Schaffe Schweigen! Von Søren Kierkegaard O, wofern man (wozu man christlich sicherlich das Recht hat) bei der Betrachtung des gegenwärtigen … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Die Zehn Memminger Artikel der Bauern vom 28. Februar 1525 mit der Antwort des Rats der Stadt Memmingen vom 15. März: „Zum Schluss ist unsre endgültige Meinung und Wille: Wenn wir einen oder mehrere Artikel hier aufgestellt hätten, der dem Wort Gottes nicht gemäß ist, dieselben Artikel sollten für uns nicht gelten. Desgleichen, wo uns schon Artikel zugelassen würden und sich nachmals aus dem Wort Gottes klar erfände, dass sie unrecht wären, wollen wir das gar nicht haben.“
Die Zehn Memminger Artikel der Bauern vom 28. Februar 1525 mit der Antwort des Rats der Stadt Memmingen vom 15. … Mehr
Harald Weinrich, Vergeben und Vergessen (Lethe): „Die Gottvergessenen sind hier gemeint, die den Gedächtnispakt mit dem Herrn Israels brechen. Ihre Namen werden in den Staub (Luther: in die Erde) geschrieben. Dieses Schreiben dient hier also nicht der Erinnerung, sondern dem Vergessen. Es bleibt jedoch, was Jesus betrifft, ein ambivalentes Vergessen.“
Vergeben und Vergessen Von Harald Weinrich Das Christentum ist, ebenso wie das Judentum und der Islam, eine Buchreligion. In seinem … Mehr
Karl Barth über das Menschsein (Kirchliche Dogmatik, 1948): „Mensch sein heißt: um Jesu willen gehalten sein von Gottes Barmherzigkeit und um Jesu willen sich halten an seine Gerechtigkeit. Ein Mensch ist von Jesus her ein Bewahrter und nun doch selbst ein Bewahrer: denn in dem er behütet ist, ist es ihm aufgegeben, selber ein Hüter zu sein.“
Über das Menschsein Von Karl Barth Mensch sein heißt, um Jesu willen sein Haupt erheben dürfen, sich um Jesu willen … Mehr
Zehn (moralinsaure) Gebote zum Unglücklichwerden: „4. Trauere verpassten Gelegenheiten ausgiebig nach, damit sich Dir keine neue Handlungsmöglichkeiten auftun. 5. Konsumiere paradiesisch, denn Überfluss zeugt Überdruss. 6. Lass Dich vom Internet und insbesondere von den Sozialen Medien wählerisch gefangen nehmen, dann wirst Du selbst nichts Befriedigendes bewerkstelligen.“
Wenn im gymnasialen Lehrplan der 10. Klasse das Glück ein Thema ist, darf man sich als Lehrender selbst Gedanken machen: … Mehr
Hans Joachim Iwand, Über den Verlust der theologischen Existenz heute (1953): „Wir haben nach 1945 nichts Eiligeres zu tun gehabt (und zwar unter dem Segen der liberalen, der sogenannten ‚freien Wissenschaft‘), als unsere Häuser noch mal mit demselben Stroh zu decken, das uns eben über dem Kopf in Flammen aufging, denn wir sind offenbar nicht gewillt (als Wissenschaftler nicht willens) zu sehen, dass das längst fällige Gericht über den modernen Wissenschaftsbegriff, der kein Wahrheitszeugnis mehr abgibt, von Gott her, d. h. notwendig und nicht durch Zufall erfolgt ist. Gott muß abreißen, ehe er aufbaut. Von ihm her sollten wir begreifen, was durch seine Gerichte niedergelegt worden ist. Wir sollten bereit sein, uns mit dem 19. Jahrhundert kritisch auseinanderzusetzen, und nicht die Sünden unserer Väter, über die ein solches Gericht ergangen ist, wiederholen.“
Über den Verlust der theologischen Existenz heute Von Hans Joachim Iwand I. Es sind zwei Fragen, oder sagen wir lieber, … Mehr
Hans Joachim Iwands selbstgeschriebener Lebenslauf aus dem Fakultätsbuch der Theologischen Fakultät Göttingen: „Anno 1934 ab episcopo societatis Germanae-Christianae, cui nomen erat „Deutsche-Christen-Bewegung“, expulsus Rigam fugi. Ibi in schola academica theologiam docebam. Anno 1935 de munere docendi deiectus a fratribus vocatus sum seminarium condere Ecclesiae Confessionalis (Bloestau i. Ostpr.). Hinc anno 1937 cum confratribus meis expulsus et ab amicis et patria decessi. Perrexi munere meo fungi cum multis et magnis periculis. Autumno 1938 seminarium illud existinctum est: benigne exceptus sum a communione fidelium ad Ecclesiam Sanctae Mariae Dortmundensis ut pastor eorum essem.“
Lebenslauf aus dem Fakultätsbuch der Theologischen Fakultät Göttingen Von Hans Joachim Iwand Natus sum anno p. Chr. n. 1899 quinto … Mehr
Statistische Beschreibung der Pfarreien der Evang.-Luth. Kirche in Bayern rechts des Rheins (1929): „Pfarrhaus in Senden. Gottesdienste mit Christenlehre sonntäglich wechselnd zwischen Senden und Weißenhorn. An den hohen Feiertagen und an Neujahr, Karfreitag, Himmelfahrt Doppelgottesdienst. In Ay 1 Konfessionsschule (2 Lehrkräfte) für die Kinder von Ay, Senden und die 2 oberen Jahrgänge von Gerlenhofen. Für die Kinder von Wullenstetten, Illerzell und Gerlenhofen Diasporaunterricht in Senden. Für die Kinder der Tochterkirchengemeinde Weißenhorn Diasporaunterricht in Weißenhorn. Jugendpflege im Jugendheim Senden. Der Pfarrer 2. Vorsitzender in den Ortsfürsorgeausschüssen Senden und Ay. Mitglied der Schulpflegschaft Ay. Gemeindediakonie in Senden. 7 Evangelische Gemeinschaft „Zionskirche“, 7 Methodisten, 13 Neuapostolische, 2 Ernste Bibelforscher, 3 Mennoniten.“
Was eine kirchliche Statistik besagen soll, dazu hatte sich zuerst Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher konzeptionell in seiner Theologischen Enzyklopädie (Kurze … Mehr
Reinhold Krauses widerliche antisemitische Sportpalastrede vom 13. November 1933: „Hierher gehört auch, dass unsere Kirche keine Menschen judenblütiger Art mehr in ihren Reihen aufnehmen darf. Wir haben nicht nur die Judenmission bekämpft, sondern wir haben immer wieder betont: judenblütige Menschen gehören nicht in die deutsche Volkskirche (starker Beifall), weder auf die Kanzel, noch unter die Kanzel. Und wo sie auf den Kanzeln stehen, haben sie so schnell wie möglich zu verschwinden. (Bravorufe, Beifall.) Es wird aber auch notwendig sein, dass unsere Landeskirche sich damit beschäftigt, dass alle offenbar entstellten und abergläubischen Berichte des Neuen Testaments entfernt werden, und dass ein grundsätzlicher Verzicht auf die ganze Sündenbock- und Minderwertigkeitstheologie des Rabbiners Paulus ausgesprochen wird, der eine Verfälschung jener Botschaft begangen hat, dieser schlichten Frohbotschaft: ‚Liebe deinen Nächsten als dich selbst‘.“
Man muss sich auch solchen widerlichen Reden stellen: Reinhold Krauses antisemitische Sportpalastrede vom 13. November 1933, die damals in den … Mehr