Nikolaus Groß‘ Abschiedsbrief an seine Familie vor seiner Hinrichtung 1945 in Plötzensee: „Habt keine Trauer um mich – ich hoffe, daß mich der Herr annimmt. Hat Er nicht alles wunderbar gefügt. Er ließ mich in einem Hause, in dem ich auch in der Gefangenschaft manche Liebe und menschliches Mitgefühl empfing. Er gab mir über fünf Monate Zeit – wahrlich eine Gnadenzeit -, mich auf die Heimholung vorzubereiten.“

Abschiedsbrief vom 21.1.1945 Zwei Tage vor seiner Hinrichtung in Berlin-Plötzensee schrieb Nikolaus Groß (1898-1945), katholischer Arbeiterführer im Widerstand gegen das…

Milan Kundera, Der entführte Westen oder die Tragödie Mitteleuropas (1983): „Und, um die Wahrheit zu sagen, sehe ich die Schuld Mitteleuropas schließlich in dem, was ich die ‚Ideologie der slawischen Welt‘ nennen möchte. Die Tschechen (trotz der ernsten Warnung ihrer repräsentativsten Persönlichkeiten) trugen sie ger­ne vor sich her, als sie sich naiv gegen die deutsche Aggressivität verteidigten; die Russen hingegen benutzten sie gerne, um ihre imperialen Ziele zu rechtfertigen.“

Der entführte Westen oder die Tragödie Mitteleuropas Von Milan Kundera 1. 1956, im September, schickte der Direktor der ungarischen Nachrichtenagentur,…

Helmut Traub, Antichrist in der Bibel: „Die Bedeutung der Verkündigung vom Antichrist ist der Trost für die Gemeinde, dass das Leiden, das durch den Antichrist über sie kommt, Gottes Wille ist und ihre Bewährung und Reinigung bedeutet, vor allem ihr aber die Teilhabe an Christi Leiden und damit ihre Vollendung schenkt. Deshalb heißt es in der Mitte der Beschreibung des antichristlichen Reiches: hier ist Geduld und Glaube der Heiligen.“

Antichrist in der Bibel Von Hellmut Traub Das Wort ist von Luther übersetzt mit Widerchrist (anti — entgegen), vielleicht wegen…

Gunda Schneider-Flume, Die Identität des Sünders: „Die dem Menschen zuvorkommende und ihn begründende Liebe gibt seinem Leben Sinn vor allem Versuch menschlicher Sinnschaffung; da­durch wird die Sünde des Menschen aufgedeckt, der unter dem Zwang steht, allein aus sich selbst Sinn schaffen zu müssen. Der sich selbst als Ganzheit konstituierende Mensch lebt in der Meinung, der Sinn seines Lebens sei ihm verfügbar und er selbst könne und müsse diesen Sinn schaffen. Die Liebe Gottes bringt menschliches Sinnschaffen allererst auf ein menschliches Maß.“

Die Identität des Sünders Von Gunda Schneider-Flume Die Beschreibung der Identität des Sünders ist der Versuch konkreter Theologie, die im…

Jürgen Roloff, Gemeinde im Neuen Testament: „Wesentlich für die Gemeinde ist, dass sie »zusammenkommt« zum Gottesdienst. Durch das, was sie hier in Wort und Sakrament empfängt, wird sie das, was sie ist: Lebens- und Zeugnisgemeinschaft, in der Menschen nicht mehr übereinander herrschen, sondern einander nach der Weise Jesu dienen, und in der die befreiende Macht des Evangeliums sich in der Überwindung aller zwischenmenschlichen Unterschiede und Schranken erweist.“

Gemeinde im Neuen Testament Von Jürgen Roloff 1.Zum Begriff Der Begriff Gemeinde hat sich im Deutschen, neben Kirche, als Wiedergabe…