Max Josef Metzgers letzter Brief vor seiner Hinrichtung am 17. April 1944: „Nun will der Herr von mir das Lebensopfer. Ich sag mein frohes Ja zu seinem Wil­len. Ich hab’ Ihm ja das Leben angeboten für den Frieden der Welt und die Einheit der Kirche – Er will es ha­ben. Möchte er es segnen!“

Max-Josef-Metzger-Denkmal – Berlin-Wedding (Foto Detlev J. Pietzsch, 2009, CC-BY-4.0)

Als Max Josef Metzger am 17. April 1944 im Gefängnis Brandenburg-Görden eineinhalb Stunden vor seiner anstehenden Hinrichtung erfuhr, schrieb er in aller Eile noch zwei Abschiedsbriefe. Der letzte Brief von Metzger lautet:

Abschiedsbrief

Meine viellieben Brüder und Schwestern!

Nun will der Herr von mir das Lebensopfer. Ich sag mein frohes Ja zu seinem Wil­len. Ich hab’ Ihm ja das Leben angeboten für den Frieden der Welt und die Einheit der Kirche – Er will es ha­ben. Möchte er es segnen!

Ich nehme von Euch Abschied, indem ich Euch um Verzeihung bitte für alles, worin ich Euch nicht das Beispiel war, an dem Ihr Euch zu Ihm gezogen fühlen konntet. Möchte ER nun Euer Hirte sein! Bleibt der SXPR treu! Möchte sie der Herr sich noch zum Werkzeug gestalten nach Seinem Willen!

Er muß König sein!
Ich muß schließen!

Der Herr segne Euch alle und gebe Euch ein frohes Herz zum Dienen!

Dient Ihm in den Brüdern!

Ich bin froh, daß ich Euch doch noch ein wenig geistiges Testament hinterlassen durfte. Wie er will!-

In Te speravi!

In Treue bis zum Letzten!
Br. Paulus
v. d. göttl. Vorsehung.

Hier der Brief als pdf.

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