Hans Joachim Iwand, Morgenandacht über Lukas 14,25-35 (1935): „Jesus Christus steht nicht darum als Herr vor uns, weil wir uns zu ihm bekennen, er lebt und wirkt nicht, weil Menschen ihn als ihren Heiland und Erlöser anerkennen, sondern weil sich Gott selbst zu ihm bekannt hat, als ihn alle ver­rieten, weil eine Stimme von oben ihn als den Herrn der Welt be­zeugt hat, als die Menschen meinten, nun sei es aus mit ihm. Alles, was wir Bekenntnis und Nachfolge nennen, ist nichts anderes als ein demütig-gehorsames Nachsprechen dessen, was Gott über diesen Jesus von Nazareth gesprochen und bezeugt hat: ‚Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.'“

Morgenandacht über Lukas 14,25-35 (1935) Von Hans Joachim Iwand Wir hören das Wort Gottes, das für den heutigen Tag festgelegt … Mehr

Heute ist wirklich ein schwarzer Freitag. Aus Andrei Tarkowskis Tagebuch vom Dezember 1985: „Ein Mensch weiß sein Leben lang, dass er sterben wird – aber nicht wann. Um leben zu können, schiebt er diesen Moment in eine unbestimmte Zukunft. Doch ich weiß es, und nichts erleichtert mir jetzt das Leben. Das ist qualvoll. Doch am schlimmsten ist Larissa – wie soll ich es ihr sagen? Wie kann ich ihr diese entsetzliche Last selbst aufladen?“

Heute ist wirklich ein schwarzer Freitag. Aus Andrei Tarkowskis Tagebuch vom Dezember 1985 11. DezemberJe älter ich werde, desto rätselhafter … Mehr

Martin Luther über das Bitten im Namen Christi: „Alles Beten soll sein, als wenn Christus es selber verrichtete. Wenn du nicht in und durch Christus bittest, und er selbst in dir bittet, so ist’s umsonst getan. Gott sagt dir gewisslich zu, du sollest ganz sicher bekommen, was du bittest, vorausgesetzt, dass du im Namen Christi bittest, d.h. im Glauben an ihn. Also alles, was ich bitte, bitte ich so, als wenn Christus bäte und empfinge.“

Über das Bitten im Namen Christi Von Martin Luther Du sollst nicht der Mann sein, der beim Beten sich auf … Mehr

Klaus Koch und Jürgen Roloff, Leben in der Bibel: „Dieses ewige Leben zu erringen wird Ziel aller Glaubenden. Was gegenwär­tiges menschliches Leben fragwürdig werden läßt, ist nicht seine physi­sche Begrenztheit, sondern seine Minderung durch gottfeindliche Mächte, vorab die Sün­de. Wer unter der Herrschaft der Sünde lebt, gilt als »tot«, weil aus der Leben gewährenden Ge­meinschaft mit Gott herausge­fallen (Röm 8,10; Kol 2,13). Umgekehrt wird das von Christus ver­mittelte Leben nicht wegen sei­ner Unbegrenztheit und noch weniger wegen seiner Jenseitigkeit zum erstrebten Heilsgut, sondern allein deshalb, weil es die Wiederherstellung der vollen Ge­meinschaft mit Gott bringt.“

Leben in der Bibel Von Klaus Koch und Jürgen Roloff In der Bibel wird Leben nicht biologisch, sondern existentiell verstanden. … Mehr

Verena Pfenninger-Stadler, Brief an Karl Barth in Sachen Caprez-Roffler (1932) und Karl Barths Antwort: „Wir haben ja niemals von unseren Mitchristen, von den christlichen Redaktorinnen unseres Landes und nicht einmal von unseren Kirchenbehörden verlangt, dass sie das Wagnis, das wir im Glauben unternehmen, mit uns wagen. Wir haben uns gefreut über jeden, der mit uns ging, aber verlangt haben wir nur das Eine, dass man uns nehme und allenfalls bekämpfe als das, was wir sind: Menschen, die vielleicht irren, aber jedenfalls meinen, im Glauben gehandelt zu haben und daher von da allein angegriffen werden müssen.“

Brief an Karl Barth in Sachen Caprez-Roffler Von Veronika Pfenninger-Stadler Brig, Tunnelstraße 9,31. VII. 32 Herrn Prof. Dr. Karl Barth,Bonn … Mehr

Dietmar Mieth über das Leben theologisch verstanden: „Nur unter der Voraussetzung des Glaubens an einen lebendigen Gott kann daher die Liebe zum Leben vollendet gedacht werden. Gottes Selbstmitteilung lehrt und lebt eine Liebe, die gegenüber dem Leben zugleich universal und jedem einzelnen gegenüber spezifisch ist. Er liebt alle gleich und doch ein jedes nach seiner Art bzw. nach seiner Person.“

Leben III. Theologie Von Dietmar Mieth Die Theologie begreift das Leben zunächst als Schöpfung Gottes. Nach biblischer Schöpfungsaussage ist Gott … Mehr

Margreth Härdi-Caprez über ihre Eltern Gian und Greti Caprez-Roffler (1994): „Im Sommer 1944 geschah das Selt­same: Die gleiche Behörde, die neun Jahre zuvor Gretis Kirchgemeinde als Strafmassnahme das Kirchenvermö­gen fortgenommen hatte, fragte Gian und Greti Caprez an, ob sie die neuge­schaffene Stelle der Pastoration in den kantonalen Anstalten miteinander übernehmen wollten! So zogen sie im September nach Chur in ein wunder­schönes Privat-Haus am Calunaweg. Dieses Haus war ihnen sechs Jahre lang Heim und Zuflucht, wenn ihre Herzen schwer geworden waren ob all den vielen dunklen Schicksalen, die ihnen bei ihren Begegnungen in Spitä­lern, psychiatrischen Kliniken und Ge­fängnissen anvertraut worden waren. In der Nacht vom 20. auf den 21. De­zember 1942 kam der kleine Christ-Josias auf die Welt. Seine Mutter hatte bis fast zuletzt mit ihm zusammen in all die Dunkelheiten hineingehen müs­sen, und dann war es doch so ein Son­nenkind.“

Rückblick auf das Leben von Greti Caprez-RofflerPfarreringeb. 17. August 1906 – gest. 19. März 1994 und Gian Caprez-Rofflerdipl. Bauing. ETH … Mehr