Töten, Mord und Selbstmord (1962) Von Karl Löwith Das biblische Gebot »Du sollst nicht töten« wäre nur dann eindeutig, wenn … Mehr
Schlagwort: Karl Löwith
Karl Löwith, Fortschritt. Eine Fatalität (Progress: A Fatality, 1967): „Nur wenn es so etwas wie eine immerwährende kosmische Zeit gäbe, in der einige Dinge entstehen, während andere vergehen, würde die Idee des Fortschritts und der Wille dazu ihre unverhältnismäßige Schwere verlieren, die Schwere, die sie für uns hat, weil wir nichts kennen, was ewig währt, da wir den alten Sinn für die Ewigkeit und damit den Sinn für Proportionen in Bezug auf die menschlichen Angelegenheiten verloren haben – la terre des hommes, die jedoch nicht das Universum ist.“
Fortschritt. Eine Fatalität (Progress: A Fatality, 1967) Von Karl Löwith Das Konzept des Fortschritts wird oft mit dem der Entwicklung … Mehr
Hans-Georg Gadamer über Karl Löwith: „Karl Löwith war ein Mann von unverwechselbarer Eigenart. Es war eine tiefe Seinstraurigkeit um ihn ausgegossen — zugleich wahrte er die würdigste Gefasstheit gegenüber dem Fremden, Befremdenden des Daseins, das uns auferlegt ist. Ein unfasslicher Gleichmut schien ihn zu beseelen.“
Karl Löwith Von Hans-Georg Gadamer Karl Löwith war ein Mann von unverwechselbarer Eigenart. Es war eine tiefe Seinstraurigkeit um ihn … Mehr
Karl Löwith, Weltgeschichte und Heilsgeschehen. Beschluss und Nachwort: „Dieses Vertrauen in die historische Kontinuität bestimmt auch unser praktisches Verhalten im Angesicht von Katastrophen: sie scheinen uns nicht endgültig und absolut, sondern zeitlich und relativ. Es ist eine zynische Wahrheit, aber nichtsdestoweniger eine Wahrheit, dass auf Zerstörungen Wiederaufbau und auf Massenmorde höhere Geburtsraten folgen. Auf der Ebene der erkundbaren Geschichte würde es in der Tat unvernünftig sein zu erwarten, dass z. B. ein Atombombenkrieg ein für allemal den Zivilisationsprozess, d.h. die menschliche Aneignung der Welt durch konstruktive Zerstörungen, beendigen wird.“
Weltgeschichte und Heilsgeschehen. Beschluß und Nachwort Von Karl Löwith Das Problem der Geschichte ist innerhalb ihres eigenen Bereiches nicht zu … Mehr
Karl Löwith, Geschichte und Christentum (History and Christianity, 1956): „Für den christlichen Glauben ist die Geschichte nicht ein autonomer Bereich menschlichen Strebens und Fortschritts, sondern ein Bereich der Sünde und des Todes und daher erlösungsbedürftig. In beiden Perspektiven kann der historische Fortschritt nicht als allwichtig erlebt werden.“
Geschichte und Christentum (History and Christianity, 1956) Von Karl Löwith Der moderne Mensch überschätzt die Bedeutung der Geschichte innerhalb der … Mehr
Karl Löwith, Das Verhängnis des Fortschritts (1963): „Das moderne historische Bewußtsein ist aber dadurch ausgezeichnet, dass es ganz und gar aus der Zukunft lebt und darum in Furcht und Hoffnung; die Erwartung der Zukunft ist das Element, in dem der Wille zum Fortschritt schwimmt. Die entscheidende Frage gegenüber unserer Besessenheit von der Zukunft wäre deshalb, ob die Zeit der Welt eine immerwährende oder ewige ist, im Unterschied zur endlichen Zeit des Menschen.“
Das Verhängnis des Fortschritts (1963) Von Karl Löwith Der Begriff des Fortschritts geht oft unvermerkt über in den der Entwicklung. … Mehr
Karl Löwiths Rundfunkvortrag über die Freiheit zum Tode (1969): „Der Mensch hat die spezifische Möglichkeit, sich zu seinem Leben und Ableben als dem seinen verhalten zu können. Er hat die Freiheit, das Faktum seines leibhaftigen Daseins nicht bloß hinzunehmen, sondern es eigens anzunehmen oder abzulehnen und das Nichtmehrdasein in Gedanken, oder auch in der Tat, vorwegzunehmen. Für gewöhnlich bedeutet jedoch eine solche Vorwegnahme des Todes keine Freiheit zu ihm, sondern Angst vor ihm.“
Die Freiheit zum Tode (1969) Von Karl Löwith Der Tod ist nicht nur der Widerspruch zum Leben, sondern konstitutiv für … Mehr
Karl Löwith, War Jesus ein Gentleman? (1948): „Der ‚christliche Gentleman‘ ist ein Widerspruch in sich selbst, denn ein Gentleman ist ein Mann von Welt, während der Christ ein Nachfolger Christi ist.“
War Jesus ein Gentleman? Von Philosophieprofessor Karl Löwith (Universität Heidelberg) Professor Karl Löwith, 70, ein Schüler der Philosophen Husserl und … Mehr
Karl Löwith, Christentum und Geschichte (1955): „Diese moderne Einschätzung der Geschichte, wonach sie schon selber die massgebende, umfassende und absolute Wirklichkeit ist, hat im ‚Historismus‘ zu einer Überschätzung der Geschichte geführt, aus der es keinen historischen, sondern nur einen philosophischen oder theologischen Ausweg gibt.“
Christentum und Geschichte Von Karl Löwith Die Geschichte kann den Menschen nie lehren, was wahr und was falsch ist. Das … Mehr