Gemeinsinn Von Kornelis H. Miskotte Der Ursprung des heute schillernden Begriffes Gemeinsinn liegt im Begriff des sensus communis. Ausgehend von…
Rolf Wischnath, Peinlich. In Windeln gewickelt gleich zweimal: „Seit dieser Nacht, in der der Sohn Gottes geboren und gewickelt wurde, gehört jeder Mensch unserem Gott. Keiner und keine ist ihm so fern gerückt, dass Gott in der Solidarität mit diesem Wickelkind, mit dem Mann vom Kreuz – ihm oder ihr, Dir und mir – nicht auch noch die Deutung sagen könnte – nämlich die Liebeserklärung: Du Menschenkind gehörst auch zu mir, – und Dich habe ich lieb, gerade Dich, Dich auch. Die Windeln sind das Deutezeichen seiner Liebe?“
Peinlich. In Windeln gewickelt gleich zweimal Von Rolf Wischnath Die Sache mit den Windeln ist die peinlichste Stelle in der…
Tagesgebet zur Christvesper, 24. Dezember 2025
Jesus Christus,vom Heiligen Geist gezeugtaus der Liebe des Vaters,von Maria geboren als Kindim Stall von Bethlehem,von Josef aufgenommenauf Geheiß des…
Gunvor Hofmo, Jetzt geht Gott (Nå går Gud): „Alles strömt hinaus / aus den Toren, / und die Stille / erkennt alles wieder, / das wortlos sich legt / wie Gehör / über die großen Ebenen, / die Gott soeben durchschritt.“
JETZT GEHT GOTT (Nå går Gud) Jetzt geht Gottdurch die Weltund öffnet die Tore. Der Schrei des kleinen Kindeswird zur…
Cesare Beccaria wider die Todesstrafe (1764): „Was sollen die Menschen denken, wenn sie die gelehrten Richter, die ernsten Priester der Gerechtigkeit sehen, wie sie mit gleichgültiger Ruhe im langsamen Aufzug einen Verbrecher zum Tode schleppen lassen, wenn sie sehen, wie der Richter, an dem Platz, wo eben der Unglückliche, von Todesangst ergriffen, dem verhängnisvollen Augenblick entgegenstarrt, in gleichgültiger Kälte, vielleicht sogar selbstgefällig seiner Macht gedenkend, vorübergeht, um die Bequemlichkeiten und die Freuden des Lebens weiter zu genießen?“
Von der Todesstrafe Von Cesare Beccaria Es war der italienische Rechtsphilosoph Cesare Beccaria (1738-1794), der sich mit seinem Werk Dei…
Gunvor Hofmo, Es gibt keinen Alltag mehr (Det er ingen hverdag mer): „Alles, was wir eines Tages spüren, / ist der Atem der Erschlagenen! // Wenn wir im Vergessen gehen: / Es ist ihre Asche, die wir zertreten. // Gott, wenn du noch siehst: / Es gibt keinen Alltag mehr.“
Es gibt keinen Alltag mehr (Det er ingen hverdag mer) Gott, wenn du noch siehst:Es gibt keinen Alltag mehr. Es…
Walter Sparn über Werner Elert: „Die postum herausgegebene Aufsatzsammlung hat einen vordem unveröffentlichten Vortrag Elerts von 1927 der Nachwelt aufbewahrt. Er rückt die zentrale Problematik seines Lebenswerkes, die methodische Verwicklung von historischen und dogmatischen Absichten, von Zeitansage und Geschichtsbild, er rückt aber auch die Tatsache, dass diese Problematik bis heute ungelöst geblieben ist, unter einen Aspekt, ohne den sie nicht christlich wahrgenommen und theologisch weiterbearbeitet werden kann. Gegenstand dieses Vortrags ist ‚Das Lachen in der Kirchengeschichte‘.“
Werner Elert Von Walter Sparn Werner Elert war wohl der profilierteste, freilich auch umstrittenste unter den bewußt lutherischen Theologen der…
Tagesgebet zum 4. Sonntag im Advent, 21. Dezember 2025
Gott, unser Vater,wunderbar sind deine Wege zum Heil.Du hast die Niedrigkeit der Jungfrau Maria angesehenund sie zur Mutter deines Sohnes…
Landgebot der Herzöge von Bayern gegen die Wiedertäufer im Jahre 1527: „Da diese Lehre dem heiligen Evangelium und dem Wort Christi, unseres Heilandes, unserem heiligen Glauben völlig entgegensteht und widerstreitet, wurde sie vor vielen Jahrhunderten in allen geistlichen und weltlichen Belangen im Heiligen Reich und der ganzen Christenheit als Verderben für Leib und Leben verdammt und entsprechend verboten. Solche Ketzer und ihre Anhänger dürfen an keinem Ort, wo die Obrigkeit zuständig ist, in irgendeiner Weise geduldet werden; gegen sie ist mit wirksamer Verhaftung und peinlicher, strenger Rechtsprechung sofort und ernsthaft vorzugehen.“
Landgebot (Mandat) der Herzöge von Bayern gegen die Wiedertäufer vom 15. November 1527 Von Gottes Gnaden Wilhelm und Ludwig, Brüder,…