Dietrich Bonhoeffer, Predigt zu Jeremia 20,7 (London 1934): „Unsere Ketten und die Fetzen unserer Kleider und die Narben, die wir tragen müssen, sind der Lobpreis auf den, der die Wahrheit und die Liebe und die Gnade an uns verherrlichte. Der Siegeszug der Wahrheit und der Gerechtigkeit, der Siegeszug Gottes und seines Evangeliums durch diese Welt schleift hinter dem Siegeswagen die Gebundenen und Gefangenen hinter sich her.“

Predigt zu Jeremia 20,7 (1934) Von Dietrich Bonhoeffer Jeremia 20,7: Herr, du hast mich überredet und ich habe mich überreden … Mehr

Johann Baptist Metz, Zeit ohne Finale? (1993): „Es gibt eine Angst davor, dass alles und alle hineingerissen sind in das Gewoge einer antlitzlosen und gnadenlosen Zeit, die schließlich jeden von hinten überrollt wie das Sandkorn am Meer und die alles gleich­gültig macht wie der Tod. Auch ein atomar explodierender Planet bliebe schließlich dem endlosen Tod einer Zeit «ohne Finale ins Nichts» ausgeliefert. Diese Art der Zeitherr­schaft treibt jede substantielle Erwartung aus; sie erzeugt jene heimliche Identitätsangst, die an der Seele der modernen Menschen frißt.“

Zeit ohne Finale? Zum Hintergrund der Debatte über «Resurrektion oder Reinkarnation» Von Johann Baptist Metz Im Hintergrund der Debatte, die … Mehr

Willy Kramp, Der Weg: „Die Straße ist Aus­druck menschlicher Herrschaft über den Raum. Sie wird der Landschaft aufgezwungen, geht über sie hinweg, und oft wird sie zur Abstraktion. Der Weg aber ist demütig. Er sucht nicht das Seine, sondern er gibt sich an die Landschaft hin, geduldig, leise … Er ist nicht Ausdruck der Stärke, sondern eher der Schwäche des Menschen. Den Schatten nimmt er vom Baum, das Wasser vom Quell, den Duft vom Gras, die Wärme von Haus und Stall.“

Der Weg Von Willy Kramp In meiner Kindheit fürchtete ich mich vor Straßen und liebte die Wege. Straßen hatten etwas … Mehr

Dietrich Bonhoeffer über ein mögliches Märtyrertum in seiner Predigt zu Kolosser 3,1-4 (1932): „Muss dem wirklich so sein, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn auch für unsere Kirche wieder Zeiten kommen werden, wo Märtyrerblut gefordert werden wird. Aber dieses Blut, wenn wir denn wirklich noch den Mut und die Ehre und die Treue haben, es zu vergießen, wird nicht so unschuldig und leuchtend sein wie jenes der ersten Zeugen.“

„Wenn auch für unsere Kirche wieder Zeiten kommen werden, wo Märtyrerblut gefordert werden wird.“ Aus einer Predigt zu Kolosser 3,1-4 … Mehr

Dietrich Ritschl, Gott als Ausleger und Kritiker der Geschichte loben (Praising God as Interpreter and Critic of History): „Es geht also darum, die Stimme Gottes, das Wort, zu hören. Und in der Haltung des Hörens auf seine Stimme interpretieren die Gläubigen ihrerseits auch die Geschichte: Gottes Deutung und Kritik gibt ihnen den Anstoß. Bestimmte Ereignisse, sei es in der Geschichte oder im Privatleben, können dann so gedeutet werden, dass sie mit dem, was die Stimme Gottes gesagt hat, übereinstimmen – oder auch nicht.“

Gott als Ausleger und Kritiker der Geschichte loben (Praising God as Interpreter and Critic of History) Von Dietrich Ritschl Im … Mehr

Dietrich Bonhoeffer über den tyrannischen Menschenverächter in seiner Ethik: „Der tyrannische Menschenverächter macht sich in solchem Zeitpunkt das Gemeine des menschlichen Herzens leicht zunutze, indem er es nährt und ihm andere Namen gibt: Angst nennt er Verantwortung, Gier heißt Strebsamkeit, Unselbständigkeit wird zur Solidarität, Brutalität zum Herrentum. So wird im buhlerischen Umgang mit den Schwächen der Menschen das Gemeine immer neu erzeugt und vermehrt. Unter den heiligsten Beteuerungen der Menschenliebe treibt die niedrigste Menschenverachtung ihr finsteres Geschäft. Je gemeiner das Gemeine wird, ein desto willigeres und schmiegsameres Werkzeug ist es in der Hand des Tyrannen.“

Über den tyrannischen Menschenverächter (Ethik) Von Dietrich Bonhoeffer Die Botschaft von der Menschwerdung Gottes greift eine Zeit, in der bei … Mehr

„Schließlich führte ihn der Scharfrichter auf den Platz, er kniete nieder und sprach: ‚Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist‘, und wurde dann hingerichtet.“ Wie die Hinrichtung des Leipheimer Pfarrers Hans Jakob Wehe († 5. April 1525) in der Lebensgeschichte Georg Truchsessen im Stile einer Märtyrerakte erzählt wird

Von der Hinrichtung des Leipheimer Pfarrers Hans Jakob Wehe Der Schreiber des Truchsessen Georg von Waldburg – möglicherweise sein Kaplan … Mehr