Pfarrer Samuel Dieterle zum Gedenken (1950) Von Eduard Thurneysen Ob ich der rechte Mann bin, um dem so plötzlich unter … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Die Erfindung des Esstisches aus dem Geist der Eucharistie: „Weil Jesus sich an seinem Tisch als Diener und Herr zugleich hingibt, sind in seinem Reich für alle, die an seinem Leben und Sterben Anteil haben, Würdesitze vorgesehen. Das Essen am gemeinsamen Tisch in Jesu Namen, bei denen die Teilnehmer auf Stühlen sitzen, wird zur Vorwegnahme der eschatologischen Heilsgemeinschaft.“
Die Erfindung des Esstisches aus dem Geist des Abendmahls Jesu Das Abendmahl Jesu stellen wir uns gewöhnlich als Tischmahlzeit vor. … Mehr
Johannes Cochläus, Ein kurzer Begriff von Aufruhren und Rotten der Bauern in hohem Deutschland [Süddeutschland] (1525): „Doch die Frauen, die so lutherisch waren und ihre Männer zur Rebellion anstachelten, müssen ihr Leben lang ein Ulmer Schild in den Farben Weiß und Schwarz an all ihren Kleidern tragen als Zeichen ihrer Streitsucht. In anderen Ortschaften und Dörfern dieser Stadt wurden ebenfalls die aufrührerischen und lutherischen Amtspersonen abgesetzt, die Häuser wurden mit einer Brandschatzung belegt, Waffen und Wehr wurden verboten, und alle Versammlungen, die ohne Wissen der Obrigkeit stattfinden, wurden untersagt. Auch bei Kirchweihen dürfen keine Waffen getragen oder Ratschläge und Versammlungen abgehalten werden.“
Ein kurzer Begriff von Aufruhren und Rotten der Bauern in hohem Deutschland [Süddeutschland] Von Johannes Cochläus In Schwaben Kempten: Am … Mehr
Karl Barth, Der Schrift gehorsam. Offener Brief in Sachen Frauenordination (1932): „Was findet man denn, wenn man in der Bibel überhaupt in dieser Weise Systeme allgemeiner Wahrheit, paragraphierte Gesetze für gestern, heute und morgen, für sich selbst und jedermann gefunden zu haben meint? Wirklich die Gebote Gottes? Und nicht tatsächlich doch bloß eine in die Bibel hineingetragene, höchst eigene, vielleicht sehr respektable, sehr erwägenswerte, aber doch menschliche Idee von Lebensgestaltung? Ist uns die Schrift dazu gegeben? Lassen wir sie so wirklich den Meister sein, dem wir gehorsam sind? Müsste nicht alle Beachtung und alle Verkündigung der immer konkreten Weisungen der Schrift darauf zielen, uns (wir können doch dem Worte Gottes nur dienen, wir können uns doch seiner nicht bemächtigen wollen!) zum Hören dessen zu erziehen, was Gott durch diese Weisungen uns in der Zeit unserer Not und in der Not unserer Zeit sagen will? Dürfen wir das, was Gott uns sagen will auf Grund dessen, was wir uns an Hand einer Anzahl von uns selbst ausgewählter Bibelstellen selbst gesagt haben, vorwegnehmen? Ist Gott nicht auch und gerade indem er durch die Schrift mit uns redet, ein freier und freibleibender Gebieter? Sind seine Gedanken nicht immer wieder höher als unsere Gedanken, auch als unsere noch so wohlerwogenen Schriftgedanken?“
Der Schrift gehorsam. Offener Brief in Sachen Frauenordination an den Herausgeber der Reformierten Kirchenzeitung, Herrn Pastor D. Wilhelm Kolfhaus in … Mehr
Verena Pfenninger-Stadler, Dienst an der Sache und Weiblichkeit. Ein Beitrag zur Theologinnenfrage (1931): „Die Frau, die in das Berufsleben eintritt, muss zuerst, will sie bestehen, jedenfalls die Formen übernehmen, welche sie vom Manne vorgebildet findet. Erst, wenn die Frau die volle Freiheit und Selbständigkeit in der Ausübung ihres Berufes hat, ist die Möglichkeit gegeben, dass sie, ihrer besonderen Eigenart gemäß, vielleicht einmal an neuen Gestaltungen ihres Berufes mitarbeiten kann. Solange sie, wie heute vielerorts, noch dazu gebraucht wird, dem männlichen Kollegen Handlangerdienste zu tun, ist eine solche Entwicklung einer durch die Frau beeinflußten Form des Berufes jedenfalls nicht möglich. Und eine von Anfang an gegebene Beschränkung des weiblichen Theologinnenberufes auf die für eine Frau besonders geeigneten Seiten dieser Tätigkeit ist jedenfalls nicht möglich. Die Frau kann sich doch nicht vom Manne diktieren lassen, welches die ihr besonders naheliegenden Seiten ihres Berufes sind!“
Dienst an der Sache und Weiblichkeit. Ein Beitrag zur Theologinnenfrage[1] Von Verena Pfenninger-Stadler Es soll hier von der Theologinnenfrage gesprochen … Mehr
Günther Franz über den Bauernkrieg 1524/25: „Der gemeine Mann wandte sich vielfach, von Luther enttäuscht, den Sekten zu oder stand nunmehr gleichgültig beiseite. Der Bauer schied auf Jahrhunderte aus dem geistigen und politischen Leben Deutschlands aus. Über den tatsächlichen Verlauf hinaus bedeutet daher der Bauernkrieg einen Einschnitt in der Entwicklung der Reformation.“
Bauernkrieg 1524-25 Von Günther Franz 1. Vorgeschichte a) Der erste Bauernkrieg in Europa, der mehr als ein örtlicher Aufstand war, … Mehr
Stewart W. Herman über ein Gespräch mit Hans Joachim Iwand vom September 1945: „Iwand is unusually energetic and imaginative in his work. For instance, although there is not a single church left in Dortmund, he is reopening a church in a large room which was formerly a communal kitchen.“
Stewart Winfield Herman, Jr. (1909-2006) war ein US-amerikanischer lutherischer Pastor und späterer Gründungspräsident der Lutheran School of Theology in Chicago … Mehr
Verena Pfenninger-Stadler, Darf die Frau, auch die verheiratete, das volle Pfarramt fordern? (1931): „Wir wollen zuerst einmal ein Recht, nämlich das Recht, unsere Arbeit frei, vom Zentrum, von der Sache des Evangeliums her, zu gestalten, und nicht entsprechend der Vorstellung, die irgend ein Pfarrer von weiblicher Eigenart und weiblichem Dienen hat! Diese Art weiblicher Besonderung können wir eben nicht anerkennen, aber eben diese ist es, welche bewusst oder unbewusst stets den konkreten Hintergrund jener Theorien bildet. Wir aber meinen, daß nur, wenn uns erst einmal die volle Freiheit, unsere Arbeit zu gestalten, gegeben ist, sich vielleicht einmal, wenn auch nur in strengster Unterordnung unter die Sache des Evangeliums, dessen Verkündigung gewisse Formen des Amtes einfach fordert, etwas von der Besonderheit weiblicher Art geltend machen kann.“
Darf die Frau, auch die verheiratete, das volle Pfarramt fordern? Von Verena [Pfenninger-]Stadler Als verheiratete, berufstätige Theologin möge es mir … Mehr
Karl Barth, Die evangelische Kirche in Deutschland nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches (1945): „Dass einige deutsche Professoren — darunter leider mindestens zwei Theologieprofessoren — bis auf diesen Tag an Hitler festhalten, daß «in des Waldes finstern Gründen und in Höhlen tief versteckt» einige Werwölflein und andere Unverbesserliche immer noch über Plänen zur Erneuerung seines Reiches brüten, dass das Ende dieser Sache sich, wie es scheint, besonders unter den Kriegsgefangenen noch nicht überall durchgesprochen zu haben scheint, dass der Vergleich zwischen der Bitterkeit von jetzt und der von einst bei manchen unmutigen deutschen Beurteilern gelegentlich zugunsten des «einst» ausfallen mag — das Alles sind keine ernsten Beweise dagegen, dass das Dritte Reich heute wirklich zusammengebrochen ist: äußerlich nicht nur, sondern auch innerlich.“
Die evangelische Kirche in Deutschland nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches (1945) Von Karl Barth Das Dritte Reich des Nationalsozialismus … Mehr