 bewirtschaftet hatten. Der 1714 geborene Vater Andreas Boos heiratete zum erstenmal 1743 Anna Landes, eine Tochter aus dem Nachbar­hause, die wie ihr einziges Kind bald starb. Die zweite Ehe schloß Vater Andreas im September 1746 mit der Schmiedstochter Therese Kögl. Sie war 1725 in Menhofen bei Denk­lingen geboren. Dieser seiner Mutter verdankte Martin Boos unstreitig das religiöse Erbe; denn ihrer Verwandtschaft gehört eine ganze Reihe von Klerikern der Augsburger Diözese an.

Die Zahlen und Umstände, mit denen Boos selbst seine Jugend schilderte und welche Johan­nes Goßner, sein geistiger Testamentsvollstrecker, überliefert hat, sind ein wenig übertrieben, wenn man sie mit den Angaben der Kirchen­bücher überprüft. Den letzteren nach gebar die Mutter „nur“ 13 Kinder, wovon 9 am Leben geblieben sind. Johann Martin war das drittletzte. Der Jüngste war noch nicht drei Jahre alt, als zuerst die Mutter am 30. April 1772 und dann der Vater 8 Tage später an einer Seuche starben. Beim Tod der Eltern war seine älteste Schwester Maria Anna, die 1779 den heimatlichen Hof übernahm, 24, der älteste Bruder An­dreas 21 Jahre alt. Diese beiden hatten in ihrem jugend-[408]lichen Alter genug zu tun, die bäuerliche Wirtschaft weiterzuführen. Darum wurden die kleineren Kinder unter die nächste Verwandtschaft verteilt und die 18jährige Schwester Maria Katharina begab sich am Pfingstmontag mit dem 9 ½ jährigen Martin — wir möchten uns wundern, daß er später gesteht, er könne sich seiner Eltern nicht mehr erinnern — auf der oben beschriebenen Straße nach Augsburg, um ihn dem geistlichen Bruder ihrer Mutter, Johann Evangelist Kögl, zu übergeben. Eben hatte dieser seine Pfarrei Markt­oberdorf (er ist der Verfasser einer wertvollen Chronik die­ser Stadt) mit der Pfarrei Göggingen vertauscht. (1774 wurde er bischöflicher Fiskal an der Augsburger Kurie und beklei­dete ein Kanonikat bei St. Peter. Außer Boos hatte er noch zwei geistliche Neffen. Am 19. April 1796 ist er gestorben, und Martin Boos erbte seine Bibliothek.) Das 18jährige Mädchen wird den vom Marsch ermüdeten Knaben auch nur zeit­weise „auf dem Rücken getragen haben“, wie Goßner sagt, und als sie ihrer Last überdrüssig wurde, legte sie den Wei­nenden in einen Kornacker und ging allein weiter, um den Herrn Onkel auf den Zuwachs seines Haushaltes vorzube­reiten. Um 4 Uhr nachmittags holte sie den ausgeruhten Bruder ab. Aber der wollte nicht in Göggin­gen bleiben, als ob er geahnt hätte, daß er im benachbarten Priesterkorrek­tionshaus einmal trübselige Tage verleben müßte und daß der Amtsnachfolger seines Onkels, Alois Mayr, Fiskal und Pfarrer von Göggingen (1797-1804), ihn dereinst bitter maßregeln würde! So verließ ihn seine Schwester am Pfingstmittwoch heimlich, ohne Abschied von ihm zu nehmen.

Pfarrer Kögl schickte seinen kleinen Neffen in die Augs­burger Domschule U.L.F., wo er lesen und schreiben lernte. Dort war er ein hervorragender Schüler und zugleich der erste „Princi­pist“, das ist der beste in den Anfangsgründen des Latein. Martin hatte es gelernt, ohne seinem Herrn On­kel, der sich übrigens wenig um den Buben kümmerte, etwas davon zu sagen. Auf das gute Zeugnis hin durfte Martin [409] studieren. Das tat er fleißiger denn je, „Tag und Nacht und betete zu Gott um Hilfe“. Bei den Jesuiten zu St. Salvator, am sog. Frauengraben, durchlief er den gewöhnlichen 6jäh­rigen Lehrgang des damaligen Gymnasiums, das Rudi­ment, die Grammatik, die kleine und große Syntax, die Humanität und die Rhetorik, schließ­lich noch den Logikkurs auf dem Lyceum dieser alten Augsburger Bildungsanstalt.

Es wird kurz vor Beginn seines Gymnasialstudiums gewesen sein, daß dort am 20. Mai 1776 der bischöfliche Siegler und spätere Generalvikar Coelestin Nigg die Aufhebungsbulle des Jesuitenordens publizierte, die Väter der Gesellschaft Jesu von ihren Gelübden lossprach, sie in Weltpriester ver­wandelte, zur Umkleidung anhielt und sie der bischöflichen Jurisdiktion unterstellte. Das war für den halbwüchsigen Martin Boos ein erstes Gewahrwerden, daß Altes zu stürzen begann. Aber an seiner Schule blühte deshalb kein neues Leben. Wie bisher an Schultagen um 5 Uhr, an Feiertagen um 6 Uhr Aufstehen, eine Viertelstunde vor dem Altar knieend beten, dann Vorbereitung auf die Klasse und Frühstück, Mittagtisch mit einer halb­stündigen Rekreation, nach dem Nachmittagsunterricht bis abends ½6 Uhr Studium, dann Abendtisch mit darauffolgender halbstündiger Erholung, Nachtgebet und Nachtruhe: nie waren die Schüler sich selbst überlassen, immer beaufsichtigt, selbst auf ihren feiertäglichen Spaziergängen und auf dem Schulwege. Zur Strenge dieser Tagesordnung fügte Boos ein übriges: jahrelang, auch im Winter, schlief er neben seinem unberührten Bett auf dem Boden, geißelte sich bis aufs Blut, trug einen Bußgürtel, beichtete und kommunizierte alle 8 Tage. Kein Wunder, daß er von seinen Mitschülern zum Präfekten der sog. Kleinen Marianischen Kongregation gewählt wurde. Dieses aske­tische Heiligkeitsstreben und diese unausgesetzte ethische Selbstbespiegelung auf dem Boden seiner natürlichen skru­pulösen Seelenanlage machte ihn zum „traurigen Kopf­hänger“ und beschwor seinen späteren Durchbruch herauf. [410]

Sei es, daß der Fiskal Kögl den Exjesuiten zu St. Salvator nicht hold war, sei es, daß er seinem Ziehsohn Boos die gehobene Möglichkeit der kürzlich beschlossenen Studienreform in Dillin­gen zukommen lassen wollte, sei es auch, daß er sich für den dahin berufenen Professor Sailer erwärmte, der 1783 in Augsburg den Druck seines aufsehenerregenden Gebetbuches über­wachte, sei es endlich, daß er dem jungen Martin in Dillingen das kostenlose Studium eines bischöf­lichen Alumnen verschaffen wollte, kurzum, als der Studiosus im Herbst 1784 aus den Ferien von Huttenried zurückkam, durfte er sein Philosophiestudium bei St. Salvator nicht mehr vollenden, sondern mußte des anderen Tags gleich nach Dillingen.

Mit Tränen, die um jene Zeit bei Männern im allgemeinen und bei dem gefühlvollen Boos im besonderen nicht selten flossen, nahm er Abschied von seinen ehemaligen jesuiti­schen Lehrern, die ihn vor dem aufklärerischen Geiste warn­ten, der in Dillingen einzuziehen begann. Im gleichen Jahr, als Sailer in Dillingen den Katheder betrat, nahm Boos in den Hörsälen dieser Alma Mater Platz. Der Lehrer sprach, und der Schüler bewahrte das Gehörte in seinem Herzen. Gegen Ende seines Lebens, 1823, schreibt Boos von seiner letzten Pfarrei Sayn aus an den Generalvikar nach Ehrenbreitstein: ,,… gerade die besseren und fleißigsten Schüler Sailers bekamen durch ihn ein Hinneigen zu dem jetzt so verschreiten Mysticismus … und mögen sich nach und nach mehr oder weniger ohne Sailers Schuld verirrt haben; des­wegen wünschte ich, daß … diesen des Mysticismus verdäch­tigten Geistlichen nicht krasse Unwissenheit vorgeworfen, noch aller gute Wille abgesprochen werde; denn dieser Vor­wurf — wie selbe es, w i e i c h, mit ihren Zeugnissen be­legen können — ist nicht ganz wahr und gerecht und bisgen zu hart.“

Boos war tatsächlich ein vorzüglicher Student. Sein Abgangs­zeugnis von der Dillinger Uni­versität meldet, daß er „seinen [411] philosophischen Studien beständig mit größtem, uner­müd­lichem Fleiß oblag, ut primus omnium Magisterii philosophici corona decorari promeritus fuerit“ und daß er „im Studium der Hl. Schrift, in der Kirchengeschichte, in der Dogmatik, Moral und Pastoral sowie im Kirchenrecht notam primam in classe prima vel eminentiae davontrug; mit dem Schmuck in der Wissenschaft verband er bewährte Sitten, höchsten Lobes würdig“. Sein Regens Ignaz Meichelbeck lobte ihn bei seinem Onkel. Pfarrer Feneberg von Seeg, bei dem Boos später Kaplan war, nennt ihn „geistreich“. Im Augsburger Ordinariat „hielt man freilich sein Herz für besser als seinen Verstand“. Die entscheidenden religiösen Erwerbungen, mit welchen Boos die zunächst schwäbische Erweckungsbewegung „begoß“, hat Sailer „gepflanzt“. Sie entstammen aber auch der persönlichen Erfahrung, welche Boos an sich selbst ge­macht hat. Gegen den Rationalismus, der zu Ende des 18. Jahrhunderts alle Glaubensgrundlagen unterminierte, gab Gott dieser Bewegung „das Gedeihen“. Ein spekulati­ver Kopf war Boos wohl nicht. Das Herz überwog bei ihm. Menschliche Dinge muß man erkennen, um sie lieben zu können; göttliche Dinge muß man lieben, um sie zu erken­nen. Analog diesen Pascalschen „Gedanken“ stemmte sich Boos gegen das Christentum seiner Zeit, das nach seinen eigenen Worten „in Kantischen Formen und Ausdrücken herumgeboten wurde, und scheute sich nicht, paulinische zu gebrauchen“.

Gleich zu Anfang seines Dillinger Studiums, am 30. Novem­ber 1784, bekam Boos die niederen Weihen. Am Samstag „Sitientes“ 1786 wurde er Subdiakon und Diakon. Den Tischtitel gewährte ihm der Fürstabt von Kempten. Dann ergriff ihn bis Pfingsten eine fiebrige Erkrankung. Er durfte nicht studieren, nicht einmal Brevier beten. Trotzdem drang Fiskal Kögl darauf, daß er in Augsburg das Weiheexamen ablege, um im Herbst die Priesterweihe empfangen zu kön­nen. Ob des Bestehens zitterten er und sein Onkel. Boos [412] legte jedoch von allen Kandidaten das beste Examen ab. Am 2. September 1786 wurde er Priester. Bei der Primiz in seiner Heimatpfarrei Schwabbruck waren dem „70jährigen Onkel zu Ehren“ — er war in Wirklichkeit erst 64 — 500 Gäste, darunter 50 Geistliche, geladen. Der Onkel, welcher im Wirtshaus bei einem Verwandten logierte, war so ver­gnügt, daß er auf 3 Tage ein Scheibenschießen gab. Auf diese seine geistliche Hochzeit folgten für Boos noch zwei theo­logische Studienjahre in Dillingen und 7 Wochen Priester­seminar in Pfaffenhausen. Hier war Josef Ludwig Rößle, dort Josef Ignaz Lumper sein Regens. Durch die Verehrung, welche Boos für den von diesen beiden wegen seiner Erfolge und seiner Beliebtheit beneideten Professor Sailer hegte, machte sich Boos bei ihnen unbeliebt, was er später büßen mußte.

Infolge seines Tischtitels war Boos auf den Dienstbereich des Fürstabtes von Kempten angewiesen. Nach zwei ersten Kaplansjahren in Unterthingau wurde er Stiftskaplan in Kempten. „Allgemein ward er geschätzt, sein Wandel war nicht nur erbaulich, sondern schien wohl ganz heilig zu seyn.“ Dank der guten Beziehungen seines Onkels an der Augs­burger Kurie konnte Boos die magere Kaplanstelle in Kemp­ten (ein Hilfspriester bezog damals wöchentlich etwa 1 Gul­den) nach 11/2 Jahren mit einem Kanonikat am Kollegiatstift St. Philipp und Jakob zu Grönenbach vertauschen, das Fürst­bischof Klemens Wenzeslaus 1784 unter Einführung neuer Statuten reformiert hatte. Mit dessen Dekan — das Stift zählte nur 4 Kanonikate —, der zugleich Ortspfarrer war, vertrug sich Boos nicht. So bestellte er mit Dispens von sei­ner Residenzpflicht auf seine Chorherrnstelle einen Vikar. Er selbst kehrte nach Kempten zurück.

Dort oder schon in Unterthingau besuchte er eine sterbens­kranke Frau und tröstete die um ihr ewiges Schicksal Ban­gende mit dem Hinweis auf das guter Werke volle, reine Leben, das sie geführt habe. Mit dem Blick auf das Kruzifix [413] antwortete sie: „Nein, wenn nicht Christus für mich gestor­ben wäre, wenn er nicht für mich genug getan und bezahlt hätte, so wäre ich bei all meinem frommen Wandel für ewig verloren.“ Auf die Worte dieser „Frau aus dem Volke“ hin schwand seine eigene Heilsunsicherheit. „Christus für uns“ wurde von nun an ein Programmpunkt seiner Sendung.

Im Januar 1794 suchte Boos den schwergeprüften Pfarrer von Seeg, Johann Michael Fene­berg, auf. Sie waren Vettern und deshalb schon von Dillingen her befreundet, wo Fene­berg Gymnasialprofessor gewesen war. Feneberg lag auf Leben und Tod darnieder, nachdem ihm infolge eines Stur­zes vom Pferde am 15. November 1793 das rechte Bein ab­genommen worden war. Als der einbeinige Pfarrer am 19. Februar 1794 im Zimmer wieder seine erste Messe las, war Boos anwesend und betete den teilnehmenden Schul­kindern vor. In diesen Tagen scheint verabredet worden zu sein, daß Boos vom Sommer 1794 bis zum Frühjahr 1795 (mindestens vom 24. September 1794 bis 14. März 1795) die zweite Kaplanstelle in Seeg übernahm. Diese Zeit war für Boos ebenso richtunggebend wie sein Erlebnis am Krankenbett jener sterbenden Frau.

Als der mit Sailer befreundete Regierungspräsident Johann von Ruoesch seinen Sohn Alois nach Seeg brachte, um ihn durch Feneberg und seine Kapläne unterrichten zu lassen, wurde Boos vollends für die Erweckungsbewegung gewon­nen. Acht Tage lang hatte Boos dem semi-quietistischen Standpunkt der anderen widersprochen, bis er „sich endlich ergab“. Das „Non resistere“, worum es sich handelte, kleidet Gerhard Tersteegen, der im Seeger Pfarrhaus viel galt, in die Worte: „Ob ich nun wohl sage, daß du dich gegen Gottes Wirkung leidentlich verhalten mußt, so tadle ich darum doch keineswegs alles Wirken. Du mußt wirken, wann Gott dich wirken macht; nur daß alles sanft, ruhig und ohne Anstren­gung geschehe.“ Von nun an erblickte Boos im willenlosen Verlorensein an den „Christus in uns“ das zweite Haupt-[414]stück seines lebendigen Glaubens, den er verkündete. Im März 1795 wurde Boos durch Christoph Schmid, den spä­teren gefeierten Jugendschriftsteller, abgelöst. Boos kam nach Wiggensbach zu Pfarrer Abraham Brackenhofer, sei­nem früheren Mitkaplan in Kempten.

Dort sammelte Boos eine „kleine Herde“ von Erweckten um sich. Er entzündete sich an ihren und sie an seinen mystisch-schwärmerischen Neigungen und Erleuchtungen. Darunter waren besonders zwei Mädchen eifrig: die in Ungarn gebo­rene und in Wiggensbach (?) beheimatete Magdalena Fischer (sie läuft bei den Erweckten zur Verschleierung meist unter dem männli­chen Decknamen „d e r Unger“) und die Schuhmacherstochter Therese Erdt (geboren in Wert­ach 1771, ge­storben zu München 1856), welche ihre Eltern im September 1796 wegen Unzu­träglichkeiten verlassen hatte und vielleicht durch die erwähnte Kranke mit Boos bekannt ge­worden war. Das Charakterbild dieser „Geistlichen Gebärmütter“ schwankt in der Geschichts­schreibung der Erweckungsbewe­gung wie das der nicht wenigen anderen weiblichen Gestal­ten des schwäbischen Aftermystizismus jener Zeit. Allein die bona fides ist ihnen nicht abzu­sprechen und ihr religiöser Ernst zu achten.

Boos hat als Mann gehalten, was er als Subdiakon gelobte, und eine einzige gegenteilige Bemerkung, von welcher Magnus Jocham, selbst zweifelnd, berichtet, dürfte verleum­deri­schen Zungen zuzuschreiben sein. Nach der Aussage Brackenhofers verließ Boos in Wiggens­bach sein Zimmer kaum. Von den 24 Stunden eines Tages schlief er höchstens zwei. Ohn­machtsanfälle und Feuererscheinungen, welche freilich in ihren Begleitumständen des Seltsa­men und Wun­derbaren nicht entbehren, wären deshalb aus seinen über­reizten Nerven zu erklären. Im nahen Kimratshofen hatte sich durch den mit Boos innig verbundenen Kaplan Bach, der bald darauf Pfarrer in Hellengerst wurde, eine Schwe­stergruppe von Erweckten gebildet. Eine Predigt des Boos [415] am Neujahrstag 1797 — er predigte übrigens selten — mit dem ekstatischen Bericht von seinen außerordentlichen Er­scheinungen rief in der Pfarrei Wiggensbach eine offene Revolte hervor. Brackenhofer, der Boos sonst günstig ge­sinnt gewesen war, entließ ihn und Boos ritt auf einem alten Schimmel zu Feneberg nach Seeg, der eben „ganz nach sei­nem Schrot“ geworden war. In der Rorate-Stimmung des 18. Dezember war nämlich Boos mit der „Ungerin“ Magda­lena Fischer und mit der Therese Erdt in Seeg gewesen, um ihre Mystik von dem eigens dazu eingeladenen gelehrten Professor Sailer und einem Priester Gom (wohl Peter Paul Gom, 1777-1797 Pfarrer in Göggingen, der dem Fiskal Kögl den schönen Nekrolog schrieb) überprüfen zu lassen. Die Prüfung endete jedoch mit der Erweckung Fenebergs und, wenn auch nur „im sanften Säuseln“, mit derjenigen Sailers selbst. Jedenfalls war Sailer von der Sendung des Boos so stark beeindruckt, daß er noch 1811 an den Linzer Domherrn Bertgen schrieb: „Ich trete heuer in mein 60. Jahr und ich würde zittern, vor Gottes Richterstuhl zu erscheinen, wenn ich vor meinem Tod nicht laut bekennete: Die große Angelegenheit des frommen Boos ist in der Hauptsache aus Gott.“

So war Boos — mit dem biblischen Decknamen der Erweck­ten „Zobo“ — wiederum Kaplan seines mit ihm geistesver­wandt gewordenen Vetters Feneberg. Doch nicht lange! Der Aufruhr in Wiggensbach und das Ketzergeschrei in Kimratshofen und in Wertach hatten die fürstäbt­liche Regierung in Kempten sowie die Generalvikariate Konstanz und Augs­burg in Bewegung gebracht. Im Februar 1797 erschien in Seeg, wohl absichtlich zu einer Zeit, da die geistlichen Herren auswärts auf den 85 Filialorten dieser zerstreutesten Pfarrei des Augsburger Bistums waren, eine Spezialkommission unter Führung des Geistlichen Rates Rößle. Er entstammte wie Feneberg einer Marktoberdorfer Bräuwirtsfamilie und seine Feindseligkeit gegen Fene­berg ging vielleicht auf einen [416] alten Familienzwist zurück. Dieser bischöfliche Kommis­sär entleerte die Büchergestelle und die mit Gewalt aufgebro­chenen Schreibpulte. Das be­schlagnahmte Material wurde im Ordinariat zu Augsburg gesichtet. Boos, Feneberg, dessen Kapläne Xaver Bayr und Andreas Siller zitierte man dort­hin zur Inquisition. Die letzteren drei kamen verhältnis­mäßig glimpflich davon. Boos aber wurde, nachdem er 15 deutsche und 14 lateinische Sätze abgeschworen hatte, „auf Jahr und Tag ab omni curae exercitio suspendiert und in das Göggingische Priesterhaus condemniert“. Wie der heilige Paulus einst seinen Ker­kermeister bekehrte, so „erweckte“ Boos hier den Direktor dieser geistlichen Strafanstalt, Georg Hofmann, welcher „von aller Zeloterey und gemeinen Vor­urteilen befreit, verträglich und bei der Gemeinde beliebt“, 1804 Pfarrer von Göggingen wurde. Als die bischöflichen Ratsherren das erbauliche Leben des Boos aus der Nähe be­sahen, wandelten sie das letzte Drittel seines Strafjahres in Stadtarrest zu Augsburg um.

Aus den 29 von Boos abgeschworenen Propositionen dürften 4 für den heutigen katholischen Dogmatiker als nicht an­fechtbar gelten. Vier andere Sätze könnten wohlwollend in­terpretiert werden. Sieben Thesen schwor Boos ab, „als eine fremde Sache“ unter dem Protest, daß er sie weder öffent­lich noch privatim gelehrt habe. Niemand von uns weiß, wie er selbst gehandelt hätte, wäre er damals unter den Richtern gesessen, welche die geheimen Konventikel der Er­weckten auch unter der Perspektive der beängstigenden Ereignisse der Französischen Revolu­tion sahen. Allein es ist die gleichlautende Meinung der Geschichtsschreibung jener schwäbi­schen Erweckungsbewegung, daß das Augsburger Ordinariat gegen diese „Aftermy­stiker“ unpsychologisch verfuhr, sich von Gehässigkeit nicht frei hielt und daß in den Inqui­rierten zugleich die beneidete Berühmtheit des Professors Sailer ge­troffen werden sollte. Die Konstanzer Kurie bewies gegen­über den Gemaßregelten aus dem Territorium des gleichen [417] Fürstabtes von Kempten eine glücklichere und mildere Hand.

Im Januar 1798 bekam Boos eine Kaplanstelle in Langenneufnach. Wegen eines aufgefange­nen Briefes, welchen er seinen alten, von der Behörde verfolgten Anhängern ge­schrieben hatte, wurde er jedoch schon nach zwei Monaten wieder vor das geistliche Gericht geladen. Diesem entzog er sich durch die Flucht, die ihn nach verschiedenen Irrfahrten bis ins Ober­pfälzische führte, „wo er sein Sacktuch und Hemd am Bach selber wusch und an den Zäunen trocknete“. Endlich fand er doch inkognito auf Schloß Grünbach bei Erding bei dem gräflich Seinsheimschen Verwalter Scharl, einem Jugendfreund Sailers, Asyl. Zur Überra­schung seiner Inquisitoren stellte sich Boos aber am 9. Dezember 1798 freiwillig den geistlichen Vorgesetzten in Augsburg. Die Folge war neuerlicher Stadtarrest, der ihm aber viel Mög­lich­keiten zur Werbung für seine Ideen gab. Unter manchen Gesinnungsgenossen befand sich in Augsburg übrigens auch sein leiblicher Bruder Hans Georg, der als Gärtner beim Domdekan diente und der ihm geschwisterlicher gesinnt war als eine Schwester, die den Schleier genom­men hatte und sein Apostolat ablehnte.

Den guten Beziehungen, welche Professor Sailer zu dem aus Weil der Stadt gebürtigen Bi­schof Josef Anton Gall unter­hielt, der in Augsburg studiert hatte, verdankte es Boos, daß er, um weiteren Verfolgungen zu entgehen, in der Diözese Linz Aufnahme fand. Sein bisheriger Generalvikar Coelestin Nigg stellte ihm hierzu ein glänzendes Dimissorialzeugnis aus, das seine Maßregelung verschwieg. So schwamm Boos am 29. April 1799 auf einem Floß lech- und donauabwärts nach Linz. Als Kaplan in Leonding, Waldneukirchen und Peyerbach sowie als Pfarrer in Pöstlingsberg führte er sich gut ein. 1806 wurde er auf die Pfarrei Gallneukir­chen in­stituiert, welche in 9 Gemeinden rund 5000 Seelen zählte und 3000 bis 4000 Gulden Pfründe trug und von der er in [418] einem Briefe schrieb: „Ich bin jetzt im Zeitlichen reicher als mein Schöpfer, der, als er auf Erden in Knechtsgestalt wan­delte, nicht hatte, da er sein Haupt hinlegte.“

Der Neid geistlicher Mitbrüder auf den Ausländer, der auf einer der besten Pfarreien der Diö­zese saß, eine gesteigerte Betonung seiner früheren schwärmerischen und von der katholi­schen Rechtfertigungslehre abweichenden Ansichten und eine der pastoralen Klugheit und Sanftmut ermangelnde Predigt am Fest Mariä Geburt des Jahres 1810 wirkten zu­sammen, daß Boos beim Ordinariat Linz verklagt wurde. Jedoch erfuhr er eine sehr milde Behandlung. Ein im Früh­jahr 1811 erlittener Blutsturz läßt vermuten, daß die rigo­rose Aszese seine Gesundheit bereits sehr geschwächt hatte. Das machte ihn wohl bitter, aufgeregt und wenig geneigt, die Grenze einzuhalten, welche die wahre kirchliche Mystik von der falschen scheidet. Außerdem bestärkte ihn das Wort Sailers im 2. Band seiner Pastoraltheologie (1812), womit dieser den Priester Boos, wenn auch ohne Namensnennung, als einen zweiten Apostel Paulus rühmte. Eine briefliche Warnung desselben Sailer, auf kirchlichem Boden zu blei­ben, nahm er dage­gen nicht ernst genug. So kam es zu neuen Inquisitionen, in deren Folge Boos 1815 mit klö­sterlicher Haft bei den Karmeliten in Linz bestraft wurde. Jedoch sprach ihn die weltliche Be­hörde von der ebenfalls erhobe­nen Beschuldigung der Geheimbündelei frei. 1816 wurde er seiner Pfarrei Gallneukirchen entsetzt. Die von ihm ange­regte Bewegung der „Boosianer“ wurde Grundstock der 1872 gegründeten evangelischen Gemeinde in Gallneukirchen, welche als Trägerin des größten Werkes der „Inneren Mission“ von Österreich besondere Bedeutung hat.

Eine angebotene Stellung in der Erzdiözese Wien schlug der nun 55 Jahre alte, abgekämpfte Boos aus. Er kehrte in seine Heimat zurück. In Bayern hatte er zwar das Indigenat ver­loren, aber Freiherr von Fraunberg, der spätere Augsburger Bischof, bürgte für ihn mit seinem gan­zen Vermögen. So [419] durfte Boos, nachdem er den Sommer 1816 bei Benefiziat Johann Goßner in München verbracht hatte, auf Schloß Weyhern unweit Baindlkirch, wo der mit Boos vertraute Ignaz Lindl Pfarrer war, die Hofmeisterstelle bei den jüng­sten Söhnen der verwitweten Freifrau von Ruffini, geborne Fraunberg, versehen. Deren ältester Sohn war durch Goßner für die Mystik gewonnen worden. Auf Schloß Weyhern emp­fing Boos auch den Besuch der Frau Anna Schlatter-Bernet von St. Gallen, der wohl bedeutendsten weiblichen Gestalt jenes pietistischen Kreises, welcher sich um Lavater gebildet hatte.

Ende Oktober 1817 übernahm Boos eine Religionslehrer­stelle am Gymnasium zu Düsseldorf. Nur ein Jahr lang, bis zum 1. Oktober 1819, führte er diesen „Kampf cum hircis et hoedis et pueris“, wo ihm dann Johann Goßner im Lehr­amte folgte. Unter Verschmähung einer ange­botenen Stelle bei der katholischen Gemeinde in Weimar, „dem neuen Athen“, nahm Boos dagegen, ,wieder durch Vermittlung von Sailer, die Pfarrstelle zu Sayn bei Bendorf a. Rh. an, wo der letzte Abt dieser säkularisierten Prämonstratenserabtei bis­her als Pfarrer gewirkt hatte. Seelsorglich erlebte Boos an seinem neuen Wirkungsort wenig Freude. Er nannte seine Schäf­lein „das unempfänglichste unter allen Völkern, die er bisher kennengelernt habe“, und stellte fest: „Hier am Rhein wird keine Seele um ihrer Sünden willen bang, es sind lauter lustige Sünder und sie wollen es bleiben.“ Dazu ver­folgte man den schon zweimal vom Schlag Gerührten wegen seiner früheren Irrungen, die in einem Augsburger Hirten­brief von 1823 angeprangert wurden. Wahrscheinlich wurde dieser sogar wie das Pastoralschreiben des Jahres 1820 von einem Verwandten des Feneberg und Boos, Domkapitular Karl Egger, verfaßt. Doch gerade der Schriftverkehr, den Boos infolgedessen mit seinem Generalvikar Hommer in Ehrenbreitstein führte, beweist, daß er seine früheren Schritte, wodurch er „in seiner Jugend durch vieles Lesen [420] und Studiern mystischer Bücher und Schriften auf Abwege geraten, … wiederholt bereue“, und daß ihm nicht einmal die Herren in Augsburg und in Linz den Katholizismus ha­ben „verleiden können“. Diese Retractatio ist vielleicht die kostbarste Perle, die Boos gefunden hat.

Am Pfingstsonntag 1825 fiel er am Altar in Ohnmacht und wurde halbtot weggetragen. Magenkrämpfe, Lungenentzün­dung, Wassersucht bildeten die weiteren Leidensstationen. Am 29. August 1825 gegen 5 Uhr des Nachmittags, ist er, der in Huttenried als Leibeigener des Steingadener Prämon­stratenserabtes geboren worden war, in einer Prämonstra­tenserabtei gestorben, „omnibus morientium sacramentis rite munitus … et sepultus ante crucem Domini in coeme­terio“.

Was von ihm übrig blieb, ruht nicht bloß unter diesem Grab­hügel zu Sayn, von dem „Herrn­huter und Wuppertäler die Erde als Andenken forttrugen“. In Sayn blieb eine Nichte, Kolum­ba Boos, die dort geheiratet hat, und Nachkommen von ihr lebten noch 1932 in Sayn.

Werke hat Boos nach seinem eigenen Geständnis selbst nie in Druck gegeben. Zwei Predigtbücher und eine Spruch­sammlung, welche unter seinem Namen laufen, sind post­hume Schriften. Boos wirkte hauptsächlich durch seine Per­sönlichkeit. „Er verkündete das Christentum mit solcher Überzeugungsfülle, daß viele durch die Macht der Wahrheit aus dem toten Buchstaben in das Leben des Geistes versetzt wurden“ (Sailer). Magnus Jocham, der Freisinger Theologie­professor, gesteht, daß er erst durch die Lebensbeschreibung von Martin Boos „Jesus Christus als den kennenlernte, der ihn allein aus seinem Sündenelend erretten kann“. Was der­selbe Jocham über die schwäbische Erweckungsbewegung im allgemeinen urteilt, gilt von Boos im besonderen: „Im Hin­blick auf das Ganze war das Gute, das aus dieser religiösen Erhebung erwachsen ist, weit überwiegend gegenüber dem Schlimmen, das mit unterlief.“ Und der Augsburger Gene-[421]ralvikar Nigg gab Boos, als dieser 1799 sich von ihm bei seiner Exkardination verabschiedete, das Zeugnis: „Ihr seid formaliter Sancti, wenn ihr gleich materialiter fehlgegriffen hättet.“

Quellen: Ordinariatsarchiv Augsburg, Registrum Ordinandorum 1569-1788 und Vikariats­protokolle 1793-1799. — Ordinariatsarchiv Regensburg, Sailer-Nachlaß/Fasz. Fenebergiana und Boosiana. — Pfarrarchive: Matrikeln von Göggingen, Kempten, München, Marktober­dorf, Schwabbruck, Sayn, Seeg, Wertach. — Hauptstaatsarchiv München, Hof­ratsprotokolle des Fürststifts Kempten. — Staatsarchiv Neuburg: Augs­burger Pflegämter, Amtsprotokolle der Pflegen Oberdorf und Denklingen; Karten- u. Plansammlung des Hochstifts Augsburg.

Literatur: Schematismus der Diözese Augsburg. — Aland, Kurt, Der Inquisitionsprozeß gegen Anton Bach …, in: Ztschr. f. Bayer. Kirchengeschichte 1949 und 1953. — Bodemann, F. W., Martin Boos, Bielefeld 1854. — Ders., Gesammelte Brief von, an und über Martin Boos, Frkf. 1854. — Braun, Plazidus, Geschichte des Kollegiums der Jesuiten in Augsburg, München 1822. — Dalton, Hermann, Johannes Goßner, ein Lebensbild …, Berlin 1874. — Ginzel, J. A., Zur Geschichte des Schwär­mers Martin Boos, in: Österr. Vierteljahrschrift f. kath. Theol. VI, 1867. — Goßner, Johann, Martin Boos, der Prediger der Gerechtigkeit, Lpzg. 1826. — Jocham, Magnus, Memoiren eines Obskuranten, Kempten 1896. — Lincke, Heinz Moritz, Martin Boos, Lpzg. 1837. — Müller, Adolf, Das weibliche Element im schwäbischen Aftermystizismus, in: Beilage zur Augsburger Postztg. 1901. — Sailer, J. M., Aus Fenebergs Leben, München 1814. — Schiel, Hubert, Job. Mich. Sailer / Leben und Briefe, Regensburg 1948 (und die dort angegebene Literatur, speziell die Werke von Salat). — Ders., Martin Boos, seine Erweckungsbewegung und sein Wirken in der Diözese Trier, in: Trierer Theol. Ztschr. 1954, 63. Jhrg. — Schmid, Franz, BI. f. Heimatkunde … von Markt­oberdorf …, Marktoberdf. 1933/38. — Tersteegen, Gerh., Gesammelte Schriften, Stuttg. 1845. — Thal­hofer, Valentin, Beiträge zur Geschichte des Aftermystizismus, Rgsbg. 1857. — Turtur, Herm., Chiliastisch-schwärmerische Bewegungen in Bayern im frühen 19. Jhrhdt., Diss. München 1953. — Werkmeisters Jahrschrift für Theol. u. Kirchenrecht der Kath. IV, 1815. — Wiedemann, Th., Die religiöse Bewegung in Oberösterreich u. Salzbg…., 1890.

Entnommen aus: Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben, hg. v. Götz Freiherrn von Pölnitz, Bd. 6, München: Max Hueber Verlag, 1958, 406-421.

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