Wie praktisch ist die Praktische Theologie? Von Joachim Matthes (1.6.1930 – 3.5.2009) So habe ich mich schon des öfteren gefragt, … Mehr
Kategorie: Protestantismus und Religionismus
Christian Smith, Warum Religion obsolet wurde (Why Religion Went Obsolete: The Demise of Traditional Faith in America): „Die überwiegende Mehrheit der Amerikaner erwartet nicht, in den kommenden Jahren religiöser zu werden. Und die Minderheit der nach-Boomer-Generationen, die das vielleicht doch tun wird, startet von einem relativ niedrigen Niveau aus. Selbst wenn sie religiöser werden, bewegt sich das wahrscheinlich nur in den Bereich ‚mäßig religiös‘ – zu wenig, um die traditionelle amerikanische Religion auf ein früheres Niveau zurückzuführen.“
Jüngst ist Christian Smiths Why Religion Went Obsolete: The Demise of Traditional Faith in America bei OUP erschienen. Smith ist … Mehr
Brauner DC-Messianismus in Württemberg – Fritz Veigel, Die braune Kirche (1934): „Uns ist Hitler der deutsche Gottesmann, der in unbegreiflich großer Bruderliebe Gebete lebt und seinen Willen an Gottes wunderbare Allmacht heftete. Wie Luther einer zerfaserten, vielstimmig lärmenden Zeit durch seinen Glauben und seine Tat den großen Akzent, das einheitliche Gesicht gab, so ist Hitler für uns die Norm der Gegenwart und der Garant der Zukunft, und darum nehmen auch alle unsre frommen Erkenntnisse, Pläne und Hoffnungen von diesem Namen ihren Ausgang.“
Die braune Kirche Von Fritz Veigel (1908-1942) Fragt man uns aber: Ist Hitler Christ? so sagen wir getrost: Ja! Denn … Mehr
Karl Steinbauer, Vom Gehorsam des Glaubens. Mosepredigten: „Die Kirche, die ihre Knie nicht mehr beugt vor der gegebenen Tatsache der Verheißung und Zusage Gottes und sie nimmer ernst nimmt, d. h. sie nimmer allein ernst nimmt, die muss sich zwangsläufig beugen vor den sogenannten gegebenen Tatsachen, d. h. diese werden sie beugen und knebeln und sie überwältigen, Herr über sie werden, Herren über sie werden, dass sie sich vor lauter Herren und Tyrannen nimmer auskennt.“
Vom Gehorsam des Glaubens. Mosepredigten (1946) Von Karl Steinbauer Meinen beiden Diaspora-Gemeindender Kirchenkampfzeit:Penzberg – Kochel – Seeshaupt (Obb.) undAy – … Mehr
Schreiben des bayerischen Pfarrers Rudolf Stählin an Landesbischof Hans Meiser in Sache Wehrdienst vom Juni 1940: „Der Krieg, in dem ich den gewaltigen Eingriff der Hand Gottes in unser gewohntes Leben spüre, macht vor keinem Lebensbereich Halt. Eine alte Weltgestalt wird durch ihn zerbrochen mit allen ihren Institutionen und Formen. Auch die Gestalten des inneren, des geistigen Lebens werden durch ein läuterndes Feuer hindurchgeführt. Diese Seele unseres Volkes erfährt durch den Krieg ein Sterben, das Verheissung hat auf ein neues Leben hin. Dieses Geschehen von übergeschichtlicher, apokalyptischer Bedeutung brennt uns heiss in der eigenen Seele. Es macht auch nicht Halt vor meinem kirchlichen Dienst, der mich mit verantwortlich macht für das Heil der Seele meines Volkes. Mit vielen Freunden und Brüdern weiss ich mich eins in der sehnsüchtigen Hoffnung und im Vertrauen darauf, dass sich uns im Erleben dieses Krieges die rechten Wege erschliessen, auf denen wir die Menschen unseres Volkes, die bisher in der Kirche nicht den lebendigen Gott fanden, mit dem Evangelium, das uns anvertraut ist, erreichen.“
Schreiben Rudolf Stählins an Landesbischof Hans Meiser in Sache Wehrdienst als Pfarrer vom Juni 1940 Nachdem der Thüngener Pfarrer (und … Mehr
Martin Luther, Vorrede zu Deutsche Messe und Ordnung Gottesdiensts (1526): „Diejenigen, die mit Ernst Christen sein wollen und das Evangelium mit Hand und Mund bekennen, müssten sich namentlich einschreiben und irgendwo in einem Haus allein sich versammeln zum Gebet, zum Lesen, zum Taufen, das Sakrament zu empfangen und andere christliche Werke auszuüben. In dieser Ordnung könnte man die, die sich nicht christlich verhielten, erkennen, tadeln, bessern, ausstoßen oder in den Bann tun nach der Regel Christi. Ich kann und mag eine solche Gemeinde oder Versammlung noch nicht ordnen oder einrichten. Denn ich habe noch nicht Leute und Personen dazu. Ich sehe auch nicht viele, die sich danach drängen.“
Vorrede zu: Deutsche Messe und Ordnung Gottesdiensts (1526) Von Martin Luther Vor allen Dingen will ich sehr freundlich, auch um … Mehr
Brief Martin Luthers an den Landgrafen Philipp von Hessen vom 7. Januar 1527 zur hessischen Kirchenordnung, die im Anschluss an die Homberger Synode vom 20. Oktober 1526 erstellt worden ist: „Eure Fürstliche Gnaden soll nicht gestatten, schon jetzt diese Ordnung durch den Druck zu veröffentlichen. Denn ich bin bisher noch nicht so kühn gewesen und kann es auch noch nicht sein, eine solche Menge Gesetze mit so gewaltigen Worten bei uns einzuführen. Nach meiner Meinung wäre es richtig, so zu verfahren wie es Mose mit seinen Gesetzen getan hat, die er zum größten Teil aus der Gewohnheit, die aus altem Herkommen im Volk lebendig war, entnommen, aufgeschrieben und geordnet hat.“
Brief Martin Luthers an den Landgrafen Philipp von Hessen vom 7. Januar 1527 zur hessischen Kirchenordnung, die im Anschluss an … Mehr
Reformation der hessischen Kirchen (Reformatio Ecclesiarum Hassiae) – Kirchenordnung, die im Anschluss an die Homberger Synode vom 20. Oktober 1526 erstellt wurde: „Deshalb ordnen wir an, dass in jeder Pfarrei, nachdem das Wort des Herrn eine Zeit lang gepredigt wurde, an jedem Sonntag nach der Messe oder dem Mittagessen eine Versammlung der Gläubigen an einem geeigneten Ort abgehalten werden soll, zu dem alle Männer, die die Sache Christi unterstützen und zu den Heiligen gezählt werden, sich versammeln, um gemeinsam mit dem Bischof über alle Dinge zu entscheiden, die in der Kirche behandelt werden müssen. Es ist nicht erlaubt, in solchen Versammlungen profane Dinge zu tun, um die Kirche Gottes zu verachten. Frauen können zwar an dieser Versammlung teilnehmen, aber ihnen ist es nicht erlaubt, in der Kirche zu sprechen. Nur Männer sollen Entscheidungen treffen.“
Reformation der hessischen Kirchen (Reformatio Ecclesiarum Hassiae)nach der gewissesten Regel der Worte Gottes geordnet auf der ehrwürdigen Synode, abgehalten durch … Mehr
Der bevorstehende 450. Todestag des Ulmers Leonhard Fronsperger (1520-1575) und dessen provokante Schrift ‚Vom Lob des Eigennutzens‘ (1564): „Betrachtet weiter mit inneren Augen und Herzen die anderen beiden Stände der Welt, nämlich die Geistlichkeit und die Regierung, so werdet ihr deutlich erkennen und erfahren, wie sehr der Eigennutz dem menschlichen Leben zu Hilfe kommt. Denn wer würde sich freiwillig in einen dieser beiden Stände begeben, angesichts der großen und schweren Verantwortung, die jeder, der sich ihrer annimmt, vor Gott auf sich laden muss, und all dessen, was solche Stände sowohl gegenüber Gott als auch gegenüber der Welt erfordern? Wenn ich, der Eigennutz, nicht wäre, müsste man wohl, um einen einzigen Papst, Bischof oder einen anderen Amtsträger, ebenso Kaiser, König, Fürsten oder Herren zu finden, bis zum Ende der Welt suchen und sie mit Schwert und Kerker dazu zwingen.“
Am 23. Mai 1575 verunglückte Leonhard Fronsperger tödlich, als dieser – vom Rat der Reichsstadt Ulm zum militärischen Sachverständigen bestellt … Mehr