Dietrich Ritschl, Predigt zu Hebräer 11,8-9 und dem »story«-Konzept (1975): „Wollen wir neu in diese Geschichte eintreten? Damit Sie mich nicht mißverstehen: man kann auch leben, ohne ein Christ zu sein, auch glücklich leben; auch nützlich leben. Natürlich kann man das. – Wollen wir in diese Geschichte eintreten? Wohin sollen wir denn sonst gehen? Der Gott der Zelte ruft. Ihm sei Lob und Ehre und Preis und Anbetung von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Predigt zu Hebräer 11,8-9 und dem »story«-Konzept Von Dietrich Ritschl Aus Glauben erwies sich Abraham, als er berufen wurde, gehor­sam, … Mehr

Dietrich Ritschl, Gott als Ausleger und Kritiker der Geschichte loben (Praising God as Interpreter and Critic of History): „Es geht also darum, die Stimme Gottes, das Wort, zu hören. Und in der Haltung des Hörens auf seine Stimme interpretieren die Gläubigen ihrerseits auch die Geschichte: Gottes Deutung und Kritik gibt ihnen den Anstoß. Bestimmte Ereignisse, sei es in der Geschichte oder im Privatleben, können dann so gedeutet werden, dass sie mit dem, was die Stimme Gottes gesagt hat, übereinstimmen – oder auch nicht.“

Gott als Ausleger und Kritiker der Geschichte loben (Praising God as Interpreter and Critic of History) Von Dietrich Ritschl Im … Mehr

Dietrich Ritschl, »Story« als Rohmaterial der Theologie (1976): „Der »story« kommt unter allen Sprechweisen für die Theologie eine ganz besonders hohe Bedeutung zu, die im folgenden analysiert werden soll. Nicht, daß die Theologie selbst sich in »stories« artikulieren solle (eine »narrative Theologie« ist – genau genommen – eine Fehlbezeichnung), aber sie hat es ganz wesentlich mit »stories« zu tun.“

»Story« als Rohmaterial der Theologie Von Dietrich Ritschl In der hier vorliegenden Arbeit bespreche ich nur einen Teil des »Rohmaterials« … Mehr

Dietrich Ritschl, Predigt zu 1. Johannes 4,17 bei der Beerdigung der Dichterin Marie Luise Kaschnitz (1974): „Ja geht denn ihre Geschichte weiter, jetzt, nach dem Tod? Sie geht doppelt weiter: einmal – und das scheint uns das Nächste – in unserer Erinnerung, aus der wir noch jahrelang Kraft und Hoffnung schöpfen können. Dann aber auch anders: nicht nur in unserer Erinnerung, sondern im Gedächtnis Gottes. Vielleicht ist Gottes Liebe und Gottes Gedächtnis dasselbe. Dort ist der Mensch bewahrt.“

Predigt zu 1. Johannes 4,17 (bei der Beerdigung der Dichterin Marie Luise Kaschnitz) Von Dietrich Ritschl Darin ist die Liebe … Mehr

Dietrich Ritschl, Gedächtnis und Antizipation. Psychologische und theologische Bemerkungen (1988): „Mit der Sprache erlernte ich Werte kennen und respektieren. Ich lernte an andere denken und ihnen Gutes tun. Ich sollte das Gute fördern und stärken helfen – das Schöne dem Häßlichen vorzie­hen, das Reine dem Schmutzigen. Ich lernte das alles ohne Zwang und Drohung, ohne die gefährlichen, kleinlichen Versprechen, Gott würde es mir lohnen – höchstens sagten sie mir, es sei im Sinne Gottes, solches zu tun, und das stimmt ja wohl auch.“

Gedächtnis und Antizipation. Psychologische und theologische Bemerkungen Von Dietrich Ritschl Die Grundthese kann leicht summiert werden: Antizipationen formieren das Gedächtnis, … Mehr

Dietrich Ritschl, Die Intimität Gottes: „Wir können auf Gott hoffen. Hoffen ist wie das Erinnern an Gott in der Vorwärtsrichtung: im Vertrauen darauf, dass Gott seine Verheißungen erfüllen wird, morgen genauso innig gegenwärtig zu sein wie in der Vergangenheit. Hoffnung ist auf die seltsamste Weise mit der Vergangenheit verbunden, eine Einsicht, an die Israel von den Propheten immer wieder erinnert wurde und die – wenn die Verkündigung der frohen Botschaft heute einen Sinn hat – das Herzstück jeder Predigt ist.“

Die Intimität Gottes Von Dietrich Ritschl Sie können Gott denken, wenn Sie wollen, und die Chancen stehen gut, dass Gott … Mehr

Dietrich Ritschl über Martin Luther King, Jr.: „Martin Luther King, Jr. hat sich nie so verstanden, als legitimiere er seine Forderungen, Tröstungen und Voraussagen durch die Stärke seiner eigenen Analysen und Einsichten. Er wußte sich gedrängt und geführt, das zu sagen, was er aussprach und lebte. So haben ihn auch seine näheren und ferneren Anhänger verstanden. Die Wucht seiner Aussagen hatte etwas Prophetisches, daran zwei­felten auch die nicht, die nur teilweise mit ihm einig waren.“

Martin Luther King, Jr. Von Dietrich Ritschl Er wurde 39 Jahre alt, wie Dietrich Bonhoeffer. Er war klein von Statur, … Mehr

Dietrich Ritschl, Überlegungen zur gegenwärtigen Diskussion über Heiligenverehrung (1984): „Dafür möchte ich offen sein: dass die Verstorbenen mit Gott in besonderer Beziehung stehen und dass ihr Leben, ihr Opfer und ihr Gebet uns Vorbild und Zeichen der Wirksamkeit des Heiligen Geistes bleiben, wirklich mehr als moralische Vorbilder. Sie sind Zeichen des Neuen. Kein Grund, dass nicht auch reformatorische Chri­sten neu lernen, von Heiligen zu sprechen und sie zu verehren.“

Überlegungen zur gegenwärtigen Diskussion über Heiligenverehrung Von Dietrich Ritschl Die Verknüpfung von ernster theologischer Argumentation, ökumenischem Streben und doxologischer Freude, … Mehr

Dietrich Ritschl, Worte brauchen eine Wohnung (2000): „Theologie kann vieles leisten: sie kann sichten, erklären, Probleme lösen, Spaltungen heilen, Neues entwerfen, aber Rezepte liefern, wie Menschen, die die Gegenwart und Liebe Gottes nie verspürt haben, die Sprache der Bibel und der Gläubigen wieder bewohnen können, das vermag sie nicht.“

Worte brauchen eine Wohnung Von Dietrich Ritschl Nicht nur den Protestanten ist „das Wort“ wichtig, sondern natürlich allen christlichen Kirchen. … Mehr