Hans Wildberger, Predigtmeditation zu Jesaja 35,3-10: „Selbst wenn solche Toren die heilige Straße betreten sollten, so werden sie auf ihr nicht irregehen, sondern mitgenommen und mitgetragen von der nach dem Zion Wallfahrtenden Menge, durch die andern mitgerissen zum Gotteslob. So müßte die christliche Ge­meinde die ‚Toren‘ von heute mit hineinziehen können in die Freude am Herrn!“

Predigtmeditation zu Jesaja 35,3-10 (1961) Von Hans Wildberger I. Vorbemerkung: Der biblische Realismus Kapitel 35 beschreibt den zweiten Akt des … Mehr

Heinrich Fries über John Henry Newman (1801-1890): „Wenn wir, so meint Newman, warten wollten, bis wir für unser Handeln und unsere Entscheidungen einen logisch evidenten Beweis haben, so würden wir nie zum Handeln kommen: ‚Life is for action.‘ Diese Grunderfahrung wendet Newman auch für den Bereich des Glaubens an Gott und seine Selbsterschließung in der Offenbarung an. Der Glaube ist kein Schluß aus evidenten Prämissen, keine Folgerung auf Grund strikter Beweise, sondern ein spezifischer Akt, der sich auf Realität bezieht, er ist reale Zustimmung.“

John Henry Newman (1801-1890) Von Heinrich Fries „John Henry Newman war Ungezählten ein Bringer des geistigen Lebens, ein geistlicher Führer, … Mehr

Alfred Delp, Den Engel in der Todesfinsternis sehen (Advent 1944, Haftanstalt Berlin-Tegel): „Die Welt ist mehr als ihre Last und das Leben mehr als die Summe seiner grauen Tage. Die goldenen Fäden der echten Wirklichkeit schlagen schon überall durch. Lasst uns dies wissen und lasst uns selbst tröstender Bote sein. Durch den die Hoffnung wächst, der ist ein Mensch selbst der Hoffnung und der Verheißung. Advent ist Zeit der Verheißung, noch nicht der Erfüllung.“

Den Engel in der Todesfinsternis sehen (1944) Von Alfred Delp Den diesjährigen Advent sehe ich so intensiv und ahnungsvoll wie … Mehr

Karl Barth über die theologische Fakultät und das Studium der Theologie (1962): „Was den Beruf des Pfarrers betrifft, so ist zu bedenken: Er ist weder ein einträglicher, noch ein bequemer, noch ein glanzvoller Beruf. Ohne die Bereitschaft, ein Leben lang in Geduld energisch zu bleiben, ohne eine ehrliche Aufgeschlossenheit für den Nächsten jeden Standes und jeder Charakterart, ohne eine ebenso ehrliche Dienstwilligkeit, ohne eine weitgehende Freiheit von egozentrischen und besonders auch von ideologischen Voreingenommenheiten und ohne die Entschlossenheit zur Hingabe an eine Sache, deren Ehre und Lohn nur selten und nur spärlich sichtbar werden können, ist das Amt eines Pfarrers weder freudig noch nützlich durchzuführen.“

Theologische Fakultät Von Karl Barth I. 1. Die theologische Wissenschaft bezieht sich in ähnlicher Weise auf den christlichen Auftrag der … Mehr

Primo Levi, Vorworte zu „Ist das ein Mensch?“ (Se quest’ è un uomo, 1958): „Ihr, die ihr gesichert lebet / In behaglicher Wohnung; / Ihr, die ihr abends beim Heimkehren / Warme Speise findet und vertraute Gesichter: / Denket, ob dies ein Mann sei, / Der schuftet im Schlamm, / Der Frieden nicht kennt, / Der kämpft um ein halbes Brot, / Der stirbt auf ein Ja oder Nein.“

Ist das ein Mensch? Ihr, die ihr gesichert lebetIn behaglicher Wohnung;Ihr, die ihr abends beim HeimkehrenWarme Speise findet und vertraute … Mehr

How a Theologian Promoted the Doctorate in Philosophy (Dr. phil./PhD). Friedrich Schleiermacher’s Report on Academic Dignities from 1810: „Whoever wishes to become a doctor in the philosophical faculty must submit a Latin dissertation from the field of the science to which he particularly wishes to devote himself. If this is not rejected, the examination follows, which is limited to the same scientific field and to philosophy, insofar as it contains the principles thereof.“

Immanuel Kant was never a Doctor of Philosophy, but (only) Magister Artium. Until the beginning of the 19th century, the … Mehr

Walter Brueggemann, Saul bei der Totenbeschwörerin von En-Dor (Auslegung zu 1. Samuel 28,3-25): „Im besten Fall ist dieses Mahl eine Art letztes Abendmahl, eine letzte Mahlzeit für einen König, der nicht mehr lange König sein wird. Es ist, als wolle die Frau Saul eine letzte königliche Geste erweisen, wenn sonst niemand mehr dazu bereit ist. Saul erhält von diesem Mahl genug Energie, um aufzustehen und zu gehen. Er ist auf dem Weg zu den Philistern, zu seiner endgültigen Demütigung und zu seinem Tod.“

Saul bei der Totenbeschwörerin von En-Dor (Auslegung zu 1. Samuel 28,3-25) Von Walter Brueggemann Mitten in Davids gefährlichem Spiel kommt … Mehr