Karl Rahner, Ermutigung zum Gebet (1980): „Wer sich so auf Gott einlässt, wer es wagt, mit ihm zu tun zu haben, der betet in einem ganz ursprünglichen Sinn, der allen Unter­scheidungen im Gebet noch vorausliegt. Solches Gebet ist Annahme der Herkünftigkeit, Annahme dieser Herkünftigkeit von Gott als selbst noch einmal herkünftige, als Gnade. Solches Gebet ist aber auch Annahme des ei­genen Könnens, des Eingesetztseins in eigene Wirklich­keit, Freiheit und Verantwortung durch eben diese Her­kunft, die befreit und nicht entmündigt.“

Ermutigung zum Gebet Von Karl Rahner Jean Améry berief sich einmal zur Beschreibung seiner agnostizistisch-atheistischen Geisteshaltung auf den fran­zösischen Strukturalisten … Mehr

Karl Barth, Du weißt, wer wir sind (Gebet): „Nun aber stehen wir alle vor dir: in aller Ungleichheit darin gleich: dass wir alle vor dir und auch untereinander im Unrecht sind – dass wir alle einmal sterben müssen – dass wir alle ohne deine Gnade verloren wären – aber auch darin, dass deine Gnade uns allen verheißen und zugewendet ist in deinem lieben Sohn, unserem Herrn Jesus Christus.“

Du weißt, wer wir sind Herr, unser Gott!Du weißt, wer wir sind:Menschen mit gutem und Menschen mit schlechtem Gewissen –zufriedene … Mehr

Kurt Frör, Das Amen im Gottesdienst (Leiturgia, 1955): „Das Amen hat primär eine responsorische Funktion. Es soll von der Gemeinde gesprochen werden zum Zeugnis dafür, dass das in ihrem Namen gesprochene oder ihr zugesprochene Wort von ihr aufgenommen wird und für sie gültig sein soll. Das gleiche gilt bei kirchlichen Handlungen für den Einzelnen. Das Amen der Gemeinde ist im Neuen Testament primär ein Teil der doxologischen Akklamation. Es soll darum von ihr vor allem anderen dazu gebraucht werden, in eine in ihrer Mitte gesprochene Doxologie einzustimmen. Dazu ist es notwendig, dass die liturgischen Gebete wie in der alten Kirche in der Regel einen doxologischen Schluss haben.“

Das Amen im Gottesdienst Vor Kurt Frör Das Wort Amen wird schon im Alten Testament unter anderem als Akklamation der … Mehr

Eberhard Jüngel, Brotgebet an den dreieinigen Gott: „Lass die weltlich und geistlich Lebenssatten wieder hungrig werden. Und die allzu Begierigen erfülle mit dem rechten Augenmaß: dass wir sehen, wo wir zu geben haben, statt zu nehmen; aber auch, wo wir ungeniert nehmen und bitten, ja betteln dürfen; Unser tägliches Brot gib uns heute.“

Brotgebet an den dreieinigen Gott Lieber himmlischer Vater!Du gibst uns täglich unser Brot.Dafür danken wir Dir, indem wir nicht aufhören, … Mehr