In Erinnerungen gekleidet, in Erinnerung gerufen Von Elazar Benyoëtz Erinnerung ist paradiesischen Ursprungs, sie beginnt beim Namen, mit der Namensgebung, … Mehr
Kategorie: Literatur und Gedichte
Nerses IV. Schnorhalis typologische Auslegung der Geschichte vom barmherzigen Samariter in „Jesus der Sohn (Hisous Vorti)“: „Sie sahen ihn mit seinen Wunden von unerträglichen Schmerzen, / mit klaffenden Wunden / und liefen vorbei mit ihren Arzneien, / die doch nichts als leere Worte waren / unfähig zu heilen.“
Da bezieht sich Nerses IV. Schnorhali (1102-1173), herausragender armenischer Theologe und Dichter seiner Zeit, mit seiner typologische Auslegung der Geschichte … Mehr
Hilde Domin, Haus ohne Fenster: „Der Trost, / der keine Fenster findet und keine Türen / und hinein will, / trägt erbittert das Reisig zusammen.“
Haus ohne Fenster (1959) Der Schmerz sargt uns einin einem Haus ohne Fenster.Die Sonne, die die Blumen öffnet,zeigt seine Kantennur … Mehr
Nerses IV. Schnorhali, Hymnus der Heiligen Trinität gewidmet: „Dein Name, Christus, ist der eines Liebenden. / Erweiche mit deiner Liebe / dies mein Herz, das noch steinern ist. / Durch das dir eigene Mitleiden, / durch die dir eigene Gnade / lass mich erneut leben.“
Hymnus der Heiligen Trinität gewidmet Von Nerses IV. Schnorhali Du Aufgang meines Lichtes, Sonne der Gerechtigkeit,scheine in meine Seele.Du, von … Mehr
Margarete Susman, Liebe (1951): „Nur, wo sie jäh in ihrer Gottgewalt / Hindurchbricht durch die Welt von Zeit und Not / Und bricht, von ihrem eignen Ganz umloht, / Vor unsern Augen unser irdisch Brot, / Erkennen wir die göttliche Gestalt.“
Liebe Wir ahnen sie, die schweigsam zwischen uns Hinwandelnde.Uns sagt’s der Herzen Brennen,Und sagt es uns beredten innern Munds:Sie ist’s! … Mehr
Aus dem 41. Gebet von Gregor von Narek (951-1003): „Wiedergeboren zum Leben werden die, die tot waren. / Dann sind die Verletzungen geheilt, / vernarbt die Wunden, / zu nichts ist gemacht, was Fäulnis war. / Es verschwinden alle Traurigkeiten. / Es hört das Stöhnen auf. / Entflohen sind die Finsternisse, / zerteilt ist der Nebel, / weggeblasen ist der Dunst. / Es lichtet sich das Undurchdringliche. / Die mähliche Dämmerung kommt zu ihrer Vollendung. / Das Dunkel entweicht. / Davon eilt die Nacht.“
Zwiegespräch mit Gott (aus Gebet 41) Von Gregor von Narek Eine besondere Poesie zeigen die hymnischen Dichtungen aus der Armenischen … Mehr
Elazar Benyoëtz über Anne Frank und die namentliche Erinnerung: „Erinnerung ist paradiesischen Ursprungs, sie beginnt beim Namen, mit der Namengebung, mit der Benennung. Was mit einem Namen belegt wird, geht in die Erinnerung ein und kann immer wieder in Erinnerung gerufen werden.“
Über Anne Frank und die namentliche Erinnerung Von Elazar Benyoëtz In Erinnerung gekleidet,in Erinnerung gerufen Man kleidet sich in seine … Mehr
Dietrich Ritschl, Predigt zu 1. Johannes 4,17 bei der Beerdigung der Dichterin Marie Luise Kaschnitz (1974): „Ja geht denn ihre Geschichte weiter, jetzt, nach dem Tod? Sie geht doppelt weiter: einmal – und das scheint uns das Nächste – in unserer Erinnerung, aus der wir noch jahrelang Kraft und Hoffnung schöpfen können. Dann aber auch anders: nicht nur in unserer Erinnerung, sondern im Gedächtnis Gottes. Vielleicht ist Gottes Liebe und Gottes Gedächtnis dasselbe. Dort ist der Mensch bewahrt.“
Predigt zu 1. Johannes 4,17 (bei der Beerdigung der Dichterin Marie Luise Kaschnitz) Von Dietrich Ritschl Darin ist die Liebe … Mehr
Fridolin Stier über den Löwenzahn und den Ameisenlöwen: „Und dich seh ich dahinter, / ich kann es nicht lassen, / das Furchtbare fühl ich nah … / Ich weiß nicht, Schrecklicher, / warum ich dich liebe.“
Der Löwenzahn blüht über die Wiesen weithin,flutendes Licht und strömende Farbe,bis an das Ufer des dunkel wogenden WaldesDas Unsagbare feiert … Mehr