Heinz Brunotte über die Sorge in der Bibel: „Die Bibel kennt, besonders in den von zeitgenössischer Philosophie beeinflußten Schriften der Weisheitsliteratur des Alten Testaments, die Sorge als den die Seele bedrückenden Zustand. Auch in der Bibel befindet sich der tiefste Pessimismus: Sorge macht alt vor der Zeit; es ist ein jämmerlich Ding um aller Menschen Le­ben: da ist immer Sorge, Furcht, Hoffnung und zuletzt der Tod. Über den Zusam­menhang von Sorge und Tod vergleiche auch Sirach 41,1-4.“

Sorge, sorgen, sorglos in der Bibel Von Heinz Brunotte Der natürliche Mensch stellt sich häufig als der von Sorgen gequälte … Mehr

Martin Luther über Vögel als Lehrmeister der Sorglosigkeit (zu Matthäus 6,26): „Das ist uns zu einer mächtigen, großen Schande gesagt, dass wir nicht so handeln können, wie die Vögel es tun. Ein Christ sollte sich vor einem Vogel schämen, weil dieser eine Kunst beherrscht, die er nie gelernt hat. Wenn du ihm im Frühling, wenn die Vögel am schönsten singen, sagen würdest: ‚Warum singst du so fröhlich, hast du doch noch kein Getreide in den Scheunen?‘, er würde dich verspotten. Es ist ein gewaltiges Beispiel, das uns wahrlich ins Herz treffen und uns anspornen sollte, Gott mehr zu vertrauen, als wir es tun.“

Vögel als Lehrmeister der Sorglosigkeit (zu Matthäus 6,26) Von Martin Luther Von den Vögeln spricht er [Jesus] so: „Seht die … Mehr

Martin Rades Antwortbrief an Karl Barth vom 5. September 1914: „Gewiss, unser Volk hat den Krieg damals schon nicht anders empfunden, denn als ein Unglück. Aber eben als ein so großes ungeheures, dass ihm alles andre Denken und Fühlen verging über dem Einen: Gott. Und Sie verlangen, wir sollten bei dem Erleben dieses Krieges Gott außerm Spiele lassen. Das ist unmöglich. Für eine so überwältigende Sache gibt es nur Einen möglichen Grund und Urheber: Gott.“

Antwortbrief an Karl Barth Von Martin Rade Marburg, den 5. September 1914. Lieber Freund, Unter den vielen Briefen, die mir … Mehr

Martin Luthers Auslegung zu Matthäus 6,24-34 (Evangeliums am fünfzehnten Sonntag nach Trinitatis, 1526): „Dankt den Blümlein, die von den Kühen gefressen werden, und Gott hat euch so hoch erhoben, dass ihr unsere Meister und Lehrer werdet. Wir müssen bekennen, dass das geringste Blümlein, welches eine Kuh oder ein Schaf mit Füßen tritt, unser Schulmeister werden soll. Sind wir nicht feine Leute? Ich meine auch. Und stellt daneben den reichsten, mächtigsten König Salomo, der aufs Kostbarste mit Purpur und Gold bekleidet war, dessen Schmuck dennoch nicht mit dem Blümlein zu vergleichen ist.“

Auslegung zu Matthäus 6,24-34 (Evangeliums am fünfzehnten Sonntag nach Trinitatis, 1526) Von Martin Luther Matthäus 6, 24–34: Jesus sprach zu … Mehr

Karl Barth über Sorge und Furcht (Kirchliche Dogmatik, 1942): „In der Sorge geht es ausgesprochen um vorletzte verhältnismäßig übersichtliche Dinge, um die Fragen der künftigen äußeren Lebensgestaltung: der Unsicherheit seiner Zukunft gegenüber möchte sich der Sorgende im voraus sichern, bevor er weitergeht, bevor er dem, wofür er eigentlich leben sollte, weiterhin zu leben sich entschließen will. Der Sorgende argumentiert: primum vivere, deinde philosophari! Auch er fürchtet sich im Grunde.“

Über Sorge und Furcht (Kirchliche Dogmatik) Von Karl Barth Man kann sich die gerade in seinem Freiheitscharakter begründete Unbedingtheit des … Mehr

Cicely Saunders, Patienten informieren (Telling Patients, 1965): „Ein Patient braucht die Möglichkeit, seine Erfahrungen so zu verarbeiten, dass sie für ihn bedeutsam oder zumindest erträglich werden, und er sollte selbst entscheiden, wie er dies tun will. Wir können ihm nicht unsere eigenen Überzeugungen aufzwingen, aber wenn wir glauben, dass es einen Sinn gibt, wird unsere stille Gelassenheit ihm helfen, seinen eigenen Weg zu finden. Dies ist keine Situation für dogmatische Aussagen oder allgemeine Regeln.“

Patienten informieren (Telling Patients) Von Cicely M.S. Saunders, OBE, MA, MB, BS, SEN. Jeder Patient braucht eine für ihn verständliche … Mehr

Rudolf Landau, Rezension zu Hans Joachim Iwands Predigtmeditationen: „Aber diese theologie- und kirchenge­schichtlichen Edelsteine sind noch nicht der Schatz insgesamt. Die Kleinodien fangen erst an zu glänzen, wenn der Leser der Sonne ansichtig wird, die hier alles bescheint: das große Licht der Ge­rechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes, in das Iwand von der Schrift her seine Zeitgenossen hineinstellt, in dem er aber auch die biblischen Texte Alten und Neuen Testaments zum Strahlen bringt, indem er sie hineinhält in die Gegenwart dieses Gottes, der richtet und rechtfertigt in seiner Gnade. Die Ostersonne strahlt auf auch in der Strenge und Gewißheit, in der Iwand redet.“

Rezension zu Hans Joachim Iwands Predigtmeditationen Von Rudolf Landau Hans Joachim Iwand: Predigt-Medita­tionen 1, Vandenhoeck & Ruprecht, Göt­tingen, 4. Aufl., … Mehr