Walter Brueggemann, Kein Regen auf dem Land. Kommentar zu Jeremia 14,1-10: „Die Verse 1-6 sind die Klage, die das Unheil schildert. Die geschilderte Situation ist eine schwere Dürre, die das Land vertrocknen lässt und die Schöpfung dahinschwinden lässt. Die Krise ist für die Bauern am unmittelbarsten, denn die Tiere sind auf Gras angewiesen, das vertrocknet ist. Die Schwere der Dürre zeigt sich darin, dass sie nun nicht nur die Randgruppen der Gesellschaft betrifft, sondern sogar die Vornehmen, die immer die beste Wasserversorgung haben. Die Verwüstung durch die Dürre wird in einem klingenden Wiederholungsschema laut: „kein Wasser“ (V. 3), „kein Regen“ (V. 4), „kein Gras“ (V. 5), „kein Kraut“ (V. 6). Die Esel und Schakale, die an das Nahrungssuchen gewöhnten Tiere, sind in Not. Die Dürre bringt die sozialen Prozesse der Gemeinschaft zum Erliegen, denn nun haben Vornehme, Bauern, Kühe, Esel und Schakale alle etwas gemeinsam. Das Leben ist für sie alle bedroht.“

Kein Regen auf dem Land. Kommentar zu Jeremia 14,1-10 Von Walter Brueggemann 1 Ein Wort des HERRN, das an Jeremia … Mehr