Elazar Benyoëtz, In Zweifel gezogen dehnt sich der Glaube aus. Variationen über ein verlorenes Thema: „Öffne ich meine Augen, ist es der Anfang meines Tages; öffne ich meinen Mund, ist es der Anfang meiner Geschichte; öffne ich mein Herz, ist es eine Metapher. Gott sucht mein Gehör. Aus der Tiefe wird gerufen, nicht geglaubt. / Im Anfang war das Wort, die Rede aber erwachte im Garten Eden. Gott würde gern durch die Blume gesprochen haben. / Wer mit der Bibel erwacht, kann zu Gott durch die Blume nicht sprechen“

In Zweifel gezogen dehnt sich der Glaube aus. Variationen über ein verlorenes Thema[1] Von Elazar Benyoëtz Ich will vom Glauben … Mehr

Christoph Grubitz über den Aphoristiker Elazar Benyoëtz: „Was Kohelet Aktualität verleiht, ist auch in Benyoëtz’ Aphoristik zu finden: Die Desavouierung von billigen Trostreden und die Aufwertung des Vergänglichen. Ernst Blochs Wort, dass das Buch Kohelet den »oppressiv gebrauchten Jenseitsschreck wegnimmt«, gilt auch für Benyoëtz. Religion und Utopie erweisen sich so als ästhetischer Vorschein einer besseren Welt: »Das Geglaubte bleibt nicht aus, es ist das Ausbleibende.«“

Elazar Benyoëtz (geb. 24.3.1937 in der Wiener Neustadt) Von Christoph Grubitz Unter den deutschsprachigen jüdischen Apho­ristikern des 20. und 21. … Mehr

Elazar Benyoëtz, In Erinnerungen gekleidet, in Erinnerung gerufen: „Alle Taten und Werke stehen im Dienst des Namens, alles was sich ausdehnt und einprägt. Sein Name ist der ganze Mensch. Das Wesen verändert sich mit dem Namen. Was durch den Namen zum Wesen geworden ist, verändert sich mit dem Namen in seinem Wesen.“

In Erinnerungen gekleidet, in Erinnerung gerufen Von Elazar Benyoëtz Erinnerung ist paradiesischen Ursprungs, sie beginnt beim Namen, mit der Namensgebung, … Mehr