Rechtsverwahrung der evangelischen Bürger in Lindau gegen die zwangsweise Einführung der bayerischen Gottesdienst-Agende von 1856: „Um unsere Herzen zu Gott zu erheben, bedürfen wir der Gefangennehmung unserer Sinne nicht, und werden uns nie überzeugen, dass Formen der Gottesverehrung, welche die Sinne fesseln, zur Erbauung notwendig seien.“

In Artikel 7 des Augsburger Bekenntnisses heißt es von der Kirche: „Das genügt zur wahren Einheit der christlichen Kirche, dass … Mehr

„Widersagen Sie dem Satan?“ Vom gottesdienstlichen Siezen oder warum es in der Kirche ‚unhöflich‘ zuzugehen hat: „Da darf man dann doch der vermeintlich traditionsbewussten römisch-katholischen Kirche ins Gedächtnis rufen, dass das ‚Sie‘ als Personalpronomen dritte Person Plural eine indirekte Anrede ist, die der Kirche als Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern im Herrn wesensfremd ist. Wie es ja das Wort ‚Höflichkeit‘ aussagt, ist diese distanzhaltende Anrede dem adeligen Hof angemessen, nicht aber einer Gemeinde, für die das Wort des Apostels Paulus gilt: ‚Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.'“

Vom gottesdienstlichen Siezen Da kann man auf das liturgische Feingefühl in der evangelischen Kirche stolz sein. In der Taufagende der … Mehr

Romano Guardini, Liturgie als Spiel (Vom Geist der Liturgie, 1919): „In der Liturgie wird dem Menschen Gelegenheit geboten, dass er, von der Gnade getragen, seinen eigensten Wesenssinn ver­wirkliche, dass er ganz so sei, wie er seiner göttlichen Bestimmung gemäß sein sollte und möchte: ein ‚Kind Gottes‘. In der Liturgie soll er vor Gott ’sich seiner Jugend erfreuen‘.“

Einer der besten Texte in Sachen Liturgie ist immer noch Romano Guardinis „Vom Geist der Liturgie“. Darin enthalten ist ein … Mehr

Einladung zum heiligen Spiel. Über die Unterschiede zwischen asiatischem und europäischem Christentum: „Wenn man in einem postchristlichen Europa an den Erfolg des Christentums in der südlichen Hemisphäre anknüpfen wollte, müsste sich der christliche Glaube für die Menschen nicht nur als sinnstiftend sondern vor allem als „lebens-wirklich“ erweisen.

Einladung zum heiligen Spiel. Über die Unterschiede zwischen asiatischem und europäischem Christentum Ein deutscher Bischof dürfte da seine helle Freude … Mehr