Gerechtigkeit Von Wilhelm Röpke Dem wahrhaft humanistischen Geiste, in dem diese Zeitschrift der schweizerischen Ingenieure und Architekten geleitet wird, stellt … Mehr
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Ernst Robert Curtius über das theatrum mundi in Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter (1948): „Calderón ist der erste Dichter, der das von Gott gelenkte theatrum mundi zum Gegenstand eines sakralen Dramas macht. Der tiefsinnige Gedanke, den Platon einmal hinwarf und der in der ungeheuren Fülle seines Werkes wie verloren ruht, der dann aus dem Theologischen ins Anthropologische gewendet und moralisch trivialisiert wurde, erfährt eine leuchtende Palingenesie im katholischen Spanien des 17. Jahrhunderts. Die Schauspielmetapher, gespeist von antiker und mittelalterlicher Tradition, kehrt in ein lebendiges Theater zurück und wird Ausdrucksform für eine theozentrische Auffassung des Menschenlebens, die weder das englische noch das französische Schauspiel kennt.“
Schauspielmetaphern – theatrum mundi (Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, 1948) Von Ernst Robert Curtius In Platons Alterswerk, den «Gesetzen», lesen … Mehr
Martin Luther, Auslegung zu 5. Mose 6,4–9 (1525): „Wenn er daher sagt: Der HERR, dein Gott, ist ein einiger HERR, so nimmt er alles falsche Vertrauen hinweg. Wenn er sagt: Du sollst den HERRN lieb haben, so regt er an zu einem fröhlichen und freien Dienst gegen Gott. Denn wenn ich Gott liebe, so will ich in Wahrheit alles, was Gott will; so ist mir auch nichts lieber, als das zu hören und zu tun, was Gott will, wie auch die fleischliche Liebe tut gegen den geliebten Gegenstand. So empfangen wir durch die Einheit mit Gott im Glauben alles umsonst von Gott; durch die Liebe tun wir gegen Gott alles umsonst.“
Auslegung zu 5. Mose 6,4–9 (1525) Von Martin Luther V. 4. Höre, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger … Mehr
Hans Joachim Iwand, Die Neuordnung der Kirche und die konfessionelle Frage (1946): „Von der Lehre her ist die Kirche immer wieder gefragt, ob sie denn auch für das Evangelium einsteht, ob sie nicht vielmehr längst gefallen und abgefallen ist. Die Lehre hat, wenn anders sie reine Lehre ist, eine kritische Funktion gegenüber der Kirche und darum kann die Flucht in die ‚reine Lehre‘ geradezu das Zeichen dafür sein, dass die Kirche nicht steht, die Lehre kann zur Abstraktion werden, sie verliert damit ihre konstituierende Kraft. Wenn die Lehre wirklich reine Lehre ist, wenn sie also nicht selbst etwas sein will, dann müsste sie über sich hinausweisen auf Gott und sein Wort, auf seine Offenbarung; aber im Konfessionalismus wird immer wieder die Gefahr liegen, dass es umgekehrt herauskommt, dass man meint, in der reinen Lehre des Wortes habhaft zu werden.“
Die Neuordnung der Kirche und die konfessionelle Frage (1946) Von Hans Joachim Iwand I. Die Annahme, wir hätten für die … Mehr
Aus der Urkunde zur Grundsteinlegung der Martin-Luther-Kirche in Vöhringen vom 8. Oktober 1933: „Der Bau unseres Gotteshauses fällt in eine große Zeit unserer evangelischen Kirche und unseres deutschen Volks. Aus den vielen, bisher nur lose miteinander verbundenen deutschen evangelischen Landeskirchen ist die eine deutsche evangelische Kirche geworden. Das deutsche Volk hat sich nach jahrelangem äußerem und innerem Niedergang unter der machtvollen Führung Adolf Hitlers auf seine alte Kraft, auf seine alte Ehre und auf seinen alten Gott besonnen. Möge dieses Gotteshauses eine Stärke werden, da das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut dem Evangelium gereicht werden, ein Ort, da Seine Ehre in Wahrheit wohnt. Dann wird von ihnen nicht nur Segen ausgehen für unsere Kirche und Gemeinde, sondern auch Heil für unser Volk und Vaterland. Dereinst aber tue der Herr uns allen die Türe zum oberen Heiligtum auf, wo wir ihn mit allen Engeln und Auserwählten loben und preisen werden in Ewigkeit. Amen!“
Einen völkischen Geist atmet die Urkunde zur Grundsteinlegung der Martin-Luther-Kirche in Vöhringen vom 8. Oktober 1933, vermutlich vom damaligen Illertisser … Mehr
Hans Graf von Lehndorff, Vom Sinn der Barmherzigkeit in der modernen Welt (1969): „Wie muss ein Mensch beschaffen sein, damit er Aufgaben an seinen leidenden Mitmenschen in sinnvoller Weise wahrnehmen kann? Wenn man mich fragen würde, welche menschliche Eigenschaft ich in diesem Zusammenhang für die wichtigste halte, würde ich ohne Zögern sagen: die Dankbarkeit. Dankbarkeit äußert sich darin, dass diese Wohltat weiterwirkt, sei es auf den Wohltäter zurück oder, was das Größere ist, in die Weite hinaus auf Menschen, die ihrerseits besondere Hilfe nötig haben.“
Vom Sinn der Barmherzigkeit in der modernen Welt (1969) Von Hans Graf von Lehndorff Barmherzigkeit — wenn ich dieses Wort … Mehr
Tagesgebet zum 20. Sonntag nach Trinitatis, 13. Oktober 2024
HERR,Du unser Gott,Dein Wort ist Lebenslicht auf unseren Wegen.Lege deine Gebote uns ans Herz,damit wir Mitmenschen gerecht werdenund uns in … Mehr
Der Bauernkrieg. Ein schönes Lied, wie es den Bauern in ganz Deutschland ergangen ist (1525): „Der Bund, als er die Sache bedachte, / zog bald mit starker Macht / nach Leipheim an der Donau; / dreitausend Bauern lagen dort, / es ist ihnen nicht wohl bekommen. // Dreitausend, so wurde mir berichtet, / wurden dort erschlagen, man spricht, / achthundert sind ersoffen, / manchem wurde der Kopf abgeschlagen, viele sind davongelaufen.“
Thomas Kaufmanns neuem Buch „Der Bauernkrieg. Ein Medienereignis“ (Herder, 2024) enthält auch ein Unterkapitel „Die Erfindung und Wertung des ‚Bauernkrieges‘ … Mehr
Hermann Sasse, Luthers Glaube an die Eine Heilige Kirche (1943): „Wie die Welt gibt, das sehen wir an den zerstörten Städten Deutschlands, an den zertrümmerten Domen am Rhein, den tausendjährigen Gotteshäusern, an den rauchgeschwärzten Ruinen der alten Kirchen von Hamburg, Lübeck und Rostock. Aber durch den namenlosen Jammer dieser Zeit, durch Sterbensnot und tiefste menschliche Verzweiflung hören wir die Stimme dessen, der da zu seiner Gemeinde spricht: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ Und wir sprechen mit dem Apostel: Ja, er ist unser Friede. Und wir beten mit der Kirche aller Zeiten: Amen, ja komm Herr Jesu! Und wir bekennen mit Herz und Mund, mit der ganzen Christenheit: Ich glaube an den Heiligen Geist, Eine Heilige Christliche Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen. Amen.“
Luthers Glaube an die Eine Heilige Kirche (1943) Von Hermann Sasse Fast drei Jahrhunderte lang hat die evangelische Kirche Augsburgs … Mehr