Gisbert Greshake, Wüste – Ort der Gegenwart Gottes: „Wüste ist der Raum, wo der Mensch auf seine eigene Win­zigkeit und Ohnmacht verwiesen wird. Sie ist der Ort des Bö­sen und des Todes. Bis heute noch ist die geologische Wüste ein solcher Ort. Überall findet man Spuren des Todes: blei­chende Knochen von Kamelen, Schafen und Ziegen und zahlreiche Autowracks, die bezeugen, daß viele ihren Weg abbrechen mussten und nicht wunschgemäß ans Ziel gekom­men sind. Gerade so aber, als Ort des Todes und des Bösen, ist die Wüste ein Bild jener Dimension unserer Existenz, in der wir allein sind, verlassen, ungeborgen, vielen Gefährdun­gen ausgesetzt. Sie ist gleichsam eine ‚Ikone‘ dafür, daß es Augenblicke und Situationen in unserem Leben gibt, in de­nen wir auf unsere eigene Nichtigkeit zurückgeworfen wer­den und Todeserfahrung machen.“

Wüste – Ort der Gegenwart Gottes Von Gisbert Greshake Wenn in der Heiligen Schrift von Wüste die Rede ist, so … Mehr

Gisbert Greshake über das Wandern: „Wer wandert oder geht, stellt sich in einen Prozess der Wandlung. Wandern führt zum Wandel. Jeder Schritt vergrößert den Radius des Erschlossenen, der Blickwinkel ändert sich ständig; die Füße bewegen sich auf neue Bodenformationen, neue Aussichten treten vor Augen, neue Klänge in die Ohren.“

Über das Wandern Von Gisbert Greshake Wer wandert oder geht, stellt sich […] in einen Prozess der Wandlung. Wandern führt … Mehr

Gisbert Greshake über Ewigkeit und ewiges Leben: „Wer im Glauben und in der Nachfolge Christi steht, darf wissen, dass nicht nur seine Zeit und das, was in ihr geschieht, gerettet und bewahrt wird, sondern dass er schon jetzt einen ersten anfanghaften und dann einmal den vollendeten Anteil besitzt am ewigen Leben, das heißt an der alles umfassenden Seinsfülle Gottes.“

Ewigkeit/Ewiges Leben Von Gisbert Greshake 1. Die „Zeit“ Gottes Ewigkeit, ewiges Leben sind in der Hl. Schrift und in der … Mehr

Gisbert Greshake, Bemühungen um eine Theologie des Sterbens (1974): „Weil unser Leben im­mer auch ein Leben der Selbstbehauptung und Ichverkrampfung war, darum bedarf der Mensch im Sterben der Vergebung von Seiten Gottes; er bedarf des Ja Gottes zu seinem Leben, der Zusage, daß «Gott auch auf krummen Zeilen gerade schreibt». Eben dies ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Sterbeliturgie: sie sagt dem Sterbenden die vergebende Nähe Christi und die bedingungs­lose Annahme durch Gott zu.“

Bemühungen um eine Theologie des Sterbens Von Gisbert Greshake In den beiden letzten Jahrzehnten wurde eine Reihe von Beiträgen zu … Mehr

Gisbert Greshake, Zum Begriff der Zukunft: „Wo der Mensch versucht, das Ganze der Wirklichkeit in den Griff zu bekommen, wo er das Ganze (das „totum“) mani­pulieren und eine total heilvolle Welt herbeiführen will, da wird er – wie viele schmerzvolle Erfahrungen der jüngsten Gegenwart und Vergangenheit zeigen – not­wendig „totalitär“: er opfert das einzelne der Allgemeinheit, den Teil dem Ganzen, die Gegenwart der Zukunft.“

Zum Begriff der Zukunft Von Gisbert Greshake Zukunft als Werden (futurum) Das deutsche Wort Zukunft trägt eine seltsame Zweideutigkeit an … Mehr