Rudolf Landau, Rezension zu Hans Joachim Iwands Predigtmeditationen: „Aber diese theologie- und kirchenge­schichtlichen Edelsteine sind noch nicht der Schatz insgesamt. Die Kleinodien fangen erst an zu glänzen, wenn der Leser der Sonne ansichtig wird, die hier alles bescheint: das große Licht der Ge­rechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes, in das Iwand von der Schrift her seine Zeitgenossen hineinstellt, in dem er aber auch die biblischen Texte Alten und Neuen Testaments zum Strahlen bringt, indem er sie hineinhält in die Gegenwart dieses Gottes, der richtet und rechtfertigt in seiner Gnade. Die Ostersonne strahlt auf auch in der Strenge und Gewißheit, in der Iwand redet.“

Rezension zu Hans Joachim Iwands Predigtmeditationen Von Rudolf Landau Hans Joachim Iwand: Predigt-Medita­tionen 1, Vandenhoeck & Ruprecht, Göt­tingen, 4. Aufl., … Mehr

Martin Luthers Predigt der Vögel (zu Matthäus 6,26): „Wir dürften sie wahrhaftig mit Fug und Ehren anbeten und ‚Doktor‘ zu ihnen sagen und ih­nen ein rotes Barett aufsetzen. Sie säen nicht, so stolz und kühn sind sie; und wenn’s gewachsen ist, so ernten sie nicht und führen kein einziges Hälmchen heim: Ja, soll ich erst noch schneiden? Und wenn geschnitten und gesammelt ist, Lieber, dann heißt’s in die Scheuer eingefahren; aber nein, sprechen sie, meine Scheuer ist allenthalben. Das ist der Trotz der Vogel und unsre Schande. Gräulicher hätte Christus nicht schelten können.“

Predigt der Vögel (zu Matthäus 6,26) Von Martin Luther Sehet die Vögel unterm Himmel an, die haben viel weniger Vorrat … Mehr

Die Programmschrift des Bauernkriegs: „An die Versammlung gemeiner Bauernschaft (An die Versammlung gemayner Pawerschafft) vom Mai 1525: „Seid herzhaft getröstet und Gott dankbar, dass eure große Not, ebenso wie der Glanz und die Anmut, die von der Rheinregion bis über die Etsch und Donau und weit und breit überall verkündet wird, sich so klar zeigen; selbst das allgemeine Gebet wendet sich für euch, während der allgemeine Fluch auf eure Gegner liegt, ohne Zweifel. Es wird Früchte tragen, liebe Brüder, wenn ihr würdig in diesem lobenswerten Ruf wandelt, fest zusammenhaltet in aller göttlichen Ehrfurcht, brüderlicher Treue und Liebe, sodass ihr alle ein einziger Leib unter dem Haupt Jesus Christus werdet. So wird Christus und der wahre Gott gewisslich euer Führer sein.“

An die Versammlung gemeiner Bauernschaft (An die Versammlung gemayner Pawerschafft, Mai 1525) In der ersten Hälfte des Monats Mai 1525 … Mehr

Zukunft als genetische Entwicklung („Werdende“) und adventliche Apokalypse („Kommende“): „Die christliche Apokalyptik ist im Wesentlichen die Ansage einer göttlichen Gegenwirklichkeit, die sich gegenwärtig in einer visionären Botschaft erschließt und die die Bedrängnis in der Gegenwart in den Blick nimmt.“

Zukunft als genetische Entwicklung („Werdende“) und adventliche Apokalypse („Kommende“) Wenn es um das deutsche Wort „Zukunft“ geht, sind damit zwei … Mehr

Aus dem Brief des Abtes Hieronymus Herzog an den Bischof von Augsburg Christoph von Stadion vom 22. April 1525 zur Plünderung des Klosters Elchingen durch die Bauern des Leipheimer Haufens: „Das Leiden wird gelindert, wenn man andere sieht, die mit einem mitleiden. Ich, verwirrt, verstreut und völlig zerrissen, ohne Anfang und Ende, habe dies geschrieben, und wohin ich mich auch wende, sehe ich nur Not und seufze. Ich würde lieber ein Schweinehirte sein als ein Prälat. Denn Not ist von allen Seiten um mich herum, und was zuerst getan oder gebaut werden soll, weiß ich überhaupt nicht.“

Aus dem Brief des Abtes Hieronymus Herzog an den Bischof von Augsburg Christoph von Stadion vom 22. April 1525 zur … Mehr

Karl Barths Brief an Martin Rade vom 31. August 1914: „Warum lassen Sie bei dieser ganzen weltlichen, sündigen Notwendigkeit Gott nicht aus dem Spiele? Meinetwegen durch völliges Schweigen, wenn der ‚harten Realitäten‘ wegen das Protestieren nicht angeht; Schweigen mit allen religiösen Beziehungen auf das, was die Deutschen jetzt tun müssen, wäre auch ein Protest. Aber nicht Gott in der Weise in die Sache hineinziehen, als ob die Deutschen mitsamt ihren großen Kanonen sich jetzt als seine Mandatare fühlen dürften, als ob sie in diesem Augenblick mit gutem Gewissen schießen und brennen dürften.“

Nachdem Karl Barth Martin Rades Position zum Beginn des 1. Weltkriegs in der Zeitschrift Die Christliche Welt zur Kenntnis genommen … Mehr

Johann Eberlin von Günzburg, Eine getreue Warnung an die Christen der Burgauischen Mark, sich auch forthin zu hüten vor Aufruhr und vor falschen Propheten (1526): „Nun schreibe ich diesen Brief nur an diejenigen, die am vorherigen Aufruhr keinen Anteil hatten und Gott dafür loben, dass er sie behütet hat, und die auch geneigt sind, dem Wort Gottes mehr zu folgen als aller menschlichen Klugheit in Liebe und in Leid. Diese will ich hiermit warnen vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt, vor der Pest, die im Dunkeln schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt, Psalm 90. Und da ich sie für unschuldig halte, achte ich sie auch für unbeschädigt, weshalb ich keinen Trostbrief schreibe.“

Eine getreue Warnung an die Christen der Burgauischen Mark, sich auch forthin zu hüten vor Aufruhr und vor falschen Propheten … Mehr