Franz Kafka über die Hoffnung Aus dem »Prozeß« läßt sich entnehmen, daß dieses Verfahren hoffnungslos für die Angeklagten zu sein … Mehr
Schlagwort: Franz Kafka
Franz Kafka, Die Erfindung des Teufels (Tagebücher 1910-1923): „Nur die Menge der Teufel kann unser irdisches Unglück ausmachen. Warum rotten sie einander nicht aus bis auf einen oder warum unterordnen sie sich nicht einem großen Teufel? Beides wäre im Sinne des teuflischen Prinzips, uns möglichst vollkommen zu betrügen. Was nützt denn, solange die Einheitlichkeit fehlt, die peinliche Sorgfalt, die sämtliche Teufel für uns haben?“
9. Juli 1912 Die Erfindung des Teufels Von Franz Kafka Wenn wir vom Teufel besessen sind, dann kann es nicht … Mehr
Franz Kafka über den Uhrmacher-Gott (Tagebücher 1910-1923): „Ich knüpfte damals gern an das in einer christlichen Zeitschrift – ich glaube »Die christliche Welt« – gefundene Thema an, in welchem eine Uhr und die Welt und der Uhrmacher und Gott einander gegenübergestellt waren und die Existenz des Uhrmachers jene Gottes beweisen sollte.“
Über den Uhrmacher-Gott Von Franz Kafka 31. Dezember 1911 Während ich manchmal glaube, daß ich während der ganzen Gymnasialzeit und … Mehr
Max Brod, Der Dichter Franz Kafka (1922): „Ich erinnere mich eines Gesprächs mit Kafka, das vom heutigen Europa und dem Verfall der Menschheit ausging.“ Wir sind“, so sagte er, „nihilistische Gedanken, Selbstmordgedanken, die in Gottes Kopf aufsteigen“. Mich erinnerte das zuerst an das Weltbild der Gnosis: Gott als böser Demiurg, die Welt sein Sündenfall. „O nein,“ meinte er, „unsere Welt ist nur eine schlechte Laune Gottes, ein schlechter Tag.“ — „So gäbe es außerhalb dieser Erscheinungsform Welt, die wir kennen, Hoffnung?“ — Er lächelte: „Oh, Hoffnung genug, unendlich viel Hoffnung, — nur nicht für uns.“
Der Dichter Franz Kafka Von Max Brod Wo anfangen? — Es ist einerlei. Denn zu dem Besonderen dieser Erscheinung gehört … Mehr
Franz Kafka, Von den Gleichnissen (1922): „Alle diese Gleichnisse wollen eigentlich nur sagen, dass das Unfassbare unfassbar ist, und das haben wir gewusst. Aber das, womit wir uns jeden Tag abmühen, sind andere Dinge.“
Von den Gleichnissen Von Franz Kafka Viele beklagen sich, daß die Worte der Weisen immer wieder nur Gleichnisse seien, aber … Mehr
Martin Buber über Franz Kafka (Zwei Glaubensweisen): „Der Jude, sofern er nicht vom Ursprung getrennt ist, auch noch der exponierteste Jude, also Kafka, ist geborgen. Alles geschieht ihm, aber es kann ihm nichts geschehen. Wohl vermag er sich nicht mehr »im Versteck deiner Flügel« (Ps 61,5) zu bergen, denn der Zeit, in der er lebt, und mit ihr ihm, ihrem exponiertesten Sohn, verbirgt Gott sich.“
Über Franz Kafka (Zwei Glaubensweisen) Von Martin Buber Man kennt Kafkas Beitrag zur Metaphysik der »Tür«: die Parabel von dem … Mehr
Max Brod, Verzweiflung und Erlösung im Werk Franz Kafkas: „Man könnte Kafkas religiöse Grundüberzeugung in die Sätze formen: »Das Göttliche ist da; aber es ist unserem menschlichen Fassungsvermögen inkommensurabel. Sehr oft (von Ausnahmen abgesehen) entsteht eine trübe Brechung des ursprünglichen Göttlichen im Sensorium des Menschen. Die »kaiserliche Botschaft‹ erreicht dich nicht. Aber wenn du sie ständig in Liebe erwartest (›Du aber sitzt an deinem Fenster und erträumst sie dir, wenn der Abend kommt‹), dann tust du das Richtige.«“
Verzweiflung und Erlösung im Werk Franz Kafkas[1] Von Max Brod Der Glaube und die Verzweiflung In Kafkas Werk findet sich … Mehr
Franz Kafka in einem Brief über die menschliche Ehrfurcht und die eigenen Schmerzen (1903): „Darum sollten wir Menschen voreinander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so liebend stehn wie vor dem Eingang zur Hölle.“
Franz Kafka in seinem Brief an Oskar Pollak vom 8. November 1903: Verlassen sind wir doch wie verirrte Kinder im … Mehr