Peter Blickle, Die Landschaft der Stadt Memmingen prüft das »göttliche Wort«. Zu den Zehn Artikeln der Memminger Bauern vom 28. Februar 1525: „Die »Memminger Artikel« verdienen über ihre regionale Bedeutung hinaus Beachtung. Das ›göttliche Wort‹ hatte bislang eine solche Last, wie die Memminger Bauern sie ihm zumuteten, nicht tragen müssen. Erst jetzt wurden weitgehende wirtschaftliche, so­ziale und politische Forderungen – weltliche Angelegenheiten durch und durch – von der Überzeugung getragen, sie seien durch das Evangelium gerechtfertigt.“

Die Landschaft der Stadt Memmingen prüft das »göttliche Wort«. Zu den Zehn Artikeln der Memminger Bauern vom Februar 1525 Von … Mehr

Martin Luther, Das schöne Confitemini. Auslegung zu Psalm 118 (1530): „Es heißt: ‚Ich rief den Herrn an‘. Rufen mußt du lernen – das hörst du wohl! – und nicht selbstversunken dasitzen oder auf der Bank liegen, den Kopf hängen lassen und ihn schütteln und in deinen Gedanken dich martern und verzehren, dich sorgen und suchen, wie du es loswirst, und nichts anderes vor Augen haben, als wie übel es dir geht, wie weh dir ist, ein wie unglücklicher Mensch du bist.“

Das schöne Confitemini. Auslegung zu Psalm 118 Von Martin Luther Widmungsschreiben An den ehrwürdigen Herrn Friedrich,Abt zu St. Ilgen in … Mehr

Karl Barth über Systematische Theologie (1960): „Im übrigen lebt sie von der Wahrheit der Botschaft, an die sie sich selbst und die Kirche dauernd zu erinnern hat. Sie kann die Wahrheit des Wortes Gottes weder direkt noch indirekt beweisen wollen. Sein Sieg und Triumph intra et extra muros ecclesiae kann nicht ihr Werk sein. Sie hat seine Wahrheit nur eben in ihrer besonderen Weise – indem sie sich selbst daran hält – zu bezeugen. Sie hat nur eben auf deren Selbstbeweis zu vertrauen. Dieses Vertrauen ist ihre (‚apologetische‘) Kraft im Verhältnis zu den sämtlichen christlichen und nichtchristlichen Denkformen, Ideologien, Mythen, Weltanschauungen und Religionen. In diesem Vertrauen kann und darf sie ihnen allen, ihrer eigenen Sache gewiss und gerade darum offen, verständnisvoll und geduldig, in großer Hoffnung im Blick auf die noch in ihnen befangenen Menschen begegnen. In diesem Vertrauen bemüht sie sich, inmitten der übrigen Wissenschaften ihrem eigenen Gesetz getreu, womöglich gleich gründliche und saubere intellektuelle Arbeit zu tun.“

Systematische Theologie Von Karl Barth Wenn ich mir Rechenschaft darüber zu geben versuche, wie ich eigent­lich gerade auf die systematische … Mehr

Zehn Memminger Artikel. Beschwerde- und Bittschrift der Bauern an den Rat der Stadt Memmingen vom 28. Februar 1525: „Es war bisher üblich, uns wie das Eigentum anderer Leute zu behandeln, was zu bedauern ist, da Christus uns alle mit seinem teuren Blut erlöst und erkauft hat, sowohl den Hirten als auch den Kaiser. Dass wir deshalb keine Obrigkeit anerkennen wollen, ist jedoch nicht unsere Absicht. Vielmehr wollen wir der von Gott eingesetzten Obrigkeit in allen angemessenen und gebührenden Angelegenheiten gerne gehorsam sein. Wir zweifeln nicht daran, dass ihr uns als christliche Herren gerne aus der Leibeigenschaft entlassen werdet.“

Bekannt sind die Zwölf Artikel der Bauernschaft, die am 15. und am 20. März 1525 im Haus der Kramerzunft in … Mehr

Karl Barth, Die Theologische Fakultät (500 Jahre Universität Basel): „Die Bibel redet — der Name ist unvermeidlich, weil er die Sache selbst ist — von Jesus Christus. Dieser Ursprung der Theologie (man kann auch sagen: das «Evangelium») ist wie der Ursprung so auch der Gegenstand der Theo­logie. In der selbstverständlichen Bindung an ihn ist sie aber nach allen Seiten freie Forschung und Lehre — «über meiner Mütze nur die Sterne» —, nimmt sie keine Vorschrif­ten und Weisungen von keiner Seite entgegen, dient sie auch der Kirche in der Unabhängigkeit ihrer eigenen Verantwortlichkeit. Und weil der «Gott», von dem sie ihren Namen hat, kein Diktator ist, kann sie sich auch ihrerseits nicht diktatorisch gebärden. Nur durch seinen Gegenstand gebunden, aber auch befreit, kann und will der theologische Lehrer nur im selben Sinn freie Schüler er­ziehen und haben.“

Die Theologische Fakultät Von Karl Barth Man hat mich eingeladen, an dieser Stelle etwas von der Theo­logischen Fakultät unserer nun … Mehr

Von der protestantischen Schönschrift in Bayern (1836): „So erhalten die Consistorien etc. hiemit den Auftrag, nicht blos im allgemeinen die sämmtlichen Pfarrer und Candidaten zu ermuntern, ihrer Handschrift bei allen amtlichen Verhandlungen und namentlich bei dem Einträgen in die Kirchenbücher die möglichste Sorgfalt zu widmen, sondern es sind zugleich alle Aufsichtsbehörden anzuweisen, theils bei den Visitationen auf diesen Gegenstand ein sorgfältiges Augenmerk zu richten, theils aber auch jedes mit schwer leserlichen Zügen oder mit offenbarer Nachlässigkeit niedergeschriebene Aktenstück dem Verfasser zur Umfertigung zurückzustellen, und im Wiederholungsfälle dasselbe auf Kosten des Betheiligten umschreiben zu lassen.“

Aus der bayerischen Kirchengeschichte: Nr. 2383. Im NamenSeiner Majestät des Königs. Wiederholter Erinnerungen ungeachtet fahren einzelne Geistliche und Vicarien fort, … Mehr