Karl Barth, Wiederherstellung (zum Reformationsgedächtnis am 31. Oktober 1945): „Das Lob der Kirche und der Christen wird auch in der heutigen Zeit ein kümmerliches Lob bleiben, dem allzuviel berechtigter Tadel und Spott die Waage halten muss. Wir dür­fen und müssen aber das kleine Licht der Kirche darum so hoch halten, weil es unter so vielen anderen, scheinbar größeren und eindrucksvolleren, das einzige ist, das von einer Wiederherstel­lung redet, die, indem sie gesucht wird, auch schon gefunden, indem sie erwartet, schon lange geschehen ist.“

Wiederherstellung Von Karl Barth „Herr der Heerscharen, stelle uns wieder her! Laß dein Angesicht leuchten, so wird uns geholfen!“ (Psalm…

Ordnung der christlichen Kirchenzucht für die Kirchen im Fürstentum Hessen – Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung von 1539: „Es sollen die Ältesten und Prediger auch darauf sehen, dass die Kinder, die nun durch den Katechismus-Un­terricht im christlichen Verständnis so weit gebracht sind, dass man sie billig zum Tisch des Herrn zulassen sollte, auf ein hohes Fest wie Ostern, Pfing­sten und Weihnachten vor aller Ge­meinde dem Pfarrer an dazu verord­netem Ort von ihren Eltern und Paten vorgestellt werden; dabei sollen die Ältesten und alle anderen Diener des Wortes um ihn stehen. Da soll der Pfarrer diese Kinder über die wichtig­sten Stücke des christlichen Glau­bens befragen.“

Ordnung der christlichen Kirchenzucht für die Kirchen im Fürstentum Hessen – Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung von 1539 Apostelgeschichte 20,28 So habt nun…

Eberhard Jüngel, Leben aus Gerechtigkeit. Gottes Handeln und menschliches Tun (1988): „Gibt es eine Rechtfertigung des Sünders, dann also nicht an Gottes Gericht vorbei, sondern durch die Gnade seines Richtens hindurch. Dieser Aspekt ist nicht zuletzt deshalb von erheblicher Bedeutung, weil er in das Zentrum des Evangeliums von der Rechtfertigung des Sünders führt. In seinem Zen­trum ist das Evangelium ja das Wort vom Kreuz (1. Korinther 1,18). Das heißt, dass Gottes Gerechtig­keit mit der Ungerechtigkeit dieser Welt keine Kompromisse macht, sondern sie in der Person Jesu Christi zum Vergehen verurteilt hat. Sein Tod ist eben deshalb der Tod des Sünders. In ihm, der selber von keiner Sünde wusste, sind wir mitgekreu­zigt worden und mitgestorben – das ist die eine Seite der neutestamentlichen Behauptung, dass Christus für uns, nämlich an unserer Stelle, den Tod des Sünders gestorben ist.“

Leben aus Gerechtigkeit. Gottes Handeln und menschliches Tun Von Eberhard Jüngel Am Evangelium von der Rechtfertigung des Sünders scheiden sich…

Abraham Joshua Heschel über die Heiligung der Zeit (The Sabbath, 1951): „Zeit ist die größte Herausforderung des Menschen. Wir alle nehmen an einer Prozession durch ihr Reich teil, die niemals endet, und doch können wir keinen festen Stand in ihr gewinnen. Ihre Wirklichkeit bleibt von uns getrennt. Der Raum ist unserem Willen ausgesetzt; wir können die Dinge im Raum formen und verändern, wie wir wollen. Die Zeit jedoch ist jenseits unserer Reichweite, jenseits unserer Macht. Sie ist zugleich nah und fern, jedem Erleben immanent und jedes Erleben transzendierend. Sie gehört einzig Gott.“

Die Heiligung der Zeit (The Sabbath) Von Abraham Joshua Heschel Heiden projizieren ihr Bewusstsein von Gott in ein sichtbares Bild…

Søren Kierkegaard, Der ‚Pfarrer‘ als Spanische Wand (1855): „Aller Scharfsinn des ‚Menschen‘ strebt auf Eines hin: dass er ohne Verantwortung leben könne. Des Pfarrers Bedeutung für die Gesellschaft sollte darin bestehen, dass er alles tut, um jeden Men­schen ewig verantwortlich zu machen für jegliche Stunde, die er lebt, auch für das Geringste, was er sich vornimmt, denn das ist Christentum. Seine tatsächliche Bedeutung für die Gesellschaft aber ist die, dass er die Heuchelei deckt, indem die Gesellschaft die Verantwortung von sich weg dem ‚Pfarrer‘ zuschiebt.“

Der „Pfarrer“ als Spanische Wand (1855) Von Søren Kierkegaard Wie in der Geschäftswelt jemand einen Gesellschafter hat, im Grunde eine…

Karl Barth, Du bist auch ihr Gott (Abendgebet): „Wir vertrauen darauf, dass du das tun willst und wirst, wie du es bisher getan hast. In der Zuversicht auf dich dürfen wir uns jetzt zur Ruhe begeben und morgen unser Tagwerk neu aufnehmen. In der Zuversicht auf dich denken wir aber auch an alle die Menschen in diesem Quartier, in dieser Stadt, in unserem Land und in allen Ländern. Du bist auch ihr Gott.“

Du bist auch ihr Gott. Abendgebet Herr, unser Hirte!Wir danken dir für dein ewig neues, wahres und kräftiges Wort.Es tut…