Gebet in großer Dürre um einen fruchtbaren Regen (1732): „Du hast auch jetzt eine Zeitlang den Himmel verschlossen, sodass es nicht regnet. Die Erde ist ausgetrocknet, eine große Dürre ist vorhanden, und es steht im Lande allenthalben kläglich, weil du uns Staub und Asche anstelle von Regen gegeben hast. Darum lechzt die Erde, die Äcker liegen traurig und neigen ihre Häupter. Das Getreide steht auf den Hügeln und schnappt nach der Luft. Das Vieh seufzt, die Rinder sehen kläglich, denn sie haben keine Weide, und die Schafe verschmachten.“

Gebet in großer Dürre um einen fruchtbaren Regen (Gebett in grosser Dürre umb einen fruchtbaren Regen) Du mächtiger und gerechter, … Mehr

Peter Brunner, Die Sprache der Liturgie. Eine theologische Überlegung zu ihrer geistlichen Bedeutung (1968): „Auch die Sprache der Liturgie kann nur solche menschheitliche Men­schensprache sein. Alle Worte, die in der Liturgie vorkommen, sind, wie alle Worte, die in der Bibel vorkommen, ursprunghaft Worte dieser einen Menschensprache, die in ihrem Grund und Wesen einen Unterschied zwischen sakral und profan nicht kennt. Jedes Wort der Bibel, auch die­jenigen Wörter, die für uns heute das Letzte und Höchste unseres Glau­bens aussagen, sind von Hause aus weltliche Wörter. … Gewiß sagen Worte wie Gnade, Versöh­nung, Friede in der Schrift, in der Verkündigung der Kirche, darum auch in der Liturgie etwas Neues, was die Welt sich selbst aus sich selbst nie hat sagen können. Aber dieses Neue, Einzigartige kann nur in der einen weltlichen Menschensprache ausgesagt werden.“

Die Sprache der Liturgie. Eine theologische Überlegung zu ihrer geistlichen Bedeutung Von Peter Brunner Sprachprobleme und Verstehensprobleme sind seit dem … Mehr

Kurt Ihlenfeld, Dichter der Kirche. Zu Jochen Kleppers Liedersammlung ,,Kyrie“: „Am Vortage des Todes noch einmal der Griff zum Psalter: ‚Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.‘ Seine eigenen Lieder hatten ihn verlassen. Nicht aber das Kyrie, das ‚Kyrie eleison‘ der Liturgie. Es war sein letzter Gedanke, sein letztes Wort, sein letztes Gebet: ‚Über uns steht in den letzten Stunden das Bild des Segnenden Christus, der um uns ringt. In dessen Anblick endet unser Leben.‘ In diesen zwei Sätzen bezeugte sich – im Augenblick tödlichen Verstummens – die volle Übereinstimmung des Dichters mit seinem Gedicht: er hat es nicht widerrufen.“

Dichter der Kirche. Zu Jochen Kleppers Liedersammlung ,,Kyrie“ Von Kurt Ihlenfeld „Daß ich ihn leidend lobe, das ist’s, was er … Mehr