Arnold Angenendt, Was hat das Christentum Gutes gebracht?: „Aller Gottesdienst ist immer auch Nächstendienst. Weder in Griechenland noch in Rom hatte die Antike eine allgemeine Armen-Fürsorge ausgebildet, ganz anders die Christen. Paul Veyne: ‚Die jüdische Pflicht der Almosen gelangt auch in die alte Kirche, die mit Hospitälern, Hospiz- und Armenhäusern die organisierte Wohltätigkeit erfand, welche in säkularisierter Form im heutigen Sozialstaat weiterlebt‘.“

Was hat das Christentum Gutes gebracht? Von Arnold Angenendt Zurzeit wird jede Art von Verfehlungen, die sich die Kirchen geleistet … Mehr

Zur Ethik des Richtens: „Der moralische Richtende sucht Distanz zum Beurteilten zu gewinnen, um sich auf der vermeintlich ‚richtigen Seite‘ wiederzufinden. Das moralische Urteil wird zur Selbstbestätigung. Je schärfer es ausfällt, desto weniger Ambivalenzen müssen ausgehalten werden. So sind von der urteilenden Selbstbestätigung über die Selbstgewissheit bis hin zur Selbstgerechtigkeit nur wenige Schritte. Das Bekenntnis lautet dann unausgesprochen: Ich habe Recht – und zwar gemeinsam mit all jenen, die die Dinge ebenso sehen wie ich. Ich weiß, wer die Opfer und wer die Täter sind; ich weiß, was sich politisch, gesellschaftlich oder moralisch ändern muss; ich stehe auf der richtigen Seite der Geschichte. Wo dieses Bewusstsein herrscht, verbieten sich Rückfragen, Differenzierungen und Selbstkritik. Nicht selten hält man wider besseres Wissen an eigenen Urteilen fest, weil deren Revision die eigene moralische Selbstgerechtigkeit erschüttern würde. Man muss Recht behalten, koste es was es wolle.“

Zur Ethik des Richtens Es fehlt an ihr – einer Ethik des Richtens, wohlgemerkt des Richtens, nicht des Urteilens. Das … Mehr

Peter Schäfer, Ein Gott? (Zwei Götter im Himmel): „So, wie das Christentum im Rückgriff auf das und in Auseinandersetzung mit dem Judentum entstand, so war auch das Judentum der Epoche nach der Zerstörung des Zweiten Tempels kein mit sei­nem frühjüdischen Vorläufer identisches Judentum, sondern entstand im Dialog und in der Auseinander­setzung mit dem Christentum. Ich ziehe es deswegen vor, das Verhältnis von Judentum und Christentum nicht linear als das von Mutter- und Tochterreligion zu bestim­men, sondern dyna­misch als den lebendigen Austausch von zwei Schwesterreligio­nen.“

In seinem Buch „Zwei Götter im Himmel“ stellt Peter Schäfer das gängige Verhältnis von Judentum und Christentum in Frage, wenn … Mehr

Ted Grimsrud und Howard Zeh, Gott, Gerechtigkeit und die Behandlung von Straftätern neu überdenken (Rethinking God, Justice, and Treatment of Offenders): „Indem wir die ‚Be­friedigung‘ der unpersönlichen Gerechtigkeit (‚Gottes Heiligkeit‘) in den Mittelpunkt unserer Reaktion auf kriminelle Handlungen stellen, finden die beteiligten Menschen – Opfer, Täter, Mitglieder der Gemeinschaft – selten Ganzheit. Darüber hinaus wird das Leiden der größeren Gemeinschaft oft nur vergrößert.“

Problematisch in diesem Aufsatz ist, dass Grimsrud und Zehr nicht zwischen der anselmschen Satisfaktionslehre und der biblischen Sühnetheologie zu unterscheiden … Mehr

Friedrich Schleiermachers Konfirmationspredigt 1831 bei der Einsegnung von Otto von Bismarck: „In diesem Glauben geht auch ihr gestärkt als neue Glieder der Gemeinde des Herrn in dem Bewußtsein der heiligen Weihe, die ihr empfanget, dem Leben, das vor euch liegt, entgegen. Fürchtet nichts und scheuet nichts, was euch in demselben vorkommen kann; jeder glaube an die göttliche Liebe, welche Alles zum Besten meint.“

Konfirmationsrede am 31. März 1831 in der Dreifaltigkeitskirche zu Berlin bei der Einsegnung des Fürsten Bismarck gehalten von D. Friedrich … Mehr

Das Hohelied der Liebe (1. Korinther 13, 1-13) in der Übertragung von Jörg Zink: „Die Liebe hat Zeit. / Sie liebt mit langem Atem. / Sie ist freundlich. / Sie erzwingt nichts / und nimmt den Geliebten, wie er ist. // Sie fällt nicht auf / und stellt sich nicht zur Schau. / Sie verletzt nicht. / Sie greift nicht an. / Sie sucht keinen Gewinn. // Sie wird nicht bitter / durch bittere Erfahrung. / Sie rechnet das Böse nicht zu. / Sie trauert über das Unrecht / und freut sich über die Wahrheit.“

Das Hohelied der Liebe (1. Korinther 13, 1-13) in der Übertragung von Jörg Zink Spräche ich in allen Sprachen der … Mehr

Sr. Gillian Mary, Frische Quellen (Fresh Springs): „Dieses perfekte Gleichgewicht / Zwischen Pein und Freude / Gegeben / Durch sein Kreuz und seine Auferstehung. / Die liebevolle Berührung / Von Seinen Händen / Heilt / Unsere verwundeten Herzen und Seelen / und macht sie heil.“

Frische Quellen Dieses perfekte GleichgewichtZwischen Pein und FreudeGegebenDurch sein Kreuz und seine Auferstehung.Die liebevolle BerührungVon Seinen HändenHeiltUnsere verwundeten Herzen und … Mehr