Eberhard Jüngel, Der alte Mensch – als Kriterium der Lebensqualität (1976): „Der christliche Glaube hat von Gott so zu reden, dass seine Mensch­werdung – bis hin zum Tode am Kreuz – als Rechtfertigung des sein Menschsein verfehlenden Menschen zur Geltung gebracht wird. Das be­sagt, dass der Mensch in seinem Menschsein vor Gott anerkannt ist, ohne dafür etwas tun zu müssen oder auch nur tun zu können. Gott gegenüber ist der Mensch ein Nehmender, insofern er sich selbst von seinem Gott entgegennimmt. Sich selber empfangen zu können, die eigene Person von Gott entgegennehmen zu können – das ist Glaube.“

Der alte Mensch – als Kriterium der Lebensqualität. Bemerkungen zur Menschenwürde der leistungsunfähigen Person Von Eberhard Jüngel Das menschliche Leben … Mehr

Gerhard Sauter über Altern und das Sterbenmüssen: „Im Handeln Gottes geborgen sind Alternde, weil sie in der Geschichte, die er mit ihnen eingegangen ist, aufgehoben sind, auch mit allen Einbußen, die sich beim Altern einstellen, und mit allem, was ih­nen entnommen und genommen wird. In besonderer Weise sind sie aufgehoben in dem, was Gott für sie vorgesehen hat.“

Im wahrsten Sinn des Wortes ist es ein „Alterswerk“, das Gerhard Sauter mit seinem Buch Beseeltes Alter. Über Hoffnung und … Mehr

Hans Saner, Altwerden heute – Abschied von einer Ausnahme: „Alt in einem zeitlichen Sinn ist man, wenn man schon lange Zeit gealtert hat. Altern, ebenfalls zeitlich verstanden, ist weder eine Verminderung von Fähigkeiten noch eine Rückentwicklung noch ein Niedergang, sondern das eindimensionale, immer irreversible Kontinuum, in dessen Fluß alle Entwicklung steht. Es gibt kein Werden, auch keine Selbstentfaltung, ohne Altern. Kindheit und Jugend sind ebenso bestimmte Phasen des Alterns wie das Greisenalter. Jung in zeitlichem Sinn ist, wer noch nicht lange gealtert hat.“

Altwerden heute – Abschied von einer Ausnahme Von Hans Saner Als die hier porträtierten Menschen zur Welt kamen, hatte ein … Mehr