Kornelis Heiko Miskotte über das Buch Hiob (Over het boek Job, 1971): „Stellen Sie sich vor, Hiob hat richtig über den gesprochen, der ihm begegnet ist. Diese Anklagen, diese Auflehnung, diese Wut – das war schließlich in der Tiefe doch die richtige Art und Weise, über Gott in diesen Umständen zu sprechen. Stellen Sie sich vor! Hiob, der Kämpfer gegen Gott, gewinnt den Preis. In all diesem Protestieren und Blasphemieren hat er so über den Verborgenen gesprochen, dass es die Realität unseres Daseins berührt, trifft.“

Über das Buch Hiob (Over het boek Job, 1971)

Von Kornelis Heiko Miskotte

Unsere Einteilung der biblischen Bücher folgt der Ordnung der Septuaginta. Das ist die Übersetzung des Alten Testaments, die Israel in der Zerstreuung für die damalige Welt angefertigt hat – etwa 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung, als Griechisch die Weltsprache war, die überall verstanden wurde, ähnlich wie heute Englisch. Der Name Septuaginta bedeutet „Übersetzung der Siebzig“. Mit diesem Ausdruck meinte man jedoch mehr als nur die Zahl der Übersetzer: Es sollte die 70 Völker repräsentieren, die nach israelischer Vorstellung zusammen die Menschheit ausmachen. Diese Übersetzung für die Welt im weitesten Sinne wurde von der Kirche übernommen, auch in der Hinsicht, dass die Ordnung und Reihenfolge der Bücher übernommen wurde. Das mag wie eine Nebensächlichkeit erscheinen, aber es hat etwas Großes verloren gehen lassen.

Das hebräische Alte Testament wurde zwar treu übersetzt, doch die Einteilungen heißen jetzt: historische Bücher, poetische Bücher und schließlich prophetische Bücher. In der ursprünglichen hebräischen Einteilung war es jedoch ganz anders, nämlich in drei konzentrischen Kreisen geordnet: a) Die Thora, das Gesetz – die fünf Bücher Mose; b) Die prophetischen Bücher, zu denen auch die historischen gezählt werden, da ein Prophet nicht nur über die Zukunft urteilt, sondern auch über die Vergangenheit; c) Die Ketuwim, die Schriften, in denen die Reaktionen der Gemeinschaft auf Gesetz und Propheten gesammelt sind.

Zum Kreis der Ketuwim oder Schriften gehört auch das Buch Hiob, denn es ist die Reaktion eines Menschen in seiner Not – eigentlich zugleich die eines Volkes, das zweifelt, bis hin zur Verzweiflung. Und die umliegenden Völker erkannten darin das Geheimnis Gottes. So wurde dieses eine Buch aus der Sammlung der Schriften zum Übersetzer dessen, was viele Zeitgenossen innerlich empfanden, während sie vergeblich nach Sinn und Trost suchten. Sie wollten ausbrechen aus dem bedrückenden Kreislauf der Rätsel und Schrecken, die Gott (oder das, was sie so nennen) nach ihrem Empfinden in souveräner Willkür über die Menschheit ausschüttet – ohne Sinn, ohne Ordnung, ohne Ziel.

Wenn es uns persönlich betrifft und das Äußerste von uns verlangt wird, dann beginnen wir vielleicht, aus der Ferne zu verstehen, warum das Buch Hiob in so leidenschaftlicher Sprache Abscheu, Protest, Verlegenheit und Verzweiflung wie Wellen einer tosenden See übereinanderschlagen lässt. Doch dann werden wir es hören, miterleben, verstehen. Es ist auch als Geschichte gedacht, ja, aber von dem, was ein Mensch manchmal innerlich durchmachen muss. Solche Geschichte erlaubt keine Bilder: Es ist die Geschichte einer Seele. Das bedeutet: Es geschieht viel, und es wird schnell ein öffentliches Geheimnis. Doch in der Tiefe geschieht das Eigentliche – das, was auferlegt wird, obwohl es nicht zu ertragen ist.

Der Herr hat genommen

Hiob (oder Ijjob) ist kein Jude, sondern ein Mann aus dem Land Uz (Edom, Westjordanien). Doch der heilige Verfasser, ein wahrer Sohn Israels, war großzügig und bereit zu berichten, dass dieser Nichtjude „fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und das Böse meidend“ war.

Der Verfasser der Rahmenerzählung (das erste und zweite Kapitel 1 und 42,7 bis zum Ende) schildert das Äußere – den Rahmen für das Eigentliche: den Kampf eines Angefochtenen, der den Tod ersehnt, mit seinen frommen Freunden streitet, die behaupten, alles sei gerechte Vergeltung für eine große, verborgene Sünde, die er heimlich begangen habe. Hiob jedoch leugnet eine solche Sünde. Er geht gegen seine Freunde an, fordert Rechenschaft von Gott, klagt ihn an und verspottet in seiner Verzweiflung sogar Gottes oft gepriesene „Gerechtigkeit“. Schließlich äußert er gotteslästerliche Worte.

Der Verfasser beginnt damit, Szene um Szene die Wohlfahrt und den Reichtum von Hiobs Haus zu schildern. Es wirkt wie ein Märchen, übertrieben, aber Märchen können auch grausame Züge haben. Hören Sie: Seine Söhne schwelgten im Überfluss, und er sah es als einen Segen. Doch Hiob brachte Sühneopfer dar, denn er dachte: „Vielleicht haben meine Kinder gesündigt und in ihrem Herzen Gott bereits Lebewohl gesagt“ (Hiob 1,5).

Und dennoch kommen die Katastrophen, die „Hiobsbotschaften“, deren Refrain der Boten jedes Mal lautet: „Nur ich allein bin entkommen, um es dir zu berichten“ (Hiob 1,15, 1,19). So wird Hiob gesegnet, und doch wird alles, was er besitzt, zerstört. Er ging in Trauer, endlos, könnte man meinen – angesichts des unschätzbaren Verlustes und unermesslichen Leids. Aber was hörte man ihn dann sagen? Dies: „Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; gepriesen sei der Name des Herrn“ (Hiob 1,21).

Und der Erzähler fügt hinzu: „In all dem wies er Gott nichts Unrechtes zu“ (Hiob 1,22). Doch die Umstehenden waren fassungslos. Sie flüsterten: Warum, warum? Denn sie waren in der Lehre der Vergeltung aufgewachsen – also muss hier eine verborgene Schandtat, eine unermessliche Schuld dahinterstecken.

Wechselseitige Gewissheit

Wir müssen den Erzählstil nun verlassen; sonst bleiben wir im Märchen von Wohlstand und den Schreckensnachrichten der radikalen Störung stecken. Am Ende der ersten beiden Kapitel bricht die Geschichte plötzlich ab, und wir hören: „Da verfluchte Hiob den Tag seiner Geburt“ (Hiob 3,1). Das bedeutet: Er wollte leidenschaftlich aus dem Leben scheiden, hinausspringen, mehr noch – er wünschte, nie existiert zu haben, tot geboren zu sein, als ein missgestalteter Fehltritt entsorgt worden zu sein.

Dieser Übergang erschüttert uns, und das ist auch beabsichtigt, denn zwei unausgesprochene Ereignisse machen ihn besonders eindringlich. Das erste ist die Wette zwischen Gott und dem Satan, von der Hiob nichts weiß und nichts wissen kann. In dieser Wette steht das Wort chinnam (= umsonst, ohne Grund) im Mittelpunkt. Die Anti-Macht behauptet, dass Hiob nur aus Eigennutz fromm lebe. Später sagt der Satan: „Greif doch sein Fleisch und Leben an, und ich wette, er wird dir ins Gesicht absagen!“ (Hiob 2,5). Von dieser Hintergrundgeschichte hat der leprakranke Hiob keine Ahnung.

Das ist das erste Unausgesprochene. Das zweite liegt im Schweigen seiner Freunde verborgen. Elifas, Bildad und Zofar haben eine weite Reise unternommen und sich vorgenommen, Hiob „zu beklagen und zu trösten“ (Hiob 2,11). Doch als sie ihn aus der Ferne sehen, erschrecken sie vor seiner Leprakrankheit, seiner Unkenntlichkeit, seiner Abscheulichkeit. Sie klagen laut, zerreißen ihre Gewänder und streuen Staub auf ihr Haupt – ein alter Trauerritus der Beduinen. Dass sie es ernst meinen, zeigt sich vor allem in ihrem Schweigen: sieben Tage und Nächte lang spricht keiner ein Wort zu Hiob (Hiob 2,13).

Die Einsamkeit, die dieses beharrliche Schweigen schafft, ist grenzenlos, und dann bricht Hiob aus: Er will in den Tod, ihm ist alles egal, am wenigsten er selbst. Was ist sein Leben, sein Wert in Gottes Augen? Nichts! Aber was bleibt? Der Erzähler will uns betonen: Es bleibt eine Beziehung der vollkommenen wechselseitigen Gewissheit. Gott ist sicher über Hiob, und Hiob ist sicher über Gott. So sicher ist Gott über Hiob, dass er die Wette eingeht und das Experiment wagt, Hiob dem „Hindernis“, dem „Gegner“ zu überlassen. Und so sicher ist Hiob gegründet in Gottes Namen, dass er, wie es heißt, „in all dem Gott nichts Unrechtes zuschrieb“, das heißt: nichts, was mit dem Gedanken an Gott unvereinbar wäre.

So gewiss ist diese Freundschaft, dieses Bündnis, dass Hiob sagt, als seine Frau ihn auffordert, sich das Leben zu nehmen: „Du redest wie eine Gottlose! Sollen wir das Gute von Gott annehmen und das Böse nicht auch?“ (Hiob 2,9-10).

Die Pfeile des Allmächtigen

Dann hören wir plötzlich, wie Hiob in Klagen ausbricht. Damit verlassen wir den Erzählstil und gelangen zum eigentlichen Kern des Buches – zum inneren Leiden, zu den Kämpfen von Geist und Herz. Die Form dieses Kerns ist ein Dialog, ein Streitgespräch, bemerkenswerterweise in kraftvollen, leidenschaftlichen, aber auch um das Heil einer Seele besorgten Versen – nämlich um Hiobs Seele. Elifas, Bildad und Zofar sind nun völlig überzeugt, dass ihr Freund zu Recht leidet. Würde er nur ehrlich seine geheime Schuld eingestehen, so wäre das echte Reue.

Das erste Antwortwort auf Hiobs Zweifel kommt von Elifas: „Kann ein Sterblicher gerecht sein vor Gott, ein Mensch rein vor seinem Schöpfer? Selbst seinen Dienern vertraut Gott nicht, und bei seinen Engeln findet er Mängel“ (Hiob 4,17-18). Und weiter: „Gerade du hast das den Menschen immer gepredigt, auf deine Weise warst du ein Lehrer des Volkes.“ Elifas versucht nicht einseitig zu sein. Er fügt auch Trost hinzu: „Siehe, wohl dem Menschen, den Gott zurechtweist, denn er verwundet, aber er verbindet; er schlägt, aber seine Hände heilen“ (Hiob 5,17). Dennoch hält er Hiobs Klagen für sinnlos: „Worauf wartest du mit deinem Geständnis? Willst du, dass jemand deine Schuld beweist?“

Die Vergeltungslehre stellt Elifas wie eine Mauer vor die Abgründe der letzten persönlichen Fragen. Diese Mauer wird jedoch mit Trostworten bemalt – wie ein Panorama auf eine Theaterwand, vor der sich die traurige Logik der Charaktere entfaltet. Gut gemeint, in sich wahr, und in einem anderen Zusammenhang könnte es sogar tröstlich sein, dass Gottes Hände auch heilen.

Doch Hiob findet keinen Trost. Im Gegenteil: Jede frühere Spur von Resignation ist ausgelöscht. „Ach, dass man meinen Kummer wiegen könnte, und mein Leid in die Waagschale legte! Es wäre schwerer als der Sand der Meere. Denn die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir, und mein Geist trinkt ihr Gift“ (Hiob 6,1-4).

Die Leser, die Hörenden (denn richtig lesen bedeutet hören) werden bemerken, dass der innige Gottesname Jahwe, der Herr, der die einleitende Erzählung beherrschte, hier vollständig verschwunden ist, jener Name des Freundes von einst aus der gesegneten Zeit des gegenseitigen Vertrauens. In der Auseinandersetzung zwischen den Freunden kommt dieser Name nicht mehr vor, und, seltsam, auch nicht mehr in Jobs eigenem Mund. Es scheint, als gäbe es zwei Götter: den der Macht und den der Güte, oder besser gesagt: Es ist, als würde Hiob diesen Freund, diesen Bundgenossen, nun in einer anderen Gestalt begegnen und ihn für den echten halten.

Gibt es also nichts zwischen der Macht einerseits und der Güte andererseits? Ja, sagen die Freunde, da ist auch das Recht: Erkenne deine Schuld an und preise das Recht. Aber Hiob erfährt nur die Macht und hält daran fest, dass in dieser Macht derselbe Freund anwesend sein muss. Genau darum ging es in dieser wunderbaren Wette mit Satan, dem anklagenden, blockierenden Widersacher. Er hatte behauptet: „Wenn ich die Erlaubnis bekomme, ihm auch sein Leben und seinen Körper anzugreifen, dann wirst du sehen, was passiert: ‚Dieser fromme Hiob, er wird dir offen ins Gesicht Lebewohl sagen!‘“ (Hiob 2,5)

Aschehaufen und Kreuz

Es kommt so weit, dass der Geplagte, von den Frommen einsam gelassen, vor dem Dilemma steht: Entweder Gott in dieser Gestalt anklagen oder gegen besseres Wissen sich selbst für Dinge anklagen, die er nicht getan hat. Es gibt nur einen Ausweg aus dieser schmerzhaften Wahl: dass nicht er den Tag seiner Geburt verflucht und den Tod wählt, sondern „dass es Gott gefallen möge, mich zu zerschmettern, seine Hand loszulassen und ein Ende an meinem Leben zu machen; das wäre mein Trost, und es würde mich erquicken in der Wehklage, wenn er mich nicht verschonte; wie sollte ich jubeln, mitten in der Abschiedsschmerz, darüber, dass ich das Wort des Heiligen doch nicht verleugnet habe“ (Hiob 6,10).

Der Leser, der den inneren Kampf hört und hören kann, weil dieser ihm nicht völlig fremd ist, wird auch in diesen endlosen Dialogen, in denen scheinbar nichts vorangeht, in die tiefste Erzählung verwickelt, die wir als ein Gleichnis für das Leiden Jesu bezeichnen dürfen. Jesus, der als wahrer Zeuge am Ende ruft: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ und am Ende flüsternd schreit: „Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist“ (Matthäus 27,46, Lukas 23,46). An diese Tiefen, an diese Geheimnisse wollen wir jetzt nicht rühren. Es gibt einen tiefen Zusammenhang, nicht zwischen Hiob und Jesus, nicht zwischen Aschehaufen und Kreuz, sondern zwischen dem Leiden der Anfechtung hinsichtlich der einen Absicht und des wahren Namens Gottes.

Übrigens wartet in unserem Buch Bildad noch darauf, seinen Teil zu sagen, und auch Zofar hat noch seine Meinung zu äußern, und ständig, immer wieder, antwortet Hiob sofort und ausführlich. Manchmal ist es keine sofortige Antwort, sondern es wird ein Monolog, in dem die Verborgenheit Gottes als Leid über den Menschen als solchen, die Welt und ihren Schmerz, die Vergänglichkeit und die Vergeblichkeit ausgeweitet wird. So weit verstanden, finden sich diese Themen in den Kapiteln 7, 14 und auch 24, die den Charakter repräsentativen Sprechens im Namen der Menschheit haben, aus der Perspektive des Menschseins als solchem.

Zunächst und für sich steht ein Lob auf das, was wir als Kultivierung oder Technik bezeichnen könnten. Dieser Abschnitt bezieht sich dann auf und kulminiert in einem Hymnus auf die verborgene Weisheit in der Welt: „Die Weisheit, woher kommt sie und wo bleibt sie? Sie ist vor den Augen aller Lebenden verborgen; Verderben und Tod sagen: ‚Ihr Ruf ist uns zu Ohren gekommen‘“ (Hiob 28,20-22). Wie dem auch sei, zu den Menschen hat Gott gesagt: „Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit; vom Bösen abzuweichen, das ist Einsicht“ (Hiob 28,28).

Lass mich in Ruhe

Wir tun für unser Ziel, dachte ich, nicht gut, wenn wir das wechselhafte Gespräch nicht ausführlich durchgehen. Dieser Dialog zwischen Freunden, die Fremde füreinander geworden sind, weil sie fromm sind und den anderen für schuldig halten, den sie mit Argumenten, mit Hinweisen auf das, was so alles geschieht, aber vor allem mit Bekundungen über das Dogma der göttlichen Gerechtigkeit und der Vergeltung in der Verteilung des Schicksals der Abtrünnigen, der Abgefallenen, der Halsstarrigen, zur Beichte und Umkehr bewegen wollen.

Hiob macht es ihnen nicht gerade leicht, da er keinen alternativen Ansatz hat, um die Lehre der Vergeltung zu ersetzen. Lassen wir uns gut merken: Es geht hier nicht allgemein um den Sinn des Leidens (die Frage nach einem „Sinn des Lebens“ würde übrigens keinem seiner Zeitgenossen je in den Sinn kommen), es geht nur um eine einzige Sache: Jahwe, der Herr, sein Freund. Er war in einem Bund mit ihm. Deshalb müsste der Hindernisbereiter, der Widersacher, seine Wette zwangsläufig verlieren. Aber es scheint, dass der Herr sich selbst in die Rolle des Satans verhüllt. Und in Hiob 30,21 wird Gott als ein Satan beschrieben, meist mit einer sadistischen Plagekrankheit behaftet. Hört nur: „Er hat mich in den Schlamm geworfen, ich rufe zu Dir um Hilfe, aber Du antwortest mir nicht. Ich bleibe stehen in der Hoffnung, dass Du mich bemerken würdest, aber Du verwandelst Dich vor mir in einen grässlichen Alptraum. Du bekämpfst mich mit Deiner starken Hand, Du hebst mich in den Wind, Du führst mich fort und lässt mich im Sturm vergehen; ja, ich weiß: Du führst mich zum Tod und zur allgemeinen Sammelstelle für alle, die gelebt haben“ (Hiob 30,19-23). Aber wie wahnsinnig klingt das, was nun folgt: Der Geplagte will in Berufung gehen. Er verlangt nach einem unparteiischen Schiedsgericht und, obwohl er weiß, dass er wieder bei Gott als oberstem Tribunal landen wird, setzt er in einer seltsamen Eigenwilligkeit und Unlogik fort, die eigentlich (bereits in Kapitel 7 hat sich dies mit Stottern und Stolpern zu erkennen gegeben): Wenn er dort landen wird, wird er den Oberrichter auf seinem Thron persönlich herausfordern, und wenn eine Niedergeschlagenheit droht, ein Herzinfarkt tiefster Verwirrung und Empörung, wird er mit seinen letzten Kräften sagen: „Lass mich in Ruhe! Bleib von mir weg!“

Der Ausruf von Karl Barth lässt sich nach all dem wohl gut nachvollziehen: „Was sind doch die sämtlichen alten und neuen Skeptiker, Pessimisten, Religionsspötter und Atheisten für arglose, gemütliche Gesellen, neben diesem Hiob! Die wussten und wissen ja gar nicht, gegen wen sie mit ihrem Achselzucken, Zweifeln, Lächeln und Leugnen vorgingen und vorgehen. Er wusste es, er redete im Unterschied zu ihnen in connaissance de cause; die können sich mit einem ‚Gott‘, den sie als ihren Gott gar nicht kannten, wohl ohne erhebliche Kosten ‚auseinandersetzen‘; Hiob konnte das überhaupt nicht tun.“1

Der Angefochtene musste mit Gott klar kommen, der sich in seinem Leben in einer anderen Gestalt, einer Gegen-Gestalt zeigte, in einer Verwandlung des göttlichen, des guten apriori. Im zufällig herausfordernden Leben, das von den Heiden auch „Gott“ genannt wird, in einer solchen Rätselsituation mit diesem Anderen zu streiten, das wäre doch Unsinn! Es bleibt nichts anderes als ein Kampf, in Klagen und Fluchen, in Spott und verzweifelten Ausfällen. Aber lassen wir uns das gut merken: Der Zweck dieses Kernbuches ist, dass Hiob in all dem Gottes Knecht bleibt. Wie ist er dazu gekommen, geworden, aufgezogen, manipuliert? Nichts davon! Es ist alles chinnam (vergleiche Hiob 1,9), umsonst, uneigennützig. Es geschieht wie eine Erzählung, wie eine andere Art von Märchen: das Märchen der Freiheit. Die freie Verbindung wurzelt nämlich in Zuneigung und blüht in Treue. Aber hier bedeutet Freiheit unter anderem auch das Böse, das Leid als Gabe anzunehmen, und Freiheit schließt ein, zu protestieren und Gott, der sich wie ein Feind verhielt, ins Angesicht zu widerstehen.

Hiobs Gestalt verändert sich auch innerlich. Irgendwo in der Mitte des Kampfes wird das Gottlose, das Blasphemische, das Aufwieglerische, Wilde, Zerstörerische zugedeckt, unter anderem durch das Eingreifen eines vierten Freundes, der plötzlich in die Auseinandersetzung eingreift. Er heißt Elihu und seine Rede, die ebenso weise wie poetisch ist, wird im äußeren Erzählverlauf völlig separat dargestellt. Sie umfasst die Kapitel 32 bis 37.

Er tritt als ein Schiedsrichter zwischen den frommen Streithähnen auf. „Da hörten diese drei Männer auf, Hiob zu antworten, weil er in seinen eigenen Augen gerecht (d.h. fromm, gottgefällig) war.“ (32,1) Das war der Moment für Elihu, und er sagt: „Ich bin noch jung und ihr seid hochbetagt, deshalb war ich in Scheu und hatte zu viel Ehrfurcht, um euch mitzuteilen, was ich weiß“ (32,6). Er brennt vor Empörung, weil die mitklagenden, Hiob „zunickenden“ Freunde so vollkommen schuldig bleiben, immer frustriert von ihrer eigenen Lehre der Ver­geltung. Aber sein Zorn richtet sich auch gegen Hiob (obwohl er das Opfer ist), weil er es wagt, den Gerechtigkeits-Gewaltigen, den Gewalt-Gerechten für schuldig zu erklären. „Siehe, Gott ist groß, aber er verwirft uns nicht; groß ist er in Kraft von Verstand und Herz“ (36, 5).

Aus seinem vollen Herzen wendet sich Elihu als Kläger gegen das Opfer. Von einer heimlichen Schuld ist keine Rede, von irgendeinem Skandal ebenso wenig! Elihu sieht viel eher die Schuld von Hiob anderswo, nämlich in seinem Reden, in seiner Übertreibung, in seinem Selbstmitleid, in seinem maßlosen Zorn gegen den Gewaltigen. „Mein Vater, lass Hiob noch bis zum Ende geprüft werden, um seine Antworten zu hören, denn zu seinen Sünden fügt er eine Übertretung hinzu, indem er bei uns in die Hände klatscht und ein großes Wort gegen Dich führt.“ (34, 36-37)

In der Komposition ist es auffällig und bemerkenswert, dass Hiob diesen erzieherischen Tröster nicht unterbricht, im Gegenteil, er darf ununterbrochen weiterreden, um auszudrücken, was ihm so sehr auf der Seele liegt. Darf ich es in wenigen Punkten zusammenfassen:

  1. Es ist nicht richtig, Gott mit unseren moralischen Maßstäben zu messen,
  2. die Gewalt, die Furcht des Gottes kann auch bedeuten, dass er nicht weniger, sondern mehr als gerecht ist,
  3. wenn Geduld verlangt würde, ist es nicht gegen das Unrecht oder die Macht, sondern gegen die Freiheit, die Macht Gottes,
  4. Gottes Verborgenheit ist die Kehrseite seiner Freiheit, er steht nicht unter dem Gesetz, wird mit der Idee des Rechts nicht gemessen, er selbst stellt den Sinn des Rechts auf, er selbst stellt das Gesetz auf,
  5. wir sollten niemals meinen, dass Religion im wörtlichen Sinne ein Dienen und Helfen Gottes wäre, als ob er dadurch bereichert würde,
  6. eine Theodizee (Rechtfertigung Gottes) darf geprüft werden, obwohl sie letztlich scheitern muss,
  7. man muss sein Wissen weit zurückholen, der Mensch hat die Berufung „seinem Schöpfer recht zu tun“ (36,3), mit anderen Worten: es muss uns um die Ehre Gottes gehen, während Hiob mit Gott, ohne ihn, gegen ihn gesprochen hat. Selbst wenn er die Geduld wählte, tat er es, um losgelöst von Gott leben zu können, was dann noch Leben genannt wurde.

So zusammengefasst Elihus Absicht. Hiob sagt kein Wort mehr, aber der Leser, der Hörer, der es als „unbefriedigend“ empfindet, wird dennoch zugeben müssen, dass aus der Sicht des Menschen nicht viel mehr zu sagen ist. Der junge Weise schließt so: „Der Gewaltige, den wir nicht verstehen, ist groß an Kraft und an Recht; der, der groß ist in Gerechtigkeit, biegt die Gerechtigkeit nicht“ (37,23-24).

Da antwortete der Herr

Die innere Geschichte, die Geschichte der Seele in ihrer Not, steht nun kurz vor ihrer Auflösung. Der verwandte Geist, der Mit-Leidende (fellow-sufferer), sieht mit Erstaunen, dass die letzte Schlussfolgerung im Maß der Wette schwebend bleibt. Es ist nicht so einfach, zwischen Hiobs Recht und Unrecht, zwischen Klage und Anklage zu unterscheiden, es vermischt sich. Die Akzente, die wir hören, weisen nach links und nach rechts, nach oben und nach unten. Er bleibt der „Knecht des Herrn“, und als solcher hat er in jedem Wort recht. Als fehlbarer Mensch hat er eigentlich in keinem Wort völlig recht, aber er ist zugleich beides: der treue Partner des Bundes und der ungeduldige Stürmer gegen Gottes Verborgenheit. Das Buch Hiob offenbart endlich die Entscheidung, die göttliche. Die Entscheidung bringt keine Lösung, aber sie ist ein Wunder: hier kommt Jahwe, der erste Gottesname, zurück, während auf dem Schlachtfeld der Streitgespräche ständig vom „Allmächtigen“ die Rede war. Zum ersten Mal spricht wieder der Knecht und erhält Antwort. Man könnte sagen: Dies ist der „Beginn des Endes“, und zwar im positiven Sinne, das heilende Ende, die Aufklärung, die Befreiung.

„Da antwortete der Herr Hiob aus einem Unwetter“ (38,1). Siehe, dass das Wort zu ihm kam, impliziert bereits die Anerkennung, dass der Angefochtene tatsächlich chinnam, umsonst, selbstlos in der ersten Phase seines Lebens gelebt und im zweiten Teil gelitten und gekämpft hatte, denn er wusste, dass es kein Heil gab in seinem Recht oder Unrecht gegenüber dem Partner. Dass das Wort zu ihm kommt, ist die Entscheidung. Was dann der Inhalt dieser Antwort sein würde, lässt sich nicht erraten. Sicher ist, dass die Tatsache des Sprechens und dessen Inhalt für den mühsam Kämpfenden irgendwie zusammenfallen. Der mächtige Dichter, der hier zu Wort kommt, der aus seinem Gottesverständnis den Inhalt in überwältigender Sprache zusammengefasst hat, verkündet die Entscheidung, die befreien wird.

Ob das Ende dieser Verse, in denen der Verborgene verherrlicht wird, auch eine „Lösung“ bietet? Wir neigen vorerst dazu, dies zu verneinen oder zumindest zu bezweifeln. Wenn der Leser, der Hörer, dazu neigt, liegt das daran, dass eine Flut göttlicher Ironie durch diese Verse hindurch spielt, angefangen bei dieser, dass die „Antwort“ aus Fragen besteht, Fragen an den Fragenden, Fragen an Hiob den Ankläger, an den Diener Gottes und an den Rebellen Gottes, an seinen aufständischen Sohn. Gleich zu Beginn beginnt es: „Wo warst du, als ich die Erde gründete?“ (38,4) Wunder ist das Leben, es kennt weder warum noch wozu, keine andere Grundlage als Gottes schöpferische Tat, kein anderes Ziel als die Offenbarung seiner Freiheit und seiner Herrlichkeit, in denen unser Heil ebenfalls eingeschlossen ist. In dem, was Gott seinerseits umsonst tut, liegt das tiefste Geheimnis, und es ist das Heilgeheimnis. Sein Wesen ist nun einmal, zu leben und Leben zu geben, umsonst. Sein Ziel ist es, sich selbst mitzuteilen. Wer ein anderes Ziel weiß, der mag es sagen!

Welchen Nutzen? Welcher moralische Fortschritt? Welche Schönheit? Liegt darin der Sinn des Lebens? Alles gut und schön, aber was ist das Wesentliche? Und was ist die Rechtfertigung auch dieses Nutzens, dieses Fortschritts und so weiter? Wird der Mensch, weil er ein paar Streifen Land bepflanzt und ein paar Tiere gezähmt hat, glauben, dass die Schöpfung ordnungsgemäß sein muss, als ob eine Modellfarm das Universum modellhaft repräsentieren sollte? Der große Fragende sagt: „Musst du den Liebreiz des Siebengestirns2 binden? Oder die Stränge des Orion lösen? Führst du den Großen Bären mit seinen Jungen?“ (38,31-32)

In der „Antwort“ werden Fragen gestellt, die bedeuten: Sieh, schau, alles ist, wie es ist, aber ist es vernünftig, ist es nützlich, ist es gerecht? Der Regen fällt auch in die Wüste und in die Steppen, wo kein Sterblicher hinkommt, das Einhorn wird wahrhaftig nicht nachts bei deiner Krippe kriechen, der Strauß, siehe das flache Köpfchen auf dem viel zu langen Hals, wie komisch, Gott hat ihm keinen Funken Instinkt oder Intellekt gegeben, aber Gott hat Freude an ihm und hat der Sonne sogar den Auftrag erteilt, die Eier des gedankenlosen Straußes auszubrüten, umsonst, denn diese Art von Wesen darf nicht aussterben.

Spürst du die Ironie, die schneidende oder die milde Ironie? Wie auch immer, die ganze Naturwelt ist eigenmächtig und eigensinnig, und so ist sie der Spiegel von Gottes Freiheit, so darf sie sein, so darf sie gehen, so sieht sie aus. Sehr starke Beispiele dafür sind die monströse Gestalt des Behemoth (das Nilpferd), das übrigens (wie ausdrücklich gesagt wird) neben dir erschaffen wurde, und der Leviathan (das Krokodil): Der erste liegt im Schatten der Lotus­blätter sicher, und der andere, siehe, „hinter ihm ist ein leuchtender Streifen, sodass man die Wassertiefe für Silberhaar halten würde“ (41,23). Gott, der Herr, gibt das Leben umsonst, jedes Teil hat seine vollendete Form, aber das Ganze ist nach unserem Verständnis nicht zielgerichtet. Und der Schriftsteller, der Dichter, möchte vor allem die Spielnatur betonen, die im Leben überwiegt. Das kommt in der Antwort besonders in den ironischen Wendungen zum Ausdruck, auf die ich hingewiesen habe. Sie sollen die Freiheit Gottes preisen (vergleiche Psalm 104,26: „Du hast den Leviathan gebildet, um mit ihm zu spielen“).

Alles in allem, Gott gibt Antwort. Damit ist gesagt: In allem Unrecht hatte Hiob doch recht, in all seiner Auflehnung blieb er der Mann, der umsonst Jahwe diente.

Er ist inkonsequent in seinen Konsequenzen: Er flieht zu Gott, während er ihn anklagt, er vertraut auf ihn, während er in ihm enttäuscht ist, er hofft auf den, der ihn in der Verzweiflung durch seine andere „Satan-Gestalt“ genau dorthin geführt hat, er sucht einen Verteidiger in seinem Richter, er hält ihn für seinen Befreier, der ihn in das Gefängnis der Verzweiflung bringt, er hält sich an den, mit dem er ein Bündnis hatte, eine Freundschaft for better and worse, und er begegnet einem Gegner, der anscheinend um Leben und Tod kämpft. Aber es gibt auch Konsequenz in den Inkonsistenzen! Und diese ist hier von Gottes Seite! Durch die Tatsache, dass der Herr, der ursprüngliche Freund, ihn im Unwetter der Spannungen und Überspannungen findet und mit ihm spricht, ist bereits bewiesen, dass Hiob bei der höchsten Instanz immer noch in Gnade ist und auch recht bekommt! Denn was lesen wir, was hören wir dort, was Hiob sagt? „Vom Hören hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen; darum widerrufe ich und tue Buße in Staub und Asche“ (42,5). Aber was lesen wir weiter, was hören wir dort? Hiob muss ein Sühnopfer für seine Freunde bringen. Er muss für Elifas, Bildad und Zofar Fürbitte leisten, „denn sie haben nicht richtig von mir gesprochen wie mein Knecht Hiob“ (42,3).

Stellen Sie sich vor, Hiob hat richtig über den gesprochen, der ihm begegnet ist. Diese Anklagen, diese Auflehnung, diese Wut – das war schließlich in der Tiefe doch die richtige Art und Weise, über Gott in diesen Umständen zu sprechen. Stellen Sie sich vor! Hiob, der Kämpfer gegen Gott, gewinnt den Preis. In all diesem Protestieren und Blasphemieren hat er so über den Verborgenen gesprochen, dass es die Realität unseres Daseins berührt, trifft. Wäre dies nicht gerechtfertigt, weil Hiobs Anklage zu Zeiten, auch schon früher im Streitgespräch, durchzogen war von Licht, von einer Ahnung, dass die eigentliche Verteidigung im Himmel geführt wurde (16,19-21)? Er hatte bereits einen Anwalt, rechtliche Unterstützung, aber darüber hinaus: Er hat einen Go’él, einen Bürgen, einen Erlöser3, und das ist genau Er, der ihn in die Verzweiflung zu stürzen schien (16,19-21, 17,3, 19,25). Er beruft sich dabei schon auf Gott, von Gott zu Gott, von Elohim Shaddai auf Jahwe, den Partner des Bundes, den er in seiner unkenntlichen Gestalt und in seiner eigenen unerklärlichen Lebenszuteilung erkennt.

Gibt es nicht eine große Ähnlichkeit mit Jakobs Kampf mit dem Dämon in der Nacht am Jabbok-Bach? „Ich lasse dich nicht los, es sei denn, du segnest mich.“ Und der Feind, der Widersacher, wird als der erkannt, der segnen kann wie niemand sonst. Und das Ende des Stückes singt: „Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und mein Leben ist bewahrt geblieben“ (Genesis 32,24).

Du wirst leben

Die äußere Erzählung, das Prosastück der ersten beiden Kapitel plus das Ende von Kapitel 42, ist wie ein schmaler Rahmen um ein turbulentes Geschehen. Das unsichtbare innere Gesche­hen gleicht einer Schlacht, einem Leprakrankenlager, einem lodernden Brand, einer herabstürzenden Lawine. Aus der Ferne durften wir es erleben (oder mussten es erleben), denn lesen ist hören.

Schau, die äußere Erzählung geht eigentlich wie eine Nachtkerze aus, aber das innere Geheimnis geht wie eine stille Festkerze an, denn es mündet in eine Idylle. Ich gebe zu, dieses Idyllische ist auch das, was wir „bürgerlich“ nennen: Hiob kommt zu Wohlstand, ja zu neuem Reichtum, er genießt seine Kinder, seine Töchter sind sehr schön und berühmt für ihre Schönheit, er hat ihnen Namen gegeben: Taube, Kassiageur4 und Puderdöschen (den Lippenstift gab es damals noch nicht). Der kurze Epilog will sagen: Wer solche Verzweiflung durchgemacht hat, hört keine Gebete mehr als das Gebot oder, wenn Sie so wollen, die Erlaubnis: Du wirst leben, leben von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde, vom Gegebenen, und arglos unter dem Himmel meiner schöpferischen Freiheit. „Und der Herr segnete Hiobs letzten Zustand mehr als seinen ersten“ (42,12). Er starb dann „alt und vom Leben satt“ (42,17), das heißt: erfüllt mit der Erfüllung seiner tiefsten Wünsche.

Auffallend ist, dass am Ende nicht mehr von Satan, dem „Hindernis“, dem „Störer“, die Rede ist. Wir hören nicht, dass diese Antimacht kommt und bekennt: „Ich habe die Wette verloren.“ Aber das muss nicht gesagt werden. Das ist im gesamten Verlauf des inneren Dramas eingeschlossen und blüht am Ende in der Stille, in der Idylle. So wird die Figur des Gegenspielers ausgelöscht. In diesem „Buch der Weisheit“: Hiob.

Übernommen aus: De Bijbel, hoofdredactie John Bakkenhoven. Amsterdam: De Geïllustreerde Pers 1971-1974.

1 KD IV/3, 466.

2 Alte Bezeichnung der Plejaden, eines Sternhaufens im Sternbild Stier, ebenso wie Orion bereits in der griechischen Mythologie bekannt. Siehe Hiob 9,9, wo auch der (Große) Bär und (möglicherweise) das Kreuz des Südens erwähnt werden.

3 Siehe für diesen Go’él insbesondere das Buch Ruth (2,20; 3,9.12f; 4,1-10).

4 Kassia ist ein Gewürz, auch bekannt als chinesischer Zimt.

Hier der Text als pdf.

Hier der holländische Originaltext Over het boek Job.

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