Albrecht Grözinger, Was ist eine gute Predigt: „Weil uns eine Predigt an den Reichtum des uns von Gott geschenkten Lebens heranführt, bedarf die Predigt einer besonderen Sprache – und für mich heisst das einer schönen Sprache. Der Schriftsteller Max Frisch hat einmal sehr schön gesagt: ‚Ich probiere Geschichten an wie Kleider.‘ Das geschieht auch in einer guten Predigt mit ihren Sprach-Geschichten. Manchmal sind mir die Kleider noch zu weit, aber ich kann in sie hineinwachsen. Und auch nicht jedes Gewand passt mir. Und von manchem Gewand merke ich, dass es abgetragen ist und ich es ablegen muss. Das erwarte ich von der Sprach-Welt einer guten Predigt, dass sie mir sprachliche Kleider präsentiert, in die ich hinein schlüpfen kann, in denen ich wachsen kann, in denen neue Erfahrungen möglich werden.“

Was ist eine gute Predigt? Von Albrecht Grözinger Was ist für Sie eine gute Predigt? Ich weiss nicht, welche Antwort … Mehr

Albrecht Grözinger, Flaschenpost mit ungewisser Zukunft: „Ich gebe es zu, die in Johannesburg beschlossene ‚Erklärung zu Palästina und Israel: Ein Aufruf zur Beendigung von Apartheid, Besatzung und Straflosigkeit in Palästina und Israel‘ des Ökumenischen Rates der Kirchen hat mich kalt erwischt …“

Flaschenpost mit ungewisser Zukunft Von Albrecht Grözinger Ich gebe es zu, die in Johannesburg beschlossene „Erklärung zu Palästina und Israel: … Mehr

Albrecht Grözinger, Wider die falsche Prophetie der Gottesrede: „Gewiss gibt es Beispiele, und wohl sogar nicht wenige, die der Kollege Günter Thomas als Grund und Anlass für seine Polemik anführen kann. Das will ich gar nicht bestreiten. Was mich stört, sind die plakativen und pauschalen Entgegensetzungen, die der differenzierten Wirklichkeit nicht gerecht werden: Hier die Himmelswegwischer – dort die authentische Gottesrede; hier die blanken Moralisten – dort die Gott-Wagenden, etc.“

Wider die falsche Prophetie der Gottesrede Von Albrecht Grözinger Triggerwarnung: Dieser Text ist polemisch und versucht zugleich, sachlich zu sein. … Mehr

Albrecht Grözinger, Karl Barth, die Predigt und der Pluralismus: „Predigt ist hier verstanden als eine menschliche Rede mit Respekt und Takt – Respekt und Takt gegenüber Gott und gegenüber den Menschen. Das aber sind die elementaren Anforderungen an eine Predigt in einer Gesellschaft des religiösen und weltanschaulichen Pluralismus. Eine Predigt, die Gott nicht als eine irgendwie geartete Notwendigkeit postuliert, sowie eine Predigt, die Gott nicht aus Kosten des Menschen groß machen muß oder umgekehrt.“

Karl Barth, die Predigt und der Pluralismus Von Albrecht Grözinger Sich bei der Frage nach Christentum, Kirche und Theologie ausgerechnet … Mehr

Albrecht Grözinger über Eduard Thurneysen als Seelsorger (1996): „Noch auf dem Sterbebett (Thurneysen stirbt am 21.8.1974 in Basel) gel­ten seine letzten Worte, schon im Halbdunkel des na­henden Todes, der Serviererin im Café der Nachbarschaft, der er in einer schwierigen Situation als Seelsorger beistehen konnte. Auch dies ein Gleichnis von Macht und Ohnmacht unserer Seelsorge.“

Eduard Thurneysen Von Albrecht Grözinger I. Biographie Eduard Thurneysen wurde am 10. Juli 1888 in Walenstadt im Kanton St. Gallen … Mehr

Albrecht Grözinger, Karl Barth als Seelsorger: „Seelsorge ist bescheiden, und die Seelsorgerin/der Seelsorger sind keine ‚Gurus‘. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob Barth selbst, diesen Anforderungen als Seelsorger gerecht wurde. Diese Frage muss in aller Vorsicht gestellt werden. Am besten könnten dies die beantworten, die Barth selbst in der einen oder anderen Situation als Seelsorger erlebt haben. Wir wissen, dass Barth sehr schroff sein konnte und damit auch nicht wenige Menschen verletzt hat, unabhängig davon, ob es für diese Schroffheit nicht auch Gründe geben mag.“

Karl Barth als Seelsorger Von Albrecht Grözinger Es ist alles andere als selbstverständlich von Karl Barth als Seelsorger zu sprechen. … Mehr

Albrecht Grözinger zur Kontroverse um die Eröffnungsfeier der Olympiade: „Bei der Kritik der ‚Inszenierung‘ im Zusammenhang der olympischen Eröffnungsfeier taucht markant oft der Begriff des ‚Abendlandes‘ oder noch pointierter der Begriff des ‚christlichen Abendlandes‘ auf. Die Inszenierung wird als Angriff darauf verstanden. … Das Offenhalten der Bilderfrage ist eine Konstante der abendländischen Geistesgeschichte. Es war für mich frappierend zu sehen, wie wenig dieses Wissen gerade bei vielen (nicht bei allen!) Kritikern präsent war. Die Verteidiger des Abendlandes haben nicht viel Kenntnis über das, was sie verteidigen wollen. Im Grunde war es ein Desaster.“

Zur Kontroverse um die Eröffnungsfeier der Olympiade Von Albrecht Grözinger Seit meiner Habilitationsschrift zum Thema „Praktische Theologie und Ästhetik“ gehört … Mehr