Über die verschiedenen Formen des Atheismus: „Der theoretische Atheismus ist die bewusste und begründete Ablehnung Gottes. Die Existenz Gottes ist für ihn eine realitätsfremde Illusion. So will er an die Stelle des Gottesglaubens eine vermeintlich aufgeklärte Lebenshaltung setzen: Ein vernunftgemäßes und eigenverantwort­liches Leben allein ermögliche die wahre Humanität des Menschen und führe zur Verwirkli­chung einer besseren Welt.“

Über die verschiedenen Formen des Atheismus In der Spätantike hatten die Kirchenväter dem Vorwurf zu begegnen, dass das Christentum atheistisch … Mehr

Fernando Pessoa über die trostlose Religionslosigkeit (Das Buch der Unruhe, 1930): „Wir wurden in metaphysische Angst, in moralische Angst, in politische Unruhe hineingeboren. Trunken von äußerlichen Formeln, von den bloßen Verfahren der Vernunft und der Wissenschaft hatten die uns vorangegangenen Generationen alle Fundamente des christlichen Glaubens unterhöhlt, weil ihre Bibelkritik, die von der Kritik an den Texten zur Kritik an der Mythologie des Christentums übergegangen war, die Evangelien und die vorangehende Hierographie der Juden auf eine ungewisse Ansammlung von Mythen, Legenden und bloßer Literatur reduziert hatte.“

Über die trostlose Religionslosigkeit (Das Buch der Unruhe) Von Fernando Pessoa (1888-1935) Als die Generation geboren wurde, der ich angehöre, … Mehr

Siegfried Hermle über Georg Maus (1888-1945): „Im Frühjahr 1944 behandelte Maus im Religionsunterricht der Unterstufe eine Missionsgeschichte und wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass durch die Anerkennung des Gebotes der Feindesliebe Jesu Blutrache und Stammesfehden zwischen primitiven Völkern eingeschränkt wurden. In einer sich anschließenden Diskussion fragte eine Schülerin, ob das Gebot der Feindesliebe auch im Blick auf die Engländer gelte, die deutsche Städte bombardierten, wo doch Joseph Goebbels gesagt habe, man müsse sie hassen. Ohne Zögern verwies Maus darauf, dass Jesus Christus dies geboten habe: »Auch Dr. Goebbels kann Jesu Gebot nicht aufheben!«“

Georg Maus * 5. Juni 1888 in Bottendorf16. Februar 1945 in Hochstadt/Mai Von Siegfried Hermle Georg Maus wurde als ältestes … Mehr

Zum 80. Todestag von Georg Maus: „Am 2. 5. 1944 äußerte der Beschuldigte während des Religionsunterrichtes, er müsse nach Koblenz, weil er in einer Religionsstunde ausgeführt habe, man müsse die Eng­länder lieben. Hierbei bemerkte er nach den Bekundungen der Zeuginnen Scherpner und Antes ausdrücklich, die Kinder müssten die Engländer lieben. Selbst als ihm aus der Klasse vorgehalten wurde, dass die englischen Flieger unsere Städte zerstörten und dabei Frauen und Kinder ermordeten, erklärte der Beschuldigte, wie die Zeuginnen übereinstimmend aussagen, man müsse trotzdem die Engländer lieben, es sei unsere Pflicht, die Engländer zu lieben, denn hassen dürfe man sie nicht.“

Ermittlungssache gegen Georg Maus (1888-1945) Als Georg Maus als Religionslehrer in Idar-Oberstein die Feindesliebe nach Matthäus 5,44 im Hinblick auf … Mehr

Jürgen Roloff, Die Christen und der Staat nach Offenbarung 13: „Die Apokalypse dagegen entwirft ein Bild faktischer staatlicher Wirklichkeit in ihrer schlimmsten denkbaren Form: Es ist ein Staat, der zum Werkzeug des organisierten Widerstandes der gottfeindlichen Menschheit gegen den Schöpfer geworden ist. Für den Christen gibt es ihm gegenüber nur eines: entschlossenen Widerstand.“

Die Christen und der Staat nach Offenbarung 13 Von Jürgen Roloff Man kann den innerhalb des Neuen Testaments einzigartigen Aussagen … Mehr

Emanuel Hirschs Entgegnung auf Karl Barths ‚Theologische Existenz heute‘ (1933): „Nichts als blankes Heidentum scheint Barth darin zu sehen, dass die Deutschen Chri­sten die Frage nach dem Verhältnis von Christentum und deutscher Art, die Frage nach der Möglichkeit kirchlicher Führung durch Männer nichtdeutschen Bluts, an die evangelische Kirche zu stellen gewagt haben. Alles menschliche Schaffen und Gestalten ist gegrenzt und gebunden in der natürli­chen Art, die wir mitbringen ins Leben. Verdirbt das Blut, so geht auch der Geist zugrunde.“

Das kirchliche Wollen der Deutschen Christen. Zur Beurteilung des Angriffs von Karl Barth (Theologische Existenz heute, München 1933) Von Emanuel … Mehr

Wort der Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union zur Auslegung des fünften Gebotes (1943): „Wo wir aber deutlich erkennen, dass Unrechtes von uns verlangt wird, oder dass uns verwehrt wird, das nach Gottes Willen Rechte zu tun, haben wir in eigener Verantwortung zu tun, was vor Gott recht ist, und haben darin Gott mehr als den Menschen zu gehorchen. Wir können uns nicht von den Vorgesetzten die Verantwortung vor Gott abnehmen lassen. Gott wird die von uns fordern, die wir zu Unrecht töteten, und furchtbar ist die Drohung, die gegen den Mörder ausgesprochen wird.“

Das Wort der Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der APU zur Auslegung des fünften Gebotes vom Oktober 1943 enthält aus heutiger … Mehr

Jürgen Roloff, Gemeinde im Neuen Testament: „Wesentlich für die Gemeinde ist, dass sie »zusammenkommt« zum Gottesdienst. Durch das, was sie hier in Wort und Sakrament empfängt, wird sie das, was sie ist: Lebens- und Zeugnisgemeinschaft, in der Menschen nicht mehr übereinander herrschen, sondern einander nach der Weise Jesu dienen, und in der die befreiende Macht des Evangeliums sich in der Überwindung aller zwischenmenschlichen Unterschiede und Schranken erweist.“

Gemeinde im Neuen Testament Von Jürgen Roloff 1.Zum Begriff Der Begriff Gemeinde hat sich im Deutschen, neben Kirche, als Wiedergabe … Mehr

Bertrand Russell im Interview über Gott: „Nehmen wir an, Sir, dass Sie sich, nachdem Sie dieses traurige Tal verlassen haben, tatsächlich im Himmel befinden und vor dem Thron stehen. Dort, in all seiner Herrlichkeit, saß der Herr – Gott.“ Russell zuckte zusammen. „Was würden Sie denken?“ „Ich würde denken, ich träume.“ „Aber angenommen, Sie merken, dass Sie es nicht sind? Angenommen, vor Ihren Augen, ohne den Schatten eines Zweifels, wäre Gott. Was würden Sie sagen?“ „Ich würde wahrscheinlich fragen: ‚Sir, warum haben Sie mir keine besseren Beweise geliefert?‘“

Bertrand Russell und Gott. Eine Erinnerung Wenn er mit dem Allmächtigen konfrontiert würde, würde er fragen: „Sir, warum haben Sie … Mehr