2000 Gäste beim Mittelschwäbischen Kirchentag [Sonntag, 18. Juli 1954] Landesbischof D. Meiser im festlich geschmückten Burtenbach — „Wir wollen Brücken … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Martin Luther, Bittbrief an Albrecht von Mainz vom 21. Juli 1525 im Anschluss an den Bauernkrieg: „So ist es nicht gut, Herr sein mit Unlust, Widerwillen und Feindschaft der Untertanen; es hat auch keinen Bestand. Es ist gut, dass Ernst und Zorn bewiesen ist, als die Leute aufrührerisch und in der Tat störrig und verstockt gefunden wurden. Nun sie aber geschlagen sind, sind es andere Leute und neben der Strafe der Gnaden wert. Zu viel zerrisse den Sack auf beiden Seiten; Maß aber ist zu allen Dingen gut, und die Barmherzigkeit rühmt sich wider das Gericht.“
Von einer anderen Seite als in seinen Bauernkriegsschriften zeigt sich Martin Luther in folgendem Bittbrief an Kurfürst Albrecht von Mainz: … Mehr
Conrad Daniel Kleinknecht (1691-1753) in ‚Die gelehrten Theologen Deutschlands im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert‘: „Auf den Namen eines ausgezeichneten Gelehrten hatte Kleinknecht durch seine Kenntnisse in dem Gesamtgebiet des theologischen Wissens gegründete Ansprüche. Für das Missionswesen zeigte er eine große Vorliebe, und war unermüdet, Beiträge zu sammeln, die er mit großer Gewissenhaftigkeit seiner Behörde überliefert. Als theologischer Schriftsteller zeigte er sich durch mehrere Erbauungsbücher, die, wie die wiederholten Auflagen beweisen, in seiner Zeit viel gelesen worden sein müssen, in der unsrigen aber längst den Augen des gelehrten Publikums entrückt sind.“
Conrad Daniel Kleinknecht war den 22. August 1691 zu Leipheim geboren und der Sohn eines dortigen Provisors und Organisten, der … Mehr
Der Leipheimer Pfarrer Conrad Daniel Kleinknecht (1691-1753) über Zeugung und Geburt (Höchst-nöthiger und nützlicher Unterricht für die Heb-Ammen): „So wurde mir erst dieses Jahr in der hiesigen Gemeinde Folgendes bekannt: Ein junges Weib, das zum zweiten Mal schwanger war, hatte einige Wochen vor der Geburt mehrere Tage hintereinander derartige Beschwerden und Anliegen, dass man fast vermutete, die Geburt werde bald ernst. Da sie aber in ihrer Berechnung selbst unsicher war und 14 Tage vorher die Treppe heruntergefallen war und einiges besorgt wurde, gab man ihr nun etwas Stärkendes für Mutter und Kind und ließ sie zu Hause in der warmen Stube bleiben. Allmählich vergingen diese krampfartigen und mütterlichen Beschwerden, die sich eingestellt hatten. Wäre man sie vor Wochen zu früh zur Geburt angetrieben – wie einige Frauen es wollten –, hätte leicht eine gefährliche und unglückliche Geburt erzwungen werden können. Als aber die rechte Zeit gekommen war, ist sie unter allen ordentlichen Umständen glücklich eines, wenn auch kleinen Kindes, einer Tochter, geboren.“
Erstes Kapitel Vom Menschen, dessen Zeugung und Geburt (Höchst-nöthiger und nützlicher Unterricht für die Heb-Ammen) Von Conrad Daniel Kleinknecht Die … Mehr
Fulbert Steffensky, Der Raum baut meine Seele. Von der Bedeutung und Funktion von Kirchenräumen in unserer Zeit: „Für die Kirche selber ist es lebenswichtig, sich darzustellen und ein öffentliches Gesicht zu bekommen. Man wird auch, indem man sich vor anderen zeigt, ich werde der, als der ich mich bezeuge. Wahrheit braucht Öffentlichkeit und die Präsenz des Geistes braucht Repräsentation. Es gibt viele Fälle der voreiligen Selbstverbergung in unserer Kirche. Vielleicht ist uns der Stolz abhanden gekommen und die Gewissheit, dass wir Lebensschätze zu verwalten haben. Wenn man sie nicht zeigt, weiß man nicht, wer man ist. Die Rücknahme der Sichtbarkeit war Konzept bei einigen neuen Kirchbauten. Was aber, wenn aus der moralischen Topographie einer Stadt die Kirchen verschwinden? Je säkularer, ungedeuteter, unbestimmter die Stadt ist, umso deutlicher sollen die Kirchen sein.“
Der Raum baut meine Seele. Von der Bedeutung und Funktion von Kirchenräumen in unserer Zeit Von Fulbert Steffensky Der Kirchbau … Mehr
Was wir glauben und was wir nicht glauben (Wat wij wel en wat wij niet geloven). Holländisches Bekenntnis gegen die nationalsozialistische Rassenideologie und den Antisemitismus (1941): „Wir glauben und bekennen, dass Gott von alters her das Volk Israel erwählt hat, um Seine Offenbarung zu empfangen bis zur Erscheinung Jesu, des aus diesem Volk geborenen Messias. Diese Berufung hat Israel durch eine Tat von Gottes unergründlicher, freier Gnade empfangen, denn an sich war Israel nicht besser, würdiger oder geeigneter als die anderen Völker. Aber diesem Volk hat der Herr Sein Wort anvertraut, damit alle, die zu Gott kommen, ‚in Israel eingepfropft‘ werden. Daher halten wir den Antisemitismus für etwas weit Schlimmeres als eine unmenschliche Rassenideologie. Wir halten ihn für eine der hartnäckigsten und tödlichsten Formen des Widerstands gegen den heiligen und barmherzigen Gott, dessen Namen wir bekennen.“
Was wir glauben und was wir nicht glauben (Wat wij wel en wat wij niet geloven, 1941)1 Der Text, den … Mehr
Der Hilzinger Vertrag vom 5. Juli 1525 nach der Unterwerfung der Bauern im Hegau: „Wer an seinem Leben bestraft wird, soll nicht mehr als die Kosten von seinem hinterlassenen Gut genommen werden. Den Abtrünnigen, die sich der oben genannten Strafe und Begnadigung nicht unterwerfen, sollen Weib und Kind nachgeschickt und all ihr Gut genommen werden. Dieses Gut soll zur Hälfte dem fürstlichen Haus Österreich und zur anderen Hälfte ihrem Herrn zufallen. Wer auch immer einen Abtrünnigen ersticht oder umbringt, soll nichts Unrechtes getan haben. Wird jedoch ein Abtrünniger von der Obrigkeit gefangen genommen, soll er an Ort und Stelle bestraft werden, doch kann die fürstliche Gnade über die Begnadigung der Abtrünnigen entscheiden.“
Der Hilzinger Vertrag vom 5. Juli 1525 Der Hilzinger Vertrag aus dem Hegau ist ein Beispiel dafür, welche harten Strafmaßnahmen … Mehr
Gerhard Schäfer über Johann Christoph Blumhardt (1805-1880): „Das Ende seines Kampfes in Möttlingen, der Ruf »Jesus ist Sieger«, war ihm ein Unterpfand dafür, dass nun, in seiner Zeit, das verheißene Reich, in dem Krankheit nicht mehr sein wird, in dem alle in Frieden miteinander leben werden, unmittelbar am Anbrechen ist. Er erkannte, dass Gott nicht nur im Gottesdienst der Gemeinde gegenwärtig ist und dass er nicht nur dem Geist aufhilft, sondern dass Gottes Kraft im Alltag eines Dorfes und eines ärmlichen Hauses wirkt, daß er körperliche Gesundheit schenken will.“
Johann Christoph Blumhardt (1805-1880) Von Gerhard Schäfer Wer eine Geschichte zu erzählen hat, bei der es um übersinnliche Erscheinungen, um … Mehr
Adolf Martin Ritter über Arius: „Es macht den einzigartigen Rang des »arianischen Streites« und seine exemplarische Bedeutung bis heute aus, dass man ihm wohl erst dann voll gerecht wird, wenn man sich darin die Problematik der geistesgeschichtlichen Beziehungen zwischen Antike und Christentum überhaupt bündeln und verdichten sieht. Dadurch, daß die Alte Kirche – nach einigem Schwanken gewiß – am Ende dem Arianismus gegenüber bei ihrem Nein blieb, kam es zum Bruch mit der naiven Aufnahme antiken Seinsverständnisses zur Deutung des biblischen Kerygmas.“
Arius Von Adolf Martin Ritter Arius (Areios) war (nach Epiphanius, Panar. 69, 1.2) Libyer von Herkunft. Sein Geburtsjahr könnte etwa … Mehr