Martin Buber über den Namen „Gott“ (nach Fridolin Stier): „Gerade darum, weil dieser Namen so geschmäht, so verloren, so hoffnungslos bedeutungslos ist, gerade darum liebe ich ihn – und auch den Vater-Namen, unter dem Er sich dem Menschensohn zugesprochen hat.“

In dem Gespräch Martin Bubers mit einem Atheisten, der ihn fragte, wie er denn den Namen „Gott“ immer noch brauchen möge: „Gerade darum. Weil er so verhüllt, weil er so verdeckt ist, vergraben unter einer Fülle von Mißverständnis und einer Fülle von men­schengestalteten Vorstellungen und Märchenbildern, Vaterbildern, Bart-Vaterbildern, unter all dem, gerade darum, weil dieser Namen so geschmäht, so verloren, so hoffnungslos bedeutungslos ist, gerade darum liebe ich ihn – und auch den Vater-Namen, unter dem Er sich dem Menschensohn zugesprochen hat. Darum.“

Quelle: Fridolin Stier, Mit Psalmen beten, hrsg. von Eleonore Beck, Stuttgart: Verlag Katholisches Bibelwerk, 2001, S. 51.

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