Max Josef Metzgers Missionsbrief „Der Himmel in uns“ von 1939: „Das ist das fruchtbarste Geheimnis unseres Glaubens: des dreieinigen Gottes Leben in uns. Ein Geheimnis, das wir nicht in „Begriffe“ fassen können und das doch darum nicht minder Tat­sache ist.“

Zeugnis dafür, wie Max Josef Metzger als Initiator der Una-Sancta-Bewegung theologisch argumentiert, ist sein Missionsbrief vom November 1939:

Der Himmel in uns. Missionsbrief

Von Dr. theol. Max Josef Metzger S. Chr. R.

Wenn Du nur ernstlich willst,
so ist der Himmel Dein.
Wie unermeßlich reich
kann auch der Ärmste sein!
(A. Silesius)

Kein Wort hat in der Vorstellung des Gläubigen heute lebendige­ren Klang als das Wort „Himmel“. In den Himmel zu kommen, das ewige Leben der Seligkeit im Himmel zu erwer­ben, das ist der Inbegriff des religiösen Hoffens und Verlangens der meisten Chri­sten.

Gibt ihnen der Völkerapostel nicht recht, wenn er (Phil 3,20) davon spricht, daß der Christen „Heimat“ oder „Vaterland“ „politeuma“ im Himmel sei im Gegensatz zu den Diesseitsmen­schen, die nur nach Besitz und Genuß irdischer Güter haschen? Lenkt nicht der Herr selbst mit all seinen Gleichnisreden immer wieder das Augenmerk der Seinen auf das „Reich der Himmel“ und das „ewige Leben“? Ist das nicht die christliche Hoffnung schlechthin, von der Paulus glücktrunken spricht: „Kein Auge hat’s gesehen, kein Ohr gehört, keines Menschen Herz erfaßt es, was Gott de­nen bereitet hat, die ihn lieben“ (1 Kor 2,9)?

Kein Zweifel, daß wir in gläubiger Sehnsucht ausschauen dür­fen nach der „Wohnung“, die Er selbst uns bereitet (Joh 14,2), nach der „unverwelklichen Krone der Herrlichkeit“ (1 Petr 5,4), nach jenem Tag, da Er jede Träne von unseren Augen wischen wird, da es keinen Tod mehr geben wird, kein Leid, keine Klage, keinen Schmerz (Offb 21,4), daß wir harren dürfen und sollen des „neuen Himmels und der neuen Erde“ (Offb 7,17), da das „Jerusalem“ der Erfül­lung (Off 3,12; 21,2) herniedersteigt und unverlier­bare Seligkeit allen verwirklicht, die das Zeichen des Lammes auf der Stirne tragen (Offb 7,3; 14,1).

Aber ist es nicht doch bedeutsam für den Christen, daß eigent­lich fast mehr als von dem „Himmel“ und dem „ewigen Leben“ der Zukunft in den heiligen Schriften die Rede ist von der Gegenwart dieses „Reiches der Himmel“ und dem schon jetzt gegebenen Besitz des „ewigen Lebens“?

In der Tat: Himmel und ewiges Leben sind keineswegs nur Gü­ter, auf die wir hoffen. Sie sind schon heute gegeben, wenn auch vielleicht mehr in der Art eines Lebenskeimes, der erst sich entfal­ten soll, so daß in der Tat das Himmelsglück und die Seligkeit der Lebensverklärung einem „anderen Leben“ vorbehalten sind, in das dieses Leben der Zeit endgültig „verwandelt“ werden soll mit dem Abbruch der Zelte auf Erden (Präfation der Totenmesse).

Das „Himmelreich“ oder das „Reich Gottes“ – die Evangelisten gebrauchen diese beiden Aus­drücke für die gleiche Sache – ist schon unter uns (Luk 17,21)! „Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben“ (Joh 6,54). So sagt uns der Herr.

Was ist nun dieserHimmel“? Was ist das „ewige Leben“,wie es Christus meint?

Die göttliche Offenbarung gibt uns keine näheren Aufschlüsse über den „Ort“ des „Himmels“. Es ist eine Eigenheit des Heiligen Geistes, uns in vielem die geheimnisvolle Tatsache zu offenbaren, ohne das Geheimnis selbst zu lüften, dessen Enthüllung vorbe­halten ist jener seligen Zeit, da wir Gott schauen von Angesicht zu Angesicht, indes wir heute noch nur wie in einem Spiegel und in Rätseln (1 Kor 13,12) erkennen, was der Glaube uns lehrt.

Eines ist gewiß: Der Himmel ist da, wo der dreieinige Gott ist. Das ist der Himmel der seligen Geister, unaufhörlich in beglückender Anschauung und Liebe des ewigen Gottes zu stehen und erkennen und zu vollziehen. Das ist das „ewige Leben“ und die Seligkeit wie der Engel so auch aller „Heiligen“ Gottes.

Ist dieser „Himmel“ uns Menschen auf Erden fern? Ist Gott uns fern?

Unzweifelhaft ist Gott weltenfern. Er thront über den „Him­meln“, d. h. Seine Macht be­herrscht die unvorstellbaren Welten­räume, die zu durchmessen das blitzschnelle Licht Jahre und Jahrzehnte braucht. Aber ebenso wahr ist es: Gott ist allem Sein und Leben nah. Er ist ja der Schöpfer des Alls. Und Er „schuf nicht den Himmel und ging dann davon. Nein, was von Ihm stammt, ist und bleibt in Ihm“ (Augustinus). Er „erfüllt den Erdkreis“ (Weish 1,7). „Him­mel und Erde sind voll von Seiner Herr­lichkeit“ (Te Deum).

Gott ist nahe insbesondere uns Menschen. So nahe, daß man mit Recht sagen kann, Er sei uns näher als wir uns selbst. Er ist uns nicht bloß so nahe wie die Atmosphäre, in der wir leben und atmen. Er ist die letzte Kraft, die jeder Zelle das Leben erhält, ja die Atome all der Billio­nen von Molekülen zusammenbindet, die den Zellenstaat des menschlichen Körpers aufbauen. „In Ihm le­ben wir, bewegen wir uns und sind wir“, sagte Paulus den Athe­nern auf dem Areo­pag (Apg 17,28).

Aber so unausdenkbar innig diese unsere naturgegebene Bezie­hung zu Gott dem Schöpfer und Erhalter ist auf Grund der Tatsa­che, daß wir als Gottes Geschöpfe von Gottes Willen gleich­sam jeden Augenblick immer wieder neu geschaffen werden, so ist doch auf Grund des Gna­denstandes ein geheimnisvolles Verhält­nis zu Gott dem Dreieinen eingetreten, das durch keine menschli­che Erfahrung und Vorstellung erfaßbar ist, das aber als Tatsache uns von Gott enthüllt wurde.

In dem nächtlichen Gespräch, das Nikodemus mit dem Herrn führte (Joh 3,1-21), spricht Christus von dem Geheimnis, das al­les menschliche Begreifen übersteigt. Er nennt es die „Wiederge­burt aus dem Wasser und dem Heiligen Geiste“ (Vers 3). Wir wissen, was damit gemeint ist: die heilige Taufe.

Was ist geschehen in jener Stunde, da im Namen der heiligen Dreifaltigkeit das Taufwasser über unsere Stirnen rann?

Petrus wagt einmal den fast vermessen erscheinenden Aus­druck von der „Teilhabe an der göttlichen Natur“ (2 Petr 1,4). Nichts Geringeres ist tatsächlich die Frucht der heiligen Taufe. In diesem „Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geiste“ (Tit 3,5) wurden wir „aus Gott geboren“, wie der Eingang des Johannesevangeliums es ausdrückt (Joh 1,13). Und dadurch haben wir als „neue Menschen“ (Kol 3,10) die „Macht“ erhalten, „Gotteskinder zu werden“, die „aus Seiner Überfülle empfangen haben Gnade um Gnade“ (Joh 1, 12.16). So heißen wir nicht nur Kinder Gottes wie aus Gnade „angenommene“ Kinder, sondern sind es in Wirklichkeit (1 Joh 3,1), „weil aber Kinder, so auch Er­ben: Erben Gottes und Miterben Chri­sti“ (Röm 8,17).

Das ist das unerhört Große, dessen wir noch viel zu wenig bewußt sind: durch die heilige Taufe sind wir in ein echtes Kindes­verhältnis zu Gott getreten, weil Er uns in Seine göttliche Natur hineingenommen hat. in der Taufe ist die heiligste Dreifaltigkeit in unsere Seele einge­zogen (Joh 14,23) und weckt und erhält nun das „übernatürliche“ geheimnisvolle „neue Leben“ (Röm 6,4) in uns. Wir sind in Wahrheit lebendige Tempel des allheiligen Got­tes (1 Petr 2,5) geworden.

„Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid?“ fragt der Völ­kerapostel die Korinther (1 Kor 3,16). Und er betont es noch ein­mal: „Der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr!“ (Vers 17).

„Wisset ihr nicht …?“ Müßte der Apostel die Frage nicht an uns richten?

Gewiß, wir haben schon davon gehört. Aber es schien uns ein schönes Bild, keine lebendige Wirklichkeit. So ist die Vorstellung davon uns nicht mehr so lebendig wie den Christen der ersten Zeit. Daß Gott im „Gotteshaus“ gegenwärtig ist, daß Christus im Tabernakel der Kir­che aufgesucht werden kann, das ist uns geläu­fig. Aber daß wir seit der heiligen Taufe in der Tat selbst Taberna­kel des ewigen Gottes geworden sind, daß der ewige Gott wahrhaft und wirklich in uns wohnt und in der heiligen Euchari­stie diese lebendige Gegenwart in uns immer erneuert und ver­tieft, dieser Gedanke hat noch nicht die lebensbestimmende Kraft in uns erlangt, die er verdient. Sonst fühlten wir, daß wir – den Himmel in uns tragen.

Gott in uns!

Der „Vater unser“, zu dem wir beten, ist „wahrlich nicht ferne einem jeden von uns“ (Apg 17,27). Er ruft uns jeden Augenblick mit unserem Namen: „Mein bist du!“ (Is 43,1). Er wartet zu jeder Stunde auf die Antwort des Kindes: „Abba! Vater!“ (Röm 8,15). Als vollberechtigte und geliebte Kinder wissen wir uns in Seiner machtvollen Hand geborgen. Voll kindlichen Vertrauens kom­men wir zu Ihm in all unserer Not und Drangsal. Aber wir brau­chen Ihm gegenüber nicht viele Worte zu machen: „Der Vater weiß von selbst, wessen ihr bedürfet“ (Mt 6,8). So vertrauen wir Ihm blind: „Müßt’ ihr auch wandern in Todesschatten, ich fürcht’ kein Unheil. Du bist ja bei mir!“ (Ps 22,4). Nichts anderes denken und beten wir allezeit, als was Christus als Morgengebet Seines Lebens sprach (Hebr. 10,7): „Siehe, ich komme, o Gott, Dei­nen Willen zu vollziehen“,„wieim Himmel also auch auf Er­den“, daß „Dein Reich kom­me“ (Mt 6,10) zu uns und der ganzen Welt. Nichts anderes wollen wir erstreben, als die­ses Dein Reich und seine Vollendung, wissend, daß uns dann alles von Deiner Gnade hinzugege­ben wird (Mt 6,33).

Christus in uns! Wie oft schon ist etwas wie Neid über uns ge­kommen, daß die Apostel dem Herrn so nahe sein durften! Daß der Lieblingsjünger sein Haupt an des geliebten Meisters Brust le­gen durfte! Aber der Glaube lehrt uns: Jesus ist uns nicht ferner, Er ist seit der heiligen Taufe in uns und Wir in Ihm (Joh 6,56; 14,20). – Es ist eine unergründliche, aber darum nicht minder be­glückende Wahrheit: wir haben in der heiligen Taufe Sein Leben empfangen, ja wahrhaft und wirklich, daß der Apostel sagen konnte: „Ich lebe wohl, doch nicht eigentlich ich: Christus lebt in mir!“ (Gal 2,20). Das ist der tiefste Grund, warum wir alle Sein „Leib“ genannt werden (1 Kor 10,16; 12,13.27; Röm 12,5; Eph 1,23; 4,12; Kol 1,18) oder „Glieder“ an Seinem Leibe (1 Kor 6,15; 12,27; Eph 5,30). Wir sind ganz „in Christus“ (Röm 8,1; 2 Kor 5,17; Kol 2,6.10), Er ganz in uns (2 Kor 13,5; Joh 1,14). „Bist du getauft“, so spricht Cyrill von Jerusalem seine Taufbewerber an, „so ist der eingeborene Sohn Gottes deine innerste Herrlichkeit.“ Er ist in uns schon seit der heiligen Taufe. Und Er kommt zu uns, um sich im­mer inniger mit uns zu vereinigen, immer mehr unser Leben mit Seinem Leben zu ver­schmel­zen in heiliger „Kommu­nion“ (Lebensgemeinschaft). O seliges Wissen um den allzeit ge­genwärtigen Herrn und König in unserer Seele! Fruchtbares Wissen auch um die Gegen­wart Christi in der Seele all unserer Brüder und Schwestern! Wie werden sie „Nächste“ durch solches Wissen! Nächste, die auf unser ehrfurchtsvolles Lieben Anspruch haben! „Kirche“, „Gemeinschaft der Heiligen“ wächst aus sol­chem Wissen.

Da der Herr die Erde verließ, sandte Er Sein „Pneuma“, Seinen „Geist“, als „Parakleten“, als „Trösten“ und „Anwalt“, als Licht und Kraft unseres Lebens. Wunderbar ward die Macht dieses Hei­ligen Geistes offenbar an Pfingsten. Aber ist dieser Gottesgeist uns Heutigen fern? Ist Er nicht in uns als die verborgene, aber all­zeit wirksame göttliche Lebenskraft unserer Seele?“ „Wißt ihr nicht, daß eure Glieder Tempel des Heiligen Geistes sind, der in euch wohnt?“ (1 Kor 6,19). ja“, die Liebe Gottes ist in unsere Herzen ausgegossen durch den Heili­gen Geist, der uns gegeben ist“ (Röm 5, 5). Er ist es, der unsere Gedanken weckt, unser Ge­wissen anruft, unseren Willen antreibt zu der Liebe. Er ist es, der in uns betet, da wir selbst nicht imstande sind, die geziemenden Worte der Anbetung des ewigen Gottes zu finden. „Der Geist bezeugt es unserem Geiste, daß wir Kinder Gottes sind“ (Röm 8,16). „Der Geist kommt unserer Schwachheit zu Hilfe; wissen wir doch nicht, um was wir bitten sollten, wie es sich gebührt. Da tritt der Geist selbst für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern“ (Röm 8,26). Freuen wir uns der „Kraft des Heiligen Geistes, der in uns wohnt“ (2 Tim 1,7) und der herrli­chen Früchte, die Seiner Kraft entströmen (Gal 5,22). „Das Wasser der Taufe umspült den Kör­per. Der Heilige Geist aber durchdringt für immer tief innerlich die Seele“, erklärt Cyrill von Jerusalem seinen Täuflingen. „Wo der Heilige Geist ist, da ist Leben. Und wo Leben ist, ist auch der Heilige Geist“ (Ambrosius).

Das ist das fruchtbarste Geheimnis unseres Glaubens: des dreieinigen Gottes Leben in uns. Ein Geheimnis, das wir nicht in „Begriffe“ fassen können und das doch darum nicht minder Tat­sache ist. Schön sagt Lippert, der Theologe christlicher „Gnosis“: „Das Wohnen Gottes in der Seele läßt sich nur mit einem verglei­chen, und gerade das ist das Dunkelste und Unver­gleichlichste, was es gibt: mit dem Ineinanderwohnen der drei Personen im innergöttlichen Leben“ (Credo).

Verzichten wir darauf, durch menschliche Klügelei hinter das Geheimnis zu kommen! Neh­men wir es auf im Glauben und in der Liebe! Und freuen wir uns des Himmels, der dadurch offenbar wird in uns! „Wer Gott bei sich im Herzen trägt, der trägt das Pa­radies in sich“, meinte einmal Ignatius von Loyola. ja, das ist das ewige Leben und die ewige Seligkeit, an Gottes ewigem Leben teil­zunehmen, das Er selbst in uns führt. So sagt es uns schon Augu­stinus: „Ewiges Leben will Gott selbst Dir sein.“ „Durch die Teilnahme an Gottes ewigem Leben wird die Seele selig.“ Und Kardinal Faulhaber meint das gleiche, wenn er sagt: „Gott ist der Himmel, der das Heimweh der Seele erfüllt.“ Gott ist das ewige Leben und der Him­mel, der in der Zeit unseres irdischen Lebens in unserer Seele schon verborgen ist wie ein Senfkörnlein in der Ackerscholle und der sich entfaltet und vollendet an dem Tag der „Ernte“, da die Schleier fallen und Gott für uns „alles in allem“ wird.

Bis zu jenem seligen Tag pflegen wir unablässig die Gemein­schaft mit dem lebendigen Gott in uns, Gemeinschaft „ewiger Anbetung“ im ununterbrochenen Gebet unseres Lebens.

So zünden wir das ewige Lichtlein an vor dem großen allheili­gen Gott in uns und beten:

Dreieiniger, heiliger Gott! In Dir gründet mein ganzes Sein. Du durchwesest mein Ich ganz und gar. in Dir „lebe ich, bewege ich mich und bin ich“. Sei gelobt und angebetet immerdar im Her­zensgrund meiner Seele!

Ewiger Vater! Du hast mich geschaffen. Dein allwirkender Wille erhält mich jeden Augen­blick. Du durchwaltest mich alle­zeit in Deiner väterlichen Güte. Laß mich Dir danken, laß mich Dich preisen mit jedem Atemzug meines Lebens!

Ewiges Wort des ewigen Vaters! Gott und Menschensohn in einem! Du bist der Urgrund meines Menschenseins; in Dir, durch Dich und mit Dir nehme ich zugleich teil am göttlichen Leben. ja, Du selbst bist mein innerstes Leben seit der Wiedergeburt aus dem Wasser und dem Heiligen Geistes. Und täglich nährst Du mich aufs neue mit Deinem eigenen Fleisch und Blut und ziehst mich tiefer hinein in Dein gottmenschliches Leben. Sei allezeit angebetet in der Tiefe meines Herzens!

Ewiger Geist! Göttlicher Lebensquell! Ewige Liebe zwischen dem ewigen Vater und dem ewigen Sohn! Du bist auch der We­sensgrund der Liebe, die mich mit dem Vater und dem Söhne eint, der Lebensatem meiner Seele. Sei, Heiliger Geist, ohne Unterlaß gelobt und gepriesen im Grund meiner Seele! Dreieiniger, allheiliger Gott! Laß mich Dein lebendiger Tempel sein, in dem jeder Gedanke, jedes Wort und jede Strebung meines Seins Dich lobt und preist in Ewigkeit. Amen.

Verfasst Anfang November 1939 kurz vor Metzgers Inhaftierung im Zusammenhang mit Georg Elsers Bräuhauskeller-Attentat auf Adolf Hitler.

Quelle: Max Josef Metzger, Gefangenschaftsbriefe, hrsg. v. Matthias Laros, Mei­tingen: Kyrios-Verlag, 1947, S. 93-103.

Hier Metzgers Brief als pdf.

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