Hans Seifert, Das Ulmer Münster: „Dieser Hauptturm, der sich weit über die Mauern dieser Stadt, ja selbst über den schwäbischen Albrand hinaus­streckte, war das Zeichen einer gültigen, überirdischen, christlichen Ordnung. So fand der Baugedanke des Ulrich von Ensingen seine Verwirklichung. Wenn wir etwa von Südosten her das Ganze auf uns wirken lassen, so mögen wir etwas ahnen von dem Schwung dieser Komposition in Stein, der die Erbauer bestimmt hat.“

Das Ulmer Münster Von Hans Seifert Wer in seinem Denken bestimmt ist von den Forderungen eines zweckgebundenen Nutz­baues, wird nie … Mehr

Brief der Kirchenvorsteher aus Ay-Senden und Weißenhorn an den bayerischen Ministerpräsidenten Ludwig Siebert vom 15. Januar 1939: „Die ganze evangelische Kirchengemeinde Ay-Senden und Weißenhorn ist über den Überfall der S. A.-Leute auf das Pfarrhaus äußerst empört, erhebt flammen­den Protest und verlangt, dass Herr Pfarrer Steinbauer sofort wieder aus der Schutzhaft entlassen wird, um zu seiner Familie zurückzukehren und sein Amt in der Gemeinde wieder bekleiden kann.“

Nachdem Pfarrer Karl Steinbauer am 15. Januar 1939 nach seiner Predigt über Matthäus 2,13-23 in seinem Pfarrhaus in Senden-Ay von … Mehr

Kaj Munks Predigt über Matthäus 25,1-13 (1943): „Die weltlichen Machthaber sind mit den sogenannten frommen Christen darin einig, dass keine Politik in der Kirche getrieben werden soll, und darin kommt die Kirche ihnen auch gerne solange entgegen, wie sie eine Politik führen, die Christus nicht fremd ist. Aber schlagen sie Wege ein, die Christus als Wege gegen Gottes Willen bezeichnet hat, Wege, die für ihre Völker in den Abgrund führen, – dann wäre die Kirche, die dazu schweigt, nicht Jesu Christi Kirche! Denn die Sünde zu verschweigen, ist die Sprache des Teufels.“

Predigt über Matthäus 25,1-13 (Von den klugen und törichten Jungfrauen) Von Kaj Munk Kaj Munk hielt diese Predigt am 5. … Mehr

Aus Kaj Munks dänischen Predigten unter deutscher Besatzung: „Die Kanzel ist uns eine Stätte solcher Verantwortung geworden, dass wir unter unserem Talar schlottern, wenn wir ihre Stufen betreten. Denn hier, in Gottes Haus, ist das Wort frei; aber nicht frei in dem Sinne, daß wir selbst darüber gebieten, sondern in dem Sinne, daß das Wort über uns gebietet. Hier drinnen gilt nur des Heiligen Geistes Zensur, und das ist die Zensur, die uns nicht zwingt, zu schweigen, sondern zu reden!“

Aus Kaj Munks Predigten unter deutscher Besatzung Vor 80 Jahren, am 4. Januar 1944 wurde der dänische Pastor und Schriftsteller … Mehr

Karl Steinbauer’s Sermon on Matthew 2:13-23 (Bethlehemite Infanticide) with Reference to the National Socialist Educational Dictatorship from January 1939: „There should be hearses running for those who have had Christ torn from their hearts, for the victims of this bloodless Bethlehemite infanticide, then our skin would shiver!“

Sermon on Matthew 2:13-23 (Bethlehemite Infanticide) with Reference to the National Socialist Educational Dictatorship By Karl Steinbauer Karl Steinbauer (1906-1988) … Mehr

Der katholische Pastoraltheologe Valentin Thalhofer über den Bart der Geistlichen (1863): „Ein Kleriker mit bärtigem Gesichte, in schwarzem, nur an’s Knie reichen­dem Rocke, in Pantalons und vielleicht noch mit offener Weste würde in unseren Tagen jedenfalls eher den Eindruck eines Stutzers als eines Klerikers machen.“

Über den Bart der Geistlichen (Auszug) Von Valentin Thalhofer Da hatte sich Valentin Thalhofer (1825-1891) als Herausgeber des Augsburger Pastoralblatts … Mehr

Eberhard Bethge über Dietrich Bonhoeffer. Person und Werk (1954): „Bonhoeffer hatte die seltene Fähigkeit des Gegenwärtig-seins, das Thema der jeweiligen Zukunft aufzuspüren und seine Formel zu finden in einer zwingenden Einheit von Denken und Handeln. Leider gehört die Skizze, die er über das Phänomen der Zeit, des Vergangenen und des Kommenden, geschrieben hat, zu den ver­lorenen Papieren aus der Tegeler Zelle.“

Dietrich Bonhoeffer. Person und Werk[1] Von Eberhard Bethge I. Dietrich Bonhoeffer wußte zwei Dinge. Er wußte, daß einer die Schönheit … Mehr

Paul Gerhard Schoenborn über Kaj Munk – Märtyrer um des offenen Wortes willen: „Kaj Munk ist von der Unbedingtheit Gottes und seiner Ewigkeit, von der Wahrheit der Heiligen Schrift und der irdischen Gültigkeit des Wortes Gottes durchdrungen. Seine Identität als Verkündiger würde zerbrechen, müsste er hier Abstriche machen. Er erinnert an Gestalten der Bibel, die reden müssen und nicht schweigen dürfen. Gottes Unbedingtheit fuhrt ihn zu prophetischer Unbedingtheit.“

Kaj Munk – Märtyrer um des offenen Wortes willen Von Paul Gerhard Schoenborn »Die Wahrheit kann man nicht konservieren. Sie … Mehr