„So wahr mir Gott helfe!“ Die Frage des Führereides und ihre Behandlung in der Bekennenden Kirche in Deutschland im Sommer … Mehr
Schlagwort: Bekennende Kirche
Karl Barth, Die evangelische Kirche in Deutschland nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches (1945): „Dass einige deutsche Professoren — darunter leider mindestens zwei Theologieprofessoren — bis auf diesen Tag an Hitler festhalten, daß «in des Waldes finstern Gründen und in Höhlen tief versteckt» einige Werwölflein und andere Unverbesserliche immer noch über Plänen zur Erneuerung seines Reiches brüten, dass das Ende dieser Sache sich, wie es scheint, besonders unter den Kriegsgefangenen noch nicht überall durchgesprochen zu haben scheint, dass der Vergleich zwischen der Bitterkeit von jetzt und der von einst bei manchen unmutigen deutschen Beurteilern gelegentlich zugunsten des «einst» ausfallen mag — das Alles sind keine ernsten Beweise dagegen, dass das Dritte Reich heute wirklich zusammengebrochen ist: äußerlich nicht nur, sondern auch innerlich.“
Die evangelische Kirche in Deutschland nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches (1945) Von Karl Barth Das Dritte Reich des Nationalsozialismus … Mehr
Karl Barths Consilium zur Frage des «Treueides» der «Geistlichen» vom 18. Mai 1938: „Der von den Pfarrern verlangte Eid ist sachlich identisch mit dem Eid, den der nationalsozialistische Staat von seinen Beamten, von seinen Offizieren, von den Führern und Mitgliedern der SA, der SS, der HJ, des Arbeitsdienstes usf. fordert. Er verlangt also die Einordnung der Pfarrerschaft in die Reihen dieser seiner, des totalen Staates, Kolonnen. Und er verlangt sie als bedingungslose Einordnung. Er verlangt sie als «Gleichschaltung» nun auch dieser Mannschaft.“
Consilium zur Frage des «Treueides» der «Geistlichen» vom 18. Mai 1938 Von Karl Barth Vor mir liegen Nr. 12 des … Mehr
Martin Niemöller, Predigt zu Jesaja 62,6-12 (1935): „Wir haben nicht zu fragen, wieviel wir uns zutrauen; sondern wir werden gefragt, ob wir Gottes Wort zutrauen, dass es Gottes Wort ist und tut, was es sagt! Wir mögen wohl kleinmütig und verzagt dastehen, wenn wir die starken Worte hören, mit denen heute dem ‚Wüstendämon Jahve‘ der Kampf angesagt wird; und es mag uns bange werden, wenn wir sehen, wie die Wege, auf denen unser Volk früher zu dem lebendigen Gott geführt wurde, einer nach dem andern, mit meterhohem Geröll verschüttet wird.“
Predigt zu Jesaja 62,6-12 (1935) Von Martin Niemöller Gnade, Barmherzigkeit und Friede sei mit euch von Gott dem Vater und … Mehr
Hans Joachim Iwand, Brief an Rudolf Hermann vom 20. Juni 1937: „In Wahrheit ist doch der Kampf, in den wir geworfen sind, ein Glaubenskampf, nur in zweiter Linie ein Kirchenkampf. Es geht darum, ob der Gott, den wir bezeugen, ein Nationalgott ist, oder der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat und vor dem wir alle eine Menschheit sind, eingeschlossen in die beiden Pole: Adam und Christus. Jedes Kirchenregiment, das dieser Klärung dient und aus dieser Entscheidung heraus die Gemeinden sammelt, baut auf, jedes Kirchenregiment, das um diese Entscheidung herumkommen möchte, verführt.“
Brief an Rudolf Hermann vom 20. Juni 1937 Von Hans Joachim Iwand Jordan (Neumark), d. 20. VI. 37. Sehr verehrter, … Mehr
Heinrich Vogel: Kreuz und Hakenkreuz. Thesen des Protestes, der Frage und der Bitte an die Glaubensbewegung Deutsche Christen (April 1933): „Kein Zeichen dieser Welt hat neben dem Kreuz Platz und Recht. Die Zeichen dieser Welt sind alle unter dem Kreuz. Wir protestieren nicht gegen das Hakenkreuz, das wir vielmehr als das Zeichen unseres deutschen Volkstums anerkennen, sondern wir protestieren gegen jede Vermengung oder Gleichordnung des Hakenkreuzes mit dem Kreuz.“
Kreuz und Hakenkreuz. Thesen des Protestes, der Frage und der Bitte an die Glaubensbewegung Deutsche Christen Von Heinrich Vogel Vorwort. … Mehr
Johannes Rehm, Wider eine „Theologie der gegebenen Tatsachen“. Pfarrer Karl Steinbauer (1906–1988). „Worauf setzt Kirche ihr Vertrauen und woran orientiert sie sich in ihrem Reden und Tun? Orientiert sie sich an sogenannten gegebenen Tatsachen oder vertraut sie auf Gottes Verheißungen? Diese Frage seiner Kirche in den verschiedenen geschichtlichen und politischen Herausforderungen des 20. Jahrhunderts immer neu zu stellen, wurde Karl Steinbauer nie müde. Weil diese Frage uns Christinnen und Christen heute genauso betrifft wie die Generationen vor uns, deshalb lohnt sich die Auseinandersetzung mit dem Glaubenszeugnis von Karl Steinbauer.“
Wider eine „Theologie der gegebenen Tatsachen“. Pfarrer Karl Steinbauer (1906–1988) Von Johannes Rehm Gerne komme ich als Leiter eines landeskirchlichen … Mehr
Ulrich Peter über Günther Dehn (1882-1970): „Dagegen sind Dehns Studien aus den zwanziger Jahren über die religiöse Lage der großstädtischen Arbeiterjugend weitgehend vergessen. Der Pionier empirischer Religionssoziologie hatte hierzu mehrere beeindruckende Studien publiziert, die auf der Befragung mehrerer tausend Berliner Lehrlinge basierten.“
Günther Dehn Geb. 18. 4. 1882 in Schwerin; gest. 17. 3. 1970 in Bonn Von Ulrich Peter Günther Dehn wurde … Mehr
Katharina Staritzs Erinnerungen an das KZ Ravensbrück, Des großen Lichtes Widerschein (1953): „Ich habe mich aber nicht zu diesen Freiwilligen gemeldet. Wenige Wochen später wurde der ganze Judenblock nach Auschwitz verlegt, das bedeutete: in den Tod. Es war gerade in der Freistunde, dass sie abmarschierten. Das ganze Lager machte um sie Spalier, rief und winkte ihnen zu. Aber ich habe damals nicht die Hand gehoben. Diese beiden Dinge sind für mich wie ein Verrat an meinen Schwestern, der mich beschämte und noch heute bedrückt.“
Nach ihrem Rundschreiben an die Breslauer Pfarrer zur gottesdienstlichen Solidarisierung mit Gemeindegliedern, die ab September 1941 den „Judenstern“ zu tragen … Mehr