Paul Valéry, Betrachtungen zum ‚Cimetière Marinʻ (1933): „Es gibt keinen wirklichen Sinn eines Textes. Der Autor hat hier keine Autorität. Was immer er hat sagen wollen: er hat geschrieben, was er geschrieben hat. Einmal publiziert, ist der Text wie eine Apparatur, deren sich jeder auf seine Weise und nach seinen Möglichkeiten bedienen kann: es ist nicht sicher, daß der Er­bauer sie besser verwendet als irgendein anderer.“

Betrachtungen zum ‚Cimetière Marinʻ (1933, Auszug) Von Paul Valéry Der Dichter ist in meinen Augen an seinen Idolen kenntlich sowie … Mehr

Elazar Benyoëtz, In Erinnerungen gekleidet, in Erinnerung gerufen: „Alle Taten und Werke stehen im Dienst des Namens, alles was sich ausdehnt und einprägt. Sein Name ist der ganze Mensch. Das Wesen verändert sich mit dem Namen. Was durch den Namen zum Wesen geworden ist, verändert sich mit dem Namen in seinem Wesen.“

In Erinnerungen gekleidet, in Erinnerung gerufen Von Elazar Benyoëtz Erinnerung ist paradiesischen Ursprungs, sie beginnt beim Namen, mit der Namensgebung, … Mehr

Nerses IV. Schnorhalis typologische Auslegung der Geschichte vom barmherzigen Samariter in „Jesus der Sohn (Hisous Vorti)“: „Sie sahen ihn mit seinen Wunden von unerträglichen Schmerzen, / mit klaffenden Wunden / und liefen vorbei mit ihren Arzneien, / die doch nichts als leere Worte waren / unfähig zu heilen.“

Da bezieht sich Nerses IV. Schnorhali (1102-1173), herausragender armenischer Theologe und Dichter seiner Zeit, mit seiner typologische Auslegung der Geschichte … Mehr

Aus dem 41. Gebet von Gregor von Narek (951-1003): „Wiedergeboren zum Leben werden die, die tot waren. / Dann sind die Verletzungen geheilt, / vernarbt die Wunden, / zu nichts ist gemacht, was Fäulnis war. / Es verschwinden alle Traurigkeiten. / Es hört das Stöhnen auf. / Entflohen sind die Finsternisse, / zerteilt ist der Nebel, / weggeblasen ist der Dunst. / Es lichtet sich das Undurchdringliche. / Die mähliche Dämmerung kommt zu ihrer Vollendung. / Das Dunkel entweicht. / Davon eilt die Nacht.“

Zwiegespräch mit Gott (aus Gebet 41) Von Gregor von Narek Eine besondere Poesie zeigen die hymnischen Dichtungen aus der Armenischen … Mehr