Zehn Thesen zur theologischen Auseinandersetzung mit dem Terrorismus vom Juni 1977 Von Prof. Trutz Rendtorff 1. Terrorismus als planmäßige Anwendung … Mehr
Kategorie: Politische Ethik
Wolf-Dieter Hauschild im Kirchlichen Jahrbuch 1976/77 zum Brief Tübinger Theologiestudenten an Günter Sonnenberg: „Dieser Brief signalisiert die Verwirrung der Geister, die in der ganzen Terrorismusdiskussion seit 1972 zutage trat, in exemplarischer Weise, weil er die prinzipielle Kritik an den gesellschaftlichen Strukturen, über deren Berechtigung im einzelnen gestritten werden muß, mit einer Unsicherheit in der Frage, welche politischen Kampfmittel gegen eine vermeintlich übermächtige Repression noch legitim sind, vermischt.“
Wolf-Dieter Hauschild im Kirchlichen Jahrbuch 1976/77 zum Brief Tübinger Theologiestudenten an Günter Sonnenberg: Nach dem Mord an Generalbundesanwalt Buback war … Mehr
Albrecht Grözinger zur Kontroverse um die Eröffnungsfeier der Olympiade: „Bei der Kritik der ‚Inszenierung‘ im Zusammenhang der olympischen Eröffnungsfeier taucht markant oft der Begriff des ‚Abendlandes‘ oder noch pointierter der Begriff des ‚christlichen Abendlandes‘ auf. Die Inszenierung wird als Angriff darauf verstanden. … Das Offenhalten der Bilderfrage ist eine Konstante der abendländischen Geistesgeschichte. Es war für mich frappierend zu sehen, wie wenig dieses Wissen gerade bei vielen (nicht bei allen!) Kritikern präsent war. Die Verteidiger des Abendlandes haben nicht viel Kenntnis über das, was sie verteidigen wollen. Im Grunde war es ein Desaster.“
Zur Kontroverse um die Eröffnungsfeier der Olympiade Von Albrecht Grözinger Seit meiner Habilitationsschrift zum Thema „Praktische Theologie und Ästhetik“ gehört … Mehr
Die Zehn Memminger Artikel der Bauern vom 28. Februar 1525 mit der Antwort des Rats der Stadt Memmingen vom 15. März: „Zum Schluss ist unsre endgültige Meinung und Wille: Wenn wir einen oder mehrere Artikel hier aufgestellt hätten, der dem Wort Gottes nicht gemäß ist, dieselben Artikel sollten für uns nicht gelten. Desgleichen, wo uns schon Artikel zugelassen würden und sich nachmals aus dem Wort Gottes klar erfände, dass sie unrecht wären, wollen wir das gar nicht haben.“
Die Zehn Memminger Artikel der Bauern vom 28. Februar 1525 mit der Antwort des Rats der Stadt Memmingen vom 15. … Mehr
Peter Blickle, Die Landschaft der Stadt Memmingen prüft das »göttliche Wort«. Zu den Zehn Artikeln der Memminger Bauern vom 28. Februar 1525: „Die »Memminger Artikel« verdienen über ihre regionale Bedeutung hinaus Beachtung. Das ›göttliche Wort‹ hatte bislang eine solche Last, wie die Memminger Bauern sie ihm zumuteten, nicht tragen müssen. Erst jetzt wurden weitgehende wirtschaftliche, soziale und politische Forderungen – weltliche Angelegenheiten durch und durch – von der Überzeugung getragen, sie seien durch das Evangelium gerechtfertigt.“
Die Landschaft der Stadt Memmingen prüft das »göttliche Wort«. Zu den Zehn Artikeln der Memminger Bauern vom Februar 1525 Von … Mehr
Zehn Memminger Artikel. Beschwerde- und Bittschrift der Bauern an den Rat der Stadt Memmingen vom 28. Februar 1525: „Es war bisher üblich, uns wie das Eigentum anderer Leute zu behandeln, was zu bedauern ist, da Christus uns alle mit seinem teuren Blut erlöst und erkauft hat, sowohl den Hirten als auch den Kaiser. Dass wir deshalb keine Obrigkeit anerkennen wollen, ist jedoch nicht unsere Absicht. Vielmehr wollen wir der von Gott eingesetzten Obrigkeit in allen angemessenen und gebührenden Angelegenheiten gerne gehorsam sein. Wir zweifeln nicht daran, dass ihr uns als christliche Herren gerne aus der Leibeigenschaft entlassen werdet.“
Bekannt sind die Zwölf Artikel der Bauernschaft, die am 15. und am 20. März 1525 im Haus der Kramerzunft in … Mehr
Robert Spaemann, Was macht Personen zu Personen? (2011): „Eine Person ist »jemand« und nicht »etwas«. Es gibt keinen kontinuierlichen Übergang von etwas zu jemand. Es wäre nicht korrekt zu sagen: »›Jemand‹ ist etwas mit den und den Eigenschaften.« Jemand ist nicht etwas.“
Was macht Personen zu Personen?[1] Von Robert Spaemann I. Personalität und Individualität Vor zwei Jahren hielt ich Vorlesungen über kulturphilosophische … Mehr
Hans Joachim Iwand, Zur theologischen Begründung des Widerstandes gegen die Staatsgewalt: „Jeder echte christliche Widerstand gegen die Staatsgewalt erfolgt aus der hohen und positiven Einschätzung des Staates. Die Christen sind mitverantwortlich, dass der Staat als eine dem Rechte und dem Frieden dienende Macht nicht in sein Gegenteil pervertiert wird. Der Satz, dass alle Macht böse ist, muß dazu führen, dass den Bösen die Macht ausgeliefert wird.“
Zur theologischen Begründung des Widerstandes gegen die Staatsgewalt Von Hans Joachim Iwand I. In diesen Tagen, als ich mich auf … Mehr
Trutz Rendtorff, Erweiterte Nächstenliebe. Die Begründung der Menschenrechte bedarf keiner theologisch-dogmatischen Herleitung: „Das moderne Konzept der Menschenrechte beruht auf spezifischen historisch-kulturellen Voraussetzungen. Und je weiter die Menschenrechte auf soziale und kulturelle Lebensformen hin ausdifferenziert werden, umso stärker treten auch ihre spezifisch westlichen Implikationen hervor und desto größer wird das globale Konfliktpotenzial. Die Kirchen haben mit diesem Problem ihre eigenen Erfahrungen aus der Geschichte der neuzeitlichen Mission.“
Erweiterte Nächstenliebe. Die Begründung der Menschenrechte bedarf keiner theologisch-dogmatischen Herleitung Von Trutz Rendtorff Das erste und fundamentale Prinzip in der … Mehr