Karl Barth über den „Humanismus“ (1950): „Nicht der ‚Messianismus Israels‘ ist der Sinn und Grund dieser Freiheit. Gott behüte uns auch vor diesem -ismus! Ich weiß nicht, ob er vielleicht eine Wurzel des Kommunismus ist. Es kann sein. Der Sinn und Grund der christlichen Botschaft und Theologie ist jedenfalls – noch einmal gesagt: jenseits aller Prinzipien und Systeme, aller Weltanschauungen und Moralen nicht der Messianismus, wohl aber der Messias, d. b. der Christus Israels. Wenn das Bekenntnis zu ihm als dem alleinigen Retter der Welt ‚Exklusivität‘ zu nennen war, dann mussten wir uns diesen Vorwurf eben gefallen lassen. Niemand ist zu diesem Bekenntnis gezwungen. Es hat aber auch keinen Sinn, sich als Christ auszugeben, wenn man die Freiheit zu diesem Bekenntnis aus irgendeinem Grund nicht zu haben meint. Es ist übrigens in Wahrheit das inklusive, das grundsätzlich jedem Menschen zugewendete und offene Bekenntnis. Die christliche Kirche kann nicht vom Himmel herab, sondern nur auf Erden und selber irdisch reden.“

Nachdem Karl Barth am 1. September 1949 auf der Genfer Tagung zum Thema „Pour un nouvel humanisme“ seinen Vortrag „Die … Mehr

Martin Buber, Gläubiger Humanismus (1963): „Von entscheidender Bedeutung für die Frage eines authentischen gläubigen Humanis­mus in unserer Zeit ist mithin die Erkenntnis, dass das wahre humanum und die Glaubens­erfahrung in demselben Boden der Begegnung wurzeln. Ja, in der fundamentalen Glaubenserfahrung selbst darf man die höchste Stufe der realen Begegnung sehen.“

Gläubiger Humanismus Von Martin Buber Der aufrichtige Dank, den ich hier Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Bernhard und denen, die … Mehr

Martin Buber, Biblischer Humanismus: „Die eigentliche Wirkung tut nur das ursprüng­liche Wort im Geheimnis seiner Gesprochenheit: wenn man es so nach­spricht, dass es jetzt und hier gesprochen ist. Das biblische Wort ist über­setzbar, weil es einen Gehalt hat, mit dem es an den Menschen ergeht. Es ist unübersetzbar, weil es ein Sprachgeheimnis hat, mit dem es an Israel ergeht. Im Zentrum eines biblischen Humanismus steht der Dienst an dem unübersetzbaren Wort.“

Biblischer Humanismus Von Martin Buber Als 1913 ein von mir versammelter und geleiteter kleiner Kreis pädagogisch interessierter Juden den Plan … Mehr

Karl Barth, Die Aktualität der christlichen Botschaft (1949): „Die christliche Botschaft handelt vom Humanismus Gottes. Und gerade diese zwei Worte umschreiben den Begriff, der für das christliche Verständnis des Menschen entscheidend ist: den Begriff der Inkarnation. ‚Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.‘ Das ist das Werk und die Offenbarung Gottes, in deren Licht der Mensch nach christlichem Verständnis zu sehen ist.“

Die Aktualität der christlichen Botschaft Von Karl Barth Nach einem „neuen Humanismus“ soll in diesen Tagen in unserem Kreise gefragt … Mehr

Pico della Mirandolas Gottesbekenntnis zur menschlichen Selbstverwirklichung und Selbstoptimierung in seiner „Rede über die Würde des Menschen“: „Du bist durch keinerlei unüberwindliche Schranken gehemmt, sondern du sollst nach deinem eigenen freien Willen, in dessen Hand ich dein Geschick gelegt habe, sogar jene Natur dir selbst vorherbestimmen.“

In seiner berühmten Rede Über die Würde des Menschen (Oratio de hominis dignitate) von 1484 lässt der junge Renaissance-Philosoph Pico … Mehr

Karl Barth in seinem Brief an Joachim Kahl in Sachen «Das Elend des Christentums» (1968): „Was ich vermisse, ist irgend etwas Lehrreiches, Hübsches, Einladendes und Hilfreiches über die «Humanität ohne Gott». Aber eben: Sie Glücklicher sind volle 55 Jahre jünger als ich, haben also noch weiten Raum vor sich, um diese m.E. bedenklichste Lücke Ihres Buches mit Hilfe der Philosophie, Soziologie und Politologie, der Sie sich nach Ihrem Ausgang aus der Theologie zugewendet haben, auszufüllen. Glückauf, tapferer Mann! Möge er sich auch als ein weiser Mann offenbaren!“

Brief an Joachim Kahl Von Karl Barth Nachdem Joachim Kahl 1967 an der Philipps-Universität Marburg mit der Arbeit Philosophie und … Mehr