Karl Barth über Unsterblichkeit (1957): „Dieser ist der unsterbliche Gott: der eine, mit dem der Mensch es im Sterben zu tun bekommt. Dieser ist der Richter, dem er sein abgeschlosse­nes Dasein in seiner befristeten Zeit vorzuweisen hat. Die­ser ist das Jenseits seines Diesseits, die Zukunft seiner Gegenwart. Dieser aber ist offenbar als sein Jenseits, als seine Zukunft, auch eines jeden Menschen Hoffnung. In dem einen Menschen Jesus Christus hat er ja auch ihn nicht verworfen, sondern erwählt, ist er ja gerecht und barmherzig auch für ihn eingetreten, hat er ja auch ihn schon vom Tode errettet, hat er ja auch sein Sterbliches, wie es auch war, angenommen und mit Unsterblichkeit bekleidet, hat er ja auch ihm ewiges Leben geschenkt — alles in freier unver­dienter Gnade.“

Unsterblichkeit Von Karl Barth «Unsterblich» ist ein solches Wesen, das darum nicht sterben wird, weil es nach seiner besonderen Art … Mehr

Karl Jaspers, Unsterblichkeit (1957): „Die philosophische Einsicht ist nie wie ein Wissen, das ich besitze. Solange wir in der Zeit leben, ist uns die Sehnsucht nach der zeitlichen Gegenwart derer, die entschwunden sind, nur in der Erinnerung zu sein scheinen, unumgänglich. Uns ist in der Zeit die Trauer auferlegt. Durch keinen Unsterblichkeitsgedanken ist sie zu tilgen, aber sie ist selber hineinzunehmen in die übergreifende philosophische Einsicht.“

Unsterblichkeit Von Karl Jaspers Kein Mensch weiß, was nach dem Tode aus ihm wird. Von jeher glaubten die meisten und … Mehr

Hans Jonas, Last und der Segen der Sterblichkeit (The Burden and Blessing of Mortality, 1992): „Es ist eine Pflicht der Zivilisation, vorzeitigen Tod unter Menschen weltweit und in allen seinen Ursachen zu bekämpfen – Hunger, Krankheit, Krieg und so fort. Was unsere Sterblichkeit als solche angeht, so kann unser Verstand keinen Streit darüber mit der Schöpfung haben, es sei denn, er verneint das Leben selbst. Was jeden von uns betrifft, so könnte das Wissen, daß wir hier nur kurz weilen und daß unserer zu erwartenden Zeit eine unverhandelbare Grenze gesetzt ist, sogar nötig sein als Antrieb dafür, unsere Tage zu zählen und sie so zu leben, daß sie durch sich selber zählen.“

Last und der Segen der Sterblichkeit (The Burden and Blessing of Mortality) Von Hans Jonas Seit unvordenklicher Zeit haben Sterbliche … Mehr