Bertrand Russell und Gott. Eine Erinnerung Wenn er mit dem Allmächtigen konfrontiert würde, würde er fragen: „Sir, warum haben Sie … Mehr
Kategorie: Philosophie
Martin Heideggers Todtnauberg-Orakel über die Gott-Notwendigkeit (SPIEGEL-Gespräch 1966): „Nur noch ein Gott kann uns retten. Wir können ihn nicht herbeidenken, wir vermögen höchstens die Bereitschaft der Erwartung zu wecken.“
Nur noch ein Gott kann uns retten Von Martin Heidegger Die Philosophie wird keine unmittelbare Veränderung des jetzigen Weltzustandes bewirken … Mehr
Karl. R. Popper, Hat die Weltgeschichte einen Sinn? (Die offene Gesellschaft und ihre Feinde): „Es sollte sicher betont werden, dass wir zahlreiche Ziele und Ideale unserer abendländischen Kultur, wie die Freiheit und die Gleichheit, dem Einflusse des Christentums verdanken. Aber zur selben Zeit besteht die einzige rationale und auch die einzige christliche Einstellung selbst zur Geschichte der Freiheit in dem Eingeständnis, dass wir selbst für sie die Verantwortung tragen, und das in demselben Sinne, in dem wir für den Aufbau unseres Lebens verantwortlich sind.“
Hat die Weltgeschichte einen Sinn? (Die offene Gesellschaft und ihre Feinde) Von Karl. R. Popper Hat die Weltgeschichte einen Sinn? … Mehr
Maximilian Forschner, Das Gute: „Die neuzeitliche Rede vom Guten ist von aller objektiv-teleologischen Interpretation des Seienden abgelöst. Das Gute ist demnach nicht ein Prädikat, das eine objektive Eigenschaft des Seienden beschreibt, sondern ein Relationsbegriff, in dem die wertende Einstellung eines Subjekts zu diesem Seienden zum Ausdruck kommt. Da menschliches Begehren auch und primär in seiner Bedürfnisstruktur wurzelt, wird das (außermoralisch) Gute vielfach in jene Güter gesetzt, die der Befriedigung der Bedürfnisse dienen. Da menschliche Bedürfnisse gesellschaftlicher Vermittlung und geschichtlichem Wandel unterliegen, ist das so verstandene Gute relativ zu Person, Ort und Zeit.“
Das Gute Von Maximilian Forschner Das Gute gehört zu den zentralen Begriffen der Metaphysik und der praktischen Philosophie. Gleichwohl ist … Mehr
Albrecht Grözinger über die Fiktion: „Die ‚Fiktion‘ ist keine ‚Illusion‘, die den Einblick in die Wirklichkeit verstellt, sondern im Gegenteil eine sprachliche Möglichkeit, die einen intensivierten Einblick in die Wirklichkeit verschafft.“
Über die Fiktion Von Albrecht Grözinger „Fiktion“ ist in den Wochen um Weihnachten wieder verstärkt ein Thema in den digitalen … Mehr
Leo Löwenthal über amerikanische Agitatoren (Prophetes of Deceit, 1949): „Die Themen werden mit einer frivolen Leichtigkeit vorgetragen. Die Aussagen des Agitators sind oft zweideutig und unseriös. Es ist schwierig, ihn auf irgendetwas festzulegen, und er erweckt den Eindruck, dass er absichtlich schauspielert. Er scheint zu versuchen, sich einen Spielraum der Unsicherheit zu lassen, eine Rückzugsmöglichkeit, falls eine seiner Improvisationen fehlschlägt. Er legt sich nicht fest, denn er ist bereit, zumindest vorübergehend, mit seinen Vorstellungen zu jonglieren und seine Kräfte zu testen. Er bewegt sich in einem Zwielicht zwischen dem Anständigen und dem Verbotenen und ist zu jedem Mittel bereit, von Witzen über Doppelzüngigkeit bis hin zu wilden Extravaganzen.“
Über amerikanische Agitatoren (Prophetes of Deceit) Von Leo Löwenthal und Norbert Guterman Die Tirade des Agitators mag einfach als das … Mehr
Wer bestimmt die Bedeutung von Wörtern? Alice hinter den Spiegeln im Gespräch mit Humpty Dumpty (Lewis Carroll): „Wenn ich ein Wort benutze“, sagte Humpty Dumpty in ziemlich verächtlichem Ton, „dann bedeutet es genau das, was ich will – nicht mehr und nicht weniger.“ „Die Frage ist“, sagte Alice, „ob man Wörter so viele verschiedene Dinge bedeuten lassen kann.“ „Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer der Herr ist – das ist alles.“
Wer bestimmt die Bedeutung von Wörtern? In Lewis Carrolls Alice hinter den Spiegeln (eine Fortsetzung von Alice im Wunderland) taucht … Mehr
Stephen E. Hanson und und Jeffrey Kopstein (The Assault on the State) über die Wiedergeburt des Patrimonialismus als Herrschaftsform: „Viele dieser Führer sind an die Macht gekommen, indem sie relativ freie und faire Wahlen gewonnen haben. Diese Männer als ‚antidemokratisch‘ darzustellen, kann bei ihren Anhängern das Gefühl schüren, dass das ‚liberale Establishment‘ heuchlerisch ist: Wenn Liberale Wahlen verlieren, nennen diese die Gewinner dann „Autoritäre“. Wir sind der Meinung, dass der treffende Begriff ‚Patrimonialismus‘ des deutschen Soziologen Max Weber die Bedrohung, die diese Führer für moderne Institutionen darstellen, besser beschreibt. Diese Männer geben sich als ‚Väter‘ ihrer Nationen aus, führen den Staat als eine Art ‚Familienunternehmen‘ und verteilen Staatsvermögen und Schutz an Loyalisten.“
In ihrem Buch The Assault on the State. How the Global Attack on Modern Government Endangers Our Future (John Wiley … Mehr
Hans-Georg Gadamer, Das Spiel der Kunst (1975): „Spiel und Ernst, die Lebensbewegung aus Überschuß und Überschwang und die gespannte Kraft unserer Lebensenergie, sind in Wahrheit zutiefst ineinander verwoben.“
Das Spiel der Kunst (1975) Von Hans-Georg Gadamer Das elementare Phänomen des Spiels und des Spielens durchherrscht die gesamte Tierwelt. … Mehr