Dietrich Korsch, Das Wort Gottes und die Musik bei Luther. Re-Lektüre von Luthers Rhau-Vorrede von 1538: „Wenn wir das Wirken des Wortes Gottes in Analogie zur Musik näher betrachten, stellen wir fest, dass es in der Mitte der menschlichen Seele einen inneren Wendepunkt gibt: Durch die Berührung mit dem Wort Gottes in ihrer unmittelbaren affektiven Existenz wird die Seele bewegt, sich auszudrücken. Das Ausdrucksmittel der Seele ist auch die Musik, aber die Musik erhält in diesem Moment ihren präzisesten Sinn: Sie dient als Ausdruck des Lobes des Herrn.“

Das Wort Gottes und die Musik bei Luther. Re-Lektüre von Luthers Rhau-Vorrede von 1538 Von Dietrich Korsch „Das Thema ist … Mehr

Friedrich Mildenberger, Welthafte Wirklichkeit in ihrer Begründung in Gott: Versuch einer offenbarungstheologischen Neuinterpretation der Transzendentalienmetaphysik (1986): „Die Aufmerksamkeit, in der der Glaubende sein Innen durch die Wahrheit und Güte welthafter Wirklichkeit und darin durch die Ge­genwart der Zeit Gottes bestimmen läßt, sieht sich verbunden und verbündet mit dem, was ich Einsicht des Lebens genannt habe, dem Herzen des Menschen.“

Welthafte Wirklichkeit in ihrer Begründung in Gott Versuch einer offenbarungstheologischen Neuinterpretation der Transzendentalienmetaphysik. Gottes Offenbarung in Jesus Christus als Ermöglichung … Mehr

Martin Luther über das Wort der Wahrheit (Sermo praescriptus praeposito in Litzka, 1512): „Mag einer noch so keusch sein, so menschlich, so gelehrt, mag er Er­folge haben mit Rücktritten zur Kirche, mag er Häuser bauen, seine Gewalt ausbreiten, ja mag er Wunder tun, Tote auferwecken, Dämonen austreiben: Jener allein ist ein Priester und Pastor, der ein Bote des Herrn der Heerscharen ist, d.h. ein Bote Gottes, der mit dem Worte Gottes dem Volke vorangeht, ihm dient zu dieser göttlichen Geburt.“

Über das Wort der Wahrheit (Sermo praescriptus praeposito in Litzka, 1512) Anlässlich einer Bezirkssynode des Bistums Brandenburg zum 22. Juni … Mehr

Rudolf Hermann, Der erinnerte Christus (1960): „Gott ist in dem, wo­von da berichtet wird, zumal in Christus, nicht vorfindbar, wohl aber, wenn man ihn sucht, auffindbar. Das Trostwort Jeremias im Namen Gottes an die nach Ba­bylon Exilierten: ‚So ihr mich von ganzem Herzen suchet, will ich mich von euch finden lassen‘, darf von uns auch auf jene von Gott erwählte Ge­schichte angewandt werden.“

Der erinnerte Christus Von Rudolf Hermann Die Frage nach Jesus Christus, zumal auch nach seiner geschichtlichen Erschei­nung, hängt nicht zuletzt … Mehr

Karl Barth über Unsterblichkeit (1957): „Dieser ist der unsterbliche Gott: der eine, mit dem der Mensch es im Sterben zu tun bekommt. Dieser ist der Richter, dem er sein abgeschlosse­nes Dasein in seiner befristeten Zeit vorzuweisen hat. Die­ser ist das Jenseits seines Diesseits, die Zukunft seiner Gegenwart. Dieser aber ist offenbar als sein Jenseits, als seine Zukunft, auch eines jeden Menschen Hoffnung. In dem einen Menschen Jesus Christus hat er ja auch ihn nicht verworfen, sondern erwählt, ist er ja gerecht und barmherzig auch für ihn eingetreten, hat er ja auch ihn schon vom Tode errettet, hat er ja auch sein Sterbliches, wie es auch war, angenommen und mit Unsterblichkeit bekleidet, hat er ja auch ihm ewiges Leben geschenkt — alles in freier unver­dienter Gnade.“

Unsterblichkeit Von Karl Barth «Unsterblich» ist ein solches Wesen, das darum nicht sterben wird, weil es nach seiner besonderen Art … Mehr

Karl Barth, Warum führt man den Kampf nicht auf der ganzen Linie? Der Fall Dehn und die ‚dialektische‘ Theologie (1932): „Dürfte es nicht möglich sein, dass man auch zur Fort­führung des Falles Dehn nun allseitig an die theologische Ar­beit ginge und daß dabei aus der Fortführung eine Erledigung werden könnte? Dürfte nicht sogar der in dieser Sache offenbar besonders grimmige Kollege Hirsch in Göttingen mit mir einig darin werden, dass es an der Zeit wäre, diesen Streit aus dem Bereich der Straße auf ein unser aller und vor allem der evangelischen Theologie würdiges Niveau zu erheben? Ich fürchte, daß er und ich uns weder theologisch noch politisch je verständigen werden. Ich hoffe aber, dass sein und mein primäres Interesse der Theologie und nicht der Politik gehört.“

Warum führt man den Kampf nicht auf der ganzen Linie? Der Fall Dehn und die ‚dialektische‘ Theologie Von Karl Barth … Mehr

Hans Joachim Iwand, Über den Verlust der theologischen Existenz heute (1953): „Wir haben nach 1945 nichts Eiligeres zu tun gehabt (und zwar unter dem Segen der liberalen, der sogenannten ‚freien Wissenschaft‘), als unsere Häuser noch mal mit demselben Stroh zu decken, das uns eben über dem Kopf in Flammen aufging, denn wir sind offenbar nicht gewillt (als Wissenschaftler nicht willens) zu sehen, dass das längst fällige Gericht über den modernen Wissenschaftsbegriff, der kein Wahrheitszeugnis mehr abgibt, von Gott her, d. h. notwendig und nicht durch Zufall erfolgt ist. Gott muß abreißen, ehe er aufbaut. Von ihm her sollten wir begreifen, was durch seine Gerichte niedergelegt worden ist. Wir sollten bereit sein, uns mit dem 19. Jahrhundert kritisch ausein­anderzusetzen, und nicht die Sünden unserer Väter, über die ein solches Gericht ergangen ist, wiederholen.“

Über den Verlust der theologischen Existenz heute Von Hans Joachim Iwand I. Es sind zwei Fragen, oder sagen wir lieber, … Mehr