Bemerkenswert ist, was Gerhard von Rad in seiner Predigt über das ersten Kapitel des Buches Ruth der Gemeinde zuzusprechen weiß: … Mehr
Kategorie: Gerhard von Rad
Gerhard von Rad, Predigt über Jakobs Kampf am Jabbok (1.Mose 32,22-31): „Mitten in der entsetzlichen Anfechtung kann man nicht Theologie treiben, da kann man nur gerettet werden oder verloren gehen, aber danach muss man Theologie treiben, und wehe, wenn man es anders tut als in der unmittelbaren Nähe, sozusagen noch im Bannkreis der schwindenden Schatten solcher Nächte und ihrer Schrecken. Ja, ihr Freunde von der theologischen Fakultät, was ist das für eine überhangende Wand, was sind das für Abgründe, an denen wir uns mit unserem bißchen Theologie angesiedelt haben! Aber wenn es schon unsere Aufgabe ist, den Ort zu erkennen, an dem der Mensch Gott begegnet ist, und das Gedächtnis dieser Begegnung zu klären und zu erhalten, wo und wann kann denn das anders geschehen als in diesem ersten morgendlichen Zwielicht?“
Eine meisterliche Predigt von Gerhard von Rad zu Jakobs Kampf am Jabbok, bei der er die Theologie in das Morgenlicht … Mehr
Gerhard von Rad – Über Exegese und Predigt (und wider „ausgeleiertes christliches Gerede“)
Da wäre man selbst gerne dabei gewesen bei von Rads exegetisch-homiletischer Übung für Theologiestudierenden, die dieser gemeinsam mit Günther Bornkamm … Mehr
Gerhard von Rad, Die Geschichte von Bileam: „Diese Geschichte ist natürlich keine absichtslose Erzählung. Auch sie ist ein Bekenntnis: Gott steht zu den Seinen. Ihr Schutz liegt nicht bei den Menschen und ist auch gar nicht abhängig von den irdischen Kräfteverhältnissen.“
Von Gerhard von Rad stammt der oft zitierte Spruch „Die legitimste Form theologischen Redens vom Alten Testament ist […] immer … Mehr
Gerhard von Rad, Die biblische Schöpfungsgeschichte: „Unser Schöpfungsbericht ist ja nur der Anfang eines Geschichtswerkes. Mit der Weltschöpfung wird hier also der Plan der Geschichte aufgerissen und zwar einer Geschichte, in der in steigendem Maße Heilssetzungen Gottes offenbar werden.“
Gerhard von Rad (1901-1971) versteht es meisterhaft, die biblische Schöpfungsgeschichte unserem aufklärungsgeprüften Glauben näher zu bringen: Die biblische Schöpfungsgeschichte Von … Mehr
Gerhard von Rad, Vom Lesen des Alten Testaments (1970): „In diesem langen Gespräch eines Volkes mit Gott — man denke an das Psalmbuch! — ist also nicht nur Gott offenbar geworden; auch der Mensch ist vor sich selber offenbar geworden, viel deutlicher, als er sich von sich aus sehen konnte. Erst im Lichte Gottes kommt er in sein eigentliches Maß, erst hier wird er groß und unergründlich und sprengt alle Möglichkeiten seines eigenen Selbstverständnisses. Im Alten Testament ist er sich offenbar geworden als ein Geschöpf, das immer — ob er es weiß oder nicht — in einer Partnerschaft mit Gott steht, als ein Geschöpf, das hineingezogen ist in eine ungeheure Gottesgeschichte und das — von Anfang an angelegt auf das Gespräch mit Gott — in den Widerfahrnissen seines Lebens unter allen Umständen der Anrede durch Gott bedarf. Von diesem Wort lebt er, mit ihm steht er, ohne es fällt er.“
Da mögen von Rads historische Urteile in Sachen Entstehung des Alten Testaments in der Forschung längst überholt sein. Und doch … Mehr