Günter Anders über Rodins Höllentor (1943): „Hier fanden Skulpturen ihren Platz, aber wie Ausgesetzte, die von einem Boot ge­borgen werden, das seinerseits auf dem Ozean ver­schollen ist. Zwar waren sie zu Figuren auf einem Tor geworden; aber wo fand das Tor seinen Platz? Wie­derum nirgendwo. Während für gewöhnlich ein Tor eine Öffnung in einem Gebäude ist, ist Rodins Tor ein – Gebäude im offenen Raum; es führt nirgendwohin, es ist reine Vortäuschung.“

Über Rodins Höllentor Von Günter Anders Zurück zu Rodins Skulpturen. Wir kommen nun zu seinem dritten Versuch, die Obdachlosigkeit seiner…

Timothy Radcliffe, Wofür ist das Christentum gut? (2011): „Wir haben eine seltsame Hoffnung, die sich genau dann offenbart, wenn es keine Zukunft zu geben scheint; wir haben eine Freude, die groß genug für Trauer ist; und wir haben eine Freiheit, die darin gipfelt, dass wir unser Leben weggeben. Das alles verlangt von uns den Mut, der eine so starke Liebe zum Leben ist, dass wir bereit sind zu sterben, und es verlangt auch die Wert Schätzung unserer körperlichen Existenz. Wenn Menschen einem solchen leben­digen, hoffnungsvollen, freien Glauben nicht begegnen, dann sind alle unsere Evangelisierungsversuche reine Zeitverschwendung.“

Wofür ist das Christentum gut? Von Timothy Radcliffe Während eines Abendessens vor einigen Jahren reichte mir ein Freund, ein Professor…

Werner H. Schmidt, Der Glaube an den Schöpfer: „Schöpfung ist auf Geschichte, damit auf Veränderungen hin offen, ja kann als »Neu-Schöpfung« erwartet werden. So ist Schöpfung nicht allein auf Vergangenheit und Gegenwart bezogen, kann vielmehr zum Inhalt von Hoffnung werden, sich auf kommendes Neues ausrichten: »Siehe, ich schaffe Neues« (Jes 43,18f.), »einen neuen Himmel und eine neue Erde« (Jes 65,17; vgl. 66,22; 2 Petr 3,13; Apk 21).“

Der Glaube an den Schöpfer Von Werner H. Schmidt I. Der Sprecher als Geschöpf »Ich danke dir, daß ich so…

Henri Caffarel, Das innere Gebet – Begegnung mit Christus (Weil Du Gott bist): „Wer beten will, muss entschlossen das Evangelium in die Hand nehmen und es nicht mehr loslassen, sondern täglich darauf zurückkommen. Je mehr die Jahre vergehen, desto mehr wird das Antlitz Christi an­schauliche Züge annehmen und desto mehr wird der Beter die «Gabe Gottes» zu schätzen wissen.“

Das innere Gebet – Begegnung mit Christus Von Henri Caffarel Wir wollen einen ersten Aspekt des inneren Gebets erwägen: «Das…

Abraham Joshua Heschel, Die Bibel ist unsere Bestimmung (1969): „Ihre Kraft lässt nicht nach. In der Tat steht sie noch ganz am Anfang seiner Laufbahn, die volle Bedeutung ihres Inhalts hat kaum die Schwelle unseres Verstandes berührt; wie ein Ozean, auf dessen Grund unzählige Perlen liegen, die darauf warten, entdeckt zu werden, so ist ihr Geist noch zu entfalten.“

Die Bibel ist unsere Bestimmung Von Abraham Joshua Heschel Was ist das Besondere am jüdischen Leben? Die Tatsache, dass wir…