Eduard Thurneysen, Die Anfänge. Karl Barths Theologie der Frühzeit: „Weil Karl Barth also nicht mehr abstrakt, weil er konkret und das heißt von der Bibel her denkt, und weil biblisches Denken in sich selber existentielles Denken ist, darum ist Karl Barths theo­logisches Den­ken von Anfang an ausgerichtet auf das Leben des Menschen.“

Die Anfänge. Karl Barths Theologie der Frühzeit

Von Eduard Thurneysen

Karl Barth war von 1911 bis 1921 Pfarrer in dem aargauischen Bauern- und Industrie­dorf Safenwil. Seine Studienjahre in Bern, Berlin, Tübingen und Marburg, ein Vikariat in Genf lagen hinter ihm. Und nun brach die Zeit an, wo er den Spaten ansetzte zu seinem eigentlichen theologischen und kirchlichen Lebenswerk. Während dieser Safenwiler Jahre haben Karl Barth und ich in enger Arbeitsgemeinschaft und darum in einem steten Gedankenaustausch gestanden. Ich war selber von 1913 bis 1920 Pfarrer im Aargau in der Gemeinde Leutwil. Unsere Dörfer lagen durch einige Höhenzüge und Täler voneinander getrennt. Wohl wander­ten wir unaufhaltsam hin und her, um einander zu begegnen, aber das genügte uns nicht. Wir hatten ja das unabweisbare Bedürfnis, in wirklicher Bruderschaft uns auszutauschen über alles, was, wie wir damals sagten, in Kirche, Welt und Reich Gottes geschah. Und weil da­mals in unseren Pfarrhäusern das Telephon noch fehlte – was gewiß nicht nur ein Unglück war -, kam es zu einem lebhaften Schriftwechsel, der fast Woche für Woche geführt wurde. Aus dem Dossier von gegen 300 Briefblättern und Karten, die aus der Feder von Karl Barth aus jener Zeit vorliegen, soll hier einiges veröffentlicht werden.

Es ist nicht einfach das biographische Interesse, das mich dazu führt. Biographie ist immer nach rückwärts gewendet und hat darum leicht etwas von einem Nekrolog an sich. Karl Barth ist aber glücklicherweise noch ungebrochen lebendig und tätig unter uns, und es wür­de ihn wenig freuen, in diesem zu seinem 70. Geburtstag erscheinenden Gedenkbuch so etwas wie seinem eigenen Grabstein zu begegnen. Zugegeben, wir nehmen auch menschlich-biogra­phisch Interesse daran, wie denn der Weg begonnen haben möchte, den Karl Barth einge­schlagen hat in seinem Lebenswerk. Aber wichtiger als dieses Wie der Anfänge ist doch die­ses sein Lebenswerk selber, die Sache also, um die es ihm von Anfang an gegangen ist, und zu der wir durch ihn und mit ihm gemeinsam gerufen sind.

Damit hat also alles begonnen – das geht, wenn wir es nicht schon wüßten, aus diesen Brief­blättern hervor –, daß Karl Barth Landpfarrer war und daß er dies sein Landpfarr­amt in der ihm eigenen Bewegtheit und Ganzheit ernst genommen und ausgeübt hat. Er hat Samstag für Samstag seine Predigt geschrieben. Wirklich minutiös und bis ins Einzelne aus­geschriebene Predigtmanuskripte aus dieser Zeit liegen zu Hunderten vor. Und er hat diese Predigten am Sonntag nicht etwa vorgelesen, sondern hat sie in eindrucksvoller Weise seiner Gemeinde frei gehalten. Er hat sich um dieser Predigtarbeit willen an jedem Wochentag hinter die Bibel ge­setzt und sie auf seine neue Weise durchackert gleich einem Bauer, der frühmorgens aufs Feld fährt und Furche um Furche zieht. Er hat dabei erkennen müssen, daß diese Arbeit nicht getan werden kann ohne eingehende Beschäftigung mit den Bibel­kommentaren vor allem der Refor­matoren. Aus dieser Vertiefung in die Bibel um der Predigt willen hat er dann seine Ausle­gung des Römerbriefes in einer ersten und einer, diese erste völlig hinter sich lassenden, zwei­ten Fassung geschrieben. Darauf stoßen wir durch­gehend in den Brief blättern. Daneben aber liegen aus dieser Zeit stammende unveröffent­licht gebliebene Studien über den Epheserbrief vor, den er mit einem Kreis von Gemeinde­gliedern durcharbeitete, und über den zweiten Korintherbrief. Beide Briefe hat er auch in Predigten vollständig ausgelegt. Proben von Pre­digten aus dieser Zeit finden sich in den beiden Predigtbänden «Suchet Gott, so werdet ihr leben!» und «Komm, Schöpfer Geist!», [832] die wir gemeinsam herausgegeben haben. Als ein Ablesender und Auslegender steht Karl Barth schon in dieser Frühzeit vor uns: Die Tafeln der Heiligen Schrift sind vor ihm auf­gerichtet, und die Bücher der Ausleger von Cal­vin über die Biblizisten bis hin zur modernen kritischen Bibelerklärung liegen aufgeschlagen. Das ist die Quelle damals und bis heute, aus der seine ganze Theologie schöpft. Aus der Pre­digtarbeit ist sie erwachsen, und der Ver­kündigung der Kirche dient sie. Und das ist so geblie­ben. Daß die Quelle der Bibel neu fließe in unserer Zeit, das ist das große Anliegen, um das es hier geht, und zwar das einzige. Barth ist, das wird schon in diesen Anfängen klar, kein abstrakter Denker, und abstrakt würde hier heißen: losgelöst von der Schrift; er entwirft nicht aus sich heraus theologische Spekulationen, es geht ihm nicht um ein System, er ist und bleibt Schüler und Lehrer der Heiligen Schrift. Wer ihn anders verstehen will, wird ihn nicht verste­hen. Eben diese Kon­zentration auf Schrift und Verkündigung führt ihn schon in der Safen­wiler Zeit in eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der Theologie seiner Zeit, die ein wenig auf der ganzen Linie von rechts bis nach links spekulativ und in Abwehr gegen ein «mündig gewordenes» Zeitdenken auch apologetisch geworden war. Aus dieser Auseinander­setzung erwuchs der theologische Neuansatz, der mit dem Namen Karl Barth verbunden bleibt. Karl Barth las aus der Schrift die Botschaft von dem heiligen, gnädigen und gerech­ten Gott, der keiner Verteidigung bedarf, der sein Wort souverän ergehen läßt und der aus diesem seinem Wort und daraus allein erkannt werden will und kann. Dieses sein Wort aber heißt und ist Jesus Christus als der Eine, um den die Jahrtausende still stehen, weil er die Mit­te ist aller Zeit, der Bringer des Reiches, das mit ihm anbricht mitten in dieser Zeit als die neue Welt Gottes. Man lese dazu jenen frühen, aus der Safenwiler Zeit stammenden Vortrag über «Biblische Fragen, Einsichten und Ausblicke» und den damals vor der Gemeinde in Leutwil gehaltenen, im ersten, unter dem Titel« Suchet Gott, so werdet ihr leben!» erschiene­nen Predigtbüchlein abgedruckten, später in den ersten Band der gesammelten Vorträge über­nommenen über «Die neue Welt in der Bibel».

Weil es ihm um diese Botschaft ging, man könnte auch sagen, weil Karl Barth also nicht mehr abstrakt, weil er konkret und das heißt von der Bibel her denkt, und weil biblisches Denken in sich selber existentielles Denken ist, darum ist Karl Barths theo­logisches Den­ken von Anfang an ausgerichtet auf das Leben des Menschen. Die Existenz, das Dasein des Menschen auf der einen Seite, das Wort Gottes auf dieses Dasein zukom­mend, es aufgreifend und umwandelnd auf der andern Seite, das sind die beiden Pole, zwischen denen es wieder zu blitzen beginnen muß, damit der Lichtbogen entstehe, der alles erhellt. Unter Dasein, unter Leben des Menschen aber versteht Karl Barth im Unter­schied und Gegensatz zu allem bloß pietistischen Frömmigkeitsdenken nicht nur das innere Leben, dieses sicher auch, aber als das Innenleben eines Außenlebens, also den Menschen in der Ganzheit seiner Existenz, den Men­schen in seinem Existieren innerhalb seiner je und je gegebenen Zeit und Welt. Kein Bereich des Lebens, der von Gottes Wort abgeschieden für sich selber existent wäre, keine Eigenge­setzlichkeit der Welt, keine Kultur, die als solche gültig wäre, keine Religion, auch keine christliche Religion neben dem Leben, keine Intro­version, die nicht sofort und in Einem extravertieren müßte. So verstanden ist Karl Barths Wort von Anfang an ein «politisches» Wort gewesen. Ohne Politiker zu werden im Sinne eines eigenen Berufes – wiewohl die Ver­suchung dazu manchmal nahe genug lag –, hat Karl Barth als Verkündiger des Bibelwortes sehr energisch und konkret auch das Wort genommen zu den eigentlich politischen Fragen im Raum seiner Gemeinde und seines Landes im Zu­sammenhang mit dem Weltgeschehen jener Tage. Er ist damals in die Sozialdemokratische Partei eingetreten, was für einen Pfarrer ein ungewöhnlicher Schritt war, und hat in seiner Gemeinde mitgeholfen an der Organisierung einer bedrängten Arbeiterschaft. Daß dies allerlei Anfechtung und Mißverstehen mit sich brachte, ist klar. Aber es ist nichts anderes als der Anfang der Linie, auf der weiterschreitend er später sich in dem Kampf der Be­kennenden Kirche gegen die politische Macht des Natio­nalsozialismus und in der Wider­standsbewegung in der Schweiz betätigt hat. Es wurde darum schon damals in Safenwil neben der Bibel sehr beteiligt die Zeitung gelesen und Bibel und Zeitgeschehen aufeinander [833] bezogen. Aber dies alles noch einmal als Zeichen und Zeug­nis dafür, daß Gott in Christus nicht nur Seelen herausretten will aus einer Welt, die im Argen bleibt, sondern daß er diese arge Welt lieb hat und ihr Arges im Kreuz und in der Auferste­hung seines Sohnes richtet; aber sein Richten ist, wie wir damals mit einem Wort Blumhardts gerne sagten, ein Zurecht­richten. Gottes Gericht ist Gnadengericht, Heilsgeschehen. Gott hat den Argen in Christus bereits und längst überwunden und besiegt. Es wurde damals in Safen­wil stark geredet von den Fürstentümern, Mächten und Gewalten, die durch Christus «schau­getragen» sind. Man vergleiche dazu die Karfreitags- und Osterpredigt im ersten Predigtbüch­lein. Noch ist freilich der Sieg nur dem Glauben offenbar, er ist also für unsere Augen ver­hüllt. Aber der Tag wird kommen, wo die Zeit der Verhüllung zu Ende sein wird, wo der Sieg des Reiches in Klarheit aufgedeckt sichtbar wird. So verstand Karl Barth damals schon die Wieder­kunft. Und vorlaufende Strahlen dieses Tages leuchten da und dort heute schon auf. Und die Gemeinde als «die kleine Herde» bricht auf durch die Nacht der Zeit dem Tage ent­gegen.

Es ist der eschatologische Aspekt, den Karl Barths Verkündigung von Anfang an trägt. Das «Eilen und Warten» auf das Ende hin ist ihm dringlich und hat ihn bewahrt vor aller frommen Sattheit und Sicherheit, aber auch vor aller falschen kirchlichen Betriebsamkeit, hat ihn be­wahrt davor, in irgendeiner innerweltlichen Erneuerungsbewegung jemals das letzte Wort zu sehen, so gewiß er offen war für alles ernsthafte Sicheinsetzen an Aufgaben im Raum der Ge­sellschaft. Man lese darüber jenen ebenfalls aus der Safenwiler Zeit stammenden Tambacher Vortrag mit dem von den religiös-sozialen Veranstaltern der Tagung gestellten Thema: «Der Christ in der Gesellschaft.» Und man achte auf die bedeut­same Dialektik zwischen Escha­tologie und Ethik, die sich hier erstmals bei Karl Barth kraftvoll zeigt. Man achte darauf, wie Karl Barth zwar keinen Augenblick vergißt, daß «das Ende nahe» ist, aber auch nie­mals das Kommende in irgendeinem Überschwang spekulativ vorwegnimmt. Die Ethik wird nicht verschlungen von der Eschatologie, sie wird vielmehr gerade in ihr begründet. Der Weg führt mitten hindurch zwischen einem mythischen Reden vom Ende und dem Verzicht auf die Hoffnung, nicht zu reden von der platten Lehre von dem ausgebliebenen Kommen des Rei­ches, in welcher der Verzicht auf Hoffnung heute ihren Ausdruck gefunden hat.

In diesem Zusammenhang muß der Name des jüngeren Christoph Blumhardt genannt werden, der lange vor Albert Schweizer und den ihm folgenden Entmythologisierungs­theologen, von der offiziellen Schultheologie freilich seltsam unbeachtet, den eschatologi­schen Charakter der Botschaft Jesu in seiner grundsätzlichen Bedeutung erkannt und biblisch realistisch vertreten hat. Karl Barth hat damals eine der besten, wenn nicht die bisher beste, jedenfalls einfachste Einführung in die Gedankenwelt Blumhardts geschrieben. Sie findet sich am Schluß des ersten Predigtbüchleins, und sie hat, wie wir unseren Briefblättern entneh­men können, noch die Zustimmung Blumhardts selber gefunden. In seiner späteren «Ge­schichte der protestantischen Theologie» hat er den älteren Blumhardt noch einmal darge­stellt. Aber neben Blumhardt müssen auch die Namen der beiden Schweizer Theo­logen Leonhard Ragaz und Hermann Kutter genannt werden. Sie sind die Väter des religiösen Sozialismus, zu dem Karl Barth damals, allerdings unter starken Vorbehalten, eine Zeitlang sich bekannt hat. Karl Barth ist freilich aus guten Gründen nie Ragazianer, auch nicht Kut­teranhänger geworden. Er empfing von Ragaz, vor allem von Kutter, starke Anstöße. Aber gerade um der Nähe willen, in der er sich zeitweilig zu ihnen befand, fehlt es nicht an ebenso starken Abgrenzungen ihnen gegenüber. Die Spuren davon finden sich in unseren Brief blät­tern, eignen sich aber um ihrer zeitbedingten Schärfe willen nicht für den Abdruck. Gerade weil Karl Barth Kutter und Ragaz nahe begegnet ist und doch deren Position nicht ein­fach teilen konnte, mußte er sich in diesen Jahren wie mit einem Ruck auch wieder von ihnen befreien und seinen eigenen Weg weitergehen.

Dieser sein eigener Weiterweg tritt deutlich zutage in der zweiten Fassung des Römer­briefes. Dessen Abfassung fällt eben noch hinein in die Safenwiler Zeit. Der Abschluß des Manu­skriptes ist erfolgt, als Karl Barth nach Göttingen übersiedelte. In diesem Werk ist nun endgültig auch der letzte Rest von innerweltlichem Entwicklungsdenken abgestreift. [834] Karl Barth verzichtet auf alle idealistischen, neukantischen Begriffsformen. Das Schema endlich-unendlich wird nicht mehr gebraucht, um den Unterschied zwischen Himmel und Erde, Gott und Mensch auszudrücken. Überhaupt tritt er hervor aus allen Deckungen unter jeglichen Schutzdächern weltanschaulicher Art. Er lehnt es fortan ab, sich irgendeiner onto­logischen Substruktion zu bedienen, um seine theologischen Aussagen zu sichern. Er wird darum auch durch die später auftretende Entmythologisierungsthese und deren Lehre vom Vor Verständnis sich nicht beirren lassen und wird von der Existenzphilosophie zwar Kenntnis nehmen, aber an ihr vorbei Vorwärtsgehen. Den tiefen Substanzverlust einer auf sie sich gründen wollenden Theologie hat er also auf alle Fälle nicht mitzuverantworten. Deren Schei­tern liegt ja bereits zutage. Sie setzt die Entmythologisierung konsequent fort bis zur Ent­kerygmatisierung. Karl Barth aber bleibt seinem Ansatz treu. Ihm geht es gerade und ein­deutig um Kerygma, um die Verkündigung und die sich darum sammelnde Gemeinde. Er erwartet davon und davon allein die Erhellung und Auflösung all der dunkeln Rätsel, von denen die Existenz des Menschen bedroht ist. Verkündigung aber gibt es nur als Verkündi­gung des Wortes Gottes aus der als Offenbarungsurkunde verstandenen, durch den heiligen Geist eingegebenen und immer neu lebendig werdenden Heiligen Schrift. Eben deshalb lehnt er alle anderen Quellen der Erkenntnis Gottes und des Menschen so radikal ab. Nicht umsonst und nicht nur zufällig hat er der noch aus der Safenwiler Zeit stammenden zweiten Predigt­sammlung « Komm, Schöpfer Geist» das Calvinwort« Deus in sua inscrutabili altitudine non est investigandus» als einziges Vorwort beigegeben. Gott ist wirklich Gott, und sein Himmel ist nicht nur irgendeine Überwelt, sondern der Himmel Gottes allein. Der Mensch aber ist auf Erden und bleibt auf Erden, er ist der Mensch des Fleisches, der Sünde und der Todesverlo­renheit. Gott muß und will und wird zu ihm kommen auf diese Erde, in seine Sünde und sei­nen Tod, wenn ihm denn Hilfe werden soll. Dieser Weg von oben nach unten ist der einzige Zugang des Menschen zu Gott und zum ewigen Leben. Es gibt nach jenem Worte Calvins keinen, wirklich keinen Stapfelberg natürlicher oder über­natürlicher menschlicher Erkenntnis, keinen Weg menschlicher, auch nicht religiöser mensch­licher Bemühung, über den hinauf man zu Gott emporsteigen könnte. Es gibt keinen Weg von der Natur zur Gnade, nicht einmal einen Anknüpfungspunkt, etwa eine Ansprechbarkeit des Menschen für Gott in der Natur. Es gibt einzig und allein den Weg der Gnade selber, und das heißt den Jesus-Christus-Weg. Gna­de ist immer Jesus-Christus-Gnade, sie ist es schon im Alten Testament. Denn Gnade ist immer, sie ist schon im Zeugnis der Propheten die Fleischwerdung des Wortes in Jesus Chri­stus. Karl Barth hat später Wilhelm Vischers «Christuszeugnis des Alten Testaments» bei aller Erkenntnis der Unterschiede zwischen den Testamenten voll aufgenommen. Die Fleisch­werdung des Wortes in Jesus Christus schließt die historische Erforschung des Alten Testa­mentes so wenig aus wie die des Neuen Testamentes. Sie schließt sie im Gegenteil ein. Das heißt freilich nicht, daß doch wieder auf dem Wege der Historisierung eine Lücke geöffnet werden soll für das Einströmen einer natürlichen Theologie.

Von daher ist die selbst die Theologie der Reformatoren übertreffende christologische Kon­zentration in der späteren «Kirchlichen Dogmatik» Karl Barths zu verstehen. Von daher die scharfe Abgrenzung, die Karl Barth treffen wird gegenüber der katholischen Theologie und Kirche mit ihrer Lehre vom Zusammenspiel von Natur und Gnade, von der analogia entis, von der darauf sich gründenden Mariologie. Von daher auch die schon in der Frühzeit sich an­bahnende Trennung von Weggefährten wie Friedrich Gogarten und Emil Brunner. Die Schärfe, in der diese Trennung später erfolgt ist, kommt aus der Unruhe und Angst, es könnte durch irgendeine, wenn auch noch so interessant begründete, viel­leicht pädagogisch oder psychologisch oder apologetisch-eristisch oder durch die Rücksicht auf das moderne Weltbild und den kirchenentfremdeten, den «mündig gewordenen» Men­schen von heute missionarisch begründete, Anleihe bei irgendeiner Form und Weise natür­licher Gotteserkenntnis der reine Gnadencharakter der Errettung und Versöhnung dieses Menschen in der Verkündigung der Kirche verdunkelt und verwischt, es könnte also damit dieser Mensch um die wirkliche Er­kenntnis seines Heils und also um seinen Glauben [835] gebracht werden. Hier konnte und durfte kein Nachgeben, auch nicht um Haaresbreite stattfinden.

Es ist ein überaus steiler und beschwerlicher Weg und, in den Anfängen jedenfalls, ein völlig einsamer Weg, der hier eingeschlagen wird. Die Rechtfertigung aus Gnaden allein mußte ganz neu und eindeutig herausgearbeitet werden. Das ist die Bedeutung der neuen zweiten Fassung des Römerbriefes. Mit ihr beginnt der Einstieg in diesen steilen Gratweg. Wie radikal hier vorgegangen werden mußte, zeigt sich vor allem in der Abrechnung mit allem religiösen Wesen, auch und gerade mit allem christlich sich gebärdenden religiösen Wesen. Es ist der Kampf gegen die falsche Rechtfertigung durch die «Werke des Gesetzes», der hier durchge­fochten wird. Im religiösen Verhalten des Menschen, wo immer es sich findet, erreicht der Versuch des Menschen, sich durch seine Opfer und die Erfüllung reli­giöser Gesetze selber vor Gott zu rechtfertigen, erreicht also der Widerstand gegen Gott, gegen seine Gnade und sein Gebot, die höchste Spitze. Da bricht die Sünde übermächtig aus in ihrer eigentlichen und här­testen Gestalt. Da zeigt sich die Welt in ihrer wahren Gott­losigkeit. Die sich fromm gebär­dende Welt ist die schlimmste Weise der Welt. Um der Sünde dieser Welt willen mußte Chri­stus sterben. So versteht Karl Barth den zornigen Angriff des Apostels gegen alle Gesetzes­werke. So stehen sich in seiner Auslegung Gnade und Religionswesen schroff gegenüber. Darum ist die Gnade niemals «billige Gnade», sondern sehr teure Gnade, weil sie die Gnade des Blutes Christi ist, die allein den Zorn Gottes über «alles ungerechte Wesen» stillt, und die durch keinen vom Menschen und zu allerletzt vom frommen, vom religiösen Menschen zu erlegenden Preis zu ersetzen oder gar zu erkaufen ist. Darum ist aber auch die Hoffnung so groß für den Menschen, weil die Gnade nicht nur dem «guten», dem «frommen», dem «christ­lichen» Menschen gilt, son­dern dem Menschen als Menschen, also den aller ihrer angemaßten Frömmigkeitsprädikate entkleideten Menschen, also den als gottlos entlarvten, den sich als verworfen erkennenden Menschen, den im Tode Gerichteten, den in die Hölle Versinkenden. All denen gilt Gnade, denn für sie gibt es nur noch eine Hoffnung: Christus. So versteht Karl Barth Römer 1, 16 und 17, das große Thema des Briefes. Und dieses Verständnis führt ihn weit weg von der wohltemperierten Auslegung und der ihr entsprechenden Predigt der Kirche seiner Zeit. Es glüht und brodelt durch seinen Kommentar hindurch wie in einem Vulkan. Aber eröffnet dieses neue Verständnis der Botschaft des Römerbriefes nicht zugleich ein neu­es Verständnis für den Menschen unserer Zeit? Eine neue Solidarität der Kirche mit der Welt, nicht im Sinne einer «billigen Gnade», wohl aber in der Richtung jenes geheimnisvollen «Es­sens und Trinkens mit den Zöllnern und Sündern» im Evangelium? Eine neue Möglichkeit also, dieser von Gott nicht preisgegebenen, sondern unbegreiflich geliebten Welt, diesem welt­lichen Menschen von heute die frohe Botschaft in neuer Weise nahezubringen? So öffnet gerade der kompromißlose Rückzug auf die Heilige Schrift und auf den in ihr offenbaren Christus die Türe weit zu denen draußen, die von der klerikalen «positiven» und auch von der pietistischen Predigt, aber ganz gewiß erst recht von der kompromißgeschwächten libe­ralen und kulturfreudigen Bildungspredigt nicht mehr erreicht werden. Wohl hat in unseren Tagen der mit diesen Problemen in letztem Ernste ringende Dietrich Bonhoeffer, im Blick auf Karl Barths Konzentration auf die Heilige Schrift allein, auf die in ihr offenbare Christus­gnade allein, nicht ohne Befremden vom « Offenbarungspositivismus » Karl Barths gere­det, aber der gleiche Bonhoeffer hat, wie aus «Widerstand und Ergebung» hervor­geht, die große Nähe zu Karl Barth empfunden, in der er selber mit seiner Sicht vom areligiösen Men­schen steht, jenem Menschen, der in einer «mündig gewordenen» Welt leben muß, «ac si deus non daretur», und der gerade so ganz nahe bei dem großen Geheimnis der Liebe Gottes zu dieser Welt lebt. Ausdrücklich bezieht sich Bonhoeffer für diese neue Erkenntnis der menschlichen Lage auf Karl Barths zweiten Römerbrief.

Karl Barth ist in diesen Jahren in seinen Forschungen und seinen Predigten der ur­sprüng­lichen Mitte des neutestamentlichen Zeugnisses wieder neu ansichtig geworden. Wenn er auch selber immer wieder sagen muß, daß er «die Bergwerke und Meerestiefen» etwa des Römerbriefes bei weitem nicht ausgeschöpft habe, so läßt er sie doch wieder erahnen. Er [836] hat dabei von Anfang an gewußt um das, wie man heute sagt, mythische und legendäre, das also in einem ganz andern als dem des modernen Weltbildes daherkommende Gewand des neutestamentlichen Zeugnisses. Nie hat Karl Barth die begründeten Erkenntnisse der histo­risch-kritischen Forschung verleugnet. Er war froh darüber, durch sie befreit worden zu sein von dem Dogma eines falschen «Offenbarungspositivismus». Aber er hat sich nicht da­zu davon befreien lassen, um sich alsbald einem neuen liberalen Dogma von der Gültigkeit des heutigen Weltbildes der biblischen Wahrheit gegenüber zu unterwerfen. Er hat es gewagt, quer durch alle «Mythen und Legenden» hindurch die Stimme der biblischen Zeugen wieder ernst zu nehmen, und zwar bis zum letzten Buchstaben. Er hat dabei jene Entdeckung ge­macht, die er in der Frühzeit mit dem gewiß diskutierbaren, aber die Sache treffenden Begriff der « Urgeschichte» ausgedrückt hat. Unter Urgeschichte verstand er das Geschehen, von dem die biblischen Zeugen reden als von einer «damals und dort», «in den Jahren 1 bis 30», wie das «sub Pontio Pilato» des Bekenntnisses wiedergegeben wurde, in der Geschichte sich ereignenden göttlichen Geschichte, in der alle Geschichte ihre heimliche Mitte hat, weil dort die ewigen Entscheidungen gefallen sind, die das Leben aller Menschen zu allen Zeiten bestimmen.

Karl Barth hat diesen Begriff der Urgeschichte bei Franz Overbeck gefunden. Over­beck, der Patristiker und Freund Friedrich Nietzsches, hatte seinerseits und längst vor Karl Barth einen Angriff auf die «Christlichkeit der Theologie» seines Jahrhunderts unter besonderer Abzielung auf Harnacks Geschichtsdarstellung des Urchristentums geführt. Karl Barth empfand bei allen Unterschieden eine Verwandtschaft zu Overbecks Ein­sichten. Es war damals in den Safenwiler Jahren eben ein aus dem Nachlaß Overbecks herausgegebenes Werk «Christentum und Kultur» erschienen. Karl Barth hat es analysiert und eine Studie darüber geschrieben unter dem Titel «Zur innern Lage des Christen­tums». Sie hat Kopfschütteln und Widerspruch erregt. Es wurde behauptet, seine Deutung Overbecks beruhe auf Unkenntnis des wirklichen Overbeck. Aber Karl Barth hat durch den nach außen sich skeptisch gebenden Overbeck hindurch dessen eigentliche Intentionen gewiß nicht unrichtig dargestellt und ihn im letzten Grunde gut verstanden, wahrscheinlich ihn sogar besser verstanden, als dieser sich selbst verstand. In unseren Briefen findet sich die Er­wäh­nung eines Besuches Karl Barths bei der damals noch in Basel lebenden Witwe Over­becks, die Karl Barths Deutung des Lebenswerkes ihres Mannes völlig bejahen konnte.

Bei dieser Darstellung der Frühzeit Karl Barths darf freilich nicht fehlen ein Blick auf die engere kirchliche Umgebung, in der es damals zu stehen und zu leben galt. Karl Barth hatte es nicht nur leicht mit seiner Gemeinde, seine Gemeinde gewiß auch nicht nur leicht mit ihm. Daß seine politischen Stellungnahmen zu Kämpfen führten, ist schon erwähnt worden. Daß seine Predigten der Gemeinde viel zugemutet haben an innerer Arbeit des Verstehens, muß gewiß nicht besonders gesagt werden. Er selber hat darunter gelitten, daß er nicht «der Pfar­rer» sein konnte, «der es den Leuten recht macht». Eine Predigt mit dieser Überschrift ist da­mals in Safenwil gedruckt worden und hat über Safenwil hinaus Eindruck gemacht. Aber es darf gesagt werden, daß er eine treue «kleine Herde» um sich hat sammeln dürfen, die ihren einstigen Pfarrer bis heute nicht vergessen kann. Besondere Mühe verwandte er auf seinen Konfirmandenunterricht, wenn er auch darüber klagt, daß gerade diese Seite des Amtes ihm selber besondere Mühe bereitet hat. Es liegen ungedruckt mehrere seiner damaligen Unter­richtsgänge in von ihm verfaßten Leitsätzen vor, die zeigen, wie er es versuchte, die Jugend in die Botschaft der Bibel einzuführen. Zur kirchlichen Umwelt gehören aber gewiß auch die damaligen Mitpfarrer in der aargauischen und schweizerischen Kirche und darüber hinaus. Karl Barth wirkte unter ihnen, wie kaum anders zu erwarten war, in seinem theologischen und kirchlichen Aufbruch als Unruhe­herd. Es kommt an Pastoralkonferenzen, im Pfarrkränz­chen und an Synoden zu kräftigen Auseinandersetzungen. Es werden Klingen gekreuzt zur Rechten und zur Linken, und das Verhältnis zu den «Andern», den Amtsbrüdern und den kirchlichen und theo­logischen Größen jener Tage – ich denke im schweizerischen Raum etwa an Paul Wernle in Basel, im deutschen an Martin Rade oder sogar an Adolf Harnack, zwischen dem [837] und Karl Barth später berühmt gewordene «Anfragen» und «Antwor­ten» hin und her gingen – war ein sehr dialektisches! Aber konnte es anders sein? Wir sehen Karl Barth vor uns treten als einen, der einen Ruf gehört hat von weither und ihm nun fol­gen muß. Die «Andern» aber sind diesem Ruf noch nicht verhaftet und umstehen den seinem Ruf bereits Verhafteten als einstweilen noch Freigelassene, die keine Lust haben, diesem Ver­hafteten auf seinem von dem ihrigen so weit abführenden Wege zu folgen, ja, die ihn gerade­zu davon abhalten und also nicht durchlassen wollen. Warum tanzt er denn aus der Reihe? fragen sie. Warum denkt er Dinge, die niemand sonst denkt? Warum wagt er Schritte hinaus über alle bekannten Grenzpfähle in eine neue, gefährliche Weite und Höhe? Auch diese da­mals schon umstrittene und schwer zu ertragende Haltung Karl Barths spiegelt sich deut­lich in seinen Briefen. Aber vielleicht ist es gerade gut und sogar tröstlich darum zu wissen. Walter Lüthi hat sicher nicht unrecht, wenn er mir im Blick auf diese von mir versuchte Darstellung der Frühzeit Karl Barths schreibt: «Es wird vor allem der jungen Generation unter uns Pfarrern guttun, ein wenig Einblick darein zu bekommen, wie alles kam. Barth muß ja den Jungen in seiner Abgeklärtheit und Überlegenheit oft eher eine Not sein. Und es ist wichtig, daß sie vernehmen, daß dieser alte, starke Wein auch einmal gegoren hat – und wie!»

Wichtiger aber ist das andere, daß wir erkennen, wie die Fragen und Aufgaben, vor die der junge Karl Barth sich in hoher Dringlichkeit und Ernsthaftigkeit gestellt sah, im Wesent­lichen keine andern sind als diejenigen, vor denen jeder ernsthafte Theologe und Pfarrer heute aufs neue steht, wenn er nur ein wenig weiß, um was es geht, und nicht steckenbleibt in seinen persönlichen Lebensproblemen oder seinen kirchlichen, konfessio­nellen oder gelehrten Son­derinteressen. Wichtig ist, zu hören auf die Antworten, die Karl Barth damals gefunden hat und die er bis heute zu geben versucht. Denn in den Stationen des Weges, die Karl Barth in der Frühzeit durchlaufen hat, spiegelt sich ja schon der ganze Weiterweg seines Schaffens. Da ist damals schon und heute wieder die Frage nach der rechten Predigt als oberstes Anliegen. Da ist die Aufgabe des rechten Schriftverständ­nisses, weil doch Predigt nichts anderes sein will als Auslegung der Heiligen Schrift. Da ist der Auftrag, die Botschaft der Heiligen Schrift als Botschaft von Christus und seinem kommenden Reich so auszurichten, daß der Mensch von heute sie verstehen kann, davon bewegt und verwandelt wird. Da ist also die Frage nach der lebendigen Gemeinde, die sich für diesen Menschen verantwortlich weiß, die also nicht wieder nur religiöse Gefühle, Meinungen und Worte pflegt und anbietet, sondern die sich allein um Gottes Wort sammelt, das unsichtbare und das sichtbare, und es in Kraft auf den Leuchter stellt in Verkündigung und Leben, in Wort und Tat. Da ist das Rätsel dieses moder­nen Menschen von heute selber, den es ganz neu in seiner Existenz vom Worte Gottes her zu verstehen, mit dem es in Brüderlichkeit von Christus her solidarisch zu werden gilt. Und da ist das noch größere Rätsel der überkommenen Kirche, die statt immer neu auf das Ereignis der Offenbarung zuzugehen, in ihren Institutionen sich verfängt und erstarrt, und die damit zu dem halb feierlichen, halb langweiligen Orte geworden ist, an dem die Welt mit ihren Illu­sionen und ihrer Illusionslosigkeit vorübergeht. Und doch muß sie ganz neu erwachen, ganz neu auf­erstehen, diese Kirche. Denn da sind die wahrhaftig ernsten und dringenden Probleme dieser Welt, in der wir zu leben haben, einer Welt, die, ob sie es nun weiß oder nicht, auf nichts anderes wartet als auf das Evangelium. Oder gibt es eine andere Antwort auf ihre Prob­leme, eine andere Antwort für jedes einzelne Kind dieser Welt in seiner Not und Schuld als die des Evangeliums? Ich weiß keine! Dieses antwortende Wort an die Welt, das «poli­tische» Wort also, wie das Wort für jeden einzelnen muß der Kirche neu geschenkt werden.

Da sind sie, die Fragen und die darauf versuchten Antworten, um die es damals Karl Barth in seiner Frühzeit ging, um die es ihm bis heute geht. Um die es aber nicht nur ihm, sondern uns allen gehen muß und geht. Darum hat es wohl einen Sinn, auf den Weg Karl Barths schon in der Frühzeit zu achten.

Und nun sehen wir ihn aus seinen Briefen als Wanderer durch diese ersten Jahre seines Schaf­fens gehen, ganz nah und menschlich und gewiß auch gebrechlich, mitten unter den [838] Zeitge­nossen von damals als noch Unbekannten und Ungenannten, und doch der Ver­heißung gewiß, die jede rechte, das heißt geistlich aufgefaßte und betriebene theologische Arbeit im­mer hat, wo sie auch geschehe.

Karl Barth hat einmal mir zum Trost in den frühen Jahren des Suchens und der Be­drängnis in das Gästebuch des Leutwiler Pfarrhauses den Vers geschrieben:

Wir wollen, pilgernd unter Andern,
in unsrer Art beharrlich sein.
Vermutlich stellt sich dann im Wandern
des längern Atems Vorzug ein.

Er hat viele Jahre später, im Frühjahr 1926, die nachfolgende «Retraktatio» zu diesem frühe­ren Eintrag geschrieben:

Wir wollten, pilgernd unter Andern,
in unsrer Art beharrlich sein.
Da stellten alsgemach beim Wandern
auch uns sich Atemnöte ein.

Wir wandern nun in Mittagshitze.
Es wird nicht mehr so viel gelacht.
Und stumpf ist manches Hornes Spitze,
von dem wir einst Gebrauch gemacht.

Der liebe Gott läßt uns zu Zeiten
«in unsrer Art beharrlich sein».
Dann zeigen sich die Schattenseiten,
dann tritt die nötige Dämpfung ein.

Doch soll die Dämpfung uns nicht mindern
die bessere Wanderzuversicht:
Es scheint den Sündern, scheint den Kindern
beharrlich neu das alte Licht.

Quelle: Antwort. Karl Barth zum siebzigsten Geburtstag am 10. Mai 1956, Zollikon/Zürich: Evangelischer Verlag, 1956, 831-838.

Hier Thurneysens Text als pdf.

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