Friedrich Heer, Was mir half: „Ein Vulkan, der in mir brennt, und alle Brände meines Lebens, in den Formen von Verzweiflung, und in den Formen von Fruchttragen, unterhält, nährt, mich also als einen Brennen­den hält, erhält, verbrennt, versehrt, ernährt. Die Dornbusch-Situation also: Jeder Mensch ist ein bren­nender Dornbusch. Leider wissen das die meisten Menschen nicht, verbrennen also ihr Leben auf kleiner Sparflamme, ver­aschen sich in „Leistungen“, „Arbeiten“, Erfolgen und zuge­hörigen Mißerfolgen.“

Was mir half

Von Friedrich Heer

Ich fahre, Frühsommer 1980, in Wien mit der U-Bahn, meiner Wohnung zu. Eine alte Dame sitzt mir gegenüber, beobachtet mich, sagt dann zögernd, doch entschieden: „Verzeihen Sie, sind Sie der Professor Heer oder das Enkerl vom Herrn Gohde?“ – Ich durfte beides bejahen. Nun: mein geliebter „Gohde-Großvater“ ist 1920 gestorben. Seine Züge ersah ich wieder, sehr überrascht kurz nach der Geburt meiner ersten Tochter Johanna, 8. Juni 1950. Alte Menschen, die in mir, dem 1916 Geborenen, „das Kind Fritz“ ersehen, habe ich im­mer wieder getroffen, in den Jahren meines Lebens.

1920: Das langsame Sterben dieses Großvaters (den ande­ren Großvater erlebte ich nicht), meine „Entdeckung“, vor ei­nem Mittagessen in seiner Wohnung, daß er eben gestorben ist, die Ehescheidung meiner Eltern damals, führten mich in eine unvergeßliche Situation: Ich sitze, ein blutarmes, schwächliches Wiener Kriegs- und Nachkriegskind, in Stiefern am Kamp – das Kamptal ist ein Nebental der Donau – auf einem Balkon. Es ist sehr heiß, glühend heiß, ich stochere mit dem Finger in den Rillen des Balkonbodens, bin verzweifelt, denke nur immer wieder: Es gibt keinen Gott, keine Gerechtigkeit, es gibt nur den Tod. Den Tod. Den Tod. (Wobei das Sterben ganz vom Tod, vom Ausgelöschtsein, von der Ver­nichtung verschlungen war.)

Eine „Kleinigkeit“ war geschehen. Meine arme Mutter hatte mich vergeblich gesucht, im ganzen kleinen Dorf nicht gefunden – es waren unsichere Zeiten, viel „Volk“ zog umher, Schutt aus dem Krieg, sie fürchtete das Schlimmste. Schließlieh wurde ich gefunden: jenseits des Flusses. Ich hatte einen „Besuch“ gemacht, bei einer Art „Onkel“. Ich war nur immer der Nase nach gegangen.

Es war scheußlich. Jahrzehntelang dachte ich mit Entset­zen, mit Empörung an diese Szene, auf dem Balkon in Stiefern. (Der Maler Hundertwasser hat später eine sehr schöne Skizze von Stiefern gezeichnet.) Meine Mutter hatte mich nur „ausgescholten“. Nicht geschlagen. Ihre Verzweiflung strömte jedoch, ohne Widerstand meinerseits, in mich ein. Ich erlebte mich total verlassen, ausgesetzt, ins Nichts gesto­ßen. Keine Mutter, kein Gott, keine Gerechtigkeit, kein Sinn des Lebens. „Was ist denn schon dabei, wenn ein kleiner Bub einen Spaziergang macht?“ Daß „so etwas Todesängste in der Mutter, dann in ihm selbst auslösen würde, wußte er nicht.

Wenn er damals gewußt hätte, daß es Selbstmord gibt, sehr oft auch Selbstmord von Kindern, hätte er vielleicht diesen Weg gewählt.

Selbstmord: Zwei Jahre später erfahre ich, daß meine Auf­nahme in das Akademische Gymnasium gefährdet ist, da eine Schulklasse – vor mir – bereits ausgefallen ist, nachdem sich die Öffentlichkeit sehr über einen Schülerselbstmord erregt hatte.

Wien ist eine Hauptstadt des Selbstmordes, auch des Ju­gend-Selbstmordes. Ein Schüler meiner Schule verfaßte das erste wissenschaftliche Werk, das sich mit „Selbstmord und Gesellschaft“ sehr gründlich auseinandersetzte. Thomas G. Masaryk, später der Gründer der Tschechoslowakischen Republik. Ein anderer Schüler, an dessen Schul-Tisch ich (nach ihm) saß, brach tödlich zusammen, als er zum Begräbnis seines geliebten Sohnes Franz gehen wollte. Der Siebzehnjäh­rige hatte sich – es lag keine Auseinandersetzung vor – er­schossen, im Oberstock, während „unten“ die Familie beim Kaffee saß.

Selbstmord: Ich war einige Male in meinem Leben nahe daran, so aus dem Leben zu gehen. 1938/39, in der Haft (Erste Verhaftung: 11. März 1938, Machtübernahme der Hitler-Leute in Wien, in Österreich). Mit meinem Freunde Reinhold Schneider, der selbst als junger Mensch einen Selbstmord­versuch gemacht hatte und den Selbstmord seines Freundes Jochen Klepper, des Dichters des evangelischen Kirchenlie­des, den Verfasser des großangelegten Romans „Der Vater“, billigte (er ging mit seiner jüdischen Frau und einer ihrer Töchter aus dem Leben als die Schergen kamen, um sie zum Versand abzuholen) unterscheide ich zwischen Selbstmord und Freitod. Diese Unterscheidung hat mir das Leben geret­tet. Selbstmord: das ist ein Aus-dem-Leben-Gehen, wobei ge­wußt oder unbewußt andere Menschen beschädigt werden: Eltern, Freunde, Frauen, Kinder, Weggefährten, einfach Men­schen, die auf uns sehen, uns „brauchen“, denen es irgendwie gut tut, daß wir da sind – auch wenn wir das selbst übersehen.

Freitod: allein, ohne Angehörige, Angewiesene, auf mich Angewiesene, auf mein Dasein Gewiesene: allein, um meine Menschen-Würde, mein Menschsein vor letzter Schändung zu bewahren.

Die Römische Kirche anerkannte bis ins 6. Jahrhundert das Menschenrecht des Freitodes – in Kommunion mit den Wei­sen der vorchristlichen Antike.

Ich halte es für eine Augenauswischerei, heute jungen Menschen vom „Sinn des Lebens“ zu sprechen, ohne die stän­dige Konfrontation mit Selbstmord und Freitod im Auge, im Hirn, im Herzen präsent zu halten.

1938/39 lebte noch meine Mutter, täglich erschreckend an­gesichts der Barbarei und des kommenden Krieges, den wir, Großmutter, Mutter und Kind in der Nacht des 30. Januar 1933 – Machtübernahme in Berlin – täglich erwarteten. Später waren es dann meine Frau, meine drei Kinder, die mich -, ohne es zu wissen (später habe ich ihnen Bericht über die Selbstmord-Situationen meines Lebens gegeben) hinderten, aus dem Leben zu gehen.

Wer heute wirklich wach ist, lebenswach, also schmerz­wach, wer sieht, wie täglich der Fortschritt getätigt wird von der partiell gelungenen Endlösung der Judenfrage zu einer partiell gelingenden Endlösung der Menschenfrage, wer er­lebt, wie sich Kirchenführer, Theologen, Professoren, Politi­ker, und andere öffentliche Herumsteher (nicht ich habe, wie mir oft zugesagt wurde, dieses Wort geprägt, es findet sich bei Heidegger, in seinen „Holzwegen“) herummogeln, her­umlügen, schnurrend, schmatzend, selbstzufrieden als fette (hochmutsfette) Katzen und Kater um den heißen Brei gehen – die Selbstvernichtung, Groß geschrieben, dem ist es, als jungem Menschen, nicht zu verdenken, wenn er zuerst schießt (auf an­dere, auf sich selbst): Warum soll er warten, bis er ver-schossen, verascht wird?

Das ist keine „Verteidigung“ der „Terror-Szene“, wohl aber dies: ein Hinweis darauf, daß die allermeisten freundlichen Beschwichtigungshofräte, die mit Hausrezepten anrücken, Verzweiflung heute – die conditio humana heute –, nicht ernst neh­men. Die Tatsache, daß auch viele Millionen junger Men­schen „gar nicht dazu kommen“, den Ernst dieser Sache mit dem Menschen (Freund Heinz Zahrnt hat „Die Sache mit Gott“ an einem Spezialfall zur Debatte gestellt) so wichtig zu nehmen, da sie einen Beruf suchen, Frau und Familie, und Er­folg, und Haus und Heim, und andere freundliche, gute Dinge – die ich ihnen von Herzen zu-wünsche, trägt kräftig dazu bei, „die Lage der Nation“ einzunebeln.

Im Blick auf diese Situation halte ich es für sinnvoll, im An­gesicht von jungen Menschen von Situationen meines Le­bens zu berichten: Ich habe nicht ein „Damaskus“ erlebt, keine einmalige „Bekehrung“, keinen einmaligen „Umbruch“, „Auf­bruch“, keine einmalige „Erweckung“ (interessiert und zu­tiefst unberührt erlebte ich, eben aus dem Krieg heimgekehrt, 1946 im Sommer in Caux die Erweckungs-Bewegung der „Moralischen Aufrüstung“). Wohl aber habe ich dies erlebt: Eine ganze Reihe von Situationen, in denen mein Leben auf die Kippe kam, ich nicht weiter wußte, in keiner Weise weiter wußte. Ich habe nie geglaubt, daß ich aus den Höllen Hitlers und seines Krieges entkommen würde. Am 22. Juni 1981 weckte ich mich um 3.15 Uhr, trat ans Fenster, um Dankbarkeits-Arbeit zu verrichten. Vierzig Jahre zuvor war ich in die­ser Stunde bei Husi über den Pruth gegangen: Beginn von Hitlers Einfall in Rußland. Ich war damals so verzweifelt, daß ich „Schluß machen wollte“. Meine deutschen Kameraden be­saßen, Gott (oder dem Teufel) sei Dank, bis weit oben hinauf keine Ein-Bildungs-Kraft, um sich vorzustellen, was aus die­sem „kurzen raschen Feldzug, nach dem wir in die Winter­quartiere in der Bretagne kommen“, werden würde.

Dieselbe Unfähigkeit Wirklichkeit wahrzunehmen, heute, diese heutige „Apokalypseblindheit“, die mein Freund Gün­ther Anders seit 40 Jahren erschrocken beobachtet, nähert mich auch heute der Verzweiflung. Ich begehe nicht Selbst­mord, meinen Körper befühlend, in dem greifbar, meine End-Krankheit arbeitet.

Dies also für junge Menschen: Ich bin immer wieder in für mich verzweifelte Situationen gekommen, gebracht worden, die mir ausweglos erschienen. In ihnen habe ich erfahren: Stirb und werde, stirb und werde, werde und stirb. „Der Zweifel ernährt den Glauben, der Glaube den Zweifel“ (Rein­hold Schneider, bei mir sitzend in seinem „Winter in Wien“). In der verdammten, aussichtslosen Situation dies tun: War­ten, warten, warten. Nichts tun, zunächst. Warten, still halten, warten, warten, warten.

Später habe ich das so formuliert, auch so erlebt: in diesen Nächten der Seele, ganz still zu werden, mich ganz zu lassen – ver­lassen, wie ich mich da erlebe.

Da ich in späteren Jahren (in meiner Gymnasialzeit begin­nend) mich viel mit der Großen Mystik zu befassen begann (Meister Eckhart, Teresa von Avila, Juan de la Curz, Berulle, Condren etc.) kamen mir Formulierungen zu, wie: die Gott­heit als das Große Nichts, Nada (spanisch). Eine Schneeflocke, in der Feuerhand Gottes schmelzend (Ignatius an Nadal). Und viele verwandte Worte, spirituelle Erfahrungen.

Nun: in den konkreten kritischen Situationen war das alles immer wieder weg. Kein „Gott“ in Sicht. Keine „Heiligen“. Keine „frommen Sprüche“. Auch nicht das Wissen um die Erfahrungen dieser und anderer Menschen in den Kreuzweg- Situationen ihres Lebens. Auch der entsetzliche Aufschrei des jungen Galiläers, der, wie Walter Jens in einer Predigt in einer Hamburger Honoratioren-Kirche offen sagte, „brüllend“ starb, auch seine psalmennahen Worte, wie da sein Gott ihn ge­rade jetzt, in dieser seiner letzten kritischen Situation auf die­ser Erde, verlassen habe, berührten mich da nicht existentiell.

Auch die Evangelien waren mir in diesen Situationen fak­tisch: Literatur.

Was half mir? Half mir wirklich? Behutsam will ich es an­deuten: In meiner ersten kritischen Situation – auf dem glü­hend-heißen Balkon, Stiefern im Kamptal, 1920, kam mir mit­ten in meiner Verzweiflung etwas zu, ein gewisses Etwas, das seither in mir arbeitet, und unter anderem meine über dreißig Bücher, einige hundert Essays, etc. etc. und meine Arbeit mit Menschen trägt: „grundlos“ trägt. Ein Abgrund, der mich nährt. Ein Vulkan, der in mir arbeitet: und mich immer wieder mit scheußlichen Ausbrüchen überschüttet, die Reben und Feigen, die ich auf seiner Erdenhaut gepflanzt habe, verschüttet, verbrennt. Ein Vulkan, der in mir brennt, und alle Brände meines Lebens, in den Formen von Verzweiflung, und in den Formen von Fruchttragen, unterhält, nährt, mich also als einen Brennen­den hält, erhält, verbrennt, versehrt, ernährt.

Die Dornbusch-Situation also: Jeder Mensch ist ein bren­nender Dornbusch. Leider wissen das die meisten Menschen nicht, verbrennen also ihr Leben auf kleiner Sparflamme, ver­aschen sich in „Leistungen“, „Arbeiten“, Erfolgen und zuge­hörigen Mißerfolgen.

Ich habe das große Glück, die Gnade, wenn man es so nen­nen will, gehabt, diese meine Dornbusch-Situation immer wieder zu erleben: als 4jähriger, als 16jähriger, als 22jähriger, als 44jähriger, als 55jähriger: in scheußlichen „Krisen“, Zu­sammenbrüchen, Verzweiflungen.

Angesichts eines Übermaßes von schlechten, mörderi­schen, selbstmörderischen Verzweiflungen heute, und eines Untermaßes von guten Verzweiflungen, die aus dem Dorn­busch „Ich“ kommen, wäre Menschen, die sich heute mit jun­gen Menschen befassen, ohne sie obszön zu berühren (ihnen mit Begriffen und Anmutungen und guten Wünschen und Rezepten nahetreten) zu empfehlen, einmal darüber nachzu­denken, wie dies zu leisten ist, in eigener Existenz, so, daß sie anderen Menschen präsent werden kann: Wie komme ich in meinen Dornbusch hinein? Wie verhalte ich mich, wenn er plötzlich „von selbst“ «w/lammt, und mich mit seinen Flam­men überschüttet? Wie verhalte ich mich, wenn ich, überle­bend, sein Einsinken erlebe? So tief, daß ich es „vergessen“ kann, seine Eruptionen verdrängend?

Was brauchen junge Menschen heute, von anderen, von kalendarisch älteren Menschen? Erfahrungen. Erfahrungen ihrer Dornbusch-Aufbrüche. Manche Menschen werten le­benslang einen einmaligen Ausbruch, Aufbruch aus: das hilft ihnen dann, mobil zu bleiben, Treibstoff zu gewinnen, auf der Einbahnstraße ihres Lebens, aktiviert ihre Energien zu Lei­stung, Erfolg, Lauf-Bahn. Wohl ihnen.

Mir kam anderes zu – und ich glaube, daß diese meine Er­fahrungen jungen Menschen nicht verschwiegen werden sol­len: Ich kam auf keine Ein-Bahn-Straße, Gott sei Dank. „Gott schreibt gerade auf krummen Linien“ (Altpersisch, vielfach übernommen, so noch von Claudel als Vorspruch zu seinem „Seidenen Schuh“). Jeder „Aufbruch“, jeder Umbruch, jede große Krise – hat mich zu neuen Aufbrüchen, Umbrüchen, schweren Erschütterungen, Gefährdungen geführt. Mein Gott, der nicht mir gehört, ist ein unruhiger Gott. Er arbeitet in mir, lebenslang, indem er immer neue Unruhen – Revolu­tionen – in mir zeugt, erzeugt.

„Die Revolution frißt ihre Kinder“: Das muß nicht so sein, in den Revolutionen, die sich in uns begeben. Diese Revolutio­nen können, wenn wir sie überleben (wartend, still haltend, wei­nen, ja weinen, durchaus mit den großen Alten um die dona lacrimarum, die große Gabe der Tränen bittend) bestanden werden: auch wenn wir hinkend, mit einem – unsichtbaren Buckel angebeult – aus ihnen hervorgehen.

Transzendieren also: sich selbst überschreiten.

Wehe dem Menschen, der nicht in eine solche Situation kommt, wie ich sie angedeutet habe, aus den Erfahrungen meines Lebens. Die Situation kann sofort da sein: wenn ich erschreckend wahr-nehme, wie ungeheuer dieser andere da ist – ein Freund, eine Freundin, ein Vater, eine Mutter, eine geachtete Person. Die schutzlose Wahr-nehmung dieses Un­geheuers – des Menschen da vor mir, dieses Ungeheuren, Ungeheuerlichen in mir, kann mir als 4jährigem, und als 66jährigem Menschenkind einen Stoß geben, den ich nur ab­wehren kann, indem ich ihn annehme.

Ich habe Angst vor den Menschen, die von einem einzigen Erlebnis leben. Die so „den richtigen Weg“ ihres Lebens fin­den. Sehr oft münzen sie diese einmalige große Unruhe, Un­sicherheit, dieses einmalige Feuer-Erlebnis aus, sehr erfolg­reich. So frage ich mich: Gehören die Leute, die heute in Kir­che und Welt und Schule und Hochschule und Politik und ge­lehrter Untersuchung sich mit „der Jugend“ befassen, alle zu diesen erfolgreichen Bewältigern je einer Situation ihres Le­bens?

Ich halte es mit den Scheiternden, den immer wieder Schei­ternden. Die durch ihr Scheitern immer offener, bewußter, schmerzwacher, schmerzwissender werden. Ich möchte nicht noch einmal leben. Wenn mir aber dies Unmögliche zugefügt würde, wünschte, erbetete ich mir dies: Hand in Hand meines so vielfachen Scheiterns mit jungen Menschen Heute zu ge­hen, ohne viel zu sagen, still, in großer Dankbarkeit zu den Himmeln aufblickend, zur Erde, Mutter Erde mich neigend, nach Links und Rechts mich wendend, ihnen meine Wunden zeigend.

Keine Stigmatisation alter Art. Keine Verheiligung, keine Verherrlichung meiner Wunden. Doch dies: beharrlich be­kundend, wie fruchtend, fruchtbringend, zeugend sie in mir gewirkt haben.

Quelle: Was meinem Leben Richtung gab. Bekannte Persönlichkeiten berichten über entscheidende Erfahrungen, Herderbücherei, Bd. 940, Freiburg i.Br.: Herder, 1982, S. 63-70.

Hier der Text als pdf.

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