Dietrich Bonhoeffer, Predigt zu Jeremia 20,7 (London 1934): „Unsere Ketten und die Fetzen unserer Kleider und die Narben, die wir tragen müssen, sind der Lobpreis auf den, der die Wahrheit und die Liebe und die Gnade an uns verherrlichte. Der Siegeszug der Wahrheit und der Gerechtigkeit, der Siegeszug Gottes und seines Evangeliums durch diese Welt schleift hinter dem Siegeswagen die Gebundenen und Gefangenen hinter sich her.“

Predigt zu Jeremia 20,7 (1934) Von Dietrich Bonhoeffer Jeremia 20,7: Herr, du hast mich überredet und ich habe mich überreden … Mehr

„Schließlich führte ihn der Scharfrichter auf den Platz, er kniete nieder und sprach: ‚Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist‘, und wurde dann hingerichtet.“ Wie die Hinrichtung des Leipheimer Pfarrers Hans Jakob Wehe († 5. April 1525) in der Lebensgeschichte Georg Truchsessen im Stile einer Märtyrerakte erzählt wird

Von der Hinrichtung des Leipheimer Pfarrers Hans Jakob Wehe Der Schreiber des Truchsessen Georg von Waldburg – möglicherweise sein Kaplan … Mehr

Ambrosius Geyer, Zur Schlacht bei Leipheim (Handlung des Bunds wider die aufrührerischen Bauern anno 1525): „Doch nicht alle Soldaten des Bundes waren bereit, gegen die Bauern zu kämpfen. Einige glaubten, die Bauern seien von Gott erweckt worden, ähnlich wie einst die Kinder Israels. In der Nacht liefen etwa 1.500 Fußsoldaten aus dem Heer des Bundes heimlich davon, da sie nicht gegen ihre eigenen Landsleute kämpfen wollten.“

Zur Schlacht bei Leipheim (Handlung des Bunds wider die aufrührerischen Bauern anno 1525) Von Ambrosius Geyer Am Mittwoch [ 29. … Mehr

Jakob Fussenegger, Mohren-Taufe / Das ist: Christliche Taufe-Predigt. Bei der Taufe eines bekehrten Mohren / welcher vom Herrn Joß Kramer aus dem Königreich Guinea in Afrika / in die Stadt Lindau im Heiligen Römischen Reich am Bodensee gebracht wurde / und dort in der Pfarrkirche St. Stephan / am Abend des Pfingstfestes 1657 getauft wurde: „Wie Johannes der Täufer und die heiligen Apostel immer wieder den Hörern vorangingen und anschließend taufen ließen, so wird auch jetzt in besonderer Weise und durch die besondere Vorsehung Gottes (der da will, dass allen Menschen geholfen werde und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen sollen) ein Knabe, genannt Real, von heidnischen Eltern, geboren und im Heidentum aufgezogen, aus dem Königreich Guinea in Afrika zu uns gebracht. Nachdem er hier in der christlichen Religion ausreichend unterrichtet wurde und selbst den Wunsch äußerte, getauft zu werden, um durch die heilige Taufe in den Gnadenbund Gottes aufgenommen zu werden und in die Gemeinschaft der christlichen Kirche einzutreten, wird diesem christlichen Wunsch nun entsprochen. Dieser arme Heide, der wie wir in Sünde empfangen und im Heidentum aufgewachsen ist, würde ohne das Eingreifen des eingeborenen Sohnes Gottes, Jesus Christus, in Ewigkeit verdammt und verloren sein. Doch durch Christus, der ihn aus der Dunkelheit des Heidentums herausführt, wird er nun getauft.“

„MohrenTaufe / Das ist: Christliche Taufe-Predigt / Aus der ordentlichen und gewöhnlichen Fest-Epistel / des Heiligen Pfingsttags, Akt 2, 1–13. … Mehr

Klaus Bonhoeffers Abschiedsbrief an seine Eltern vom 31. März 1945: „Es ist jedenfalls eine sehr viel klarere Aufgabe zu sterben als in verworrenen Zeiten zu leben, weshalb seit je die glücklich gepriesen wurden, denen der Tod als Aufgabe bestimmt war. Wenn ich an Walters Grab stand, ist er mir immer mit seiner klaren Lebenslinie und seinem frühen Tode als ein glücklicher Mensch erschienen. Sollte ich noch gerettet werden, so werde ich als freier Mensch dem Leben gegenüberstehen.“

KLAUS BONHOEFFERChefsyndikus der LufthansaGeboren am 5. Januar 1901. Ermordet am 23. April 1945. Abschiedsbrief an die Eltern 31. März 1945 … Mehr

Johannes Chrysostomus über die Unbeständigkeit der irdischen Dinge: „Ist ein Rad ununterbrochen in Drehung, so kann man keinen Teil seines Randes sehen, denn durch die Beständig­keit der Drehung ist immerfort das Obere zu unterst und umgekehrt. Ebenso wälzt sich beständig das Schicksal un­seres Lebens, und das Obere kommt nach unten. So geht es beim Reichtum, bei der Herrschaft und allen anderen Gütern dieses Lebens. Niemals bleiben die Dinge im sel­ben Zustand, sondern sie ahmen beständig die Ströme der Flüsse nach, die niemals stehen bleiben.“

Unbeständigkeit der irdischen Dinge Von Johannes Chrysostomus Ist ein Rad ununterbrochen in Drehung, so kann man keinen Teil seines Randes … Mehr

Bericht über den Bauernkrieg um das Kloster Wettenhausen: „Am Montag nach dem ‚Weißen Sonntag‘ (6. März) trafen die Bauern erneut zusammen. Sie versammelten alle benachbarten Dorfbewohner, wählten Anführer und Räte und gründeten eine Bruderschaft. Jedes Haus musste zwei Gulden beitragen. Sie luden auch benachbarte Herren ein, ihrer Bruderschaft beizutreten, aber keiner folgte dem Ruf. Daraufhin ordneten sie an, dass fortan alle Pfarrer ausschließlich das Evangelium predigen sollten – andernfalls würden sie abgesetzt oder bestraft.“

Bericht über den Bauernkrieg um das Kloster Wettenhausen 1. Notiz von Christoph Franck, Regular-Kanoniker von Wettenhausen und Vikar der Pfarrei … Mehr

Johannes Harder über Nicolaj Berdjájev (1874-1948): „Berdjájev behält Hoffnung in seiner Erwartung einer religiösen Wie­dergeburt, einer Offenbarung des Heiligen Geistes, die eine neue Gesell­schaftsordnung und eine universelle Kultur jenseits des Dualismus zwischen Religion und Leben bringen wird. Der kommende Äon einer Gottmenschheit wird den Akzent von Gott auf den Menschen übergehen sehen.“

Nicolaj Berdjájev Von Johannes Harder Nicolaj Aleksandrovic Berdjájev, geboren am 6. (19.) März 1874 im Gouverne­ment Kiew. Offiziersadel. Nach Besuch … Mehr

Paul Schempp, Beileidsbrief zum Soldatentod von zwei Söhnen der Familie K. in Iptingen (1946): „Ich komme bis heute nicht los von der Scham und Empörung darüber, dass wir, die wir das Unheil schon lange hatten kommen sehen, nicht Leib und Leben daran gewagt haben, es zu verhindern und nicht mitschuldig zu werden am Verbluten unserer Jugend. Aber es ist nun geschehen, und was man Opfer für Freiheit und Ehre hieß, ist nun ein Denkmal schreck­licher Verführung, und wir sehen vor uns nur Armut an Leib und Seele.“

Beileidsbrief zum Soldatentod von zwei Söhnen der Familie K. in Iptingen Kirchheim, den 23. Januar 1946 Liebe Familie K.! Vor … Mehr