Denkschrift des Preußischen Ministeriums des Innern über die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei als staats- und republikfeindliche hochverräterische Verbindung (erstellt von Robert … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Brief Martin Luthers an den Landgrafen Philipp von Hessen vom 7. Januar 1527 zur hessischen Kirchenordnung, die im Anschluss an die Homberger Synode vom 20. Oktober 1526 erstellt worden ist: „Eure Fürstliche Gnaden soll nicht gestatten, schon jetzt diese Ordnung durch den Druck zu veröffentlichen. Denn ich bin bisher noch nicht so kühn gewesen und kann es auch noch nicht sein, eine solche Menge Gesetze mit so gewaltigen Worten bei uns einzuführen. Nach meiner Meinung wäre es richtig, so zu verfahren wie es Mose mit seinen Gesetzen getan hat, die er zum größten Teil aus der Gewohnheit, die aus altem Herkommen im Volk lebendig war, entnommen, aufgeschrieben und geordnet hat.“
Brief Martin Luthers an den Landgrafen Philipp von Hessen vom 7. Januar 1527 zur hessischen Kirchenordnung, die im Anschluss an … Mehr
Georg Kretschmar, Die Synode von Nicäa (325): „Trotzdem wurde Nicäa über die schon genannten Nachwirkungen hinaus zum Urbild eines ökumenischen Konzils überhaupt und trotz der engen Verflechtung von Kaiser und Kirche, die von nun an Byzanz prägt, hat der gesamtkirchliche Anspruch der Synode die Grenzen des Römischen Reiches noch überspringen können. Ihr Bekenntnis und ihre Kanones wurden bis Persien rezipiert und überall Grundlage der Theologie und des Kirchenrechts. Zumindest durch seine dogmatische Entscheidung bildet das Konzil noch heute ein Einheitsband zwischen den großen Konfessionen.“
Die Synode von Nicäa (325) Von Georg Kretschmar 1. Die Synode von 325 war historisch gesehen das Werk Konstantins. Daß … Mehr
Reformation der hessischen Kirchen (Reformatio Ecclesiarum Hassiae) – Kirchenordnung, die im Anschluss an die Homberger Synode vom 20. Oktober 1526 erstellt wurde: „Deshalb ordnen wir an, dass in jeder Pfarrei, nachdem das Wort des Herrn eine Zeit lang gepredigt wurde, an jedem Sonntag nach der Messe oder dem Mittagessen eine Versammlung der Gläubigen an einem geeigneten Ort abgehalten werden soll, zu dem alle Männer, die die Sache Christi unterstützen und zu den Heiligen gezählt werden, sich versammeln, um gemeinsam mit dem Bischof über alle Dinge zu entscheiden, die in der Kirche behandelt werden müssen. Es ist nicht erlaubt, in solchen Versammlungen profane Dinge zu tun, um die Kirche Gottes zu verachten. Frauen können zwar an dieser Versammlung teilnehmen, aber ihnen ist es nicht erlaubt, in der Kirche zu sprechen. Nur Männer sollen Entscheidungen treffen.“
Reformation der hessischen Kirchen (Reformatio Ecclesiarum Hassiae)nach der gewissesten Regel der Worte Gottes geordnet auf der ehrwürdigen Synode, abgehalten durch … Mehr
Martin Luthers Aufruf zur gewaltsamen Verfolgung der aufständischen Bauern in seinem Brief an Johann Rühel vom 4. Mai 1525: „Deshalb soll Seine Gnaden das Schwert zur Strafe der Bösen gebrauchen, solange eine Ader sich im Leibe regt. Wird es Seiner Gnaden mit Gewalt aus der Hand geschlagen, so soll man’s leiden und Gott heimgeben, der es zuvor gegeben hat und zurücknehmen kann, wann und womit er will. So kann also mit gutem Gewissen den Pflichten des Standes gefolgt und angehangen werden bis in den Tod um Gottes Wortes willen, welches denselben, solange es währt, so verordnet hat. Das ist so, wie jemand von keinem anderen guten Werk ablassen soll, es werde ihm denn mit Gewalt unmöglich gemacht, und im Streit niemand von seinem Vorteil weichen oder zu streiten ablassen soll, er werde denn überwältigt.“
Briefe an Johann[es] Rühel, Rat des Grafen Albrecht von Mansfeld, während des Bauernkrieges 1525 Von Martin Luther Seeburg, 4. (5.?) … Mehr
Johannes Rehm, Gemeinsam die Schrift ‚abhorchen‘. Karl Steinbauer als Gemeindepfarrer: „Die in vieler Hinsicht einmalige und originelle Persönlichkeit Karl Steinbauers eignet sich sicher nicht als zur Nachahmung empfohlenes pastoraltheologisches Modell für alle Zeiten. Trotzdem muss gesehen werden, dass wir in kirchlicher wie gesellschaftlicher Weise vor ähnliche Konflikte gestellt sind.“
Gemeinsam die Schrift „abhorchen“. Karl Steinbauer als Gemeindepfarrer Von Johannes Rehm Der Pfarrer Karl Steinbauer und seine bayerische Landeskirche hatten … Mehr
Peter Blickle, Christoph Schappelers „Reformation der Freiheit“ als theoretische Begründung von Bürgerrechten: „Für die von Schappeler entworfene neue politische Ordnung dienen die Verhältnisse in der römischen Republik und in der Eidgenossenschaft als Vorbild. Folglich werden Freiheit als Status des Bürgers und politische Partizipation, von der hier angesichts der thematischen Vorgabe nur am Rande zu reden war, als unverzichtbar ausgewiesen und ausdrücklich gegen die herrschenden Verhältnisse, Leibeigenschaft und tyrannisch entartete Herrschaft gekehrt. In Umrissen nimmt die Freiheit die Form von Bürgerrechten an, und in jedem Fall ist sie eine Abwesenheit von Leibeigenschaft.“
Christoph Schappelers „Reformation der Freiheit“ als theoretische Begründung von Bürgerrechten Von Peter Blickle Berndt Hamm hat sich als hervorragender Kenner … Mehr
Der bevorstehende 450. Todestag des Ulmers Leonhard Fronsperger (1520-1575) und dessen provokante Schrift ‚Vom Lob des Eigennutzens‘ (1564): „Betrachtet weiter mit inneren Augen und Herzen die anderen beiden Stände der Welt, nämlich die Geistlichkeit und die Regierung, so werdet ihr deutlich erkennen und erfahren, wie sehr der Eigennutz dem menschlichen Leben zu Hilfe kommt. Denn wer würde sich freiwillig in einen dieser beiden Stände begeben, angesichts der großen und schweren Verantwortung, die jeder, der sich ihrer annimmt, vor Gott auf sich laden muss, und all dessen, was solche Stände sowohl gegenüber Gott als auch gegenüber der Welt erfordern? Wenn ich, der Eigennutz, nicht wäre, müsste man wohl, um einen einzigen Papst, Bischof oder einen anderen Amtsträger, ebenso Kaiser, König, Fürsten oder Herren zu finden, bis zum Ende der Welt suchen und sie mit Schwert und Kerker dazu zwingen.“
Am 23. Mai 1575 verunglückte Leonhard Fronsperger tödlich, als dieser – vom Rat der Reichsstadt Ulm zum militärischen Sachverständigen bestellt … Mehr
Katharina Staritz, Gedicht „Des großen Lichtes Widerschein“ aus dem KZ Ravensbrück (1943): „So lass auch, Herr, mein Leben sein / – hab ich doch eignes nicht – / ein stiller, froher Widerschein / von deiner ew’gen Liebe Licht.“
Des großen Lichtes Widerschein Die Bahn ein schimmernd Schifflein ziehtim weiten blauen Raum,um Bug und Kiel aufbrausend sprühtder lichten weißen … Mehr