Da bezieht sich Nerses IV. Schnorhali (1102-1173), herausragender armenischer Theologe und Dichter seiner Zeit, mit seiner typologische Auslegung der Geschichte…
Albrecht Grözinger, Karl Barth als Seelsorger: „Seelsorge ist bescheiden, und die Seelsorgerin/der Seelsorger sind keine ‚Gurus‘. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob Barth selbst, diesen Anforderungen als Seelsorger gerecht wurde. Diese Frage muss in aller Vorsicht gestellt werden. Am besten könnten dies die beantworten, die Barth selbst in der einen oder anderen Situation als Seelsorger erlebt haben. Wir wissen, dass Barth sehr schroff sein konnte und damit auch nicht wenige Menschen verletzt hat, unabhängig davon, ob es für diese Schroffheit nicht auch Gründe geben mag.“
Karl Barth als Seelsorger Von Albrecht Grözinger Es ist alles andere als selbstverständlich von Karl Barth als Seelsorger zu sprechen.…
Tagesgebet zum 11. Sonntag nach Trinitatis, 11. August 2024
Himmlischer Vater,Du unser Gott,in Demut hat sich dein Sohn der göttlichen Macht entäußertund wurde für uns menschenklein.Stelle uns als Sünder…
Karl Barth, Warum führt man den Kampf nicht auf der ganzen Linie? Der Fall Dehn und die ‚dialektische‘ Theologie (1932): „Dürfte es nicht möglich sein, dass man auch zur Fortführung des Falles Dehn nun allseitig an die theologische Arbeit ginge und daß dabei aus der Fortführung eine Erledigung werden könnte? Dürfte nicht sogar der in dieser Sache offenbar besonders grimmige Kollege Hirsch in Göttingen mit mir einig darin werden, dass es an der Zeit wäre, diesen Streit aus dem Bereich der Straße auf ein unser aller und vor allem der evangelischen Theologie würdiges Niveau zu erheben? Ich fürchte, daß er und ich uns weder theologisch noch politisch je verständigen werden. Ich hoffe aber, dass sein und mein primäres Interesse der Theologie und nicht der Politik gehört.“
Warum führt man den Kampf nicht auf der ganzen Linie? Der Fall Dehn und die ‚dialektische‘ Theologie Von Karl Barth…
Jürgen Roloff, Predigt über Offenbarung 21,1-7: „Inbegriff und Sinnbild dieser Treue Gottes ist die heilige Stadt, das neue Jerusalem. Johannes sieht sie auf die erneuerte Erde herabkommen, ‚bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann‘. Ich darf aus diesem sprechenden Bild heraushören: Für Gott ist seine Geschichte mit dem alten Jerusalem, jener Stadt im judäischen Bergland, weder eine belanglose Episode, noch ein gescheitertes Experiment. Er steht vielmehr zu ihr.“
Predigt über Offenbarung 21,1-7 Von Jürgen Roloff Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste…
Johannes Rehm über den bayerischen Sozialpfarrer Werner Schanz (1931-2020) in der ZBKG: „Werner Schanz trat über seine aktive Dienstzeit hinaus für die bleibende soziale Verantwortung der evangelischen Kirche gegenüber der Arbeiterschaft auf dem Hintergrund der wechselseitigen Entfremdungserfahrung des 19. Jahrhunderts ein. Ermutigend ist am Lebenszeugnis von Werner Schanz die lebenslange Freude am biblischen Wort sowie das fast kindlich anmutende unbedingte Vertrauen auf das Evangelium als dem rechten Wort für die Zeit.“
Werner Schanz (1931-2020) – Sozialpfarrer und Kirchenreformer von Johannes Rehm Wer sich mit kirchlicher Zeitgeschichte der zweiten Hälfte des 20.…
Karl Barth, Kierkegaard und die Theologen (1963): „Ihre Verzweiflung wurde zur getrosten Verzweiflung. Ihr Beruf und die ihnen in ihm widerfahrene Anfechtung trat in das Zeichen der Hoffnung. Sie fanden den Trost der so kümmerlichen Christen, der auch der Trost der ganzen Welt und so auch ihr eigener Trost ist, statt in irgend etwas, was der Mensch von sich aus für Gott sein und tun könnte, in dem, was Gott in der Majestät seiner freien Gnade für ihn und mit ihm getan hat, noch tut und wieder und endgültig tun wird. Sie konnten die Theologie von dort aus weder offen noch heimlich mit einer Existentialphilosophie vertauschen.“
Kierkegaard und die Theologen Von Karl Barth Es gibt Theologen, die von Kierkegaard wohl einiges gehört und wohl auch gelesen…
Elie Wiesel, Elischa. Der perfekte Jünger: „Ich denke oft an Elischa, den Sohn von Schafat. Ich wollte ihn so gerne sehen, als ich ein kleiner Junge war, in der dunkelsten aller Zeiten. Wo war er, als so viele jüdische Kinder zusammen mit ihren Müttern umkamen? Hätte er wenigstens eines retten können? Immer wenn ich an diese Kinder denke, fällt mir Elischa ein.“
Elischa. Der perfekte Jünger Von Elie Wiesel Der Mann ist seltsam, schwer fassbar, komplex und voller Widersprüche. Warum ist er…
Nikolaus Thoman, Weißenhorner Historie über den Bauernkrieg 1525: „Am Sonntag früh ist Herr Jörg Truchsess mit vollem Haufen das Günztal hinaufzogen auf Kettershausen; alle umliegenden Dörfer, die nicht gehuldigt hatten, wurden geplündert. Zu Kettershausen blieben sie über Nacht. Da haben sie merklichen Schaden getan, alles Vieh, nichts ausgenommen, hinweggetrieben, desgleichen Hausrat, auch merklich Geld ausgegraben, wie mir einer selbst sagte, der Geld in seinem Garten vergraben hatte, es ward gefunden. Eine Frau, die hatte ziemlich viel Gulden in eines jungen Kindleins Grab auf dem Kirchhof unter das Kindlein gelegt. Das ward gefunden, sie meinten, es wär verraten worden.“
Weißenhorner Historie über den Bauernkrieg 1525 Von Nikolaus Thoman Nikolaus Thoman (* wohl um 1457; † 1545?) hatte seit 1479…